Hallo, die meisten hier werden hoffnungslos übherqualifiziert sein - aber wichtig ist, dass ich hier eine Antwort bkomme, die man mir in diversen Verbauchermärkten nicht geben konnte: Woran kann ich beim Kauf eines Diktiergerätes ablesen/erkennen, wie hochwertig das eingebaute Mikrofon ist, bzw. welche Leistungen sich mit einem externen Mikro erzielen lassen? Ich brauche das Gerät zur Aufzeichnung von Interviews und Gesprächen, um sie hinerher zu transkribieren und möchte nicht unbedingt mehr als 150 Euro ausgeben. Die Qualität sollte akzeptabel sein, so dass man beim Abhören keine Kopfschmerzen bekommt, und auch nicht raten muss, was wohl gesagt wurde... aber ich brauche keine Radio- oder Podcastfähige Qualität. Diese einfachen Geräte sind häufig mit Informationen wie "Konferenzfunktion" o.ä. versehen, mit denen ich herzlich wenig anfangen kann.. Kann mir jemand weiterhelfen? LG Sara
Diktiergeräte sind Massenware, ohne einen höheren Anspruch an Qualität. Man muss damit rechnen, dass dort sehr preisgünstige Kristallmikrofone eingebaut sind, die etwas mehr als "Telefonqualität" haben. Zur Sprachverständlichkeit braucht man nur Signale mit Frequenzen zwischen 300 und 3000 Hz. Auch ein Klirfaktor bis zu 10 % ist nicht der Sprachverständlichkeit abträglich. Warum sollten Diktiergeräte darüber hinausgehen? Es geht doch bei Produkten immer um Gewinnmaximierung: Was kann ich bei geringstem Material- und Geldeinsatz mit höchsten Gewinn vertreiben. Deine Frage wird dir niemand beantworten können: "Woran kann ich beim Kauf eines Diktiergerätes erkennen, wie hochwertig das eingebaute Mikrofon ist?" Auch die weitere Frage: "Welche Leistungen kann man mit einem externen Mikrofon erzielen? ist nicht beantwortbar. Warum sollte die Tonaufzeichnung mehr können als gerade zur Spracherkennung notwendig ist? Daran hat kein Fabrikant irgend einen Interesse. Was bei der Herstellung zu sparen geht, wird gespart.
Wenn irgendwie möglich, solltest du die Geräte, die in die engere Auswahl kommen, ausprobieren. Selbst zu hören, ob man mit dem Ergebnis zufrieden ist, ist immer noch der sicherste Weg. Typische Diktiergeräte haben doch meist gar keinen Anschluß für externe Mikrofone, oder? Wenn doch, dann ist das Mikrofon sicherlich einflußreicher als das Aufzeichnungsgerät. Die Frage ist auch, wie nah du mit dem Mikrofon an den Sprecher herankommst: bei sehr geringem Abstand kann es für Diktiergerät-Qualität auch ein billiges Kaufhausmikrofon tun. Bei größerer Entfernung wird so ein Mikro dünn und nervend klingen, und es wäre dann eher ein günstiges (Elektret-)Kondensatormikro angesagt, wie es z.B. von Sony als Zubehör zum MD-Walkman gibt. Consumerware sollte für ein Diktiergerät aber auf jeden Fall reichen. Stichwort MD-Walkman: das könnte eine Alternative sein, die zwar sicher nicht wesentlich unter 150 Euro liegt, aber dafür auch wirklich akzeptable Qualität liefert.
... ich schreibe gelegentlich Interviews für SONIC. Zur Aufzeichnung benutze ich ein altes Grundig DT2500. Ich bin fast sicher, dass man sowas für kleines Geld gebraucht im Web bekommen kann. Diese Stenogeräte sind unverwüstlich, arbeiten mit kleinen Band-Cassetten und bieten funktionsmäßig alles, was man zum Abtippen braucht. Neue "Diktiergeräte" sind vermutlich nicht mehr von dieser Qualität (zumindest, was ich so gesehen habe)- wer diktiert denn heute noch? Diesen Markt gibt es nicht mehr wie noch vor vielleicht 10 Jahren. Eine Alternative wären die kleinen Aufnahmegeräte, z. B. von Edirol, mit eingebautem (Stereo-) Mikrofon und Digitalspeicher. Allerdings kosten diese Geräte ein Vielfaches von einem gebrauchten "echten" Diktiergerät und können nicht mit Spezialfunktionen (wie z. B. mit einem Knopfdruck etwa einen Satz zurückspulen) aufwarten.
