Brummen verursacht durch Schutzkontakt

Erstellt 6 Antworten7 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo,
ich habe eine Endstufe bei der ein starkes Brummen im 50Hz Bereich zu hören ist.
Wenn ich die Endstufe OHNE Schutzkontakt (am Stecker hochgehängt) betreibe, ist dieses Brummen verschwunden und die Endstufe arbeitet absolut sauber ohne Störgeräusche.
Da ich sie aber nicht auf Dauer ohne Schutzkontakt betreiben kann und will (das kann ja schließlich gefährlich werden), möchte ich hier fragen ob es an der Endstufe selbst liegt oder gibt es für dieses Problem eine einfache Abhilfe?
Ich habe noch andere Endstufen von anderen Herstellern bei denen das Problem nicht auftritt.
Schon mal Danke im Voraus.
Gruß
Eugen
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Antwort#2
Hallo,
das liegt sicherlich nicht an der Endstufe, sondern an deiner Masseführung. Du hast sicherlich Zuspielgeräte an der Endstufe angeschlossen? Siehe mal bei Google unter "Brummschleife".
In deinem Fall hilft (auf die Schnelle) ein Netztrenntrafo. Ansonsten zu beheben durch: galvanische Trennung im Signalweg durch z.B. Übertrager (s. Di-Box..), Optokoppler usw., Auftrennung der Masse (Abschirmung), korrekte Masseführung, Massetrennung vom Netz durch Trenntrafo...,...
Gruß Kyuri
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Antwort#3
Moin...
"In deinem Fall hilft (auf die Schnelle) ein Netztrenntrafo. Ansonsten zu beheben durch: galvanische Trennung im Signalweg durch z.B. Übertrager (s. Di-Box..), Optokoppler usw., Auftrennung der Masse (Abschirmung), korrekte Masseführung, Massetrennung vom Netz durch Trenntrafo...,..."
Solche Sachen wie Trenntrafos können unter Nicht-Laborbedingungen genauso gefährlich werden wie ein Betrieb ohne PE. Die EINZIG richtige und sinnvolle Möglichkeit, solche massebedingten Brummprobleme zu lösen, ist die SIGNALseitige Trennung der Massen an geeigneter Stelle. Sei es komplett durch Übertrager/DI oder "simpel" (was meist schon völlig ausreicht) durch ein Kabel mit nur einseitig aufliegendem Schirm.
Trenntrafos sind IMHO keine gute Idee für Leute, die sich nicht gut mit der Materie auskennen (hier konkret E-Installation und Co., nicht nur allgemeine (Nachrichten/Niedervolt-Signal-)E-Technik).
Jens
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Antwort#4
Ja, was die Installation angeht mag das sein, aber es gibt doch auch komplett fertige Trenntrafo-Geräte (Netztrenntrafos im Gehäuse mit Schutzisolierung, Sicherung und Steckdose usw.) für jeden zu kaufen, in ganz unterschiedlichen Leistungsklassen. Ich meine die einzige Bedingung die hier gestellt wird ist, dass nur ein einziger Verbraucher pro Trafo angeschlossen werden darf. Oder übersehe ich da etwas? Klar, ist die einfache Masse-Trennung an der richtigen Stelle einfacher und billiger...
Gruß Kyuri
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Antwort#5
Ich meine die einzige Bedingung die hier gestellt wird ist, dass nur ein einziger Verbraucher pro Trafo angeschlossen werden darf.
1:1 Trenntransformatoren sind schon was Feines. Wir haben für unsere Reiseaufnahmen 2 Trenntransformatoren zu je 500 Watt. Meistens kamen wir selbst für große Opernaufnahmen mit einem hin.
Die Bedingung, dass da nur "ein" Verbraucher angeschlossen werden kann, ist ein Märchen. Es dürfen so viele Verbraucher angeschlossen werden, bis die Gesamtleistungen der Verbraucher mit der Watt-Angabe auf dem Transformator übereinstimmt.
JochenB
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Antwort#6
ich vermute mal, dass nur ein Verbraucher pro Trenntr. angeschlossen werden soll, da ja theoretisch die Möglichkeit bestünde, dass bei zwei Verbrauchern jeweils die andere Netzleitung das jeweilige Gehäuse berührt. Zwischen diesen beiden Geräten liegt dann die gefährliche Nennspannung an...(recht unwahrscheinlich aber nicht unmöglich)
Gruß Kyuri
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Antwort#7
Hallo Eugen,
du (und auch einige andere im Forum) müssen unterscheiden zwischen "Schutzleiter (PE)-Potential und Masse-Potential.
Schutzleiter kann, wie der Name schon suggeriert, lebensrettend im Sinne des Worte sein. Alle Metallgehäuse, speziell Endstufen MÜSSEN eine Schutzleiterverbindung aufweisen (wir reden nur über Profi-Equipment, nicht über HiFi-Ware).
Manchmal kann man Massepotential und Schutzleiter zusammenlegen, bei einigen Geräten gibt es aus gutem Grund Brücken die das wahlweise gestatten.
Es gibt auch eine Zwischenlösung für den oben beschriebenen "harten" Verbindungsfall. Hierbei wird ein Kondensator von ca. 0,1uF zwischen das Masse- und Schutzleiterpotential gelötet und in den meisten Fällen ist das Brummproblem behoben.
ACHTUNG und bitte nicht verwechseln: Das Metallgehäuse und der Schirm deines NF-Kabel bleiben "hart" mit dem Schutzleiter geerdet, nur die Endstufenmasse wird über den 0,1uF Kondensator "weich" mit dem Schutzleiter verbunden.
Die ebenfalls angesprochene Variante mit Eingangsübertragern funktioniert zumeist noch besser, ist aber deutlich teurer .
Gruß
M. Hein
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