Laaanges Kabel ?

Erstellt 13 Antworten14 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo Läude,
ich muss 2 Mikrofone in etwa 500m Entfernung plazieren.
Nun komme ich gerade an etwa 500, alles zusammen, also etwa
die Hälfte.
Was hält ihr denn davon, dort bei den Mikrofone ein Nagra hin zu stellen,
der dann nur als Verstärker benutzt wird, um dann die Line-Ausgänge über
billiges Telefonkabel zum Pult zu führen?
Es ist ein einmaliges Projekt, also kaufe ich dafür keine 500m Kabel extra.
Die von der Post haben es doch auch so gemacht, um ein Ü-Wagen an den
nächsten Verteiler zu knüpfen. Im Prinzyp ist es doch das Gleiche.
Vielen Dank schonmal.
MfG,
Evert
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Antwort#2
och. wenn die Übertragung trotzdem symmetrisch ist, und die CMR am Eingang gut ist könnte ich mir das schon vorstellen.
Tonmaus
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Antwort#3
Gut und richtig. Du bekommst mit Linepegel über ein verdrilltes Telefonkabel auf diese Länge viel weniger Probleme um nicht zu sagen keine.
Mikrofonpegel über ein noch so gutes Kabel, kann bei 500 m schon böse brummen.
Hab das, nicht mit einer Nagra sondern mit einem kleinen Pult, auch schon über ca. 800 Meter Telefonkabel gemacht.
War kein Problem und ist preiswert. Am Ende wieder eine DI Box dran und gut ist.
Das Kabel sollte verdrillt sein um Einstreuungen zu unterdrücken.
Alternativ schmeiß ich mal zwei Sendestrecken in den Raum
Viel Erfolg
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Antwort#4
Hallo Rainer,
wie ich mich erinnere, stand hier an dieser Stelle heute Nachmittag ein Kommentar, den Du offenbar weggelöscht hast? Naja, dass der Klang umso besser wird, je länger das dazwischengeschaltete Vovox-Kabel ist, hab ich als Witz verstaden. Den fand ich sogar noch originell. Da gibt es blödere Witze, die hier viel weniger hingehören. Oder hast Du ein Interesse daran, dass man in diesem Forum nichts Nachteiliges über diese Kabelfirma sagt? Dann kommuniziere das doch bitte.
Die Eigenschaft so einer Forumsstruktur ist ja, dass Threadzweige, die das Thema nicht weiterbringen, automatisch in einer Sackgasse enden. Also sollte jeder etwas beitragen dürfen, er wird ignoriert, wenn das nicht weiterführt. An Interessantes dagegen knüpfen andere an; so sollte ein gutes Forum funktionieren.
Aber einfach so einen unbedeutenden Kommentar in aller Stille zu entfernen - das finde ich nicht sauber!
Gruss
Stefan
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Antwort#5
Über das Problem "Kabellänge" schreibt Wuttke auch in den Mikrofonaufsätzen (Kapitel 6: "Kleines Kompendium", S. 44 ff.).
Es macht wenig Sinn, einen Vorverstärker auf der Bühne anzubringen, dessen Ausgangsimpendanz höher ist als die der Mikrofone. (Ich kenne die Daten der NAGRA nicht.)
Ein anderer interessanter Beitrag zum Thema "ungeschirmte Signalleitungen" im unten angebenen Link.

PS: Mit 500 Metern Tonleitung könnte ich Dir aushelfen, wenn Du diese in Köln abholen kannst.
---


STAGETEC: Besser ohne Schirm ? neue Erkenntnisse zur Schirmung bei analogen Leit
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Antwort#6
LINK: STAGETEC: Besser ohne Schirm ? neue Erkenntnisse zur Schirmung bei analogen Leitungen
Nachtrag: Beitrag im STAGETEC MAGAZIN no.4, Seite 8, 9:


STAGES 4 - Magazin der StageTEC
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Antwort#7
Hallo Juppy,
leider habe ich die Daten des NAGRA auch nicht so im Kopf.
Aber es sind symmetrische Line-Ausgänge. Und zumindest
niederohmig. Und etwa +6dBu müsste doch ausreichen um
über den evt. Störpegel zu bleiben.
Theoretisch könnte ich über Köln fahren, ist aber ein paar
hundert km umweg. Der Hinweg wäre dann noch früh abends,
der Rückweg jedenfalls mitten in der Nacht ;-)
Aber vielen Dank für das Angebot.
(Route: Groningen - Calais (London)
MfG,
Evert
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Antwort#8
genau! SYMMETRIE ist bei solchen Sachen das A und O. Dann kann man auch ohne Schirm auskommen.

