kann mir jemand weiterhelfen? habe bisher nur das pod xt pro ausprobieren können; das haut mich aber bzgl. druck nicht vom hocker; der sound ist zwar ok, aber der druck fehlt... freue mich über eure antworten :-)
HappyHour, Was meinst Du konkret mit Druck? Wenn es um Zerrsound mit punchigen Attack bei gleichzeitig guter Artikulation und Kompression geht, da ist mir leider keine Simulation bekannt die das wirklich so authentisch bringt wie ein... möglichst kleiner Röhrenamp, möglichst mit Röhrengleichrichter, an einer eher kleinen Box (1x12") und alles "am Anschlag" gefahren, eben auch der Speaker. Der Punch und die Kompression kommt vor allem vom starken Einbrechen der Versorgungsspannung, was die üblichen Simulatoren selten beachten, und ausserdem filtern sie meistens zu viel Sub-Bässe weg und damit auch den Attack. TML, aber es sieht so aus, als ob das noch etwas dauert, bis Simulatoren das wirklich können... aber vielleicht haben ander User ja bessere Erfahrungen mit anderen Simulatoren als dem Pod (ich kenne nur den Pod, ältere Line6 und den "guten alten" Sans-Amp, allesamt keine Druckmonster). Grüsse, Klaus S
Versuch das mal: Reine Plugins die sehr realitätsnah sind, zudem noch freeware. http://www.simulanalog.org/guitarsuite.htm Einfach downloaden, ins Plugin-Verzeichnis kopieren, dann in der benutzten DAW im gewählten Kanal in die Inserts einschleifen und loslegen.
Ich dacht immer, ein Vertärker bringt nur elektrische Energie an seinen Ausgängen. Daß er "Druck" bringen soll, ist mir völlig unbekannt. Vielleicht mal mit einer Presse versuchen.... Sorry, aber solche Scherze kann ich mir nicht verkneifen.
Kleiner Amp, Kleine Box, voll aufgerissen, dynamisches Mikro davor. Anders gehts leider wirklich nicht...denn: Was die Simulationen alle miteinander nicht können, egal wie exakt man Einbrüche der Versorgungsspannung und sonstige e-technische Unsauberkeiten modelliert, ist die akustische Interaktion zwischen Box und Gitarre (auf gut deutsch: Rückkopplung), die m.E. durchaus eine Rolle für Zerrsounds spielt. Auch den "Dreck", der für Druck oft entscheidend ist, können momentan erhältliche Simulationen nicht wirklich. Die klingen einfach zu sauber.
Hör Dir das mal an: http://fredrikgroth.com/arch_spinoff.mp3 Nix Verstärker, nix Box, nix Mikro, sondern direkt mit der Gitarre in den Ad-Wandler und nur Guitarsuite als Plugin im Channel-Insert der DAW. Meiner Meinung nach eine der glaubhaftesten Simulation die ich kenne.
Frank, ich gebe dir recht, dass sich das Beispiel-mp3 sehr authentisch anhört und deutlich besser als z.B. mit einem Pod klingt (also hätte ich jetzt so, im Gesamtmix, nicht als Simulation erkannt). Wäre schön zu wissen, ob und wieviel Kompressor da noch drauf ist ... Allerdings ist das aber keinesfalls die Sorte Zerrsound, die ich persönlich als druckvoll empfinde, sondern als eher unartikuliertes, mir viel zu bassiges Gematsche eben ohne Punch (höre kaum einzelne Anschlag-Attacks da raus, dafür wummern die Drones sehr echt). Was ich meine ist ein Sound mit recht wenig Bass, der aber im Attack trotzdem Tiefbass-Peaks rausknallt, beinahe schon so wie 'ne Bassdrum, für akzentuierte Rythmus-Arbeit. Für den kontinuierlichen Bass ist der Bassist zuständig. Den Leuten von Simulanalog/Guitarsuite mache ich keinen Vorwurf (im Gegenteil, gute Arbeit), denn die gewählten Modelle (JCM900 und Twin) sind ja beide auch in Echt keine Amps mit wirklichem Schub, sondern halt laut (und mit Tretmine davor ist der wenige Attack vollends weg). Für die Sorte Attack und Punch die ich meine und gut finde haben diese Amps die falsche Topologie, d.h. zu hartes Netzteil mit Si-Dioden und zuviel Siebkapazität, und einen symmetrischen Phase-Splitter der den eh recht geringen Einbruch der Versorgung mehr oder weniger cancelt. Ein alter Orange OR120 z.B. ist da ganz anders unterwegs (wenn er voll aufgerissen anfängt zu "schwimmen"), trotz Si-Dioden, denn er hat einen unsymmetrischen Phase-Splitter, der den "Wump" beim Attack voll durchlässt und wegen der kleinen Siebkapazität auch das richtige Timing des "Wumps"... dto für einen Peavey Classic 30, ein total unterschätzter Amp m.E. Am anderen Ende des Spektrums stehen bei mir derzeit aktuelle Engls und Laneys, die haben z.T. Ringkern-Netzrafos und sind zwar laut wie Hölle, aber dynamikmässig flach wie 'ne Schaltafel. Alles natürlich reine Geschmacksache... Grüsse, Klaus S
Ich weiß schon was Du meinst. Meine Kombi für solch einen Sound heist: Gibson LP Custom mit Gibson 57 Hals-Pickup, Superoverdrive SD1 mit 'Analogman' Mod, Marshall Head JCM800 2210 series, Marshall 1960A Box mit Celestion G75 Lautsprechern und ein SM 57 davor. Bei 4 aufgenommenen Spuren muss ich dann noch den Waves C4 in der Guitar-Group einsetzen um bei 130 Hz wieder etwas wegzunehmen damit mir der 'Wumms' bei den Palmmutes nicht den Mastercomp zudrückt.
Wirklich? Ich hatte ihn anfangs aucham Bass in Benutzung, fand aber das er mir zu viele Bässe abgeschnitten hatte. Deswegen habe ich mir den Bass DI Driver von Tech21 zugelegt. Der haut rein!! Für Stoner-Rock benutze ich gerne auch den EH BigMuff.