Band sucht festen Mann am Mischpult - Köln

Erstellt 29 Antworten30 Beiträge
Startbeitrag#1
Junge Band aus Köln, sucht einen festen Tontechniker zum Abmischen der Band
bei Liveauftritten. Deine Aufgabe ist es, für einen optimalen Sound
der Band zu sorgen. Weiterhin wird noch ein Roadie zum Auf- und Abbau
für die Karnevalszeit gesucht. Die Band macht moderne, kölsche Musik
und spielt eigene Stücke.
Du solltest unbedingt Zuverlässig, Engagiert und flexibel sein.
Wenn du Interesse, oder noch Fragen hast, dann sende eine Mail an
[E-Mail-Adresse entfernt], oder ruf an Tel. 0172 / 256 72 06


http://www.schavu.com
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Antwort#2
Ihr solltet aber fairnesshalber direkt dabei sagen, dass ihr so gut wie nichts zahlen könnt.
Ich zitiere euch mal selber (PA-Forum)
Zitat an:
erstmal vielen Dank für die zahlreichen Rückmeldungen per Email. Ich muss einen wichtigen Punkt ergänzen. Da wir eine recht neue Band sind, ist das mit der scheinbar üblichen Entlohnung bei uns leider 'noch' nicht so drin. Dennoch brauchen wir einen tollen Techniker, der uns einen guten Sound auf die Anlage zaubert, zuverlässig ist und Lust hat, mit der Band zusammen nach vorne zu blicken. Es wäre vielleicht garnicht schlecht, wenn er seine Brötchen anfangs noch bei einem festen Arbeitgeber verdient.
Zitat aus.
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Antwort#3
... aber fairnesshalber direkt dabei sagen ...
Hast Du bei dieser Art der Mitarbeitersuche in diversen Internetforen gar etwas anderes erwartet?
Allenfalls einem jungen Menschen hätte ich so viel Naivität zugetraut. ;-)
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Antwort#4
...
Die Band hätte eine geschicktere Suchanzeige aufgeben sollen:
"Karnevalsband sucht Tontechniker, um gemeinsam groß zu werden." (oder so ähnlich)
Das kann für einen "Einsteiger" eine große Chance sein, um über diese Band hinaus "ins Geschäft zu kommen". Eine gute Karnevalsband, die Säle unterhalten kann, verdient zumindest ihre Butter auf's Brot. Und in Köln dauert die Session garantiert ein halbes Jahr.
In meinem Bekanntenkreis findet sich genau so jemand, der mit einer inzwischen schon lange bekannten Band für "Kölner Mundart" startete und heute als Freier Beschallungen in Kölns größtem Konzerthaus fährt. Sicherlich kein Einzelfall.
Und dabei ist die Karnevlistenszene auch nicht so unüberschaubar, daß man durch gute Leistung nicht rasch bekannt werden könnte.
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Antwort#5
Dann muß man es aber sehr schnell aufwärts schaffen.
Nach eine Session Karneval kann man sich ja nur erschießen.
Jetzt stell dir mal vor immer die selben sieben Lieder jeden abend und im Februar wohlmöglich das ganze so 5 - 7 mal am Tage ?????
Nene danke, soviel kann man dabei garnicht verdienen.
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Antwort#6
300? am Abend.
Aber das wollt Ihr nicht zahlen, stimmts?
Wenn doch, kenne ich einen guten Mann in eurer Nähe.
Tontechnik ist ein verantwortungsvoller und schwieriger Beruf, der ein breit gefächertes Spektrum an Fähigkeiten erfordert.
Leider viel zu oft nicht der Leistung entsprechend bezahlt.


Tonabteilung.de
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Antwort#7
""300? am Abend.
Aber das wollt Ihr nicht zahlen, stimmts?""
Nein, 300 EUR will niemand zahlen - das ist schlicht zuviel - es sei denn für reden hier
von Acts aus der Bundesliga.
Im Endeffekt muß sich diese Summe auch an den Gagen einer Band widerspiegeln.
