GCMS 332

Erstellt 13 Antworten14 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo an alle,
Ich habe vor einigen Tagen ein Stereomikrofon aus den 70ern (???) in die Finger bekommen, ein Grundig GCMS 332. Nun stehe ich vor dem Problem, daß ich dazu fast keine Informationen finde, und der Stecker ein DIN 6Pol 180° Stecker ist.
Es handelt sich bei diesem Mikrofon offensichtlich um ein Elektret Mikro. Bekommt man es hin, daß man es irgendwie an zwei XLR Buchsen anschließen kann?
Und noch zur sicherheit:
Ja, ich habe schon im Netz geschaut, aber nichts gefunden.
Nein, ich will keine professionellen Aufnahmen damit machen.
Ja, ich weiß daß das Ding wahrscheinlich komplett sch**** klingt.
Grüße aus dem sonnigen Baden :)
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Antwort#2
Soweit ich weiß, hatten die Dinger hochohmige Quellwiderstände im Kiloohmbereich. Also es an heutige Geräte anschließen, dürfte kaum möglich sein, ohne gehörige Modifikation.

Grüße
Rainer
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Antwort#3
Hm, schade. Das wird sich wohl nicht lohnen.
Trotzdem zur Ergänzung noch ein Bildchen von dem Teil
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Antwort#4
ist es vielleicht möglich das mikrofon mit einem preamp abzunehmen, mit dem ich die eingangsimpedanz einstellen kann? wenn nun der ausgangswiderstand des mikros 1k beträgt, reicht es den eingangswiderstand um ein 10faches zu wählen (10k)?
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Antwort#5
OK, ich hab doch noch ein paar Daten im Netz gefunden:
Kapazitiver Wandler
Übertragungsbereich 60HZ-18.000Hz
Nierencharakteristik
Auslöschung ca. 15 dB
Impedanz 1000 Ohm
Empfindlichkeit > 1,0mV/mücrobar
Versorgungsspannung 20 V
Kanalabweichung < 2dB
Stativgewinde auch im Einzelsystem - Kabellänge 3 meter
Stecker ähnlich DIN 41524 (m. Spannungsversorgungsstift 8)
Stecker:1 + 2 Linker Kanal
4+2 Rechter Kanal
6+2 Versorgungsspannung
Dabei stellt sich die Frage, wozu ist denn der Spannungsversorgungsstift 8 da, wenn er nicht belegt ist?
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Antwort#6
Damalige Empfindlichkeit = 1,0 mV/mikrobar sind wieviel heute verständliche mV pro Pascal?
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Antwort#7
Empfindlichkeit des Mikrofons = 1,0 mV/µbar (Frühere Bezeichnung)
Rainer hilft aus mit der Anmerkung: 10 x mV/µbar = mV/Pa.
Das soll wohl heißen: 10 mV/µbar = 1 mV/Pa oder 1mV/µbar = 0,1 mV/Pa
Demnach ist das alte Grundig-Mikrofon sehr pegelschwach:
Empfindlichkeit 0,1 mV/Pa (nach heutiger Bezeichnung).
Oder rechne ich da falsch?
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Antwort#8
Moin...
"Rainer hilft aus mit der Anmerkung: 10 x mV/µbar = mV/Pa.
Das soll wohl heißen: 10 mV/µbar = 1 mV/Pa oder 1mV/µbar = 0,1 mV/Pa"
Genau andersrum ist es richtig: 1 bar = 10^5 Pa, 1µbar = 0,1Pa. Da der Druck hier im Nenner steht, kommt heraus:
1 mV/µbar = 10 mV/Pa
Das ist das Problem an diesen "anwendungsorientierten" Schreibweisen: Rainer meint das richtige, nämlich: "um von mV/µbar nach mV/Pa umzurechnen, muss der Wert verzehnfacht werden." So, wie es aufgeschrieben ist, ist es dann aber falsch oder zumindest missverständlich - wie man merkt...
Das, was Rainer ausdrücken wollte ("Zahlenwert verzehnfachen"), wäre so richtig gewesen: 10 x Empfindlichkeit/(mV/µbar) = Empfindlichkeit/(mV/Pa). Man beachte dabei das "/" (gesprochen "in", mathematisch Division).
Rechnen mit einheiten ist immer so eine Sache. Mich wundert nur, dass dieser Lapsus ausgerechnet Rainer passiert ist, der sonst immer so sehr auf unmissverstänliche Formulierungen und Schreibweisen bedacht ist. ;) Das sei bitte ausdrücklich nicht als Angriff verstanden, nur ein kleines Schmunzeln konnte ich mir dann doch nicht verkneifen. :D
Jens
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Antwort#9
Hallo Jens,
ich habe schon befürchtet, daß es falsch interpretiert wird. Ich wollte es so einfach wie möglich schreiben, damit es auch für den Laien verständlich wird.
Aber offensichtlich ist es schwerer für Laien zu schreiben als für Fachleute.... :-)

