Nochmal U87

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Antwort#21
""der Drawmer 1960 sieht sehr gut daher!!! erfahrung damit? vergleich zu avalon?""
Der 1960 ist primär ein mittelmä�iger Röhrenkompressor (der gute hei�t 1968/1969)
mit Micpreamp. Dieser Preamp ist eine Dreingabe, entsprechend wenig überzeugend ist er. Der Avalon M5 ist da sicher eine solidere Wahl - auch wenn es dazu sicher eine Menge (besserer) Alternativen gibt.
Ich würde mich da weniger auf Optik verlassen (DER Pluspunkt z.B. auch bei Avalon...) sondern lieber auf Erfahrungsberichte in internationalen Foren wie z.B. gearslutz.com.


Gearslutz
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Antwort#22
Also, ich benutze den 1960 ausschließlich als Preamp - den Kompressor habe ich bisher komplett vernachlässigt, da ich nicht gerne "to-tape" komprimiere.
(Mir drängt sich auch die Frage auf, woher man wissen möchte, ob das Gerät ein Kompressor mit Preamps oder ein Stereo-Preamp mit Kompressor ist? Spielt das denn überhaupt eine Rolle?)
Meine Meinung zu den Preamps ist folgende:
Leicht in´s Clipping gefahren fügen sie Stimmen ein angenehmes Obertonspektrum hinzu. BDs und SNs bekommen über die (ebenfalls leicht "gesättigten") Preamps eine für Pop/Rock sehr brauchbare Präsenz (dynamisch und klanglich).
Man kann durch entsprechendes "Anfahren" der Preamps bei perkussiven Signalen eine leichte Kompression und ein angenehmes "toasting" erreichen, das sich im Mix sehr bezahlt macht (hatte ich nicht eben gesagt, daß ich nicht gerne to-tape komprimiere?).
Im selben Studio stehen noch ein Avalon Channelstrip und ein 2kanaliger Preamp/Channelstrip von Focusrite (blau-gelbe Isa-Serie).
Während der Focusrite eher neutraler klingt (fein, aber neutral), besitzt auch der Preamp des Avalon etwas "Charakter". Er gefällt mir subjektiv aber nicht so gut wie der 1960, da dieser "Charakter" dem Signal oft etwas mittiges, matschiges verleiht, was irgendwie gar nicht mit der schönen edlen silbernen Frontplatte harmonieren möchte ;-)
Als Preamp/DI für Gitarre und Bass ist er widerum klasse und der EQ ist auch sehr brauchbar.
Für Pop-Vocals würde ich allerdings jederzeit dem 1960 den Vorzug geben.
Aber das ist alles sooo subjektiv .... vielleicht habe ich auch einen Avalon erwischt, der in Wirklichkeit eine DI-Box mit EQ und zusätzlichem Mic-Preamp ist?
(nur Spaß)
Gearslutz ist übrigens wirklich die beste Adresse für solche Sound-Diskussionen.
Viele Grüße!
Michael
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Antwort#23
Hallo Christopher,
danke fuer Deine Vorschlaege - hier meine Kommentare dazu:
AKG C480CK62
MBHO ???? (wie wärs denn BTW mal mit 'ner ordentlichen Online-Präsenz?)
AT3032
Ausprobiert - die gesamte Linie gefaellt mir nicht, da ich mal mit dem Richtrohrmikrophon (CK69) Probleme mechanischer Natur hatte - Stichwort 'ein Sandkorn genuegt'...
Die CK62 ist freifeldentzerrt - ok, den Hoecker kann man auch per EQ erzeugen, und wenig rauschen tut es noch dazu - klanglich ist es hingegen nicht mein Fall.
KA100DK+ MBP603.
Nicht schlecht, die Kombination habe ich mal bei einem Bekannten probieren koennen, der haeufig ein Paar davon als AB-Hauptmikrophone einsetzt. Die Teile sind klanglich und verarbeitungsmaessig sicher ok, aber die Probeexemplare rauschten subjektiv deutlich mehr als das KM130 oder die weiter unten angefuehrten Typen. Trotzdem - haette ich keine Neumaenner oder Schoepsen, waeren sie eine ernstzunehmende Alternative.
