Wenn's nicht so traurig wäre

Erstellt 5 Antworten6 Beiträge
Startbeitrag#1
Aus der newsgroup de.sci.ing.elektrotechnik:
Ich hoffe dass unser Rainer an seiner FH nicht solche Erfahrungen hat.
http://www.fh-giessen-friedberg.de/site/
Olaf Schultz schrieb:
... und den verbleibenden Mitarbeitern/Oberings mit Dauerstelle viele
Steine in den Weg gelegt werden.
Beschäftigung akademischer Mitarbeiter ist, zumindest in NRW, auf
maximal zehn Jahre begrenzt
Axel Berger wrote:
Beschäftigung akademischer Mitarbeiter ist, zumindest in NRW, auf
maximal zehn Jahre begrenzt

In Baden-Wuerttemberg werden die Leute spaetestens nach 5 Jahren
rausgeschmissen, egal, wie gut sie sind.
So haben wir schon jede Menge
extrem wichtige Mitarbeiter und Wissen verloren.
Dauerstellen gibts grundsaetzlich keine mehr.
> In Baden-Wuerttemberg werden die Leute spätestens nach
> 5 Jahren rausgeschmissen, egal, wie gut sie sind.

Jetzt nur Doktoranden, oder alle?
> Dauerstellen gibts grundsaetzlich keine mehr.

Wie siehts mit Laboringenieuren und PostDocs aus?
Die alten Oberingenieure und akademischen Oberräte - das Herz und
die Seele vieler Institute - wird es bald nicht mehr geben. Die
Beschäftigung akademischer Mitarbeiter ist, zumindest in NRW, auf
maximal zehn Jahre begrenzt. Die Leute, die ohne Eitelkeit und Ehrgeiz
nur für die Sache arbeiten tragen nach meiner Sicht und in
verschiedensten Fachrichtungen mehr bei, als viele high-flyende
Professoren.
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Axel Berger wrote:
Habt ihrs gut!
In Baden-Wuerttemberg werden die Leute spaetestens nach 5 Jahren
rausgeschmissen, egal, wie gut sie sind. So haben wir schon jede Menge
extrem wichtige Mitarbeiter und Wissen verloren.
Dauerstellen gibts grundsaetzlich keine mehr
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Jetzt nur Doktoranden, oder alle?
Nach der Promotion ist hier für die WiMis auch grundsätzlich Schluß.
Wie siehts mit Laboringenieuren und PostDocs aus?
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Henning Paul wrote:
Alle Angestellten, egal ob im Forschungs oder Service-Bereich.
Nur noch Zeitstellen.
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Antwort#2
Ach, so ein aehnliches System haben wir in Oesterreich auch schon seit einigen Jahren. Nur die Professoren (die meist gar keine Forschung mehr machen sondern eher buerokratische Verwaltung) haben Fixstellen. Alle anderen fliegen automatisch hinaus - je nach "Stufe" nach 4,5 oder 10 Jahren...
Die Politik glaubt naemlich, dass Unis so aehnlich funktionieren wie Schulen, die Profs sind die "Lehrer" und alle anderen sind bloss eine Art Hilfsangestellte.
Gruss,
Mathematiker
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Antwort#3
Ich habe da zwar keine Befürchtungen, aber... das ganze Getue um Bachelor- und Masterstudiengänge ist nach meiner persönlichen Überzeugung (wohlgemerkt: Das ist nicht die Meinung der FH Gießen-Friedberg, sondern meine ganz persönliche Meinung!) wird in spätestens 10...15 Jahren wieder abebben und man wird das gute alte Diplom wieder einführen! In Amerika denkt man ja schon wieder darüber nach. Und bekanntlich gilt die Formel:
Europa = Amerika * (exp[-pT]) ! Wobei für T die Zeitkonstante 5...15 Jahre einzusetzen ist.

Grüße
Rainer
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Antwort#4
Das kann man so sagen. Aber die Zeitbombe tickt! Irgendwann wird es da ein böses Erwachen in der Politik geben.
Ich sage immer: Politiker ist der Beruf der keine Ausbildung erfordert, entsprechend sind auch die Ergebnisse!

RG
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Antwort#5
... wobei das deutschsprachige Bildungssystem seine Überlegenheit in der letzten Zeit nicht gerade unter Beweis stellen kann.
Mit Ausnahme der Schweiz gibt es keine vernünftige Vermittlung von Allgemeinbildung (siehe PISA-Versagen) und keinen sinnvollen Übergang zum Studium und aus dem Studium in den Arbeitsmarkt. Es wird eklatant am Bedarf vorbei ausgebildet, formell, inhaltlich und mengenmäßig.
Das ist nicht unbedigt eine Bringschuld des Staates, sondern auch die Wirtschaft versagt auf ganzer Linie.
Jedoch ist eins ziemlich klar: wir sind beim Eintritt in den Arbeitsmarkt im Durchschnitt viieeel zu alt.
Grüße,
Tonmaus
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Antwort#6
Sag mal, ist Deine Codepage auf "Nordtirol" eingestellt? Du "frisst" Umlaute....
Grüße aus Wien,
Tonmaus
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