Guten Abend allerseits! Ich spiele schon seit längerem mit dem Gedanken, mir so etwas wie das Subkick selbst zu bauen... dazu hätte ich die eine oder andere Frage in die Runde. Also ich hab im Keller noch ein altes Tom rumliegen, damit wäre die Frage nach dem Gehäuse geklärt. ;-) Ich hab gehört, dass Yamaha die Bassspeaker aus den NS10 verbaut. Ich habe aber keine NS10 und habe auch nicht vor mir welche zuzulegen... wenn ich mich recht erinnere sind diese Speaker sehr weich aufgehängt. Kennt jemand vergleichbare Produkte, die vielleicht auch kostengünstig über die Elektronikapotheke an der Ecke zu beziehen sind? + Spielt der Hub hier eine besondere Rolle? Hat vielleicht schon einmal jemand von Euch in das Innere der Subkick geschaut?... Ich gehe mal davon aus, dass Bauartbedingt kein Tiefpassfilter nötig ist, aber wie sieht es mit Impedanzanpassung, Übrtragern aus? Oder ist der Speaker wirklich 'hart' auf XLR gelegt? Vielen Dank für Eure Hinweise und Kommentare! Lieben Gruß Thomas
"...aber wie sieht es mit Impedanzanpassung, Übertragern aus? Oder ist der Speaker wirklich 'hart' auf XLR gelegt?" Wirklich ganz primitiv: die Quasi-8-Ohm-Lautsprecher gehen mit ihrer Schwingspule direkt auf die XLR Stecker 2/3. Mit dieser niederohmigen "Quellimpedanz als Mikrofon" ist keine weitere Anpassung notwendig. Der Eingang ist ein üblicher 1 bis 2 kOhm Mikrofoneingang. Egal ob mit oder ohne Phantomspeisung. Die macht gar nix.
Der Yamaha NS10 Lautsprecher wird eben zum Tieftonmikrofon umgetauft. Da hilft auch der falsche Glauben, dass eine große Membran schön die Tiefen abnimmt. So ganz traut Yamaha der Sache auch nicht, denn man sieht daneben immer noch ein "richtiges" Mikrofon.
Es gab doch zu genau dem Thema "Subkick und anderes Mikrofon" schonmal einen Thread hier. Das Ergebnis war in etwa: Subkick als Effektmikro kann gut sein. Ich glaube nicht, daß die Entwickler bei Yamaha einem "falschen Glauben" bezüglich der Membrangröße anhängen (daß eine kleine Membran vielseitiger einsetzbar ist, haben ja inzwischen auch die Hersteller chinesischer "amtlicher Studiogroßmembranmikrofone" für 29 Euro gemerkt und bauen kleinere Membranen ein *g*). Yamaha "traut" dem Subkick durchaus. Im Gegensatz zu denen, die denken, das wäre DAS neue BD-Mikrofon, wissen sie jedoch, wozu es gedacht ist: Das Ziel der Subkick soll doch gar nicht die lineare oder sonstwie herkömmliche und gewohnte Übertragung der Bassdrum sein, sondern eben der Tiefbass, den ein normales Mikrofon so nicht überträgt/übertragen soll. Was man früher mit wilden EQ-Einstellungen oder gar einem abhängig von der BD-Spur gegateten Netzbrumm (!) gemacht hat, das kann man jetzt eben mit einem entsprechenden Mikrofon machen. Ob man den Klang haben möchte, bleibt sicherlich jedem selbst überlassen. Fazit: Das Ding ist nicht als ALLEINIGES Bassdrum-Mikrofon gedacht, sondern als ERGÄNZUNG für ganz bestimmte Klangvorstellungen. Wenn jemand "falsch" glaubt, die Membrangröße hätte mit der Baßübertragung zu tun, dann sind das einige potentielle Käufer. Und zwar in erster Linie diejenigen, die auch amtliche 29-Euro-"Mikrofone" ungehört übers Internet kaufen. Die glauben dann auch, das Subkick sei ein perfektes "Stand-alone"-Mikro für die BD. NB. Die Membrangröße hat - da wird mir jeder, der schonmal einen diffusfeldentzerrten Druckempfänger gesehen hat, zustimmen - durchaus etwas mit den Übertragungseigenschaften zu tun.
moin! du kannst auch jede stinknormale box vor die BD stellen. yamaha ist halt, auch, ein drumhersteller daher liegt die marketingtechnische verwendung eines toms nahe. du kannst aber auch den speaker in die jogurtbecher verkleidung eines yamaha moppeds bauen und vor die BD schieben ;) ich hab das mal mit einer kugelrunden kugelbox zum von der decke hängen aus den 70ern gemacht, klingt aber eher nach nem syntie "blub" als nach einer BD. grüße bescheidenheit ist eine zier, doch besser lebt´s sich ohne ihr
Hallo, ich habe Deine Frage schon richtig gelesen und weiß, daß das keine direkte Antwort ist, aaabeeer: Ich habe kürzlich eine NS10 (mit totem Hochtöner) vor der BD gehabt und kann nur sagen: es lohnt sich! Und für mich persönlich lohnt es sich so sehr, daß ich mir genau für diesen Zweck eine kaufen werde. Das Signal ist in der Tat ein "Effektsignal" und klingt für sich ziemlich übel, aber zu einem "normalen" BD-Signal zugemischt ist das genau der tiefe "Rumms", den ich schon länger gesucht habe. "Subkick" eben. Was ich damit eigentlich sagen will: Klar kann es sein, daß es mit anderen Speakern genau so oder ähnlich klingt, ich habe bisher nur die NS10 getestet - aber ich finde den Soundgewinn dermaßen groß, daß das Geld für eine einzelne NS10 meiner Meinung nach (für diesen Zweck zumindest, hihi) sehr gut angelegt ist. Und wie andere Kollegen schon geschrieben haben: Die Verkabelung ist ganz simpel Speaker->XLR->Preamp.
