Wie krieg ich den Sound aus dieser Fläche raus??

Erstellt 12 Antworten13 Beiträge
Startbeitrag#1
Ich hab für ein Track so einen Sound arrangiert, (Akkordfolge/ Pad + sin-Bass)
alles super und schön und mit Kopfhörern hört er sich auch geil an, nur wenn ich ihn normal auf Boxen höre, kommen manche der gespielten Töne nur schlecht/ nicht zufriedenstellend bzw. irgendwie matt heraus....ich weiß dass da wohl irgendwas bei der Phasenbearbeitung schief gelaufen ist
Wie bzw. mit was kann ich den Sound da rausholen (das man alle Töne schön im Vordergrund hört)? mein Ziel ist dass sich auf den Boxen wie auf den Kopfhörern (Stereo Kopfhörer d.h wenn Signal zb. nur auf einer Box kommt hört man es auf beiden, zumindest wenn ichs an mein Pc höre) anhört!
Was könnte ich da machen?

bzw. ich hatte mal irgend ein Plugin womit man sogar ganze Instrumente verschwinden lassen konnte oder kaum hörbare plötzlich abnormal in den Vordergrund bekam, allerdings hab ich das nicht mehr weiß auch nicht mehr wie das hieß....

achso hier der Link:
www.2face-romeo.com/specials.htm
(Pad 111)
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Antwort#2
zumindest wenn ichs an mein Pc höre
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Antwort#3
Also an den Boxen liegt es sicher nicht...Es handelt sich um die Boxen von meiner Stereoanlage, und die hören sich schon ordentlich an
zudem soll dieser Track auf einem Album verwendet werden, das herauskommt und da soll(te) es eigentlich sogar auf Schrottboxen sich einigermaßen einhören
Ist dieses plug-in ein gutes?
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Antwort#4
ne ich glaub das Plug-in is es nicht....da es offenbar nur mit Interferenzen eliminiert...Das was ich meine holt das was schlecht hörbar geworden ist in den Vordergrund zurück! ich weiß zwar nicht genau wie aber irgendwo hatte ich mal son Teil womit das ging
(also umgekehrt)
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Antwort#5
== Verpolung eines Kanals und Monokompatibilität bei Stereolautsprechern ==
Ein Stereosignal kann man auf Monokompatibilität prüfen, indem man das Signal am Mischpult auf "Mono-Abhören" umschaltet. Bleibt dabei der Klang fast so präsent wie bei Stereo, dann ist alles in Ordnung. Klingt es beim "Auf-Mono-Schalten" dumpfer, also fehlen die hohen Frequenzen und wird dabei die Lautstärke deutlich geringer und empfindet man "einen Druck auf den Ohren", dann ist einer der Stereokanäle verpolt, dann ist das - über Stereolautsprecher abgehört - hörbar, als eben nicht Monokompatibel.
==Unhörbare Verpolung über Kopfhörer==
Was nicht bekannt ist, dass ein Verpolungs-Effekt (a/b-Ader-Vertauschung eines Kanals) über Kopfhörer wiedergegeben, nicht hörbar auffällt. Ein verpoltes Centersignal ergibt dabei keine Lokalisationsänderung und keinen Druck auf den Ohren. Auch ändert sich beim Verpolen die Klangfarbe so gut wie nicht.
Es gibt so viele Amateure, die möchten gerne über preisgünstige Kopfhörer ihre Stereoaufnahme abmischen, um Studiomonitore zu sparen. Sie wissen nicht was sie tun.
Immer wieder wird der gewaltige Unterschied zwischen dem Hören von Stereoaufnahmen über Lautsprecher und über Kopfhörer nicht verstanden. Das muss physikalisch ein riesiger Unterschied sein. Man kann sich doch mal informieren.
Wer einen Kopfhörer aufsetzt hat ohne es zu bemerken seine Ohrmuscheln "amputiert", seinen Ohrabstand außer Kraft gesetzt und verhindert Reflexionen von Schultern, Hals und dem Oberkörper. Das natürliche Hören ist damit "kaputt". Klar?
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Antwort#6
Hallo Jussof,

