Reussenzehn und Vermona

Erstellt 21 Antworten22 Beiträge
Startbeitrag#1
Kennt jemand den Mic-1 (bzw den Mic mic) von reussenzehn? Oder den TMA 2 von Vermona?
Beides sind reinrassige Mic-Vollröhrenpreamps.
Sie sind bezahlbar, was mich etwas skeptisch stimmt (zwischen 400 und 600 Euro), allerdings sind es keine Strips.
Kennt jemand die Geräte, lohnt es sich, die genauer anzuschauen, oder ist es die Kategorie Geräte, die man irgendwann wieder verkauft (wie z.B. ART Dual MP oder so)?
Dankeschön für viele Antworten!
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Antwort#2
Auch hier fehlt wieder die Angabe, wozu das Teil verwendet werden soll: Feine klassische Musik oder geile Effektmusik.
http://www1.keyboards.de/magazine/m0904/409080wp.html
Hier kann man doch lesen, wohin der esoterische Hase läuft:
Reußenzehn Mic 1 - Röhren-Vorverstärker. Je weiter die Digitalisierung des Recording-Bereichs zunimmt, umso lauter wird der Ruf nach Prozessoren in der Signalkette, die das zu digitalisierende Signal vor dem Gang in den Rechner oder Harddisk-Rekorder mit "analoger" Wärme aufpäppeln sollen. Ziel dieser Übung ist, möglichst viel "Leben" nach der Wandlung des Signals in digitale, binäre Codes zu erhalten.
http://www.vermona.com/de/produkte/tma2/tma2.html
Vermona TMA 2 - professional tube microphone preamplifier. Hier liest man: Das Signal wird komplett von Röhren bearbeitet und veredelt.
Na bitte: Das Signal wird "veredelt", das heißt verändert.
Wenn man die Hoffnung hat, dass etwas durch das Gerät gejagt vielleicht besser klingt, als es wirklich klingt, dann braucht man unbedingt so etwas.
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Antwort#3
Wenn man die Hoffnung hat, dass etwas durch das Gerät gejagt vielleicht besser klingt, als es wirklich klingt, dann braucht man unbedingt so etwas
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Antwort#4
Ich kenne die Geräte nicht, denke aber, daß man bei jeder Art von färbendem Gerät selbst hören und entscheiden muß, und mit verfärbungsarmen Geräten meist universeller fährt.
Mal aus Treppendorf kommen lassen zum testen?
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Antwort#5
Wenn man die Hoffnung hat, dass etwas durch das Gerät gejagt vielleicht besser klingt, als es wirklich klingt, dann braucht man unbedingt so etwas
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Antwort#6
Oh Gott, es ist schade, dass man hier nicht halbwegs normal miteinander reden kann.

Für alle Puristen: Ich habe gute Kleinmembraner und neutrale IRT-geprüfte Preamps. Ich möchte aber gerne zur Ergänzung noch einen Vollröhrenpreamp haben, mit dem ich Vokalaufnahmen etwas aufpeppen (ja: sprich verändern) kann.
Ich wage zu behaupten, dass es Qualitätsunterschiede gibt, dass zum Beispiel eine Voxbox praktisch in jedem Fall einem Behringer Mic-100 vorzuziehen ist.
Mich würde jetzt eben interessieren, ob jemand die genannten Geräte kennt. Und ob die was taugen, ob jemand gute und befriedigende Erfahrungen damit gemacht hat, oder ob sie nicht glücklich damit wurden. Das heisst, diejenigen, die diese Geräte gar nicht kennen, sollen doch einfach .... Ok?
Wer wirklich puristisch ist, sollte wie gesagt, gar keine Aufnahmen machen und nur Konzerte live anhören und hoffen, dass seine Ohrmuscheln genug neutral sind, um ihm selbst gerecht zu werden. Ich hoffe, ich habe mich klar ausgedrückt. Also nervt bitte nicht rum. Und diejenigen, die die beiden Geräte kennen sollen sich doch bitte melden und ihre Meinung dazu sagen. Vielen Dank!
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Antwort#7
Mein Lieber, ich habe ja auch schon im Internet darüber gelesen, möchte aber persönliche Erfahrungsberichte darüber hören.
Ich möchte mit dem Preamp Kartoffeln schälen.
Im Ernst: Ich habe nicht um Hilfe gefragt, was für einen Preamp ich für etwas Bestimmtes brauche.
Ich möchte (für was auch immer) einen reinen Vollröhren- Mik-Preamp haben. Und wenns geht einen, der qualitativ hochstehend ist (denn da gibt es Unterschiede). Um letzteres geht es mir. Ok?
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Antwort#8
Wirklich unüblich ist, was blaubar sich vorstellt. Er möchte einen hochstehenden nicht färbenden Röhrenverstärker haben. Ja, so etwas gibt es als V72.
http://www.tab-funkenwerk.com/id9.html
Als V72t wurde er später transistorisiert weitergebaut.
Die Gedanken in Richtung Puristen, sind schon etwas daneben. Die gibt es hier nämlich nicht.
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Antwort#9
@blaubar.
blaubar schrieb:
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Für alle Puristen: Ich habe gute Kleinmembraner und neutrale IRT-geprüfte Preamps. Ich möchte aber gerne zur Ergänzung noch einen Vollröhrenpreamp haben, mit dem ich Vokalaufnahmen etwas aufpeppen (ja: sprich verändern) kann.
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Also zum Vokalaufnahmen aufpeppen benutze ich den voicepro.
Ob der etwas für Dich wäre?


