Di-Box DIY Problem

Erstellt 6 Antworten7 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo,
ich hab mal eine Frage an die Elektronikkundigen, hab mir folgende Di-Box gebastelt:
http://web.telia.com/~u31617586/
Seltsamerweise verzerrt sie das Signal einer Gitarre stark. Es hört sich dann an wie digitales Übersteuern und die untere Hälfte der Wellenform, z.B. in Wavelab betrachtet, ist stark komprimiert bzw. sieht im Vergleich zur oberen stark abgeflacht aus, ohne dass ein Gleichstromversatz da ist.
Meine Theorie war erst, das die Transistoren in eine Richtung in die Sättigung geraten, aber die 24V DC liegen normal an.
Hab jetzt schon sämtliche Bauteile ausgetauscht, bis auf den Übertrager, hat nichts geholfen.
Hat jemand ne Idee?
...und noch eine Frage, dass "Change the two 470 kohm to 100 kohm
Change the 1 uF to 10 uF/35 volt", den Arbeitspunkt stabilisiert, leuchtet mir auch nicht ganz ein. Weiss jemand wie das funktioniert?
md
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Antwort#2
Ah tach auch,
beim schnellen Überfliegen dieses Schaltplanes (der durch die sehr merkwürdige Zeichnung der Transistoren etwas schwer zu lesen ist), fallen mir zwei Dinge auf. Zum einen halte ich die Eingangsbeschaltung mit einem "normalen" Transistor für zu hochohmig. Könnte sein, daß sich der Arbeitspunkt damit garnicht sauber einstellen und halten läßt. An dieser Stelle sollte man einen FET einsetzen.
Der zweite Punkt könnte sein, daß das ganze Gerät, da es über Phantomspeisung betrieben wird, schlicht und ergreifend zu viel "Saft" zieht und damit alle Arbeitspunkte abhauen. Bei 48V sind da 7mA Ende der Fahnenstange. Das ist eine heikle Sache, vor allem weil die Versorgung auch nicht stabilisiert ist.
Gruß
Markus P.
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Antwort#3
Hi,
Danke für die Hinweise!
Stimmt, das mit dem Eingangswiderstand ist seltsam,
hab jetzt entdeckt, dass ca. 50k für Instrumenteneingänge üblich ist.
Da werde ich wohl noch ein wenig grübeln müssen...
Gruesse
md
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Antwort#4
"Habe jetzt entdeckt, dass ca. 50 kOhm für Instrumenteneingänge üblich ist."

... und für einen E-Gitarren-Tonabnehmer ist unbedingt eine Impedanz von mehr als 1 MegOhm notwendig.
Diese hohe Impedanz haben viele DI-Boxen eben nicht.
Die Händler verschweigen vielfach den wichtigen Eingangswiderstand der DI-Boxen.
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Antwort#5
Hallo,
habe die Di Box auch nachgebaut. Bei mir hat sie mit den angegebenen Änderungen ohne Probleme funktioniert. Es gibt unter:
http://www.prodigy-pro.com/forum/index.php
auch eine Platine dazu. Damit habe ich die Schaltung realisiert. Der Eingangswiderstand paßt für Gitarre ziemlich gut und der Klang ist mit meinen verwendeten Übertragern super.
Gruß Reiner
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Antwort#6
Hallo Leute,
igitt.... re 1 MOhm.... ueber wieviel meter Kabel soll das gehen?
Bei so eine Impedanz haste schnell Probleme mit der Kabelkapazitaet. (Hoehenverlust)
Wenn sowas unbedingt notwendig sein soll, haette ich, wenn es meins waere,
ein Impedanzwandler im Instrument eingebaut. Und dann mit Phantom speisen.
Manchmal ist man eben (zu) perfektionistisch... ;-)
Schoene Gruesse,
Evert
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Antwort#7
Ah tach auch,
sicherlich ist die Lösung des in die Gitarre eingebauten Impedanzwandlers die beste Lösung, die man bei Gitarren mit aktiven Tonabnehmern ja auch hat. Die meisten Gitarren sind aber nach wie vor passiv und da kommt man um die 1MOhm nicht herum, vor allem wenn hintendran noch ein Amp hängt, der von der DI-Box auch wenig "sehen" sollte. Eine solche DI-Box findet sich idealerweise möglichst "nah" an der Gitarre, sprich nicht mehr als 1.5-2m Leitungslänge.
Die Anwendung von DI-Boxen kenne ich sonst auch nur bei E-Bässen, Gitarren werden ja meistens per Mikrophon am Verstärker aufgenommen. Manchmal nimmt man eine DI-Box dazu um mehr "Knack" bei cleanen Passagen zu haben.
Gruß
Markus P.
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