Du schreibst: "Was nicht bekannt ist, dass ein Verpolungs-Effekt (a/b-Ader-Vertauschung eines Kanals) über Kopfhörer wiedergegeben, nicht hörbar auffällt. Ein verpoltes Centersignal ergibt dabei keine Lokalisationsänderung und keinen Druck auf den Ohren. Auch ändert sich beim Verpolen die Klangfarbe so gut wie nicht."
Das kann man nicht so sagen. Ein grundsätzliches Merkmal das bei der Verpolung eines Kanals nicht vernachlässigt werden darf, ist der Korrelationsgrad der Stereoaufnahme. Bei hoher Korrelation fällt eine Verpolung eines Kanals sowohl bei Lautsprecher als auch bei Kopfhörer sofort auf. Bei niedriger Korrelation (so um 0 herum) ist eine Verpolung weder über Kopfhörer noch über Lausprecher wahrnehmbar, sondern wird erst im Laufe der Zeit erkannt wenn irgendwelche Mittenschallquellen ins Spiel kommen. Diese werden dann bei LS diffus lokalisiert und bei Kopfhörern klingen sie "verschmiert" und nicht punktförmig.
Abmischen über Kopfhörer ist nicht grundsätzlich unmöglich und hinterläßt auch nicht grundsätzlich schlechte oder fehlerhafte Aufnahmen. Es ist eine Frage der Übung mit Kopfhörern wie sich das über Lautsprecher empfundene Klangbild anhört. Man muß nur oft genug Gegenkontrollen machen wenn man mit KH hört, damit man sich den Unterschied einprägt.
Ich benutze bei Liveaufnahmen und auch bei Produktionen außerhalb, durchweg Kopfhören und zwar den Stax "SR-Lambda Pro" mit Diffusfeldentzerrung. Meine Erfahrung damit ist, daß sich meine Aufnahmen über Lautsprecher immer besser anhören als über Kopfhörer gehört.

MfG
Rainer
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Antwort#7
Was ratet ihr mir im Bezug auf diesen Sound?
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Antwort#8
Machen wir es ganz einfach. Eine mit dem Panpot ins Center zwischen zwei Stereolautsprecher gepannte Phantomschallquelle hört man recht scharf im Center.
Ist die Polung der beiden Lautsprecher richtig oder ist das Signal richtig auf beide Tonspuren aufgenommen, dann ist alles in Ordnung.
Wird ein Lautsprecherkanal bei der Stereowiedergabe verpolt, dann hören wir deutlich von den tiefen Frequenzen einen Druck auf den Ohren. Ist elektrisch schon vorher etwas verpolt, dann hört man das, wenn man die "Monokompatibel"-Taste drückt: Der Pegel geht zurück und die hohen Frequenzen werden weniger.
Was nicht bekannt ist: Ein verpolt aufgezeichnetes Centersignal wird im Kopfhörer nicht erkannt. Oder ein verpolter Wiedergabe-Kanal (alle Frequenzen) ist im Kopfhörer nicht zu erkennen, also nicht hörbar feststellbar, wohl aber über Stereolautsprecher.
Mach doch mal selbst diesen Test, du wirst staunen, dass es so ist.
Machen wir bitte jetzt keine Signalbetrachtung mit 35° Phasenverschiebung bei 200 Hz durch Delta t = 1 ms und eine Korrelationsbetrachtung. Das ist ein völlig anderer Fall.
Mache bitte mal allein den Kopfhörer Verpolungstest und höre genau hin was sich ändert. Nimm eine übliche CD mit einem deutlichen Center-Sänger als Testsignal. Konzentriere dich auf das Umschalten mit und ohne Verpolung eines Wiedergabe-Kanals und achte auf die Klangänderung.
Mache das gleiche über Lautsprecher.
Was mit Kopfhörern wirklich nicht funktioniert ist wunderbar über Stereolautsprecher zu hören. Dieses ist nicht allgemein bekannt, wie du ja gerade erkennen lässt.
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Antwort#9
Also was Du da behauptest, kann ich gewiß nicht unterschreiben. Ein vorpolter Wiedergabekanal ist im Kopfhörer sehr wohl zu erkennen. Ich habe an meiner Abhöre einen Polumschalter in einem Kanal drin um festzustellen ob ein Polungsfehler vorliegt. Ein verpoltes Centersignal (nehme an daß Du von Stereo und nicht vom Center beim Surround sprichst) ist deutlich auch mit KH zu erkennen und zwar ebenfalls als "Druck" auf die Ohren und zwar sowohl mit dem Stax Lambda Pro als auch mit schlechten Kopfhörern.
Ich habe vor einiger Zeit mal einen Kopfhörer in die Hand bekommen, wo mir sofort ein gewisser "Druck" auf die Ohren auffiel und ich stellte fest, daß hier herstellerseitig das Anschlußkabel bei einem Kanal verpolt war (ohne daß ich dies vorher wußte).