Grüße
Rainer
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Antwort#10
Moin...
"Aber offensichtlich ist es schwerer für Laien zu schreiben als für Fachleute.... :-)"
Das ist ganz ohne Zweifel so.

Deswegen habe ich auch absoluten Respekt vor den Ranga Yogeshwars, PeterLustigs, Armin Maiwalds usw. dieser Welt, die es schaffen, Laien komplexe Sachverhalte verständlich zu machen - vereinfacht, aber eben nicht falsch im eigentlichen Sinne! ...und das ist mein voller Ernst.

Jens
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Antwort#11
... wer etwas erklären will muß nicht nur wissen worüber man redet, sondern muß auch die Zusammenhänge verstehen.
Dann schaut man (sofern man dies vermag) wo der Gesprächspartner steht, und holt ihn anschließend (bevorzugt mit Beispielen die den Sachverhalt plausibel abbilden) von seinem Wissensstandpunkt ab.
Ohne die Leistungen von Peter Lustig und Co. schmählern zu wollen, aber bei den Stars stehen sehr viele Entwicklungsteams dahinter, meist sind die Moderatoren "Sympathieträger".
Viele der Ideen die für die "Knoff-Hoff-Show" verwendet wurden stammten von Zuschauern und wurden (wenn ich mich korrekt erinnere) auch entsprechend mit Namensnennung gewürdigt.
Zum Thema Einheitenumrechnungen kann ich noch eine Anekdote von einem "Technische Mechanik" Prof. von mir aufwarten.
Selbst ein Experte, der Rohrleitungen für Kernkraftwerke und Bodenbleche für Volkswagen berechnet war mal "Betriebsblind" und brauchte einen ganzen Vormittag um (einfache) Einheiten korrekt umzurechnen.
Tja, wenn man mal den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht.
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Antwort#12
Ich sage immer: Die "Sendung mit der Maus" mal öfter ansehen - ist eine der besten Produktionen des deutschen Fernsehens!

Grüße
Rainer
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Antwort#13
Moin...
"Ohne die Leistungen von Peter Lustig und Co. schmählern zu wollen, aber bei den Stars stehen sehr viele Entwicklungsteams dahinter, meist sind die Moderatoren "Sympathieträger". "
Da hast du sicher recht - aber nur zum Teil. Ich habe die Beispiele schon bewusst so ausgewählt, und hätte vielleicht Peter Lustig herauslassen sollen, weil ich bei dem nicht weiß, wer da die Beiträge schreibt.
Aber bei Ranga Yogeshwar z.B. merkt man auch in Interviews, dass er einfach in der Lage ist, Sachverhalte gut verständlich (auch ohne große Vorbereitung) darzustellen - und über die Arbeit und das Team von Armin Maiwald (Flash Film) habe ich letztens einen sehr sehenswerten Bericht gesehen (eigentlich ging es da um seine Tochter, die aber auch in seiner Firma arbeitet). Das ist kein großes Team (eine Handvoll Leute), und die Beiträge entwickelt der Mann i.W. selbst. Der "Rest" des Teams ist Kamera, Ton etc.
Prof. Harald Lesch ist z.B. auch so einer, der da einfach ein Talent hat.
Jens
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Antwort#14
moin!
leider ist es doch so das die wenigsten die lehren dies auch können, sie finden einfach nicht aus ihrem fachterminus heraus.
wie mein bekannter letzhin sagte: "sie sprach ein perfektes bwl, nur verstanden hat man nix"
zu erwähnen wären noch:
dr mark benecke
und ebs!
grüße
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