Die Basis: Ein 20qm großer Raum mit zu vielen freien Flächen mit glattem Korkboden. In diesem ein Klavier und des öfteren Gesang. Die Idee: Wände einfach nur mit Pyramidenschaumstoff versehen und Teppich auslegen. Eigener Gedanke dabei: Der Klang IM Raum selbst wird viel besser (bisher nur mit Deckenkonstruktionen getestet und schon dies für gut befunden). Dadurch, dass der Hall stark abnimmt, müsste auch die Lautstärke in umliegenden Räumen abnehmen und ich käme drumherum, zweite Wände einzuziehen und ähnliches...stimmt das? Wäre super, wenn Ihr kurz Stellung nehmen könntet! Dankeschön! Alexander
Also Klavier und Gesang und ein halles 20 qm Zimmer, dass akustisch trockengelegt werden soll. Ist es ein Klavier oder ein Geflügel? Was soll denn gesungen werden? Bei einem Schubert-Lied z. B. wird in diesem "schalltoten" Raum jeder Sänger das Handtuch werfen und der Pianist wird sein Instrument nicht wiedererkennen, selbst wenn du noch so schönen Hall hinterher draufpackst. Vermutlich willst du typisch nahen Effektgesang und irgend ein Effektklavier haben, was mit Natürlichkeit nichts das Geringste zu tun hat. Gell? Na dann leg mal die Kiste schön mit dicken Teppichen trocken und mach' an alle Wände Pyramidenschaum, auf dass schöne Dröhn-Moden unter 250 Hz im Raum übrigbleiben; die kann man mit einem "Hochpass" dann wegschneiden.
Moin... "Bei einem Schubert-Lied z. B. wird in diesem "schalltoten" Raum jeder Sänger das Handtuch werfen und der Pianist wird sein Instrument nicht wiedererkennen, selbst wenn du noch so schönen Hall hinterher draufpackst." Schonmal daran gedacht, dass es zwischen "Kathedralenhall" und "schalltot" noch ein gaaaanz paar Zwischenstufen gibt? "Vermutlich willst du typisch nahen Effektgesang und irgend ein Effektklavier haben, was mit Natürlichkeit nichts das Geringste zu tun hat. Gell?" ...diese völlig haltlosen Unterstellungen mussten ja kommen. Passt aber zu dem unqualifizierten Mist, der davor und dahinter steht. "Na dann leg mal die Kiste schön mit dicken Teppichen trocken und mach' an alle Wände Pyramidenschaum, auf dass schöne Dröhn-Moden unter 250 Hz im Raum übrigbleiben; die kann man mit einem "Hochpass" dann wegschneiden." Ich kriege immer wieder Pickel, wenn ich statt sinnvoller Ratschläge solch überhebliches und höhnisches Geblubber lesen muss. Du kennst offensichtlich weder den Raum, um den es geht, noch die "Zielvorstellung", wie der Raum denn später mal klingen soll, noch die Art Musik, die hier gespielt werden soll. Aber schonmal fleißig Ahnungslosigkeit unterstellen. Schön, sowas. Eigentlich keines einzigen Kommentars würdig, aber ich kann mich bei sowas immer nicht zurückhalten. Übrigens: Von Aufnehmen oder Verstärkung war hier überhaupt nicht die Rede bisher. Jens
Also: Es geht mir um Pop, Soul und Jazz. Ich möchte den Raum nicht schalltot machen, sondern habe nur im bisherigen Raum extremes "Wummern" und keinen schönen Klavierklang. Diesen erreiche ich allerdings schon durch meine Stoff-Decken-Konstruktionen, im Raum verteilt. Nun war mein Gedanke: Statt der Decken professionellen Pyramidenschaumstoff und ich erreiche damit gleich eine ständige Lautstärkereduzierung auch außerhalb des Raumes. Hast Du einen besseren Vorschlag (es geht mir um eine unkomplizierte und günstige Verbesserung der Raumakustik)? Thanx.
Hohe Frequenzen sind selten ein Problem, da sie sich mit eben Pyramidenschaum oder, wie du gemerkt hast, auch mit Decken recht gut in den Griff kriegen lassen. Wogegen weder Pyramidenschaum noch Decken helfen, sind die Raumresonanzen, die sich oft irgendwo zwischen 100 und 300 Hz aufhalten. Da helfen dann eher Plattenschwinger nach dem Feder-Masse-Prinzip, die allerdings im Idealfall berechnet werden müssen, um genau die Raumresonanzen zu bedämpfen. Nicht ganz zu vernachlässigen ist auch die Geometrie des Raums (parallele Wände = schlecht...). Vielleicht ist es sinnvoll, statt feste Akustikelemente an die Wände zu klatschen auch mal ein paar variable Möglichkeiten offenzuhalten. Du könntest als Eigenbau-Lösung frei nach einigen Gearslutz-Threads (da gibts so einiges zum Thema DIY-Akustik) z.B. Billy-Regale mit Rockwool oder Hanfmatten vollpacken, vorne Stoff draufziehen (reflexionsarme Seite) und die Rückwand refletiv halten (vielleicht durch Baumarkt-"hochwertige Möbeloberfläche"). Das Ganze 3 Mal und auf Rollen, und schon kannst du wunderbar ein Live End oder ein Dead End basteln.
Ich gehe mal davon aus, dass du mit relativ schmalem Budget dem Raum einfach das Wummern abgewöhnen willst. Die höheren Frequenzen sind nicht so problematisch. Fang mal in den Ecken an, der Link zu einigen Bauanleitungen steht unten. Sicher wirst du über Google die Facharbeit 'Raumakustik in Regieräumen' von Christian Jungbluth finden. 'Realtraps' ist der Suchbegriff zu den Seiten von Ethan Winer (hier gibts ne Menge Information). 'Bassabsorber' 'bass traps' 'DIY bass traps' sind einige gute Suchbegriffe (Damit du über das kommende lange Wochenende mal einiges zum Lesen hast. :-) viel Spass Gerhard
Super, vielen Dank für die Tipps. Werde wahrscheinlich wirklich einzelne Elemente bauen, die dann flexibel sind... Hatte mich auch schon bzgl. Kabinenbau erkundigt, aber das wird dann immer gleich so kompliziert...