Zu erwarten, das jemand das für fast umsonst macht aber trotzdem quasi professionel ist genauso daneben.
Faktoren für eine Abendpauschale sind zudem das Auftragsvolumen und der effektive Zeitaufwand. Ich selbst betreue Bands zwischen 130 - 250 EUR / Job netto.
Das ist nicht direkt schlecht verglichen mit dem *durchschnittlichen* Verdienst für 10 Stunden Streß (evt. incl. Auf/Abbau/Trucking) für eine Veranstaltungsfima - 180 EUR.
Gruß,
Christopher
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Antwort#8
tut mir leid, dann sind bei euch die Preise kaputt.
250 - 300 Euro /Tag und ich rede dann auch von max.ca 10 Stunden sind durchaus normal.
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Antwort#9
hmm,
das kommt sicher immer auf die band drauf an. für so ne kirmesveranstaltung oder wenn es eine einmalige sache ist würde ich, wenn ichs zeilich einrichten könnte auch nur für kostenlose verpflegung, bier essen etc machen.
ich denke 300 euro sind da zu viel für so ne veranstaltung. eine mittelmässige dorfkapelle kriegt pro stunde nur ca 150 euro an gage. bei 3 stunden im festzelt spielen sind das gerade mal 450 euro. und die musiker machen das alles aus hobby.
eine profi blaskapelle kriegt vielleicht auf die stunde zwischen 1000 und 4000 euro an gage. das muss man immer sehen. und nach den kriterien sollte man auch immer dem tontechniker dementsprechend mehr oder weniger bezahlen.


http://www.alexander-ness.de
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Antwort#10
200-300? sollte man schon für einen professionellen Toni berappen. Denn schließlich ist dieser Maßgeblich dafür verantwortlich wie eine Band beim Publikum ankommt.
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Antwort#11
200 ? find ich auch die Untergrenze. Wenn man mal sieht, dass das bei 10 Std. 20/Stunde macht, ist das nicht viel.
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Antwort#12
ZITAT:
ich denke 300 euro sind da zu viel für so ne veranstaltung. eine mittelmässige dorfkapelle kriegt pro stunde nur ca 150 euro an gage. bei 3 stunden im festzelt spielen sind das gerade mal 450 euro. und die musiker machen das alles aus hobby.
ZITAT ENDE
genau das ist das Prroblem, deshalb sind die Preise kaputt. Schön wenn die Musiker und sehr viele Techniker das als Hobby machen.
Ich aber nicht, ich mache das Hauptberuflich und lebe davon.
Deshalb gehen bei mir auch die Nackenhaare hoch wenn ich dann hier lese: ich mache das auch für Freibier etc.
Weil jeder meint er könne aus Spass an der Freude mal an Pult rumdrehen, bekommen die, die damit Geld verdienen ihren Tagesatz nicht.
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Antwort#13
@DasIch.
DasIch schrieb:
"... genau das ist das Prroblem, deshalb sind die Preise kaputt. Schön wenn die Musiker und sehr viele Techniker das als Hobby machen."
Warum den Leuten nicht den Spaß gönnen?
Möchtest Du jetzt, das die Bäckerinnungen den Hausfrauen verbieten selbst Kuchen zu backen?
Könnte ja sein, das der Kuchen eventuell besser schmeckt als beim Profi.
DasIch schrieb:
"Ich aber nicht, ich mache das Hauptberuflich und lebe davon."
Das sei Dir ja auch weiterhin unbenommen.
Aber Profis vermögen es Dienstleistungen zu erbringen die z.B. Großmütterchen nicht anbieten kann. Wie wäre es damit sich darauf zu konzentrieren? Damit ließe sich dann auch ein erhöhter Preis "rechtfertigen" (falls man meint etwas rechtfertigen zu müssen).
DasIch schrieb:
"Deshalb gehen bei mir auch die Nackenhaare hoch wenn ich dann hier lese: ich mache das auch für Freibier etc.
