? Konzertsaal um Studio erweitern ?

Erstellt 5 Antworten6 Beiträge
Startbeitrag#1
Ein Saal für Jazz- und Kammermusikkonzerte soll um ein kleines (?) Tonstudio erweitert werden. Ziel ist, dort neben der Saalbeschallung sowohl Tonaufzeichnungen von Konzerten wie auch "Studioproduktionen" machen zu können.
Die (Mikrofon-)Signale sollen sowohl für die Saalbeschallung zur Verfügung stehen (dieser Mischer ist im Saal) wie auch für Aufzeichnungen in die Tonregie geleitet werden.
Die Möglichkeit der Einspielung von Tonträgern für Kompositionen wie "... für Ensemble ... und Tonband" soll natürlich auch gegeben sein.
Die Einrichtung sollte dabei möglichst einfach und zugleich in der Anwendung größtmögliche Variabilität bieten (und obendrein preiswert sein ...).
Erste Überlegungen meinerseits führten zu Mehrkanal(vor)verstärkern, die zwei rückwirkungsfreie Ausgänge bieten und hinter der Bühne in einem Vorverstärkerrack integriert sind. Beim Stöbern habe ich bisher jedoch keine geeigneten Vorverstärker gefunden ...
Eine andere Alternative wäre ein Pult, bei dem das Signal der Vorverstärker ausgekoppelt werden kann, um es zur Saalbeschallung bzw. zur Tonregie zu führen. Diese Lösung erscheint mir jedoch von der Handhabung her zu aufwändig. (Zugegeben: Ein getrenntes Verstärkerrack hinter der Bühne ist ohne die Möglichkeit der Fernsteuerung auch nicht gerade das Ideale ...)
Hat jemand Erfahrung mit solchen Installationen und könnte mir Tipps geben - insbesondere auch zu den Fallstricken, die gerne bei der ersten Planung übersehen werden?
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Antwort#2
Schau dir doch mal den Klark Technik DN1248 an. Der hat 12 Midas Heritage Preamps mit vier Ausgängen, zwei davon getrennt (auf Wunsch alle vier).
Preamp Gain kann zwar nur über Taster (-15 +30dB) geregelt werden, aber man kann ja dann am Pult nachregeln.
Ist auf jeden Fall ein schönes Gerät.
Alternativ wäre da noch das System 1000 von Benchmark, da kannst du dir genau zusammenstellen was du willst, ob MicPre mit bis zu zehn LineOuts, AD Wandler, RemoteGain usw. Kostet aber auch ein bischen mehr.
Wenn es billiger sein soll, und du Zeit zum basteln hast, schau mal unter http://www.jensen-transformers.com/ nach, da sind allerhand Schematics.
Die Bauteile dieser Firma kennt man ja, da gibt es was für fast jedes Problem.
Ich würde, egal welches Teil du nimmst, eine Split mehr nehmen, da du dann auch einen eventuellen Monitormix oder Radiofeed versorgen kannst.
Achte auch darauf ein paar Kanäle mehr für die Studioversorgung einzuplanen, da ja immer noch Mics dazukommen können, die du für die Beschallung nicht brauchst.
An genügend Sparechannels im Core, besonders im Falle einer Festinstallation, denkst du ja bestimmt.
Viel Spass
Marco
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Antwort#3
Achte darauf daß du bei RemotePres die Fernbedienung im Studio hast, das kann sonst zu lustigen Geschichten ausarten.
Schreib mir ne Mail wenn du noch was wissen willst.
Gruß
Marco
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Antwort#4
Vorsicht vor dem "Sowie als auch", also die Mikrofonierung der elektronischen PA-Beschallung und die Mikrofonierung für eine gute akustische Tonaufnahme in einen Sack zu stecken zu wollen. So richtig kann das eben nicht gehen. Zusammen wird alles irgendwie "Krampf".
Lies doch mal die Gedanken von ebs unter:
http://www.sengpielaudio.com/Klavieraufnahme.htm
Mikrofone können jeweils nur eine Aufgabe übernehmen (wenn man weiß wie):
1. richtig und gekonnt für eine ideale rückkopplungsfreie Beschallung eingesetzt werden
oder
2. unter Einbeziehung der Saalakustik eine großartige Tonaufnahme machen.
Hierbei haben Lautsprecher nichts zu suchen. Ausnahme, die Talkback-Kommunikation.
Beides gleichzeitig wird immer nur "halb".
Synthetischer Klang, wie Rockpop ist hier nicht gemeint. Da gilt doch: alles ist richtig, was gefällt.
Da wird beschallt und und gleichzeitig irgend was aufgenommen.
Gruß
Durham



Beschallung und Tonaufnahme - Zwei Paar unterschiedliche Schuhe
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Antwort#5
Als aktive Splitter wären die üblichen verdächtigen:
BSS msr-602/604
oder
Klark DN1248
Alternativ gibts auch passive Lösungen, z.B. von Palmer
Lieben Gruß
Armin
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Antwort#6
BSS msr-602/604
... da kämen die Module von Funk Tonstudiotechnik aus Berlin bei mindestens gleicher Qualität wesentlich preiswerter - auch wenn diese erst in ein passendes Gehäuse eingebaut werden müssen.

Wahrscheinlich habe ich mich Anfangs auch unklar ausgedrückt:
Es geht nicht nur um die Frage nach passenden Signalverteilern, sondern auch um Hinweise, wie in verschiedenen ähnlichen Räumlichkeiten die Installationen realisiert wurden bzw. was bei der Konzeption zu bedenken ist:
Bühne - mit Stagebox für Mikrofone und Einspielwege
Tonregie - für Konzertaufzeichnungen, Einspielungen etc.
Saalmischer - für Verstärkung, Einspielung
Der Raum wird derzeit für Konzerte (Jazz und Klassik) sowie für Ausstellungen genutzt, das Konzertangebot soll jedoch erweitert werden. Damit möchte der Betreiber auch die technischen Voraussetzungen für Beschallung und Aufnahmen schaffen. Ein Teil der nötigen Ausstattung ist bereits vorhanden (Lautsprecher, Verstärker), die weiteren Ergänzungen sollten jedoch ohne weitere große Investitionen installiert werden ...
Andererseits hat der Saal eine hervorragende Akustik für Kammermusikaufnahmen, sodaß ich auch gerne für eigene Produktionen benutzen möchte.
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