Der Kabelbeweis

Erstellt 50 Antworten51 Beiträge
Startbeitrag#1
Sorry für den reißerischen Titel, ich wußte nur, dass bei der Überschrift wirklich ALLE hier reinschauen ;)
Ich lese hier immer wieder kritische, leider häufig aber sarkastische bis lächerliche Bemerkungen zu - vor allem - Vovox Kabeln, aber auch anderen "teureren" Kabeln gegenüber "normalen" Kabeln. Vor allem der Artikel im Studio Magazin scheint da damals einiges aufgewühlt zu haben, was sich bis heute noch nicht gelegt hat.
Zugegeben war dieser Artikel alles andere als Wissenschaftlich und sehr emotional. Das steht aber drin, man kann es also kaum vorwerfen. Aber ich möchte da garnicht weiter in die Tiefe gehen. Alter Hut.
Viel interessanter und warum ich diesen Thread starte ist:
-Wie würde für euch denn ein objektiver Test aussehen?
-Was würdet ihr als Quelle nehmen?
-Welche Testsituation würde sich anbieten?
Es geht mir um folgendes: Auch ich bin ein sehr kritischer Mensch, was diese ganze Kabelphilosphie angeht. Aber ich kann nicht akzeptieren, dass viele das Thema einfach abtuen, obwohl viele Andere davon sehr überzeugt sind. Der einzige Weg für mich: ich würde es gern überprüfen und mir ein eigenes Urteil bilden.
Da ich mir dadurch eine Meinung bilde, die ich dann auch vertrete, möchte ich möglichst so an die Aufgabe rangehen, dass man mir hinterher keine Fehler bei der Urteilsbildung vorwerfe kann.
Also nochmal: Wie finde ich heraus ob was dran ist?
Ich weiß noch nicht wie die ganze Sache vonstatten geht. Sollte tatsächlich hinterher die Möglichkeit bestehen Files ins Netz zu stellen die Aussagekraft haben, dann werde ich versuchen dies zu tun.
Her mit euren Ideen!
Herzliche Grüße und Dank!
Friedemann Kootz
PS. Disclaimer: Ich bin in diesem Forum als Privatperson unterwegs. Ich habe weder Verbindungen zu einem Kabelhersteller, noch hat dieses Vorhaben meinerseits in irgendeiner Weise etwas mit meinen Aktivitäten im Studio Presse Verlag zu tun.
Ich spiele hier mit offenen Karten, denn ich versuche einfach nur etwas persönliche Objektivität in diese für mich viel zu emotionale Diskussion zu bringen.



http://www.friedemannkootz.de
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Antwort#2
Wie man herausfindet ob da was dran ist:
Man sehe sich ganz einfach mal die Grundlagen der Elektrotechnik und der Nachrichtenübertragungstechnik an, dann wird man sehr schnell darüber klar, daß diese ganzen Kabeldiskussion in den einschlägigen Hifi-Glanblätter kompletter Blödsinn ist.
Nur mal ganz einfach die Leitungstheorie verstehen lernen, sowie die Gesetze der Anpassung, dann kann man damit jeden Humbug widerlegen.
Da braucht man gar keine aufwendigen Versuchsaufbauten zu machen.

Grüße
Rainer
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Antwort#3
Das ist wie bei der Religion und dem Glauben an Gott, Heiliger Geist, Jesus, Mohamed, Maria ...
... und dann kommt die ungeduldige Frage von Friedemann nach dem Beweis:
"Also nochmal: Wie finde ich heraus ob was dran ist?"
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Antwort#4
Ich war dumm zu glauben, jemand in diesem Forum würde mal über seinen eigenen Schatten springen.
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Antwort#5
Schade, grade von dir hatte ich kreative Vorschläge und tolle Ideen erwartet und erhofft.
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Antwort#6
... hat Physik (hier Elektrotechnik/Nachrichtentechnik) etwas mit Glauben zu tun?


