Abnehmen einer Blockflöte

Erstellt 12 Antworten13 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo,
Ich möchte ein Alte-Musik Quartett aufnehmen, in dem auch zwei Blockflöten mitspielen. Wie würdet ihr so eine Blöckflöte abnehmen? Ich habe gedacht ich nehme ein Großmembran Kondensator Mic und richte es von unten auf die Blockflöte aus.
Gruß Drummer
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Antwort#2
Nimm auf jeden Fall ein Kleinmembranmikrofon, aber richte es auf keinen Fall von unten her auf die Flöte aus, sondern stelle es über das Instrument, gehe dabei ruhig über Kopfhöhe des Flötisten. Richte es so aus, daß das Mikrofon nicht auf das Labium der Flöte zeigt, sonst hast Du zu sehr das Anblasgeräusch in der Aufnahme drin und die Flöte wirkt zu aufdringlich.

Grüße
Rainer
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Antwort#3
Die im Amateurkreisen eingeprägte Meinung, selbst für kleine Blockflöten braucht man zur Erzeugung des großen Klange nur Großmembranmikrofone mit Röhrenschaltung, ist nicht totzukriegen. (Falscher Gedanke: Große Lautsprecher brummen auch mehr als kleine).
Für 50 Euro macht so'n großer Klopper bei den Musikern natürlich mehr her, als so ein mikriges zu übersehendes Bleistift-Mikrofon.
Nur im Schallfeld bremst sich ein großes Ding eben selbst aus und führt zu deutlichen Klangverfärbungen. Auch, dass warme Röhren besser klingen ist ein immer wieder erzähltes Märchen, das gerne von Laien gehört wird.
Vom Abnehmen des Klanges und den falschen Gedanken die dahinter stehen, möchte ich gar nicht reden.
Grüßle Norbert
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Antwort#4
Viel Mikrofon für's Geld.
Ganz dicht an die Flöten rangehen.
Da wo der Ton rauszischt geschickt abnehmen. :-)
Klar?
Schrecklich!
Mit diesem Mikrofon.


Für nur 29 Euro so ein schönes dickes Ding
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Antwort#5
In der Hoffnung, daß die Musiker die "Mischung" - also die Lautstärkebalance - selbst machen, würde ich für vier Leute wahrscheinlich nur ein Hauptsystem hinstellen. Wenn ich den Raum nicht kenne, am liebsten Äquivalenz in Richtung ORTF. Und evtl. ein Raum-AB dazu. Blockflöten tendieren meist eher dazu, zu laut zu sein - denen würde ich nur in Ausnahmefällen extra Mikros hinstellen ;)
Ansonsten kann ich mich nur Rainer anschließen: Kleinmembran ist das Mittel der Wahl. Und eher von oben, niemals ins Loch rein. Und: HÖREN :)


Abnahme ist nicht Aufnahme
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Antwort#6
ja danke, dann werde ich es mal mit zwei se 1a versuchen.
Gruß Drummer
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Antwort#7
Die Musiker hängen leider sehr nah aufeinander, da das Studio klein ist. Sonst würde ich die Instumente wahrscheinlich sowieso nicht einzeln abnehmen, sondern nur ein Stereoverfahren mit Stützmikrofon am Cello verwenden. Ich bin mal gespannt, ob ich in dem kleinen Raum eine halbwegs vernünftige Produktion hinbekomme.
Gruß Drummer
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Antwort#8
Ein kleiner Raum ist immer für eine Aufnahme von Naturinstrumenten ungünstig, schon wegen der stark auftretenden frühen Reflexionen, die topfig und kleinräumig klingen.
Eine Blockflöte ist von der komplizierten frequenzabhängigen Schallabstrahlung her etwas völlig anderes als eine bündelnde Trompete. Der Mikrofonabstand für die Aufnahme mit einem Hauptmikrofon zum Instrument sollte sicher nicht weniger als ein Meter betragen. Auch näher aufgestellte Stützmikrofone sind nicht zu empfehlen.
Wer Blockflöten so aufnimmt, wie Saxophone im Bigband-Satz, tut für den empfindlichen Flötenklang nichts Gutes, denn es handelt sich hierbei doch nicht um eine Bläser-Section für Soul und Funk.
Für die Musiker ist das Spielen in einem trockenen Wohnzimmer auch nicht gerade beflügelnd.
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Antwort#9
Lieber im trockenen Wohnzimmer als im feuchten Proberaum...
sorry, ich konnts mir nicht verbeissen :o)
Lieben Gruß
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Antwort#10
Hallo,
ich würde bei Alter Musik erst einmal schauen, ob du nicht mit einem Hauptmikrofonverfahren besser fährst. Wenn der Raum einigermaßen klingt, bist du möglicher Weise mit zwei Kugeln für alle besser bedient als mit einer Einzelmikrofonierung. Bei einer Einzelmikrofonierung hast du immer eine Menge percussiver Anteile wie Blas- oder Griffgeräusche mit auf Band - bei Alter Musik finde ich das nicht so hipp...
Schönen Gruß
Tim


arpeggio Musikproduktion - Tipps für Musiker und Tonmeister
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Antwort#11
Hallo Honeywell,
das von Dir verlinkte Mikro, welches auch mit anderen Vertreibernamen zu haben ist, ist aber KEIN Grossmembramikrophon, sondern eines mit Kleinmembrane (quer in einen dicken Koerper eingebaut).
Die Elektretkapsel ist gar nicht mal so schlecht - allerdings wuerde ich nicht versuchen, damit Musik aufzunehmen. Fuer Sprecher geht sie recht gut.
Hintergrund: Ich hatte mir mal zwei von den Teilen - allerdings fuer den halben Preis je Stueck - beschafft, um sie im Vergleich mit anderen Mikros zu testen, sozusagen als Negativ-Referenz. Zwei wurden gekauft, um eine Idee zu bekommen, ob die Teile streuen... ueberraschenderweise waren sie deutlich enger toleriert und besser verarbeitet als manche teurere China=Grossmembran=Dose...
Aber = man bekommt. was man bezahlt - was in diesem Falle redlich ist. Und 1200 Euro fuer ein MKH sind eine bessere Investition als 15 Euro in ein solches...
Gruss
Micha
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Antwort#12
Die schönen "Großmembranmikrofone", die fast alle keine sind. Werbung wirkt! Scheint aber in vielen Anfänger-Ohren gut zu klingen. Genau so vorsichtig sollte man beim Wort "Studio" sein. Wenn Studio an einem Gerät dranstehen muss, dann ist es nie wirkliche Studioqualität, sondern das Gegenteil. Das ist nur der "Leim" der Händler, auf welche die vielen Anfänger immer reinfallen.


Die schönen Großmembranmikrofone, die keine sind
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Antwort#13
Wie gesagt, der Raum ist leider nicht so toll. Aber ich stelle vielleicht trotzdem mal ein Hauptmikrofon auf. Schaden kann es ja nicht.
Gruß Drummer
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