Studioamp

Erstellt 79 Antworten80 Beiträge
Startbeitrag#1
Ich bin auf der Suche nach nem guten, flexiblen Amp fürs Studio. Er soll rauscharm, sehr dynamisch und authentisch klingen. Marshalls, Engl, Orange, Fender, Vox, Mesa und Kitty Hawk hab ich bereits ausprobiert, konnten aber wenn nur in Teilbereichen überzeugen. Angeblich soll aber der VH4 von Diezel gut fürs Studio sein. Hat jemand von euch Erfahrungen mit dem Teil?
ZitierenPost melden
Antwort#2
konnten aber wenn nur in Teilbereichen überzeugen
Das füchte ich, wird mit allen so sein.
Oder du hast einen universal-Amp der nirgend so richtig überzeugen kann.
Für wirkliche Universalität würde ich es mal mit Amp-Simulationen versuchen.
Z.B. Line6. (der POD als Vorstufe über einen Röhrenamp ist gar nicht mal so schlecht)
ZitierenPost melden
Antwort#3
"gut für Studio" ist immer derjenige Amp, der zum Song und zum jeweiligen Part paßt. Mit einem einzigen kommt man da meistens nicht sehr weit.
Wie ThomasT schreibt: Ampsimulation plus Röhrenamp. Es gibt da irgendeinen Hersteller, der bietet einen Röhrenendstufencombo an mit einem Fach für POD, V-Amp, J-Station und wie sie alle heißen. Ob das dann wirklich "echt" klingt, weiß ich nicht. Ich habe das Zeug alles nicht: wenn ich mal was aufnehme, dann mit Billig-Übungsverstärker oder demjenigen, den der Musiker mitbringt.
ZitierenPost melden
Antwort#4
Einen Allrounder zu finden ist kritisch. Lass mich das mal so darstellen:

Skala : Wenig überzeugend - - - - - Ganz gut - - - - - "Das isses...!"
Song1: Amp1 - - Amp5 - - Amp4 - - Amp2 - - Allrounder - - Amp3
Song2: Amp2 - - Amp4 - - Amp1 - - Amp3 - - Allrounder - - Amp5
Song3: Amp5 - - Amp4 - - Amp2 - - Amp5 - - Amp1 - - Allrounder (Hurra!)
Song4: Amp5 - - Amp4 - - Amp2 - - Amp5 - - Allrounder - - Amp1
etc...
Dein Allrounder wird häufig schlechter sein als der beste von den Classics. Immerhin, der Diezel hat den Vorteil von mehreren komplett getrennten Preamps, er deckt also viel ab. Allerdings hat er auch seinen (berechtigten) Preis.
Achtung Philosophie: Ich bin mittlerweile so weit, daß ich mir den ganzen Kram zulege, ich habe keine Lust mehr auf Kompromisse. Was solls, man lebt nur einmal, und das ist mein verdammtes Hobby, andere kaufen sich alle paar Jahre ein neues Auto.
Wenn du das beruflich machst ist der Blickwinkel in den Geldbeutel natürlich ein anderer.
ZitierenPost melden
Antwort#5
Moin...
"Wie ThomasT schreibt: Ampsimulation plus Röhrenamp. Es gibt da irgendeinen Hersteller, der bietet einen Röhrenendstufencombo an mit einem Fach für POD, V-Amp, J-Station und wie sie alle heißen."
Du meinst den "Atomic Reactor 112", vermute ich (s. Link).
"Ob das dann wirklich "echt" klingt, weiß ich nicht. Ich habe das Zeug alles nicht: wenn ich mal was aufnehme, dann mit Billig-Übungsverstärker oder demjenigen, den der Musiker mitbringt. "
"Mein" Gitarrist spielt den Amp seit geraumer Zeit, allerdings nicht mit einem V-Amp oder POD, sondern über das VOX ToneLab SE. Das klingt in meinen Ohren SEHR überzeugend, und man hat vor allem -zig Amps in einer Box. Vielleicht erwähnenswert ist, dass jener Gitarrist eigentlich früher nicht so sehr zu den experimentierfreudigen zählte, ein absoluter Röhrenfetischist und sogar (allerdings vor Jahren) auf Dinge wie "kein Halbleiter im Signalweg" Wert legte. Über letztere Äußerung bitte keine Diskussion, Fakt ist, dass selbst der Mensch inzwischen auf sein volldigitales Setup (bis auf die Endstufe) schwört.
Als Nicht-Gitarrist kann ich über "DEN" Studioamp an sich nichts sagen, denke aber, wenn es nur einer sein soll, dann sollte irgendein Modeling-Amp ganz weit vorne auf der Liste stehen. Denn gerade im Studio kommt es ja letztlich auf größtmögliche Flexibilität an, und das ist nunmal der wichtigste Vorteil der modernen Digitalamps. AC30 gefällig? *switch* Oder doch lieber ein kleiner Marshall Valvestate? Oder...
Eine Box, alles da. Víelleicht ist die eine Simulation gelungener als die andere, aber man hat unendlich viele Möglichkeiten - und ein "Total recall".
Jens