Weil jeder meint er könne aus Spass an der Freude mal an Pult rumdrehen, bekommen die, die damit Geld verdienen ihren Tagesatz nicht."
Wenn sich (Musiker/Mixer) Pärchen finden, dann ist das doch ok. Es gibt nun mal kein staatlich gesichertes Monopol zum mischen von Musik.
Wer mehr will, bezahlt auch gerne etwas mehr. Aber das ist doch den jeweiligen Parteien vorbehalten.
Nun stelle Dir mal vor, es gäbe so etwas wie ein gesichertes "Beratungsprivileg" in der Tontechnik, wie es für Juristen gibt.
Ok, dummes Beispiel, wenn man sich mit Profis unterhält, die davon profitieren würden.
Um wieviel Dollar wäre Microsoft reicher, wenn es keine anderen Betriebssysteme wie z.B. Linux geben würde?
Wer profitiert von der Konkurenzsituation?
Könnten die derzeitigen Tontechniker alle Bedürfnisse auf diesem Gebiet personell befriedigen? Ist es für Tontechniker wirklich erstrebenswert in Dorfgemeintschaftsbierzelten die Blasmusik zu mischen?
Liebe Grüße,
Machiko


Baumkuchentorte
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Antwort#14
Hallo Machiko
Du hast natürlich nicht ganz unrecht. Nur dieser Hausfrau-Konditor-Vergleich lässt sich eben nicht 1:1 auf die Tontechnik übertragen.
Nein, es ist nicht erstrebenswert die Dorfblaskombo in einem verrauchten viel zu lauten Bierzelt zu mischen.
Aber leider muß man solche Sachen zwischendurch auch annehmen.
Ich will auch niemandem verbieten das als Hobby zu machen und weiterhin hast du natürlich recht, ich habe meine Nieschen und da drängt auch kein Hobby-Knopf-dreher so leicht rein.
Aber um auf deinen Vergleich zurück zu kommen.
Stell dich doch mal mit deinem selbstgemachten leckeren Baumkuchen vor die nächste Bäckerei und verkauf den da für 15 Cent, das Stück.
Mal sehen wie lange es dauert bis der Bäcker dir an den Hals springt.
Womit wir wieder bei meinen Nackenhaaren wären....
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Antwort#15
@DasIch.
DasIch schrieb:
"Aber leider muß man solche Sachen zwischendurch auch annehmen."
"Butter und Brot Tätigkeiten", wie es ein uns bekannter Anwalt sagen würde.
Ich kann Deine Besorgnis nachvollziehen. ;-)
DasIch schrieb:
"Ich will auch niemandem verbieten das als Hobby zu machen und weiterhin hast du natürlich recht, ich habe meine Nieschen und da drängt auch kein Hobby-Knopf-dreher so leicht rein."
;-)
DasIch schrieb:
"Aber um auf deinen Vergleich zurück zu kommen.
Stell dich doch mal mit deinem selbstgemachten leckeren Baumkuchen vor die nächste Bäckerei und verkauf den da für 15 Cent, das Stück.
Mal sehen wie lange es dauert bis der Bäcker dir an den Hals springt.
Womit wir wieder bei meinen Nackenhaaren wären.... "
Ich würde diese Baumkuchentorte nur für Freunde und Familienangehörige backen. Für diese Torte stehe ich 3 Stunden in der Küche. (Baumkuchen ist sehr arbeitsintensiv, weil jede Schicht einzeln gebacken werden muß (pro Schicht ca. 2-3 min. dies gilt dann für ca. 21-30 Schichten).)
Und an die Preise für die hochwertigen Zutaten mag ich gar nicht denken. Die Torte wäre auf jedem Fall (Materialbedingt) sehr viel teurer als die übliche Sahnetorte. :ö)
Und müssen sich Tontechniker wirklich alles antun?
Wenn ich bedenke, was ich für dieses Hobby an Geld ausgegeben habe um bei Wind und Wetter solche Aufnahmen machen zu können (siehe Link), dann könnte ich an meinem Verstand zweifeln ...
