Gefell M950

Erstellt 12 Antworten13 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo,
im aktuellen Mix Magazine steht ein Artikel über GM Mikrofone. Dabei schreiben sie über das Gefell M950:
http://mixonline.com/products/buyersguides/audio_supersize_mic/
"Gefell mitigates this tendency toward increased noise by optically isolating the capsule's amplifier from the 48V phantom power supply, resulting in a stellar self-noise spec of 6 dB"
Heisst das, die arbeiten mit einer optischen Kapsel?


Gefell M950
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Antwort#2
Das M950 hat einen Spannungswandler, der mit photoelektrischen Elementen arbeitet. Was dort wie passiert, ist mir jedoch nicht bekannt und läßt sich der Entwickler nicht entlocken ...
In vielen Kondensatormikrofonen ist ein Spannungswandler integriert, um aus der Phantomspannung (von der im Mikrofon nur ein Teil ankommt) eine höhere Polarisationsspannung (z.B. bei SCHOEPS 60 V) zu erzeugen.
Mit einer optischen Schallwandlung hat das M950 gar nichts zu tun.
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Antwort#3
Das schreibt Microtech Gefell selbst zum M950:
Da ist nichts von einem photoelektrischen Spannungswandler zu lesen.
Die Studiomikrofone M 930, M 940, M 950 vereinen moderne Großmembran-Kapseltechnologie mit neuester Halbleiter-Schaltungstechnik.
Sie sind für professionelle und semiprofessionelle Anwender konzipiert, die höchste Ansprüche an ihr Equipment stellen.
Die Mikrofone sind für den universellen Einsatz in Rundfunk- und Tonstudios sowie aufgrund des günstigen Preises auch im anspruchsvollen Home-Recording-Bereich besonders geeignet.
Mögliche Anwendungen sind: Gesang, Sprecherplätze, Hörspiele und als Stützmikrofon für Aufnahmen von Gitarren, Tasten-, Schlag-, Blas- und Streichinstrumenten.
Die Einsprechrichtung ist senkrecht zur Mikrofonachse. An der Vorderseite sind die Typ-Kennzeichnung und das Richtcharakteristik-symbol angeordnet.
Die verwendeten Kondensator-Mikrofonkapseln - Niere, Superniere oder Breitniere - besitzen einen ausgeglichenen Frequenzgang mit einer leichten Höhenpräsenz von 7 bis 11 kHz und eine hohe Auslöschung für rückwärtigen bzw. seitlichen Schalleinfall.
Das neuartige Schaltungsdesign des Impedanzwandlers ermöglicht aufgrund des erweiterten Aussteuerungsbereiches die detailgetreue Übertragung geringer Schallpegel sowie die verzerrungsfreie Abbildung sehr hoher Schalldrücke.
Die EMV-Festigkeit des M 930, M 940, M 950 liegt deutlich über der herkömmlicher Mikrofone.
Die Mikrofone sind mit einem 3-poligen XLR-Stecker für den Anschluss eines Mikrofonkabels, z. B. C 70, ausgestattet. Die Stromversorgung erfolgt in genormter 48 V-Phantomspeisung nach DIN 45596 und IEC 268-15.
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Antwort#4
Heutzutage weiss man nicht mehr was gemeint ist, denn viele sprechen
von einem ´opto-isolator´ obwohl ein ´opto-koppler´ gemeint ist.
Und das ist gerade der Gegenteil!
Denn: Mit ein Optokoppler ist ein Signal ist nicht optisch isoliert, sondern
galvanisch isoliert; und optisch gekoppelt!
All meine Mikrofone sind optisch isoliert verbunden mit dem Pult ! :-)

Deshalb kann ich mir hier auch nichts dabei vorstellen.