tc-helichon voicepro
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Antwort#10
Ja, ich kann was zum "Vermona" sagen, habe eines der ersten Geräte selbst mal evaluiert. Ich kenne die Leute dort persönich, ist ja quasi gleich bei mir um die Ecke ;-). Also zum Gerät:
Durchaus ein Charakterteil. Kann auch schon mal "schön" zerren, wenn man will. Die Signaltopologie ist im Gegensatz zu den üblichen "Verdächtigen" wo die Röhre meist nur nach dem 4580 / SSM / xxx als Alibi eingebaut und schön mit LEDs angeleuchtet wird, damit man sie ordentlich glühen sieht (warum läßt man nicht gleich das Anodenblech der Dinger glühen, das müßte doch noch heißeren Sound machen). Schaltungstechnisch schnörkellos und einfach (dachte es waren recht ordentliche Übertrager von Pikatron drin???), audiotechnisch durchaus (als Ergänzung zu den nicht färbenden Preamps und auch nicht für's Hauptmikrofon ;-)) brauchbar (auch nicht immer nur für Mikrofone) und für den Preis erst recht - meine Meinung.
Das Teil kann durchaus "neutraler" als viele andere Teile mit der Alibi- Röhre klingen, wenn man nicht zuviel "Drive" gibt. Auch meine Meinung.
Ich habe das Gerät damals übrigens nur nicht erworben weil mir meine Selbstbauteile dann doch ein bisschen flexibler waren... allerdings lag allein der Bauteilaufwand schon jenseits des VK vom "Vermona".
So, jetzt werfe einer den ersten Stein :-)
Swen.
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Antwort#11
Es ist der ständige legitime Wunsch eines Tontechnikers und Produzenten seine Vokalaufnahmen aufzupeppen.
Davon leben gut die Plug-In- und Blackbox-Hersteller besonders mit warmen Röhren.
Es kommt mir aber eher so vor wie die Märchenmythen vom Jungbrunnen oder der Jungfrauenmühle.
Da kriecht sie als lahme Greisin vorne rein und springt hinten als jugendliche Jungfrau wieder raus.
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Antwort#12
@Lazerus.
Ok, das für mich interessante am VoicePro ist weniger das aufpeppen, sondern die schnelle Verfügbarkeit von Umgebungseffekten (Pilotenkanzel, schöner Hall einer Kathedrale, wir sind Borg usw. usf.).
;-)
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Antwort#13
Interessant wäre mal, ob sich jemand meldet und zugibt, dass die "Jungfrauenmühle" oder der "Vokalaufpepper" nicht das gebracht hat, was man sich erhofft hatte.
Bei den "Verlängerungs-Cremes" meldet sich auch niemand oder klagt gar vor Gericht, weil den Reinfall niemand zugeben möchte und weil es peinlich ist. :-)
Lonzo
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Antwort#14
""Ich möchte (für was auch immer) einen reinen Vollröhren- Mik-Preamp haben. Und wenns geht einen, der qualitativ hochstehend ist (denn da gibt es Unterschiede).""
Dann guck Dir auch mal an:
Pendulum Audio MDP-1 ?2653,00
Tube-Tech MP-1A ?2590,00
Universal Audio SOLO/610 Classic Vacuum Tube Mic Pre/DI ?849,00 (x2 f. Stereo)
TL Audio Classics PA-1 Penthode Preamp ?1249,00 (wenn das Budget nicht reicht...)
Wenn es nicht "rein Röhre" sein muß (wozu überhaupt?):
Summit Audio Inc. TBA-200 B ?2369,00
SPL Gainstation ?898,00 (x2 f. Stereo)