http://www.atomicamps.com/
ZitierenPost melden
Antwort#7
Danke für den Link. Ich denke, das ist genau das was ich gesucht habe. Ist auch unten rum verdammt sauber und straff. Ich bin mir aber nicht sicher, ob es nur am Amp liegt, daß die Sounds so gut kommen.
Dieses Mikro, mit dem die clips aufgenommen wurden scheint verdammt vielseitig und sauber zu sein. Hab selten so einen exakten Tiefenbereich gehört. Erinnert mich stellenweise an mein gutes altes M50.
ZitierenPost melden
Antwort#8
Peter,
DEN Universal-Amp kann es kaum geben (speziell nicht wenn er, wie du schreibst, alles dynamisch und authentisch machen soll).
Könnte dir aber einen puristischen Amp empfehlen, der bisher noch jeden süchtig gemacht hat, wegen druckvollem Sound, also überhaupt kein Vergleich zu normalen heutigen Marshalls, Engls usw.,
Dr.Z Carmen Ghia (1 Kanal, 2Potis -- Vol., Tone --, 18W Endstufencrunch vom Feinsten, 1.2 Kiloeuro)
Dr.Zs sind extrem rauscharm, und sehr direkt und authentisch -- weil so gut wie nichts drin ist, schaltungstechnisch, das wenige aber vom Feinsten ist. Wenn die Gitarre nichts kann, oder der Spieler seine Dynamik nicht im Griff hat, dann Finger weg, denn diese Heads sind sehr schonungslos, nix Wischi-Waschi-Sound. Es dauert allerdings ein zwei Stunden, bis ein Gitarrist, der das übliche Standardequipment nutzt, sich mit dem Spielgefühl dieser Amps anfreundet, aber dann fängt er an, spieltechnische Nuancen zu nutzen, die von einem normalen Amp einfach schlicht nicht übertragen werden. Und der Carmen Ghia mit leichtem Booster-Pedal davor bringt ein dermassen unglaubliches Brett...
Natürlich ist man mit einem Modelling-Amp für ein Bruchteil des Preises so gesehen weit flexibler, und die Modelling-Amps werden von Serie zu Serie immer besser.
Dr.Z Vertrieb: http://www.proguitar.de
Grüsse, Klaus S
ZitierenPost melden
Antwort#9
Ist sicher ein toller amp, aber nicht das, was ich hier im Studio brauche. Danke trotzdem.
ZitierenPost melden
Antwort#10
Ich durfte mal ein Drumset mit zwei von den Marek Design RS1 aufnehmen. Diese Mics sind halt wahnsinnig direkt. Wir haben das ganze Set mit nur zwei Mikros aufgenommen. Es war perfekt!
ZitierenPost melden
Antwort#11
Auf
http://www.md-mics.com
sind unter Demos noch mehr Clips.
Soweit ich das richtig kapiert habe, sind das aber nicht jeweils 6 verschiedenen Settings vom Amp, die aufgenommen sind, sondern verschiedene Mikrofoneinstellungen. Die schreiben was von verschiedenen Kapselcharakteren???? Ist da jetzt Richtcharakteristik gemeint oder ändert sich da die Kapsel?
ZitierenPost melden
Antwort#12
Die Stör-Angaben zum Röhrenmikrofon sind unglaubhaft:
Its extremely low equivalent noise level of only 1.5 dB-A / 11.5 dB CCIR 468-3 Peak is unique worldwide.

Das Mikrofon mit den besten Stör-Daten ist das TLM 103 von Neumann:
Equivalent SPL CCIR 468-3 17.5 dB und Equivalent SPL DIN/IEC 651 7 dB-A
ZitierenPost melden
Antwort#13
schau Dir die techn. Daten von den Brauner Mics an.... das sind soweit ich weiss die "leisesten" Röhrenmics....
ZitierenPost melden
Antwort#14
schau Dir die techn. Daten von den Brauner Mics an... das sind soweit ich weiss die "leisesten" Röhrenmics...
... Und diese Brauner-Röhren sollen von Natur aus 6 dB weniger Rauschen haben als die Transistoren in hochwertigen Mikrofonen?
Nicht zu glauben.
ZitierenPost melden
Antwort#15
Keine Ahnung, ob die Angaben passen, aber die Mics sind absolut ruhig! Ich konnte keinerlei Rauschen hören - und normal hörst du bei jedem Mic was.
ZitierenPost melden
Antwort#16
warum sollte eine Röhre auch schlechter sein als ein anderer Bauteil? Wenn die Schaltung darauf optimiert wurde?
ZitierenPost melden
Antwort#17
Es gab eine Zeit, da war das Kohlemikrofon das rauschärmste Mikrofon mit dem besten Frequenzgang. Ich denke, die Welt bleibt nicht stehn (Gott sei Dank).
ZitierenPost melden
Antwort#18
... die Welt bleibt nicht stehn ...
Nur sind leider die Marketingleute ganz schnell bereit, die elektrischen Daten zu "Schönen".
Es geht doch allein um schnellen hohen Umsatz.
So dreht sich die Welt. Sicher bleibt sie nicht stehn.
ZitierenPost melden
Antwort#19
Was mich eher interessiert als schnöde technische Werte ist das mit den verschiedenen Settings. Was passiert da jetzt eigentlich im Mikrofon? Ist das jetzt ein elektrischer EQ, der diese unterschiedlichen Sounds macht, oder ist das wie so ein Kapselwechselsystem a la Korby? Wenn ich nämlich dran denke, was ich manchmal an Zeit brauche, bis ich das richtige, passende Mikrofon gefunden habe, dann bringt mir so ein schnelles Drehen bares Geld - Wenns tatsächlich so wäre.
ZitierenPost melden
Antwort#20
Nix elektrischer EQ. Die Kapsel wird mechanisch verändert. Wenn man am Grill reinschaut, sieht man eine Mechanik, die irgendwie die Kapsel verändert, d.h. es passiert alles auf akustischem Wege. Ich denke, daß das auch der Grund ist, warum alle Einstellungen absolut sauber klingen. Alles was du am elektrischen EQ drehst klingt entweder schrill oder matschig (übertrieben ausgedrückt). Ist auch logisch, du verbiegst ja das Signal nachträglich elektrisch.
ZitierenPost melden

Deine Antwort

Du kannst ohne Anmeldung schreiben.