Wikipedia Wellenwiderstand
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Antwort#7
Unter "Kreativität" verstehen Ingenieure aber nicht den Versuch zu behaupten, dass physikalische Prinzipien übergangen werden können, sondern die Problemlösung innerhalb dieser Regeln und deren geschickte Ausnutzung. Wer versucht hierfür Unterstützung zu finden, ist hier falsch.
Tonmaus.
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Antwort#8
Dann bin ich hier wohl falsch.
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Antwort#9
Die Antwort auf Deine Frage bedarf keiner besonderen Kreativität, weil sie sich durch vielfältig dokumentiertes und kreativ bewiesenes Fachwissen erstellen läßt. Warum alles nochmal machen?
Es ist mir zwar peinlich, aber ich habe noch aus früheren Hifi Tagen einige versilberte Kabel an meiner Anlage hängen. Einen Unterschied zu denen, die man bei jedem Aldi-DVD-Player dazubekommt, habe ich noch nie gehört.
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Antwort#10
Mach doch einfach doppelblinde Hörtests mit verschiedenen Kabeln und möglichst vielen dafür geeigneten (also nicht ganz tauben *g*) Probanden und werte dann die Ergebnisse statistisch aus. Was dabei herauskommen wird kann dir hier zwar jeder schon vorher sagen, aber wenn du Lust hast deine Zeit zu verschwenden hindert dich sicher niemand daran. ;-)
Groß
Andi
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Antwort#11
Oder zum Beispiel der "48 kHz vs. 96kHz Beweis" ...wenn man es so nennen will:
http://www.hfm-detmold.de/eti/projekte/diplomarbeiten/1998/seite1.html
Das ist zwar schon acht Jahre alt, aber diese Arbeit eignet sich gut, um mal so eine Vergleichstestmethode aufzuzeigen. Meintest du das?
Hier sagt man nur "Kabel" und man hört das ganze Forum schreien. Das finde ich sehr lustig. :)





ETI Detmold (mit Link zu Projekten und Diplomarbeiten)
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Antwort#12
Hallo,
man muß differenzieren, ob das Kabel mit Meßgerät überprüft wird - also mit Gleichspannung - oder ob man es mit einem Musiksignal belastet.
Leider gibt es kein Meßverfahren, welches die Eignung eines Kabels bei Verwendung eines Gemisches der verschiedensten Schwingungseinheiten überprüft.
Die Meßtechnik - und hiermit die Technikgläugibkeit - ist ein Faktor.
Was meine Ohren hören, ein anderer.
Und ich selbst kann von mir behaupten:
Der Unterschied zwischen normalen Kupfer und OFC-Kupfer ist eindeutig hörbar.
Vielleicht hat nicht jeder so gute Ohren wie ich. Doch dann sollte man nicht behaupten, daß es keinen Unterschied gibt.
Gruß
Siegfried


