"Live" Aufnahme & Mikrofon Vorverstärker

Erstellt 5 Antworten6 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo Zusammen,
ich möchte in naher Zukunft eine Band "live" in ihrem akustisch gar nicht so schlecht klingenden Proberaum (mehrer getrennte Räume) aufnehmen.
Die Drums sollen mit 7 Mikro´s (Die üblichen "standart" Mikro´s; sprich SM57; e602;MD 421;Gefell M70 für die OH;..)
die Gitarren Amp´s mit jeweils 2 Mikros (2xSM57 + 2x ?Kleinkondenser?)
und der Bass über DI aufgenommen werden und das in einem Rutsch, Overdubs danach nur Lead/Solo Gitarre und Gesang.
Mein Setup bis jetzt wäre:
Digi 002 (Mit 4 naja Vorverstärker)
RME Adi AE Wandler
Mindprint DTC
und einen Focusrite Voicemaster Pro
Was mir noch fehlt ist ein 8Kanaliger Vorverstärker und ich hätte folgende zwei Vertreter in der engeren Auswahl
RME Octamic
Focusrite Octapre
und ich kann mich nicht entscheiden. Hat jemand Erfahrung mit den beiden machen können? Der Marke RME trau ich mehr zu als Focusrite, muss aber nicht zwangsläufig besser sein. Andererseits ist es bestimmt von Vorteil das ich die passenden Wandler schon von RME habe, oder? Allerdings hätte der Focusrite nen Compressor/Limiter pro Kanal, die allerdings auch nicht gut sein müssen?? Hilfe?!?
Was mich noch sehr interessieren würde wenn Ihr das obenstehende Equipment zum Aufnehmen benutzen würdet, welchen VV würdet Ihr für welches Signal her nehmen?
Und ich hätte noch ein paar Kanäle übrig, irgendwelche Ideen was man noch aufzeichnen könnte? z.B. Räume oder ????
Vielen Dank im Vorraus
Toni

P.S. die zwei Gitarristen sollen exakt das gleiche spielen, sprich doppeln ohne Overdub. Ist das mit viel Üben möglich?
ZitierenPost melden
Antwort#2
Ich bin mir nicht sicher, ob Kleinmembranen unbedingt das Richtige für Gitarrenamps sind. Kommt sehr auf den Stil an - aber normalerweise sieht man dynamische oder Großmembran-Kondensator davor. Und warum unbedingt zwei? Man handelt sich eine Menge Schwierigkeiten damit ein, insbesondere "Phasenauslöschungen". Man muß ziemlich genau wissen was man tut, wenn man mehr als 1 Mikro davorstellt. Meistens (nicht immer!) ist ein wohlplaciertes Mikrofon besser. Hast du dir gut überlegt, ob du wirklich zwei Mikros vor einem Amp brauchst?
Zu den 8-Kanalern: Vom RME weiß ich, daß er gerne benutzt wird - schau auch mal in den Thread im Link.
Sowohl der RME als auch der Focusrite haben eine Wandler-Option, die nicht wirklich viel kostet, und dir den zusätzlichen Wandler ersparen würde. Weniger Kabelverbindungen = weniger Fehlerquellen. Andererseits: du hast den Wandler schon, da kannst du ihn auch benutzen. Die Marke des Vorverstärkers wird sich da nicht direkt auswirken; je sauberer das analoge Signal ist, welches du in den Wandler schickst, desto besser: Klangfärben und -verbiegen kannst du hinterher im Rechner. Wirklich "schlecht" (auf Behringerniveau) ist keines der beiden Geräte. Für Klassik würde ich eher den RME nehmen, denke ich.
Ich könnte mir vorstellen, die OHs über den DTC zu machen, wenn du sie als "Hauptmikrofon" fürs Schlagzeug verwendest. Da kannst du dann schon ein bißchen was am Klang schrauben. Wenn du dann die restlichen Schlagzeugmics nur ein bißchen dazumischen willst, dürften dafür die Digi001-Preamps ausreichen.
Dann die Gitarren und den Bass über den 8-Kanaler.
Willst du hingegen das Schlagzeug eher "einzeln" machen und die OHs hauptsächlich für die Becken (wäre schade um die Gefells...), dann würde ich die Schlagzeugkanäle komplett durch den 8-Kanaler schicken (als achtes Mikro vielleicht noch ein Raummikro? Macht sich bei Schlagzeug ganz gut, läßt das ganze mehr als "Set" rüberkommen...) Und dann halt die Gitarren durch DTC und/oder Digi.
Bass: klar, DI ist flinker und macht weniger Lärm. Aber Speakerabnahme klingt meistens "irgendwie besser" und lebendiger, und man muß weniger hinterher formen. Freilich: Reamping bzw. eher "Re-Boxing" ist ja auch möglich - würde ich mir auf jeden Fall offenhalten. Wenn euer Basser den Druck vom Amp beim Spielen gewöhnt ist, dann ist Ampabnahme wahrscheinlich die bessere Lösung.
Overdubs: Gitarren entweder durch denselben Pre wie bei den Basics, oder halt durch einen deiner Channelstrips (DTC oder Voicemaster, kenne nur den DTC, da mag ich nichts empfehlen). Gesang dito DTC oder Voicemaster.
Und: ausprobieren ausprobieren ausprobieren - ein Kochrezept kann dir niemand geben. Es hängt sehr stark vom Stil der aufzunehmenden Musik ab, und vom gewünschten Klang.
ZitierenPost melden
Antwort#3
Hallo,
ich kenne nur den RME ohne Wandler und bin sehr zufrieden damit. Für die Overheads bietet sich imho der DTC an, hab ich neulich auch genauso. Je nach Musikrichtung würde ich auf jeden Fall noch Raummikro(s) für das Schlagzeug einsetzen, vielleicht dann das über den DTC schon komprimiert aufnehmen.
Gruß
Claus
ZitierenPost melden
Antwort#4
Hallo,
danke erstmal für die schnelle Antwort. Bei den Gitarren dachte ich mir, dass beide exakt wie möglich das selbe spielen. Kleinkondenser eigentlich nur deshalb weil die Band noch ein Paar übrig hätte. Die im Abstand von vielleicht zwei bis drei Metern zur Box stehen und mit den SM57 gemischt werden könnten. Hab ich noch nie probiert, weiß auch nicht ob so was klingt.
ZitierenPost melden
Antwort#5
Ja, daß beide dasselbe zu spielen versuchen ist gut, das macht es fett. Die "Raum"-Kleinmembranen könnten einen Versuch wert sein - oder du nimmst sie eben als Schlagzeug-Raummics...siehe auch im Link, wie das bei "one of us" gehandhabt wurde mit der Schlagzeugmikrofonierung...
Alles in allem: Ausprobieren (was sonst...)



Wittman über "One of us"
ZitierenPost melden
Antwort#6
Da wird man bei den Gitarren mitunter keine Addition der Signale bekommen, sondern teilweise Auslöschungen. Alternativ kann das zweite Mikro mit genau dem gleichen Abstand zur Box wie das SM57 positioniert werden, aber auf einen andere Stelle zeigen. Dann lassen sich die Signale addieren.
Claus
ZitierenPost melden

Deine Antwort

Du kannst ohne Anmeldung schreiben.