Hallo,
Bitte um Rat, ich trage seit gestern folgende Sorge mit mir rum:
Ich habe zwei Patchbays von Behringer (PX 1000), die ich nach einer Studioübersiedlung so verkabelt habe, dass bei Standardverwendung nicht umgesteckt werden muss:
Die Patchbay leitet nämlich (pro Kanal) ein Signal, das von einer auf der hinteren Seite fix (z.B. oben) verkabelten Quelle kommt, auf den hinten fix (unten) verkabelten Weg weiter, wenn an der Vorderseite kein Kontakt erfolgt.
Ich habe das so verstanden, dass, wenn man den Signalweg woanders hin routen will, der "hintere" Patchkontakt in dem Moment unterbrochen ist, in dem man vorne ein Patchkabel einsteckt, oder zumindest dann, wenn der Weg mit einem anderen Verbraucher verbunden wird.
Dazu mein aktuelles Beispiel: Ich wollte gestern Gesang über ein Mikrofon aufnehmen, das Standardmässig über ein Mischpult direkt ins Audiointerface
(Input 1) gepatcht ist.
Signal liegt auf Kanal 1 des Interface an.
Dann wollte ich über einen Kompressor umrouten (d.h. das Signal VOM Mischpult an der Patchbay vorne abgreifen), hinein in den Input des Kompressors patchen, den Output des Kompressors wiederum an Input 2 des Interface.
Was passiert? Das Signal liegt auf Input 1 UND auf Input 2 des Audiointerface an, und zwar mit gleichen Pegeln, die ebenso hoch sind wie der ursprüngliche.
Daraus folgt, dass der hintere Patchbay-Kontakt zwischen Mischpult und Audiointerface NICHT unterbrochen wurde, als das Signal VORNE für das Einchleifen des Kompressors abgegriffen wurde.
Ist das bis hierhin verständlich?
An diesem Punkt drängen sich nun zwei beunruhigende Gedanken auf:
1.) In dieser Verschaltung ist eine Patchbay diesen Konzepts ziemlich unpraktisch, ich will ja Signale umleiten und nicht gleichmässig über den Arbeitsplatz verteilen
2.) Aufgrund des Ohmschen Gesetzes muss doch eine Aufteilung von Strömen bei gleichbleibender Spannung zwangsläufig zu höheren Widerständen führen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies dem Signal zuträglich ist.
Ich bitte euch nun zu Meinungsäußerungen.
Habe ich etwas übersehen? Entspricht die von mir geschilderte Problematik einer Standardsituation, die in der Praxis keine Probleme bietet?
Ist B... schuld oder habe ich falsch gedacht? Ich dachte mir, bei einer Patchbay kann das Risiko bezgl. Hersteller doch nicht so groß sein....
Bitte um Antworten, vielen Dank im voraus,
Gruß Vasco
Bitte um Rat, ich trage seit gestern folgende Sorge mit mir rum:
Ich habe zwei Patchbays von Behringer (PX 1000), die ich nach einer Studioübersiedlung so verkabelt habe, dass bei Standardverwendung nicht umgesteckt werden muss:
Die Patchbay leitet nämlich (pro Kanal) ein Signal, das von einer auf der hinteren Seite fix (z.B. oben) verkabelten Quelle kommt, auf den hinten fix (unten) verkabelten Weg weiter, wenn an der Vorderseite kein Kontakt erfolgt.
Ich habe das so verstanden, dass, wenn man den Signalweg woanders hin routen will, der "hintere" Patchkontakt in dem Moment unterbrochen ist, in dem man vorne ein Patchkabel einsteckt, oder zumindest dann, wenn der Weg mit einem anderen Verbraucher verbunden wird.
Dazu mein aktuelles Beispiel: Ich wollte gestern Gesang über ein Mikrofon aufnehmen, das Standardmässig über ein Mischpult direkt ins Audiointerface
(Input 1) gepatcht ist.
Signal liegt auf Kanal 1 des Interface an.
Dann wollte ich über einen Kompressor umrouten (d.h. das Signal VOM Mischpult an der Patchbay vorne abgreifen), hinein in den Input des Kompressors patchen, den Output des Kompressors wiederum an Input 2 des Interface.
Was passiert? Das Signal liegt auf Input 1 UND auf Input 2 des Audiointerface an, und zwar mit gleichen Pegeln, die ebenso hoch sind wie der ursprüngliche.
Daraus folgt, dass der hintere Patchbay-Kontakt zwischen Mischpult und Audiointerface NICHT unterbrochen wurde, als das Signal VORNE für das Einchleifen des Kompressors abgegriffen wurde.
Ist das bis hierhin verständlich?
An diesem Punkt drängen sich nun zwei beunruhigende Gedanken auf:
1.) In dieser Verschaltung ist eine Patchbay diesen Konzepts ziemlich unpraktisch, ich will ja Signale umleiten und nicht gleichmässig über den Arbeitsplatz verteilen
2.) Aufgrund des Ohmschen Gesetzes muss doch eine Aufteilung von Strömen bei gleichbleibender Spannung zwangsläufig zu höheren Widerständen führen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies dem Signal zuträglich ist.
Ich bitte euch nun zu Meinungsäußerungen.
Habe ich etwas übersehen? Entspricht die von mir geschilderte Problematik einer Standardsituation, die in der Praxis keine Probleme bietet?
Ist B... schuld oder habe ich falsch gedacht? Ich dachte mir, bei einer Patchbay kann das Risiko bezgl. Hersteller doch nicht so groß sein....
Bitte um Antworten, vielen Dank im voraus,
Gruß Vasco
