Hallo zusammen, ich suche schon seit langem eine halbwegs günstige und trotzdem halbwegs hochwertige Lösung, um mobil aufzunehmen. Ich will endlich meinen MiniDisk-Recorder ablösen. Das Gerät sollte Netzungebunden sein (also Batterie/Akku), ich will meine guten Kondensatormikros anschließen können (Also: XLR+Phantomspeisung) und es sollte wenigsten 44,1 kHz und 16 Bit aufnehmen. Ich habe lange gesucht und auch hier im Forum ja mal gefragt, aber eine echte Lösung habe ich nicht gefunden. Die ganzen Geräte von Marantz, Edirol und M-Audio sagen mir nicht zu (zu teuer, keine XLR Anschlüsse, Medien (CF-Karten) zu teuer). Außerdem brauche ich all diese überflüssigen Zusatzfunktionen nicht. Das Gerät soll aufnehmen und sonst nichts! Jetzt habe ich aber durch Zufall eine Lösung gefunden: iKEY. Das ist ein Gerät, an dass man irgendein USB-Speichermedium anschließen kann und dass dann das Signal von einem Audio-Line-Eingang direkt auf das USB-Gerät schreibt . Man kann also einen USB-Stick anschließen, einen MP3Player (z.B. iPod) oder eine USB Festplatte. Gut, damit wäre mein Wunschsetup natürlich noch nicht komplett. Ich brauche also: - iKEY - mobilen Mikrofonpreamp - USB-Stick Klingt aufwändig und teuer ist aber eigentlich sehr günstig. Ein Beispiel: iKEY = 144 Euro (Digitalo.de) Preamp = 59 Euro ("Hitec Audio PreMobile 2" von Musik produktiv) USB-Stick = 75 Euro (für 2 GB, bei 4 GB wären es ca. 145 Euro) Dann komme ich also auf insgesamt: 278 Euro (+ evtl. Versand) Also schon deutlich günstiger als der günstigste CF-Recorder von Edirol (und eben ohne deren Einschränkungen) Gut, es gibt natürlich auch Nachteile, z.B. kann ich mir die Aufnahmen vor Ort nicht anhören (es sei denn ich benutze statt eines reinen Usb Sticks einen iPod oder ähnliches). Außerdem muss ich 3 Geräte mit Batterien/Akkus versorgen. Aber damit könnte ich gut leben. Ob der Micpremp von MusikProduktiv so klasse ist, weiß ich zwar nicht, aber ich selber habe noch einen Beyerdynmic mv50 (hat mich auch Ebay ca. 70 Euro gekostet - wird glaube ich nicht mehr hergestellt), so dass ich mir eh keinen zusätzlichen Micpreamp kaufen müsste. Der MV50 hat auch noch einen Kopfhörerverstärker eingebaut, so dass ich zumindest das Signal während der Aufnahme kontrollieren kann. Was haltet Ihr von dem Setup? Kennt jemand eine ähnlich günstige Alternative? Viel Grüße, Lars
Hallo Lars, das schaut gut aus. Aber ich verstehe nicht wie dieser displaylose iKey mit USB-Festplatten zurechtkommeb soll... wie definiere ich ein Zielverzeichniss u.s.w. ... Ansonsten könnte das DIE Low-Budget-Lösung werden. Gruß, Christopher
Das scheint einfach automatisch zu funktionieren. Bei jeder neuen Aufnahme wird ein neues File geschrieben (ich schätze in das Hauptverzeichniss). Das angeschlossene Gerät wird automatisch erkannt. Aber man kann sichrlich nicht auf bestimmte Ordner einer Festplatte aufnehmn oder gar Ordner anlegen - aber das wäre ja auch etwas viel verlangt (kann ein CF-Recorder ja auch nicht, oder?) Also ich schaue mir das Gerät Freitag mal auf der Musikmesse an. Gruß, Lars
Warum willst du weg von MD? Ich hab mir vor ein paar Tagen einen Hi-MD Rekorder gekauft (MZ-RH10), der hat schon nen sehr guten Preamp integriert und mein Rode NT-4 klingt damit echt hervorragend. Mit deinem Setup hast du halt relativ viel zu schleppen... das ist bei Field Recording (im Wald z.B.) halt schon von Nachteil... aber ich vermute du willst eher Location Recording machen (?). Greetz - Tobias False Mirror/gras
MD-Recorder und Hi-MD-Reorder zeichnen Digitalaufnahmen mit kräftiger ATRAC Datenreduction auf. Was weg ist, ist weg. Wer damit aufnimmt, der macht gute Gebrauchsaufnahmen, wie z.B. Mitschnitte bei Vorlesungen an der Uni. Diese Aufnahmen sind gut genug, denn sie werden nicht nachbearbeitet. Wer jedoch qualitativ höherstehende Tonaufnahmen machen möchte, die technisch nachbearbeitet werden, um ein CD-Master zu machen, der wird ganz bestimmt nicht beim MD-Format bleiben.