Es gibt drei Arten von digitalen Diktiergeräten: - Notizrekorder - Konferenzaufnahmegeräte - Echte Diktiergeräte mit Überschreiben, Einfügen usw. Mit dem sony ICD-MX20 kann man gut Notizen machen, aber auch gut Interviews oder Konferenzen aufnehmen. Maximalbitrate ist 48 KBPS, aber da Sony das eigene LPEC-Format nutzt, klingt das besser als 48 KBPS MP3. Aus diesem Grund muss man die Aufnahmen aber auch konvertieren, wenn man sie mit anderer Hard- oder Software abspielen möchte. Das eingebaute Stereomikrofon klingt recht gut. Es gibt schon MP3-Player mit brauchbarer VoiceRecord-Funktion, aber die haben so gut wie alle keinen eingebauten Lautsprecher, das würde ich zum Machen von Notizen nicht wollen. Von Olympus gibt es z. B. den WS-320M, hat ein Gigabyte eingebauten Speicher, nimmt in WMA auf, aber der eingebaute Lautsprecher und das eingebaute Stereomikrofon klingen nicht so gut wie die des Sony. Von Sanyo gibt es den ICR-S250, z. B. bei Ebay, der nimmt in MP3 auf. Ich habe ihn mal hier gehabt, aber wieder zurückgegeben, weil er auch bei 128 KBPS bei den S-Lauten fürchterlich zischelt.
Hallo nochmal und danke für die ganzen Antworten! @ Michael Lang: Das Sony ist mir mit knapp 300 EUR zu teuer :/ auch wenn die Beschreibung sehr gut klingt. Das Olympus WS-320M habe ich bei eBay für ca. 150 EUR gesichtet - meinst Du, das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt? @UweL: Den Tipp, ein altes, robustes Gerät zu verwenden, habe ich jetzt schon mehrfach gehört. Vielleicht ist das ja tatsächlich eine Alternative. Kannst Du mir sagen, worauf ich da beim Kauf achten muss? Bei eBay kann mn ja schlecht ausprobieren und im Zweifel wieder zurückgeben... @pkautzsch: Lassen sich MD-Inhalte als Dateien einfach auf den Rechner ziehen? @ JakobD: "Deine Frage wird dir niemand beantworten können: "Woran kann ich beim Kauf eines Diktiergerätes erkennen, wie hochwertig das eingebaute Mikrofon ist?"" :) Danke, dann kann ich ja aufhören zu fragen! Lieben Gruß, Sara
buah, da kenn ich mich doch nich wirklich aus. Es gibt doch irgendwelche MD-Teile mit USB. Keine Ahnung ob das in beide Richtungen geht oder ob man im Kopierschutz-Wahn das Überspielen von MD auf PC verhindert hat. Man könnte ja Sachen von den in großer Anzahl und Vielfalt erhältichen ;) bespielten Kauf-MDs sonst ins Internet stellen...
der kopierschutzwahn hat bei MD tatsächlich zugeschlagen und man kann nur audio vom rechner auf die md kopieren (dauert sehr lange) und nicht umgekehrt
Gibt es nicht eine Tascam MD/CD-Kombi mit digitalem Ausgang (SPDIF) vom MD-Teil? Ich wollte immer schon wissen, was da digital herauskommt... Gruss Mathematiker
komisch, ich habe früher problemlos über den optischen Ausgang S/Pdif Signale rausbekommen, sowohl bei Stand- als auch bei portablen Geräten. Sollte das geändert worden sein?
moin! bei den sony hi-md mit usb schnitstelle bekommst du die wav datei nicht raus. du kannst die daten aber über ein mitgeliefertes programm in einem sony eigenen datenreduzierten format auf den rechner ziehen. das sony format ist aber mit so ziemlich allem inkompatibel. es ist relativ nutzlos das die dinger .wav speichern können wenn man das dann über den HP/LINE out ausspielen muss. die begründung von sony war das man damit keine hochwertigen mitschnitte von konzerten machen können soll. mein einwand das ich das gerät genau deswegen kaufen wolle quitierte man mit dem hinweis auf die porfessional geräte des herstellers. HI MD sei ein konsumer format. das war zumindest stand vor anderthalb jahren ich hab mich damit dann nicht weiter beschäftigt. ich glaub ich hab mich damals hier im forum über die dinger ausgelassen. einfach mal suchen. grüße