""Wenn jedes Wochenende mit 2 Jobs a 300 ? gebucht ist, hat man schon mehr in der Tasche als viele andere Arbeitnehmer, die dafür 170 Stunden im Monat arbeiten müssen."" So ist es. Das wären im Monat 2400 EUR. Richtig angepackt sogar fast steuerfrei, und das vollkommen legal. Aber jammern ist ja "in", vor allen bei denen die mehr als genug haben...
ZITAT: So ist es. Das wären im Monat 2400 EUR. Richtig angepackt sogar fast steuerfrei ZITAT AUS Wie das fast Steuerfrei???? Ihr habt alle keine Kranken und Rentenversicherung etc. oder wie sehe ich das? Was bitteschön sind denn als Selbstständiger ohne zugesicherte Einnahmequelle 2400 ? Brutto im Monat? Für jemanden der das Nebenbei macht scheint das viel zu sein, aber wenn du ausschließlich davon Lebst ist das doch nix. Brecht euch doch mal in so einer Situation einen Arm oder denkt mal ein zwei Wochen Urlaub im Jahr. Oder mal ein gebuchtes Wochenende was dann komplett in Wasser fällt. Oder Termine um Weihnachten rum, wo nix passiert. Genau so sieht es doch aus. Die Preise werden von den Leuten kaputt gemacht, die auf das Geld verzichten können. Sprich von denen die das Nebenbei machen und einen festen Job haben. Die können sagen ich mache das für Freibier oder einen Hunni. Wohlmöglich dann noch komplett schwarz. Ja diese Rechnung ist dann ganz toll, wenn man sagt das sind dann 2400 ? im Monat.
Ich verdiene keine 2400 EUR im Monat sondern im Jahresdurchschnitt eher die Hälfte. Ich mache das Hauptberuflich und habe keine andere Einnahmequelle. Entscheident ist doch, wieviel Jobs man im Monat überhaupt macht. Das Beispiel 8 Jobs im Monat ist doch eher ein Minimum, normal eher in der "sauren Gurken Zeit". Ich kann es mir erlauben eher weniger zu arbeiten und mich meinen künstlerischen Dingen zuzuwenden weil ich keine hohen Unkosten habe (und daher zahle ich auch keine Einkommensteuer...). Deinen Groll auf die Hobbyisten und Dumper kann ich selbstverständlich nachvollziehen - nur hat sich unsere Szene in den letzten Jahren doch sehr professionalisiert: Es werden bewußt gute & teure Techniker gebucht weil es sich letztlich auszahlt. Im Amateur/Semipro-Band Bereich ist das aber was deutlich anderes. Bands können nicht einen Drittel ihrer Gage nur für den Techniker bezahlen. Daher sind 300 EUR für viele auch professionelle Acts ein unhaltbarer Betrag. Klar, für eine vierköpfige Gala-Band ist das Portokasse, daher sage ich ja: Flexibel bleiben. Niemand mit Erfahrung wird sich für 100 EUR anbieten. Dann bleib ich lieber zuhause; was anderes ist es freilich, eine befreundete Band gleich nebenan mal eben "abzumischen". Es soll Bands gben, die spielen in kleinen Clubs vor 30 Zahlenden auf Eintritt ohne Catering - da soll *ich* mehr als 150 EUR verlangen? Für eine ordentlich gebuchte Karnevalskapelle (ich kenne die Szene ein bißchen) sind 300 EUR pro Gig auch kein Problem, ABER: Da kümmert niemanden der "Sound". Wozu dann also viel investieren, hauptsache laut und danach schön teuer in Urlaub fahren...
Moin... "Du hast natürlich nicht ganz unrecht. Nur dieser Hausfrau-Konditor-Vergleich lässt sich eben nicht 1:1 auf die Tontechnik übertragen." Dann nimm eben den naheliegenderen Vergleich "Profi-/Amateurmusiker". Dort kommt auch kein Mensch(!) auf die Idee, die Bands aus der Vorstadt, die für ein paar hundert Dollar maximal in Kneipen spielen, würden der Profiliga (Madonna und Co.) die Arbeit wegnehmen oder die Preise kaputtmachen. Was für ein Unfug. Für Bands, die ihre Gage im knapp dreistelligen Bereich bekommen, stellt sich einfach die Frage nicht, ob sie einen Profi für dessen Tagessätze engangieren. Die brauchen einfach jemanden, der Tontechnik auf einem technischen und preislichen Niveau betreibt wie sie selbst und damit hat es sich. Ich wünschte mir, es gäbe mehr "Tontechniker", die sich selbst in dieser Liga so sehen wie ich sie sehe: nicht als Dienstleister, sondern als "N+1"-tes Bandmitglied. Als Künstler, der notgedrungen nicht auf der Bühne, sondern im Saal steht und einfach seinen Anteil der Gage bekommt. Würde das in der Profiliga auch so gehandhabt, würde hier auch keiner jammern: Wenn bei Robbie Williams 8 Leute auf der Bühne stehen und der Ton- und Lichtmischer ebenso wie die Künstler jeweils ein 10tel der Gage bekämen - da würde keiner nein sagen, was? Wenn du persönlich ein anderes Selbstverständnis von deinem Beruf hast UND bereits entschieden hast, davon leben zu wollen und es nicht nur als Hobby zu betreiben, dann ist klar, dass DU solche Jobs nicht annimmst (ebensowenig wie ein Berufsmusiker in einer solchen Kapelle Gitarre oder Schlagzeug spielen würde). Aber lass doch bitte anderen die Freiheit, das zu tun was sie möchten... Jens