http://www.zynzek.de
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Antwort#13
Ah, kannte ich noch nich! Danke!
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Antwort#14
Wie gesagt bisher habe ich noch keine Vergleiche unternommen. Ich bin aber gespannt drauf und sammle mal weiter was hier noch kommt. Ich finde es halt schade, dass man scheinbar sofort gebranntmarkt wird, obwohl ich noch nichtmal eine Meinung geäußert habe. Da wird einerseits gefordert von der lehrbuchmeinung auf den eigenen Weg abzurücken und andererseits wird man ausgelacht, wenn man nur drüber nachdenkt Versuche in eine solche Richtung zu machen. Das ist schade.
Wie gesagt: Ich bin gespannt was ich feststelle.
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Antwort#15
Das Einzige was dir hier weiterhilft, ist eine sauber aufgesetzte Doppel-Blind Studie mit einem entsprechend grossen N an Probanden, die alle über Hörerfahrung verfügen sollten.
Aber Vorsicht, ich hatte mal für einen eigenen Vergleichstest einige Freunde meiner Tochter (alles Musikstudenten mit Gehörausbildung) eingeladen und war dann masslos enttäuscht, dass die jede falsche Intonation, jeden falschen Bogenstrich und alles Mögliche gehört haben. Aber von dem was ich wissen wollte war nur tote Hose (wahrscheinlich hat das auch keinen interessiert).
Trotzdem ein anspruchsvolles Ziel. Viel Glück damit.
Gruss
Gerhard
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Antwort#17
Siegfried: "Und ich selbst kann von mir behaupten: Der Unterschied zwischen normalen Kupfer und OFC-Kupfer ist eindeutig hörbar."
Einen Unterschied höre ich auch zwischen verschiedenen Kabeln, wenn ich ihn unbedingt hören will. Ob ich das "Kabel" höre, weiß ich nicht.
Eine weitere Frage, welche Hör-Version ich denn bei dem höchst geringen Unterschied unbedingt bevorzuge und auch haben will, ist eine völlig andere Sache und ist häufig nicht eindeutig entscheidbar.
So glaubt man angeblich zwischen der Sampling-Frequenz 96 kHz und 48 kHz einen kleinen Klangunterschied zu hören. Bei der Frage welche Version denn die "richtige" oder "bessere" wäre fällt die Wahl dann vielleicht auf die 48 kHz-Version. Oh - Schreck!
So habe ich beim Vergleich einer DVD-A mit Wasserzeichen und ohne Wasserzeichen schon einen minimalen Unterschied (Räumlichkeit, Tiefenstaffelung) gehört und bei der Entscheidung, welche DVD-A ich denn gerne haben möchte, habe ich blind die mit Wasserzeichen ausgesucht, die ich ja nicht haben wollte. Das ist schon ärgerlich.
Damit wird das Problem aufgezeigt. Man wählt im Blindtest nicht das, was man soll oder will.
So läuft das auch bei Kabeln. Was immer man da glaubt zu hören, ist zweifelhaft.
Einen Unterschied zu hören ist keine Kunst. Manchmal ist es auch Einbildung, dabei ist man sich so sicher.
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Antwort#18
... in Elektrotechnik mit Schwerpunkt Nachrichtentechnik wird das nichts werden, weil Dir die Grundkenntnisse zum Beurteilen der Meßergebnisse fehlen werden ...
... und weil Du schlichtweg nicht in der Lage bist einen entsprechenden aussagefähigen Versuchsaufbau mit dazugehörigen Modell aufzustellen.
Hast Du Dich mal ansatzweise bemüht die physikalischen und schaltungstechnischen Vorraussetzungen zu verstehen?
Das sieht nach einem komplexen Thema aus.
;-)

Liebe Grüße,
Machiko
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Antwort#19
ja, ich weiß über die physikalischen Grundlagen bescheid.
Es geht mir auch nicht darum der Welt zu erklären wieso weshalb warum, sondern darum für mich zu hören ob ein Kabel besser "klingt" als ein anderes. Dazu muß ich nicht studieren. Ich habe gute Ohren.
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Antwort#20
Ersteinmal werden komplexe Messungen (mit komplex meine ich x+iy im elektrotechnischen Sinne und nicht Kompliziertheit im umgangsprachlichen Sinne) niemals mit Gleichspannung gemacht, geht auch gar nicht. Und 2. sagt die Theorie der Elektrodynamik etwas von dem sogenannten "Superpositionsprinzip" welches im Vakuum, in der Luft und in Festkörpern, also auch Kabel, gilt. Somit hätten wir die Brücke von einem harmonischen Wechselstromsinus zu komplexen Schwingungen gebaut. Und Du sagst jetzt, komplexe Schwingungsvorgänge sind messtechnisch nicht zu erfassen? Ich sage, deine Aussage ist unbegründet und nicht plausibel.
Wenn Du trotzdem behauptest, Du hörst einen Qualitätunterschied, dann bewegen wir uns auf dem Level der Elektrosmogdisskussion bzw. sog. "Elektrosensibilität" und es macht keine Sinn mehr, sich weiter zu unterhalten.
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