Hat mir ernsthaft nicht gefallen.
Was in derselben Klasse spielt, ist das CMC-54 von Schoeps, und was mir noch besser gefaellt - zudem rauscht es hoerbar weniger - MKH20 von Sennheiser, mit eingeschalteter 'Diffusfeldentzerrung'.
Ich habe alle drei Typen im Bestand, die Neumaenner waren dabei mit Abstand die preisguenstigsten Mikrophone - gekostet haben sie mich neu um 500 Euro pro Stueck, als jemand ein Lager raeumte, und bevor Sennheiser/Neumann an der Preisschraube drehte... die Schoepsen und Sennheisers waren gebraucht inklusive Wartung teurer, sind aber eine sinnvolle Ergaenzung, da der Klang doch leicht unterschiedlich ist.
Gruss
Micha
---
PS: Ich bin auch kein Fan des U87, aber man muss trotzdem sagen, dass es absolut betrachtet mehr Geld wert ist als ein Rode oder ein Hausmarken-China-Mikrophon.
Aber in der Kategorie setze ich doch lieber auf AKG - das gute alte C414B-ULS...
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Antwort#24
Hallo Micha,
interessant, daß Du quasi alle relevanten Mikros zu kennen scheinst.
Wenn schon Hochpreis: Auch mal die von MG oder B+K / DPA verglichen?
Wie sieht es mit Achter-KM aus? Auch da solide Erfahrungswerte?
Fürs C4x0 ULS-System gibt es leider keine 8ter-Kapsel, darum überlege ich in Zukunft noch was dazu zu kaufen: Neumann/MKH/Schoeps/DPA/MBHO....??
""AKG C480CK62
Ausprobiert - die gesamte Linie gefaellt mir nicht, da ich mal mit dem Richtrohrmikrophon (CK69) Probleme mechanischer Natur hatte - Stichwort 'ein Sandkorn genuegt'...
Die CK62 ist freifeldentzerrt - ok, den Hoecker kann man auch per EQ erzeugen, und wenig rauschen tut es noch dazu - klanglich ist es hingegen nicht mein Fall.""
Das ein Richtrohr mechanische Probleme hat ist nachvollziehbar. Diese Probleme treten bei den Kleinkapseln wohl kaum auf (jedenfalls nicht bei mir und ich habe 7 davon). Die Meinung "klanglich nicht mein Fall" kann ich so allerdings kaum gelten lassen- was heißt denn das konkret?

""KA100DK+ MBP603.
Nicht schlecht, die Kombination habe ich mal bei einem Bekannten probieren koennen, der haeufig ein Paar davon als AB-Hauptmikrophone einsetzt. Die Teile sind klanglich und verarbeitungsmaessig sicher ok, aber die Probeexemplare rauschten subjektiv deutlich mehr als das KM130 oder die weiter unten angefuehrten Typen. Trotzdem - haette ich keine Neumaenner oder Schoepsen, waeren sie eine ernstzunehmende Alternative.""
Interessant.
""AT3032
Hat mir ernsthaft nicht gefallen.""
Fand ich für 200 EUR eine brauchbare Alternative. Sehr viel unterschiedliches damit gemacht (Klavier, Cello, Raum, Git,...) und war nie unzufrieden. Dennoch verkauft.
""Was in derselben Klasse spielt, ist das CMC-54 von Schoeps, und was mir noch besser gefaellt - zudem rauscht es hoerbar weniger - MKH20 von Sennheiser, mit eingeschalteter 'Diffusfeldentzerrung'.""
Die MKH-Serie scheint allgemein nicht soo beliebt, was ich eher merkwürdig finde, da man hier immer nur von "Schoeps" hört. Leider wirkt sich das nicht auf die Gebrauchtpreise aus :-/
""der Kategorie setze ich doch lieber auf AKG - das gute alte C414B-ULS...""
Mein reden....

Gruß,
Christopher
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Antwort#25
Die MKH-Serie scheint allgemein nicht soo beliebt, was ich eher
merkwürdig finde, da man hier immer nur von "Schoeps" hört.
