Hallo, ich möchte für eine Diplomarbeit Umweltgeräusche (wie Menschenmengen, Kratzgeräusche, Wasserkocher, Regen...) aufnehmen. Da ich neu in diesem Umfeld bin, bräuchte ich einige Tipps, wie man das am besten macht. Das Aufnahme Gerät, dass mir zur Verfügung steht ist ein ?Marantz Modell PMD 671?. Wäre für alle Arten von Ratschläge sehr dankbar.
Dein Marantz-Recorder ist sehr schwach beim Mikrofoneingang: Inputs/Outputs : MIC IN L/R Type XLR (1:GND, 2:HOT, 3:COLD) Input Sensitivity : microphone : 1.2mVrms/6.5 k ohms LINE IN L/R Type : 300mVrms/20 k ohms Besorge dir ein kleines Mischpult und schließe an die XLR-Mikrofoneingänge gute Kondensatormikrofone an und gehe auf den Line-Eingang des Marantz-Recorders. Mit dem Gefummelstecker und dem Mikrofoneingang am Marantz wirst du niemals zufrieden werden bei Umwelt-Aufnahmen. Aber meistens will man das nicht glauben und will erst einmal Lehrgeld zahlen. Jockl
Hmmm, also ich weiss nicht! In der heutigen Zeit sollten Umweltgräusche un deren Aufnahmen meiner Meinung nach, wenigstens im Surround- Format vorliegen! Alles andere würde ich lassen, denn davon gibt es weit mehr als genug, Auch in eher bescheidenen Qualitäten. Was mir bei diversen Aufnahmen auffällt sind die oftmals englisch sprachigen Atmos von diversen Plätzen oder U-Bahnen etc. Im deutschsprachigen Bereich gibt es dort wohl sehr wenig. Ich persönlich denke solche Aufnahmen sollten wenigstens 5:1 vorliegen, runterrechnen kann man immer. Und mit einem Gerät wie du es verwenden kannst würde ich sowas in der Art nicht machen wollen, mal ganz davon abgesehen, das es eventuell für mobile Sprachbeiträge reicht, aber mehr sicher nicht.
Sorry Leute, die beiden letzten Beiträge zeigen mal wieder, wie wenig hilfreich Antworten sein können. Erstens wird sich nicht jeder Amateur ein Profi-Gerät mit XLR-Eingängen leisten können, zweitens macht es keinen Sinn, Umweltgeräusche "wenigstens" im Surround aufzunehmen, noch ist das überhaupt ohne Bankkredit möglich. Und wenn es schon so viele Aufnahmen gibt: Wo findet man sie? (Ich weiß es, siehe Link.) Aber Deine Frage, Stefan ist auch ein wenig diffus. Besorge dir ein passendes Stereo-Elektret-Mikrofon, mache erste Versuche und stelle danach konkrete Fragen. Gruß, Christopher
Für gelegentliche Aufnahmen ist der PMD völlig ausreichend von der Verarbeitung her. Klanglich...naja, gibt sicher bessere Vorverstärker. Aber wohl auch nicht in der Preisklasse. Persönlich stehe ich ja eher auf die gute alte analoge Tante Nagra... Wenn dir sowieso nur dieses Gerät zur Verfügung steht, braucht man darüber aber gar nicht zu diskutieren. Dann muß man damit leben und das bestmögliche Ergebnis rausholen (ein guter Tonmensch schafft das übrigens nicht nur mit dem teuersten Equipment...). Mikrofone: Wenn du z.B. einen bestimmten Vogel im Wald aufnehmen willst, dann brauchst du ein langes Richtrohr wie z.B. das Sennheiser MKH 70 oder MKH 816. Kürzere Richtrohre (MKH 60 oder 416) sind für die meisten Fälle ausreichend. Für Atmo-Aufnahmen empfiehlt sich Niere oder Kugel. Gut und in vertretbaren Preisregionen sind hier z.B. Neumann KM183 (Kugel) oder KM184 (Niere). Wenns Stereo sein soll: am besten eine Äquivalenzanordnung. Die kriegt man nämlich auch noch auf eine Angel montiert. Ein Pärchen KM184 oder von Schoeps CMC5+MK4 bzw. CCM4. Evtl. ist auch eine Superniere (Schoeps CMC5+MK41 bzw. CCM41) interessant. Grundsätzlich gilt auch für Atmo-Zeug: nicht zu nah ran mit dem Mikro.
"Wenn du z.B. einen bestimmten Vogel im Wald aufnehmen willst, dann brauchst du ein langes Richtrohr wie z.B. das Sennheiser MKH 70 oder MKH 816." Richtig. Und dann rein in den Popel-Eingang des Marantz-Recorders :-)
Vielleicht auch mal ein Versuch mit dem Kunstkopf probieren. Wenn Du keinen ausleihen kannst, versuche es mal mit dem Kopf einer Schaufensterpuppe und die Mikrofone daran montieren und zwar so, daß die Kapseln direkt an den Ohrmuscheln liegen. Hier sind kleinmembranige Mikrofone von erheblichem Vorteil. Dürfte auf jeden Fall bessere Ergebnisse bringen als einfach mit 2 Mikrofonen in ORTF oder A/B-Anordnung.
Besser ein gutes Mikro an einem mäßigen Eingang als umgekehrt! Es geht ja nicht um klangliche Feinheiten, sondern um eine ELEMENTAR andere Richtcharakteristik. Wer Ohren hat zu hören, der kann das auch aufm Laptop-Lautsprecher unterscheiden, und zwar unabhängig von der Qualität des Recorders.
Ach, weisst du, wenn es hier um eine Diplomarbeit geht, dann weiss ich was zu tun ist, ansonsten muss ich das lassen! Dann muss auch niemand irgendein Forum bemühen um sich interessant zu machen, bzw. die eigene Unfähigkeit unter Beweis zu stellen! Zum Thema Atmos braucht man im übrigen nur Googlen. Aber macht ihr man, macht ihr man.....lächerlich sowas, aber echt!
Also, der Einwurf von Frank, doch an Surround-Sound zu denken, ist berechtigt. Auch die Infragestellung des Mikrofoneingangs für enntfernte Umweltaufnahmen, von einem anderen Poster, ist bestimmt eine durchdachte Warnung.
Richtig. Und der O-Poster kann solche Infos zumindest in seiner Diplomarbeit vermerken. Wer weiss denn aber, wofür er die Aufnahmen braucht? Das hat er ja leider nicht erwähnt. Vielleicht will er die Aufnahmen ja gar nicht künstlerisch, sondern rein wissenschaftlich verwerten und benötigt keine Qualitätssignale in Surround?
...am besten man dreht auch gleich einen vernünftigen Kinofilm zum Surround. Mit professionellen Schauspielern, Drehbuchautoren, Technikern, Regisseuren usw. Alles andere würde ich gleich sein lassen, gibt´s schon genug. :-) Kyuri
Wenn man wirklich die umgebung aufnehmen will dann sollte es schon kugelkarakteistik sein, außer einem reicht ein punkt der umgebung ..... aber das is sicher nicht sinn der sache. wenns billig sein soll .... mal nen dm622 probieren die sind dynamisch, kugel ... aber trotzdem recht emfindlich und nehmen ganz gut die umgebung auf ... laut pers. erfahrung ....