ich finde es erstmal toll, dass Ihr Euch um das Problem der
Klavierbänke kümmert und dieses in Eure Überlegungen miteinbezieht.
... klar ist nur, dass die Klavierbank-Beiträge sicherlich
keinen Eingang in mein Kochbuch finden werden.
Du hoffentlich auch.
Die Klavierbank des Hauses zu überprüfen oder eine Klavierbank als Reserve zu organisieren kann die halbe Miete sein. Denn irgendwann knarren sie alle!
Anderenfalls sind alle weiterführenden Überlegungen sinnlos ...
... also doch nicht ...
Bis die erste Aufnahme versaut ist. Dann gehört eine nicht knarzende Klavierbank zu Deiner persönlichen Grundausstattung für Aufnahmen ... >:->
[Offener Flügeldeckel]
Diese Entscheidung zu treffen obliegt letztlich und ausschließlich den Interpreten - es sei denn, Du bis der der Sänger, der dagegen ansingen kann (ob das noch der Sinn von "Lied" ist?) oder gar der Begleiter. Manche Flügel sind unabhängig von der Größe derart laut, daß es für den Solisten eine Zumutung ist. Und ist die Mechanik gar schlecht reguliert, _ist überhaupt kein PIANO möglich_!
(Man denke an den treffenden Titel des auch für Tontechniker lesenswerten Buches von Gerald Moore "Bin ich zu laut?")
Bei den vorhandenen Mikrofonen als Vorschlag meinerseits für eine Ausgangsaufstellung:
Hauptmikrofon:
2 Nieren AB (oder Kugeln) mit ca. 50 cm, 2,5 ... 3 m Höhe, 1 ... 2 m vor Solisten
(Mit 4 ... 6 m dürftest Du schon außerhalb des Hallradius liegen. Es sei denn, Du möchtest die "Haupt"mikrofonanordnung als Diffusschall zur einer Mischung aus den "Stützen" hinzufügen.)
Stützmikrofon Solist:
1 Kugel (oder Niere), Abstand ca. 0,8 ... 1 m, Brustkorbhöhe
Stütze Flügel:
Deckel auf "Kammermusikstellung"
1 Niere auf Resonanzboden bei Baßsaitenaufhängung
1 Niere auf Resonanzboden bei Diskant
=> ausprobieren und ggf. Abstände zueinander und zum Instrument variieren...
Zu einer auf die Hämmer ausgerichteten Stütze habe ich meine Meinung bereits geschrieben.
Alternative bei Aufnahmen ohne Publikum:
Solisten dem Flügel gegenüber stellen, AB-Aufstellung mit von oben herab hängenden und auf den Boden gerichteten Mikrofonen (Kugel oder CMC54) dazwischen und mit den Abständen Instrument/Mikrofon Solist/Mikkrofon experimentieren.
Das KM183 kann mich - ohne Alternativen - weder als Haupt- noch als Stützmikrofon wirklich glücklich machen.