Das hat (bei mir) ganz pragmatische Gründe:
- Die Sennheiser-Mikrofone gibt es (auch aus technischen Gründen) nicht mit austauschbaren Kapseln.
Aus Kostengründen gibt es bei mir mehr Kapseln als Vorverstärker ...
- Das Zubehörprogramm, insbesondere die Möglichkeit, mit den "aktiven Rohren" sehr unauffällige Mikrofonaufbauten zu machen. Ich hasse klobige Stative und dicke Mikrofone - insbesondere bei Konzerten.
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Antwort#26
Hallo Christopher,
um es mal so zu sagen - ich habe lange Zeit nach den ' idealen Druckempfaengern' fuer permanente Installation in einer Kirche gesucht, in der regelmaessig Orgelkonzerte stattfinden, und der Foerderverein, welcher die Orgel restaurieren liess, Mitschnitte dieser Konzerte produzieren wollte, die 'plausibel' klingen - und dafuer auch etwas Geld locker machen wollte - entsprechend wurden viele Mikrophone ausprobiert.
MG hatten wir keine NL-Quelle, die helfen wollte, und bei DPA wurden die 4003 zwar als sehr gut, uebermaessig analytisch, und mit Zubehoer zu teuer bewertet.
Am Ende hat man zwei CMC-52S (Gross-AB) und zwei CMC-53 (Raum'stuetzen') installiert, die Alternative waere viermal MKH20 oder vier KM130 gewesen, aber der Lieferant (NL-Importeur) machte einen deutlich besseren Preis fuer die Schoepsen - die Kapseln waren neu, die CMC-5 waren Ruecklaeufer - und die Moeglichkeit, falls noetig, andere Kapseln anzubringen, und die Verstaerker abzusetzen, wurde als wichtig empfunden, was die MKH20s in der Auswahlliste nach unten brachte.
Die CK62 klang im Verhaeltnis zu den obigen etwas muede und langweilig - der Hoecker fuer die 'Diffusfeldentzerrung' bei den anderen machte einen deutlichen Unterschied.
Bezueglich der Druckgradientenempfaenger (Achten) habe ich nur eingeschraenkte Erfahrung - die MBHO-Acht kenne ich nicht, die Neumann-MK20 habe ich nur gebraucht ausprobiert, und war nicht ueberzeugt, was allerdings auch vom maessigen Zustand derselben herruehren koennte, die AKG CK94 war meine erste Acht und, freundlich gesagt, fuer Musik suboptimal, Schoeps CCM-8/MK8 ist gut, Sennheiser MKH30 ist zumindest qua Rauschen besser, aber auch teurer.
Ich habe mir am Ende ein MKH30 auf eBay geschossen und bin zufrieden damit.
Gruss
Micha
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PS: Ich habe im vorherigen posting einen Tippfehler produziert - ich meinte natuerlich CMC-53 und nicht CMC-54...
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Antwort#27
Hallo Micha,
danke für die Hinweise!
Das MKH30 fände ich auch sehr interessant (Modularsystem brauche ich nicht mehr),
ich frage mich nur ob das MKH80 (800) nicht auch eine Alternative wäre, da gebraucht kaum noch teurer als ein MKH30, aber deutlich flexibler...
Gruß,
Christopher
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Antwort#28
Hallo Christopher,
ich habe auch zwei MKH800 - mit denen ich recht zufrieden bin.
Nur darf man nicht vergessen, dass das MKH800 eine Doppelmembrankapsel hat, und damit die Konfiguration desselben als Acht bei hohen Frequenzen etwas degeneriert - es funktioniert immer noch brauchbar, aber eben im Bereich bis 20 KHz nicht ganz so gut wie eben das MKH30 oder die Schoeps-MK8.
Allerdings sollte ich noch deutlich machen, dass zwei MKH800 in Bluemlein-Konfiguration immer noch sehr gut anhoerbare Ergebnisse erzielen...
Gruss
Micha
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PS: Das MKH800 ist ab und an neuwertig gebraucht zu erstehen - man spart ordentlich Geld dabei - allerdings vor Kauf ausprobieren, oder sofort danach zur Ueberpruefung nach Sennheiser schicken...
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