Moin.. "Genau so sieht es doch aus. Die Preise werden von den Leuten kaputt gemacht, die auf das Geld verzichten können. Sprich von denen die das Nebenbei machen und einen festen Job haben." Die Leute machen dir deine Preise nicht kaputt... Wenn eine Band (und das kenne cih selbst nur zu gut) jemanden sucht, der sie "gagenangemessen" abmischt, dann ist die Alternative, wenn sie den nicht fínden, nicht etwa der Profi zum entsprechend höheren Preis. Sondern dann eben "Schade, müssen wir uns selbst mischen, von der Bühne aus". Kein Hobbymusiker kann und will mehr für den Techniker abdrücken, als die gesamte Band an Gage hereinbekommt. Warum meinst du, bekommen Fussballtrainer in millionenschweren Bundesligaclubs gutes Geld, während die C-Jugend von ehrenamtlichen trainiert wird? Beschwerte sich ein Karajan, dass die Hobbydirigenten des Hintertupfinger Seniorenorchesters seine Preise drückt? nein... Man muss einfach mal die Verhältnisse auf beiden Seiten sehen und dann auf ein passendes Niveua kommen. Dann sind für dich als Profi eben Hobby-Bands die falsche Klientel. Die suchen sich einen Hobby-Mischer mit anderem festen Beruf. Und du musst dann eben den Profis, die mehr bezahlen KÖNNEN, auch die Leistung bieten, dass sie dich dafür gerne bezahlen WOLLEN. Für mich als Musiker wäre es auch angenehmer, einen Vollprofi da sitzen zu haben und mich auf technischer Seite um nichts kümmern zu müssen. Und glaub mir: Wenn unsere Gagen das hergeben würden, dann würde der da auch sitzen - zu angemessenen Konditionen. Der kriegt dann auch gerne mal mehr als seine 300 EUR, wenn wir einen gutbezahlten Gig spielen - Voraussetzung wäre die Bereitschaft, bei kleineren Gagen auch für entsprechend weniger zu arbeiten. Tut er das nicht, bekommt er eben auch dann nur seinen Tagessatz, wenn wir für fiktive 4000 EUR Gage spielen würden. Übrigens: Wenn du absolut und grundsätzlich der Meinung bist, dass Amateure den Profis nicht die Preise "kaputtmachen" dürfen (und das nicht nur "zufällig" bei Tontechnikern so siehst), dann sei bitte konsequent und a) arbeite nicht für Hobby-Bands. Damit unterstützt du indirekt das Preisdumping unter Künstlern. Dort gilt die gleiche Argumentation. b) kaufe nicht auf Kleinkunstmärkten. Dort sitzen in der Regel keine Profis; die handgebatikten Tücher für 5 EUR kosten bei Jobs bei Armani. c) lass bei deinem nächsten Umzug deinen Freunde in Ruhe. Bestell ein Umzugsunternehmen. Selbiges gilt für's Babysitten: Wenn du jemanden brauchst, der auf dein Kind aufpasst: Bestell dir einen studierten Diplompädagogen, der kostet zwar pro Stunde locker 50 EUR, der lässt dein Kind aber abends nicht so lange fernsehen. d) Abonniere keine Zeitung. Die Aushilfskräfte, die morgens Zeitungen austragen, zerstören die Preise in der Kuruierbranche. Alternative: Lass dir morgens die Zeitung vom Kurierdienst deiner Wahl vom Kiosk holen. e) ... Ach, das alles ist "was ganz anderes"? Hmmm. Sehe ich nicht so... Das ist nur dann etwas ganz anderes, wenn man Protektionismus nur für den eigenen Berufsstand fordert.
Beschwerte sich ein Karajan, dass die Hobbydirigenten des Hintertupfinger Seniorenorchesters seine Preise drückt? nein...
Die Deutsche Grammophon hätte lieber die Preise und Vorstellungen des Herrn Karajan drücken sollen - dann wäre das Unternehmen vielleicht überlebensfähig geblieben. Aber wenn Halbgötter und Heilige Kühe glauben, für ein Produktion 6 Wochen Zeit zur Aufnahme und über die gesamte Dauer jeden Mitwirkenden parat haben zu müssen, muß sich jede Plattenfirma an einem solchen Projekt verschlucken - Renomee hin, Kosten her. Die Karajan-Produktionen dürften ihre Kosten nie einspielen ...
tschuldigt das fehlposting zum OT ich warte noch darauf das irgendwann in der gebursurkunde in großen schwarzen lettern steht: "das leben gefärdet die gesundheit" "leben ist tödlich" "leben kann zu gefäßkrankheiten führen" zeit wirds.... EU! hallo! gesetzesinitiative!!! hmmm t-shirt kollektion? grüße