... aber wie soll ich sonnst zu passenden Geräuschen für ein Hörspiel kommen? ;-)
Herzliche Grüße,
Machiko


Straßenmusiker können so grausam sein ...
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Antwort#16
Hallo forum,
ich verfolge interessiert Eure Unterhaltung und möchte hinzufügen, dass ein Techniker mit Gewerbeschein jedes Jahr eine Grundumlage entrichten muss, damit er seine Tätigkeit ausüben darf, wenn er Rechnungen ausstellen will. Ausserdem werden von den ? 200-300 noch ein paar Prozentchen (manchmal auch ein Paar mehr) vom Finanzamt abgezogen. Und wie schon erwähnt wurde, muss man eh immer 10-12 Std. herhalten, dann bleiben einem manchmal nur ?17 pro Std. übrig. Wenn ich da an einen Handwerker denke, was der so alles berechnet für eine Stunde, dann wäre ich jetzt schon...
Frohes Schaffen noch
Dieter
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Antwort#17
""200 ? find ich auch die Untergrenze. Wenn man mal sieht, dass das bei 10 Std. 20/Stunde macht, ist das nicht viel.""
Nicht viel wenn es wirklich 10 Stunden sind - aber immer noch genug.
Viel allerdings, wenn man bedenkt das ein Band-Techniker vieleicht nur 3-4 Stunden wirklich arbeitet. Das wären dann mind. 50 EUR /h. Soviel verdient jedenfalls kein angestellter Handwerker netto. Vor vier Jahren waren 50 EUR noch 100 Mark - das ist zwar vorbei, aber warum heute alles 1:1 rechnen? Wer soll das überhaupt bezahlen? Ende der 90er waren 300 MARK ein guter Durchschnitts-Tagessatz...
Ein Wunder das immer mehr üble Ton-Hivis/Praktikanten zum Einsatz kommen wenn wir Profis uns nicht am Markt orientieren?
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Antwort#18
moin!
"Viel allerdings, wenn man bedenkt das ein Band-Techniker vieleicht nur 3-4 Stunden wirklich arbeitet"
ähm, aja ich war gestern öffentlich fussball schauen, die polizisten die dort waren arbeiteten die ganze zeit nicht, die standen nur rumm. die werden auch bezahlt.
wenn du mir erklärst wie der bandtechniker in der zeit zwischen aufbau und konzert effektiv geld verdienen kann lass ich dein argument gelten, ansonsten nicht.
foh mit bockwurststand?
es gibt massenweise berufe in denen die leute effektiv lange strecken nicht arbeiten.
im einzelhandel, nachtwächter, ect. bezahlt werden sie, zurecht, trotzdem.
sinngemäßes zitat aus einem terry pratchet roman:
"ank morpork hat keine feuerwehr, man stelle sich vor was passiert wenn man leute fürs feuerlöschen bezahlt, irrsinn"
grüße
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Antwort#19
Was gibt es da zu erklären?
~1h SC (optional)
~1h Warten/Essen/Trinken/Soziales (optional)
~2h Show
= 4 Stunden a 50 EUR, Kofferjob, Anreise sep. bezahlt,
mehr als etliche Musiker BTW...
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Antwort#20
die polizisten die dort waren arbeiteten die ganze zeit nicht,
die standen nur rumm. die werden auch bezahlt.
Um darauf zu warten, sich für ein lächerliches Grundgehalt die Köpfe einschlagen zu lassen. Wenn dies nicht passiert, dann ist außer Spesen für den Steuerzahler nichts gewesen; wenn einem Polizisten das Gehirn zu Matsch geschlagen wird, freut sich der FOH-Mischer, daß die Wahrscheinlichkeit, seine Birne für 50 ?/Std heil nach Hause zu bringen, wesentlich größer ist ...
Apropos:
Wenn jedes Wochenende mit 2 Jobs a 300 ? gebucht ist, hat man schon mehr in der Tasche als viele andere Arbeitnehmer, die dafür 170 Stunden im Monat arbeiten müssen.
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