MfG,
Evert
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Antwort#5
... tatsächlich ist ein Spannungswandler integriert, der mit "optischen" Bauelementen arbeitet um die Polarisationsspannung zu erzeugen. Das dies hervorragend gut funktioniert kann man auch schon beim M930 sehen. Mit optischer Kapselabtastung hat das alles (leider? noch?) nichts zu tun.
Swen
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Antwort#6
... tatsächlich ist ein Spannungswandler integriert, der mit "optischen" Bauelementen arbeitet um die Polarisationsspannung zu erzeugen.
Wie geht denn das? Die Polarisationsspannung der Kondnesator-Membran wir doch von der normalen 48 Volt Phantomspannung geliefert.
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Antwort#7
Wie das mit dem optischen U-Wandler gehen soll weiß ich auch nicht, aber es gibt Kondensatormikrofone die die Polarisationsspannung direkt aus den 48 Volt beziehen (z.B. die Neumann-FET80-Serie) und es gibt solche die die 48 Volt nochmals mittels Wandler aufspannen auf meist 60 Volt (z.B. die Schoeps-Colette-Serie, aber auch bei der FET-80 Serie sind ein paar dabei [z.B. das U89]).

Grüße
Rainer
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Antwort#8
... und genau diese Spannungswandler verursachen gerne böse viel HF- Einstreuungen an der Key- Position Kapsel, welche den Störabstand, besser den Selbstgeräuschpegel, dann enorm verschlechtern können. Befilterung hin und her. Und spätestens bei einer umschaltbaren Richtcharakteristik wird es schwer, die Polarisationsspannungen "einfach so" aus der 48 Volt Phantomspeisung zu gewinnen. Viele Wege führen dann bekanntlich nach Rom...
Zur genauen Wirkungsweise der "optischen" Version möchte ich mich hier allerdings ausschweigen ;-).
Swen
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Antwort#9
Moin...
"Wie das mit dem optischen U-Wandler gehen soll weiß ich auch nicht, ..."
Ich weiß auch gar nicht, wie ihr alle darauf kommt... In dem Originalzitat ist die Rede von "optically isolating the capsule's amplifier from the 48V phantom power". Ist zwar unglücklich ausgedrückt, aber ich verstehe darunter schlicht einen Optokoppler, der da zur galvanischen Trennung eingesetzt wird. So gesehen dann eben auch ein Spannungswandler (im Sinne von Impedanzwandler), also für die SIGNALspannung, nicht für die VORspannung der Kapsel.
Wer auch immer damit angefangen hat, da an einen optischen (DC-)Spannungswandler zu denken, möge mal begründen, wo er das her hat...
Jens
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Antwort#10
""HF- Einstreuungen an der Key- Position Kapsel, welche den Störabstand, besser den Selbstgeräuschpegel, dann enorm verschlechtern können.
Das muß keineswegs unbedingt so sein. Das zeigen nämlich die Schoeps-Mikrofone ganz deutlich, daß man hier das Problem beherrscht. Und auch bei den Neumann ist das kein Problem.
""Und spätestens bei einer umschaltbaren Richtcharakteristik wird es schwer, die Polarisationsspannungen "einfach so" aus der 48 Volt Phantomspeisung zu gewinnen. ""

Auch das ist ohne DC/DC-Wandler möglich. Guck Dir dazu mal die Schaltung vom KM 86 oder vom U87 an. Dort ist dies sehr geschickt gelöst.

Grüße
Rainer
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Antwort#11
... höchstpersönlich von einem Entwickler von MicroTech Gefell in einem Gespräch über verschiedene Ansätze zur Erzeugung von Hochspannungen im Bereich von 80 ... 120 V bei nur geringen Nutzströmen ...
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Antwort#12
...Ich hab' ja nicht gesagt das dies unbedingt bei allen so sein muß. Wäre auch schlimm, wenn die Top- Hersteller damit Probleme hätten. Die "einschlägigen" Schaltungen sind ja schon so viele Jahre praxiserprobt, die funktionieren schon. Habe ja selbst einige der besagten Mikros am Start...
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Antwort#13
...na, da würde mich dann aber doch mal brennend interessieren, wie DAS denn wohl gehen soll...
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