Grüße
Rainer
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Antwort#10
Für Rainer,
Angelo Farina ist ein hoch angesehener Wissenschaftler an der Universität von Parma.
Hier ist seine neueste Mail aus der [sursound] mailing list:
Er kennt sich voll mit Kopfhörer und Kunstkopf aus und ist ein Workaholic für Ambisonics:
Ich habe festgestellt, er hat Recht. Eine Verpolung eines Kanals im Kopfhörer ist kaum zu hören - eine Verpolung eines Stereolautsprecher aber ganz stark.
Mache doch bitte noch einmal den Hörvergleich mit Kopfhörern.
From: 'Surround Sound discussion group'
Re: [Sursound] NXT
Sonntag, 30. April 2006 00:41
My understanding of the artifacts caused by polarity inversion of one of the loudspekaers was that they interfere destructively in a very bad manner, causing significant (and wrong) interaural level differences... In fact, if you invert BOTH the loudspeakers, you hear well again. So definitely absolute phase is unadible....
On the other hand, the experiment is very interesting if performed on headphones. Here we do not have interference, and we are REALLY changing the phase of the signal on one ear with respect to the other...
I have just done the experiment myself (your suggestion to always check by experiment is perfectly sensible, of course, and I endorse it completely), and the result is:
1) with purely instrumental music I cannot even distinguish the recording with the polarity of one channel reversed (I reversed the polarity of the right channel after some 30 s from the beginning of the recording - finding the point where the polarity was inverted resulted completely impossible).
2) with a sound with an evident singer's voice panned centrally (I used a Whitney Houston track), reversing the polarity of one channel makes the voice of the singer a bit more evident over the accompanying music, but spatially and timbrically nothing changes (and the singer is again in the center of your head).
I repeat your suggestion: try yourself, but by headphones....
My conclusion is that our binaural hearing system does not give any cue to phase, either absolute or relative....
If instead I delay one channel by just 1ms, suddenly the sound appears to come from the other direction....
This corresponds, at 200 Hz, to a phase shift of 35°. If a phase shift of 180° (constant with frequency) is substantially inaudible, how hell can we hear a phase shift of just 35°? What we hear is not phase, is the slope of phase with frequency.... Work out the math: d phi / d f = t (interaural
delay)....
Angelo Farina


Angelo Farina
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Antwort#11
Lieber Jussof,

der Wissenschaftler kann mir erzählen was er will: Ein Verpolung eines Kopfhörersystems kann ich sofort erkennen. Ich habe diesen Versuch nicht erst heute gemacht, sondern schon sehr oft und in allen Fällen war die Verpolung hörbar. Ich habe es probiert mit einer CD (aus eigener Produktion) bei der eine Gesangsstimme in der Stereomitte panned war und mit einem Radiosprecher wo gerade eine Sprachesendung lief. In beiden Fällen war die Punktförmigkeit des Mittensignals nicht mehr gegeben und die Gesangsstimme und auch der Sprecher waren über die ganze Stereobreite "verschmiert".
Ich weiß nicht was dieser Wissenschaftler und Du gehört habt!? Für mich ist es eindeutig erkennbar wenn ein KH-System gegenüber dem anderen verpolt ist - genauso gut wie bei Laustsprecher erkennbar.
Ebenso kann ich frequenzkonstante (!) Phasenunterschiede zwischen den beiden Kanälen erkennen, egal ob es über KH oder über LS wiedergegben wird. Ich habe derartige Versuche schon gemacht indem ich mit zwei breitbandigen Allpaßfilterketten eine frequenzkonstante Phasenverschiebung zwischen beiden Stereokanälen erzeugt habe: Ab 15° Phasenverschiebung wird es im Umschaltvergleich hörbar sowohl über KH als auch über LS.
Tut mir leid - ich kann weder die Festellung des Wissenschaflers noch die Deinige bestätigen. Ich weiß nicht warum Ihr beide da nichts oder kaum etws hört. Ich höre es sehr deutlich. Und ich erkenne es auch im Doppelblindtest, sonst hätte ich den vom Hersteller aus fehlerhaften Kopfhörer nicht erkannt.

Grüße
Rainer
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Antwort#12
Der erstaunlicher Kernsatz von Angelo Farina ist doch:
My conclusion is that our binaural hearing system does not give any cue to phase, either absolute or relative.
Meine Zusammenfassung ist, das unser binaurales Hörsystem kein Merkmal (Anhaltspunkt) zur Phase gibt - weder absolute Phase noch relative Phase.
Es geht allein um getrennten Schall diekt an unseren Ohren über Kopfhörer.
Absolute Phase ist weder über Stereolautsprecher noch über Kopfhörer hörbar.
Wenn relative Phase über Lautsprecher ganz sicher hörbar ist und wie hier behauptet wird nicht über Kopfhörer, dann erklärt das ganz klar, warum es sehr "unklug" ist, Mischungen über Kopfhörer zu machen.

Mr.X, der Ausgangs-Poster versteht das ja immer noch nicht. Er sucht den Pug-In, der automatisch die Kopfhörermischung in eine Lautsprechermischung verwandelt.
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Antwort#13
""Es geht allein um getrennten Schall diekt an unseren Ohren über Kopfhörer.""
Ja, und genau darauf bezog sich die Diskussion, wo Jussof mir nicht glauben wollte, daß man über Kopfhörer eine Verpolung eines Systems nicht hören würde.
Die absolute Phase ist selbstverständlich nicht hörbar, weder beim natürlichen Hören noch über KH noch über Lautsprecher.
Relative Phase eines LS/KH zum anderen LS/KH ist sehr wohl hörbar, nicht aber die relative Phase der einzelnen Spektralkomponenten zueinander.

Grüße
Rainer
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