Wenn Du einen Preamp mit Eigenklang haben willst (was ja durchaus legitim sein kann) solltest Du Dir diese Geräte ANHÖREN. Klanglich sind 3000.- Geräte von 300.- Geräten kaum zu Unterscheiden (und wenn doch sind sie qualitativ nicht eindeutig einzuordnen), meßtechnisch schon eher. Am Ende könnte es sein, das Dir Deine Budget-Pultvorstufen besser gefallen als ein "handverdrahteter" Edel-Bolide egal ob Röhre oder SolidS (nur wenn Du einen Blindtest machst, sonst sicher nicht - teurer klingt immer besser...).
Eine Vorstufe an den Grenzen des (meß-) technisch Machbaren zu bauen ist erstaunlich billig im Vergleich zu den oben gennanten Geräten...
Leider sind solche Geräte auf dem Markt seltener als Wasser in der Wüste.
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Antwort#15
Ich find das lustig. Es gibt unzählige ausgezeichnete Tontechniker, die mit einem hohen Maß an Gespür für die Musik Sachen wie Großmembraner, Röhrenmikros, -vorverstärker, -kompressoren, -entzerrer, Bandsättigung etc. einsetzen, ja sogar die Stereosumme vor dem Mastern bearbeiten! Da braucht man überhaupt nicht drüber zu diskutieren. Aber vielleicht entgeht einigen hier ja, dass es auch noch jede Menge anderer Musik ausser ich sag jetzt mal Klassik gibt. Tststs.
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Antwort#16
Hä? Ich habe nie von einem nicht färbenden Röhrenteil gesprochen.
Überhaupt stelle ich fest, dass einem hier kaum auf Fragen geantwortet wird.
Es ist eher so, dass einem so alles mögliche unterstellt wird...
Wenn ich eine Frage stelle, mache ich das ja aus einem bestimmten Grund...
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Antwort#18
@Lonzo.
Lonzo schrieb:
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Interessant wäre mal, ob sich jemand meldet und zugibt, dass die "Jungfrauenmühle" oder der "Vokalaufpepper" nicht das gebracht hat, was man sich erhofft hatte.
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Ich vergleiche mal den VoicePro mit einer Universalwerkzeugfräsmaschine, da muß man auch wissen wie man vorgeht, um elegant und schnell ans Ziel zu kommen. ;-)
Es hat schon was für sich, wenn man als Formenbauerin zeigt was Werkzeugmaschinen können, und aus gestandenen Männern kleine Jungs werden mit entspannten Unterkiefer ...
... als ob Weihnachten wäre und sie die Geschenke unterm Weihnachtsbaum entdecken. ;-))

Lonzo schrieb:
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Bei den "Verlängerungs-Cremes" meldet sich auch niemand oder klagt gar vor Gericht, weil den Reinfall niemand zugeben möchte und weil es peinlich ist. :-)
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Da kann ich leider nicht mitreden. Vor einigen Jahren dachte ich mal, das ich solche Cremes nötig hätte, aber dann ist aus Faulheit nichts geworden sich täglich die Pampe ins Gesicht zu schmieren. Noch ist Spannkraft in der Haut, sollte sie nicht mehr vorhanden sein, werde ich auf geeignette Cremes zurückgreifen müssen ...
... aber noch ist es nicht soweit.
Früher, als ich noch von Hand abgewaschen habe und mit Werkzeugmaschinen zu tun hatte (um Nebenwirkungen von Kühlschmierstoffen entgegen zu wirken), waren entsprechende Pflegecremes recht hilfreich. Alles zu seiner Zeit.
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Antwort#19
Aber jetzt mal ernsthaft. Ich habe einen alten Reußenzehn Tube D Preamp und weiss ehrlich gesagt noch nicht so recht, was ich davon halten soll. Der Ausgangspegel ist recht niedrig und unsymmetrisch, ansonsten färbt das Gerät eindeutig eine Menge und zerrt recht früh.
Gruß
Claus
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Antwort#20
Also die Kommunikation bei den besagten Geräten ist schon symmetrisch.
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