Hallo, Im Zuge von Umbauten unseres Projekstudios ergeben sich Fragen zur Verkabelung der Gesangskammer: Am einfachsten wäre es, das Kabel mit dem Mikro-Signal direkt neben einer Netzleitung zu verlegen, die zwei Leitungen würden über eine Strecke von ca. 2 m direkt nebeneinander herlaufen, danach dann getrennt. Ist dies (selbstverständlich bei symmetrischer Signalführung) ein Problem, oder könnten Störungen auftreten? Es gäbe auch die Möglichkeit, die Leitungen von einander entfernt zu verlegen, ist nur ein bißchen unpraktischer. Bin um jeglichen Rat sehr dankbar! Grüße Bernhard
Also ich komme aus dem Live Bereich. Da ist es eigentlich immer so dass die Stromkabel und die Mikrokabel praktisch zusammen laufen. zwar versucht man die Dinger immer zu trennen, aber wenn es halt zu kompliziert ist, geht es halt nicht. störungen wirst Du meines erachtens nach nicht im Signalweg haben. Dan
wenngleich auch bei symmetrischen Leitungen keine Störungen auftreten - oder zumindest kaum - würde ich bei einer festen Verlegung grundsätzlich die Mikrofonkabel nicht im selben Kabelkanal verlegen wie die Netzkabel. Denn: sooooo symmetrisch wie man es gerne hätte ist es in der Praxis häufig nicht. Wir haben bei Lawo damal in den Ü-Wagen (wo die Platzverhältnisse ohnehin schon sehr eng sind) geschirmte Netzkabel verwendet.
Hallo, frueher habe ich mal ein Mikrofonkabel (vom KM84) parallel an ein Netzkabel einer Spot verlegt. Waren zwar mehr als die 2m, aber ein starkes brummen ware die Folge. Obwohl der Spot noch nicht einmal eingeschaltet war. Dieses stueck Kabel dann etwa 1m zur Seite gelegt, war das brummen etwa 20 dB geringer, aber immer noch zu laut. Wenn es also moeglich ist, lege die Kabeln besser getrennt. Frohen Ostern, Evert
Das kann ich nur bestätigen, im Live-Bereich liegen die Kabel immer direkt nebeneinander. Und es brummt nicht, weil sie da liegen ! Denn in allen Geräten (gleich welcher Preisklasse existiert irgend wo im Gerät, meist im Netzteil eine Verbindung zwischen Schutzleiter, also Gehäusemasse und NF-Masse, und wenn dann die Netzleitung einen anderen Weg geht als das Multi-Core dann durchschneiden diverse magnetische & elektrische Felder, die überall vorhanden sind die Leitungen an verschiedenen Stellen in verschiedenen Phasewinkeln und da Leitungen aller Art immer einen Leitungswiderstand haben ist dieser dann gleichzeitig der Arbeitswiderstand in diesem System. Wenn die Leitungen parallel liegen, ist die induzierte, effektife Störgröße gleich od. annähernt null. Die Arbeitslast an der Netzlitung sollte allerding keinen großen Blindwiderstand besitzen. Das die NF-Leitung symmetrisch ist versteht sich ja von selber. Wenn´s dann trotzdem noch brummt, dann liegt der Fehler woanders, meist defekte Kabel !