Hallo Michael, Danke für die Antwort. Dass es sich nicht um ein 'Mikrofon' in herkömmlicher Art handelt (wie weiter unten beschrieben und angemäkelt) sondern im Output eher um einen Effekt ... ist mir schon klar. Reine Marketingstrategie ist es in meinen Augen jedenfalls nicht, und wer es nicht mag muss es ja nicht benutzen. Ich kenne Aufnahmen die damit gemacht wurden und finde man kann den Effekt auch ganz gut heraus hören. Für präsenten Kick und Bass 'auch wirklich unten herum' ganz herorragend, wie ich finde. Und viel besser als irgend ein Plug das so etwas zu simulieren versucht.... Leider gibt es noch keine Aussage eines 'Lautsprecherfachmanns', ob die Aufhängung und der Hub eine Rolle spielen. Wenn das so bleibt werd ich mir wohl mal ein Speaker Exemplar von Visaton o.ä. mit weicher Aufhängung bei Conrad besorgen, dürfte immer noch günstiger sein als eine halb gestorbene NS10, oder? ;-) Lieben Gruß Thomas
Ich dachte die mußten die NS-10 Produktion einstellen, weil sie nicht mehr dieses Material für die Lautpsrechermembran bekommen haben? Wenn das nicht stimmt, wieso zum Kuckuck haben sie dann die Produktion der sich so hervorragend verkaufenden NS-10 eingestellt?
"Ich dachte die mußten die NS-10 Produktion einstellen, weil sie nicht mehr dieses Material für die Lautsprechermembran bekommen haben? Wenn das nicht stimmt, wieso zum Kuckuck haben sie dann die Produktion der sich so hervorragend verkaufenden NS-10 eingestellt?" Hier stimmt etwas nicht. Die Mode-Erscheinung des "Gegenhörens" über Yamaha NS10 als quasi Billig-Heimlautsprecher, nachdem man über große Studiomonitore gemischt hat, war vorbei. Die Lautsprecher verkauften sich nicht mehr. Da ersann man flugs die Sub-Kick und kann die Produktion dort noch absetzen. Peinlich, dass in Ebay die NS 10 jetzt als "Studio-Monitore" verscherbelt werden. Genauso die Vorgänger, die Schrott-Lautsprecher Auratone werden zu Liebhaberpreisen hoch gehandelt. Unglaublich.
Ich habe mir mit einem 6? Lautsprecher was gebastelt. Einfach direkt auf XLR gelötet und rein ins Pult. Funktioniert wunderbar! Ich werd mal schauen was ich daran noch modifiziere. Es macht halt unten einfach RUMMS drunter. "Echt" ist das nicht, aber es ist meist genau das was man noch zum druntermischen braucht :) Gruß Friedemann
Moin... "Ich werd mal schauen was ich daran noch modifiziere. " ...wenn du als erstes den "akustischen Kurzschluss" beseitigst, dürfte das Ding zumindest schonmal mehr Output produzieren. ;) Jens
Hallo Friedemann, wie schon weiter unten beschrieben: mir ist klar dass es sich klanglich nicht um ein KM handelt, die hab ich bereits... ich such auch nur das gewisse Etwas zum drunterschieben. Dank Dir für das lustige Bildchen :) Lieben Gruß Thomas
Jedes Achtermikrofon muss im Prinzip genau den gleichen "akustischen Kurzschluss" haben, der sich als Schwund der tiefen Frequenzen zeigt. Dieses Selbstbaumikrofon mit der großen Membran eines "umgestalteten" Lautsprechers funktioniert nach dem sogenannten "Dipoleffekt" und ist allein bei höheren Frequenzen brauchbar. Mit tiefer werdender Frequenz entsteht je nach Größe der Fläche immer mehr ein akustischer Kurzschluss, der die tiefen Frequenzen benachteiligt. Der vorhandene Druckunterschied vor und hinter der Membran kann sich teilweise ausgleichen, wodurch weniger Schalldruck wirksam wird, worauf uns .Jens schon hingewiesen hat.
Stimmt. Die Sache ist nur die, dass diese extrem träge Membran sehr auf Luftdruck reagiert, der durch die großen Felle entsteht. Es wird sozusagen was tiefes "druntersynthetisiert" und das funktioniert ganz wunderbar sogar. Trotz akustischem Kurzschluß machts einfach nur "Rumms" drunter ;) Bei Gelegenheit nehm ich auch mal einen Lautsprecher mit Gehäuse, vielleicht ist das besser, vielleicht nicht. Mal schauen. Gruß Friedemann
Versteht mich nicht falsch, ich hab mir das nicht ausgedacht mit dem gehäuselosen Lautsprecher. Ich hab das auf verschiedenen Bildern gesehen und ausprobiert. Und es hat funktioniert. Aber wie gesagt: Sehr natürlich ist das nicht - solls ja auch garnicht sein. Gruß Friedemann
Hallo Friedemann, nach langem theoretisieren habe ich mich entschlossen, ein Rückseitig halboffenes Gehäuse mit einem doppelt gewinkelten, zur Seite gelenkten, bedämpften Tunnel zu bauen. Bei Gearslutz hab ich ähnliche Bilder gesehen, die anscheinend aber einen Speaker mit kleinerem Durchmesser genommen haben, wenn sich so etwas überhaupt einschätzen lässt. Dort war von einem Infinity 8" Speaker die Rede, welchen Durchmesser hast Du denn verbaut? Danke schon mal für die Antwort und lieben Gruss Thomas