Ja, das war mein Grund, warum ich eine Alternative zur MD suche. Ich muss aber zugeben, dass ich ansich mit der Qualität von einer MD-Aufnahme sehr zufrieden bin. Es ist wirklich kein Vergleich zu Mp3. Selbst im Blindtest, finde ich, kann man eine MD-Aufnahme kaum von einer CD unterscheiden. Den Mp3 aber höre zumindest ich sofort raus, auch wenn er eine hohe Bit-rate hat Aber wenn man die MD-Aufnahme nachbearbeiten will, sieht es halt sehr schlecht aus. Denn wie Du schon sagst: "Was weg ist ist weg". Und man bekommt es auch mit dem besten EQ nicht wieder. Meine Erfahrung war bisher: Ein Konzertmitschnitt auf MD klingt tatsächlich wie CD-Qualität. Setze ich aber auch nur die kleinste Nachbearbeitung an (vor allem EQ) leidet die Qualität ungemein. Deswegen will ich weg von datenreduzierten Aufnahmen (ATRAC). 24 Bit 48kHz wäre mir noch lieber, aber das ist dann leider im Low-Budget Bereich gar nicht mehr zu machen. Gruß, Lars
Wie schon in meinem Text geschrieben: - Ich möchte mindestens 44,1 kHz 16 bit aufnehmen (nicht Datenreduziert) - Ich möchte XLR-Anschlüsse mit Phantomspeisung (um wirklich jedes gewünschte Mikro anzuschließen - es lassen sich ja nicht alle Mikros wie das Nt4 mit Batterie betreiben) All das können auch die neuen Hi-MD-Recorder nicht. Übrigens ein weiterer Vorteil von einer Usb-Lösung: Stoßunempfindlichkeit! Ist ja ein Flash-Speicher. Mir ist schon öfter eine MD zerstört worden, weil der Recorder gerade beim Editing angestoßen wurde. Weitere Vorteile: - Viel schnellere Übertragung auf den PC (und entsprechend auch auf CD). - Kein Verschleiß an den Medien (ältere MDs haben oft Ihre Zicken) - Kein Verschleiß an den Aufnahmemechanismen (MD-Recorder sind z.B. recht Staub/Dreck/Feuchtigkeits- anfällig) Also eine Aufnahme auf ´nem "Techno-Wagen" bei der Loveparade wäre mir mit einem MD-Recorder zu unsicher (blödes Beispiel, sorry). Vom Preis ist die iKey Lösung außerdem immernoch günstiger (iKey: 144 Euro, MzRH10 230 Euro). Den Micpreamp bräuchte ich ja bei beiden Lösungen, also müsste ich auch fast gleich viel "schleppen". Gruß, Lars
!FALSCH! mein RZ-MH10 zeichnet als im linearen unkomprimierten WAV Format auf (16bit 44kHz*) Zumindest alle neueren und besseren Hi-MD Rekorder können das. Kompression würde ja auch echt nichts bringen, wenn man die Aufnahmen weiterverarbeiten will. * zugegeben wäre 24bit toll, aber 16 ist auch ok
moin! kommt man mitlerweile mit dem usb port an die wav´s? bei denen die ich kenne ca. vor 1 1/2 jahren gekauft ging das nicht und man musste über den HP out unsymetrisch mit der minniklinke ausspielen. (bitte direkt neben den monitor legen bei die kurzen kabeln;) weil zonie meint dem anwender vorschreiben zu müssen das er über den usb port nur datenreduziert in ein nichtweiterverarbeitbares zonie format expoertieren kann. die argumentation war das sonst illegale konzertmitschnitte in guter qualität auf cd gebannt werden könnten. da ham wirs wieder alle konsumer sind krimminell. ist btw die produktion der HI-MD geschichte nicht eingestellt? grüße
Ich habe die anderen Antworten nicht gelesen, kann aber Folgendes sagen: Mit "PreAMps" für 59,- KANN man keine vernüftigen Aufnahmen machen. Ich habe den eband-Duo (einen Mindprintnachbau). Der ist wenigstens halbwegs ordentlich und verstärkt auch Minisignal noch ganz gut. Darunter würde ich nichts empfehlen. Zum USB-Stick: Wieviel willst Du da aufnehmen und mit welcher Datenrate?