Grüße
Rainer
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Antwort#9
Dass mein Kommentar weggelöscht wurde, fand ich weniger witzig.
Hier die Entschuldigung:
Mit einem Vovox-Kabel wird der Klang nicht besser. OK?
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Antwort#10
"Es macht wenig Sinn, einen Vorverstärker auf der Bühne anzubringen, dessen Ausgangsimpendanz höher ist als die der Mikrofone."
Echt? Auch nicht dann, wenn der 1000 mal so viel Spannung von sich gibt?
Das ist natürlich Blödsinn. Die eingestreute Störspannung pro Meter und die Kapazitativen Verluste pro Meter Kabel, sowie die CMR am Eingang nach dem langen Kabel seinen konstant. Es macht dann sehr wohl einen Unterschied, wo man auf Linepegel verstärkt. Wenn das vor der Einstreuung ist, wird die Störspannung um die fehlendde anschließende Verstärkung geringer sein, genauso wie die kapazitiven Verluste. Die Unterschiede in der Ausgangsimpendanz fallen wesentlich weniger ins Gewicht.
Grüße,
Tonmaus
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Antwort#11
Hallo Tonmaus,

Du schreibst hier: ""Wenn das vor der Einstreuung ist, wird die Störspannung um die fehlendde anschließende Verstärkung geringer sein,
soweit noch korrekt.
""genauso wie die kapazitiven Verluste. Die Unterschiede in der Ausgangsimpendanz fallen wesentlich weniger ins Gewicht""
Das ist ebenfalls Blödsinn. Entweder gilt die Physik, oder Du hast keine Ahnung!
Das lange Kabel mit seiner Kapazität bildet mit dem Quellwiderstand der Spannungsquelle einen Tiefpaß. Dabei ist es gleichgültig ob die Spannungsquelle ein niederpegeliges Mikrofon mit der Impedanz Z oder ein hochpegeliger Verstärkerausgang mit der gleichen Impedanz Z ist. Die dB-wertigen Verluste sind gleich!

MfG
Rainer
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Antwort#12
Wie man so schön auf Englisch sagt: "I stand corrected." Denkfehler meinerseits.
'Tschuldigung. War Quatsch.
Der Artikel von Stagetech vertritt übrigens die Meinung, dass die Ausgangsimpedanz möglichst niedrig sein soll, damit "punktuelle Einstreuungen" möglichst gut auf beide Adern gekoppelt werden. Ob er damit meint, dass RA:RE möglichst klein sein soll, oder ob der Wert absolut klein sein soll, das bleibt unklar.
Ich denke eher letzeres. Jedoch variiert der Wert von Mikrofonen auch um den Faktor 10, wo es dann schon wurscht ist, ob ich noch mal den Faktor 5 drauf setze, wenn gleichzeitig die Verstärkung mit dem Faktor 1000 drin ist, und auch noch der absolute Spannungsunterschied zwischen Nutzsignal und Einstreuung ja größer ist, wenn Linepegel über den Draht geht.
Grüße,
Tonmaus
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Antwort#13
Eine kleine Anmerkung: Bei den Impedanzen von Schnittstellen ist es empfehlenswert, die Buchstaben Ri für Innenwiderstand = Ausgangswiderstand und Ra für Außenwiderstand = Eingangswiderstand zu verwenden.
Ob er damit meint, dass RA:RE möglichst klein sein soll, oder ob der Wert absolut klein sein soll, das bleibt unklar.
Hier ist RA als Ausgangswiderstand der Innenwiderstand; aber Ra ist üblicherweise der Abschlusswiderstand als Eingangswiderstand. Ausgangswiderstand kann aber nicht gleichzeitig Einganswiderstand sein.
Dann kann man sagen, dass Ri klein sein sollte oder in diesem Falle eindeutiger Ri:Ra soll möglichst klein sein. Siehe dazu im Link die klare Abbildung zur "Schnittstelle", dem Aufeinandertreffen von einem Geräte-Ausgang und einem Geräte-Eingang.


Anmerkung zu den Impedanzen Ri = Ausgangswiderstand und Ra = Eingangswiderstand
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Antwort#14
Hallo,
Ich denke, dass der Stagetech Artikel hier aber tatsächlich auf die absoluten Werte von Ri abhebt. Es geht nicht um Spannungsanpassung, sondern um die "punktuelle Einstreuung" auf eine der beiden Adern und die Behauptung, dass ein geringer Ri dafür sorge, dass eine Gleichkopplung auf die andere Ader stattfindet. Irgendwie verstehe ich das als Spannungsabfall der Störspannung über Ri, und dieser Spannungsabfall ist dann eine Gegentaktkomponente, die am symmetrischen Eingang nicht mehr unterdrückt werden kann, sondern einkoppelt. Macht irgendwie Sinn, ganz habe ich es aber nicht verstanden. Es wird wohl auch als induktive und kapazitive Einstreuung leicht anders sein, und bei Trafosymmtrischen Ausgängen anders als bei OPAmps, oder?
Grüße,
Tonmaus
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