""Das ist nicht günstig, das ist BILLIG! Also vergiß es ... (Zumindest, wenn Du einigermaßen ernsthaft Aufnahmen machen möchtest.)"" Interessante Argumentation. Geht es nicht *noch* etwas detailierter? Du urteilst hier aufgrund nur eines Indizes: Dem Preis. Aber warum soll ein Wandler (und fast nichts anderes ist dieser "ikEY") nicht mindestens genausoguter Qualität sein wie die der meisten Mitbewerber - zum gennanten Preis lässt sich was ganz ordentliches herstellen. Zum Vergleich: der B. ADA8008 bietet 16x Wandlung PLUS 8 Mic-pres, kostet nur unwesentlich mehr und soll sogar halbwegs OK sein (wird auf jeden Fall professionell eingesetzt, wenn auch nicht von mir...). So gesehen finde ich den IkEY eigentlich noch zu teuer - das liegt wohl an seiner Konkurenzlosigkeit. Billiger würde es allemal noch gehen - ohne Qualitätsverlust. Gepaart mit guten Mikros, ordentlichem Pre und einem zuverlässigen Speichermedium ließen sich hiermit selbst professionelle Ansprüche genügen. Entscheidend ist, ob dat Dingen hält was es verspricht.
Das sehe ich genauso. Der iKey kann nicht viel, er wandelt analoge Signale in digitale um, mehr eigentlich nicht. Wobei ich auch vermute (hoffe), dass er das vielleicht noch besser kann als ein MD- oder CF -Recorder, bei dem die Wandlung ja nur eine von vielen Funktionen ist. Um es mal etwas primitiv auszudrucken: Der iKey wiegt 900 Gramm, davon gehen auch nahezu 900 Gramm für den Wandler drauf (Er hat ja nichtmal ein Display). Mein bisheriger MD-Recorder wiegt ca. 200 Gramm, davon sind dann vielleicht 20 Gramm Gewicht für den Wandler. Also da erwarte ich einfach, dass bei dem iKey in Bezug auf die analog/digital Wandlung nicht so viele Kompromisse eingegangen werden mussten als bei anderen Aufnahmegeräten (MD, CF). Ob der iKey dann tasächlich eine annehmbare Qualität hat, weiß ich natürlich nicht, aber es klingt zumindest interessant und es wäre einen Versuch wert. Also ich denke Ich werde mir das Gerät einfach mal bestellen und auf Herz und Nieren prüfen. Hat jemand Ideen für gute Testverfahren? Gruß, Lars
Interessante Argumentation. Geht es nicht *noch* etwas detailierter?
Eine "Overload"-LED als Aussteuerkontrolle dürfte z.B. bei Konzertaufzeichnungen etwas mager sein, noch dazu mit (preiswerten) Vorverstärkern, deren Pegelsteller allenfalls "Hausnummer"-Skalen aufweisen. Ansonsten sind mir die techn. Angaben für ein "professionell einsetzbares Gerät" etwas mager. Nicht einmal eine Angabe zur Empfindlichkeit / max. Pegel ist zu finden ... Zielgruppe scheinen die Anwender von iPOD u.ä. zu sein. Und iPOD ist Lifestyle-Spielzeug! Wenn ich zu Hause meine Kammermusikproben aufnehmen möchte, ist das Gerät sicher brauchbar, für Musikproduktionen m.E. wohl kaum.
Hi there, noch etwas zum Thema MD: Es gibt ein sehr schönes, aber nicht gerade budget Gerät aus England, das in Deutschland irgend wie niemand zu kennen scheint: Den HHB MDP 500. Das ist ein komplettes Gerät für mobile Aufnahmen. Nimmt mit 20 Bit (!) auf, 44kHz, hat einen eingebauten Preamp, schaltbare Phantomspeisung, einen eingebauten schaltbaren Limiter, ein schaltbar beleuchtetes Display und ein stabiles Gehäuse. Insgesamt ca. so viel Gerät wie ein halbes Notebook und auch gut so schwer. Mit USB , SPDIF, optischem und Analog Ausgang. Clock synchronisierbar, Eingänge XLR, Klinke und digital. Ist gebaut für Location Sound, und ich habe auch schon schöne Konzertmitschnitte damit gemacht. - Man bekommt ihn nur leider sehr selten gebraucht, und neu ist er verflixt teuer.
Zum Vergleich: der B. ADA8008 bietet 16x Wandlung PLUS 8 Mic-pres, kostet nur unwesentlich mehr und soll sogar halbwegs OK sein (wird auf jeden Fall professionell eingesetzt, wenn auch nicht von mir...).
Ich kenne das Gerät nicht und finde nichts im Netz darüber. Kannst Du genauere Angaben machen? Gruss Christian-B
Bis jetzt sind die Aussagen fast ok. AAAABER: Seit Sonicstage 3.4 ist das Rüberkopieren mittels USB möglich. Die nächste Generation (kommt im Juni auf den Markt www.mp3-player.de ) kann dann sogar alte MD-Aufnahmen mittels USB überspielen. Und eine 1 GB Disk fasst 1,5h, das Medium kostet 6-10Euronen. Also ich werde mir das Teil holen, weil ich dann endlich wirklich frei bin mit den MD Aufnahmen zu machen was ich will. Aber ich will dazu erwähnen, daß ich nicht professionell sondern nur hobbymäßig die Choraufnahmen mache und die CD's selber toaste.. Viele Grüße Uxma