"Am besten gleich mehr von letzteren, man weiss ja nicht wie lange es dank RoHS noch bleihaltiges gibt." Ich denke, daß es noch eine lange Zeit bleihaltiges Lötzinn geben wird, und daß man in wenigen Jahren wieder auf bleihaltig zurück kommt. Wer sich von unseren Eurokraten und grünen Umweltaposteln diesen Unfug mit dem bleifreien Lötzinn ausgedacht hat, hat vermutlich noch nie einen Lötkolben in der Hand gehabt. 1. ist die Löttemperatur für reines Zinn um rund 50° höher als für normales Lot mit Sn60/Pb40 sodaß manches Bauteil schon beim löten den Geist aufgeben wird. 2. Die Folgen von bleifreiem Lötzinn sind jedem Metallurgen bekannt: Zinnpest und "Whisker". Bei der Zinnpest zerfälllt das Lötzinn in regelrechtes Pulver und "Whisker" sind mikroskopisch feine Fäden die aus dem Zinn "herauswachsen" und die dann zu Kurzschlüssen führen können. Die Folge wird sein, daß gerade in der Konsumerelektronik massenweise die Geräte ausfallen. Ich warte darauf, bis im Europaparlament dadurch die gesamte Kommunikationseinrichtung (Telefonanlage, Beschallungsanlage und anderes) total ausfällt und möglichst noch die gesamte Elektroanlagen. Hoffentlich befinden sich dann mal so ein paar superschlaue "Grüne" im steckengebliebenen Aufzug... Es ist einfach nicht mehr feierlich, was alles von so ein paar Umweltbürokraten für ein Unsinn verzapft wird.
Hi, ich denke, dieser Nonsens wurde auch durch den billigen, minderwertigen Plunder und der damit aufkommenden Wegwurfmentaltiät verursacht. Wäre nicht der bessere Umweltschutz, in dem man wieder zu höherwertigen Geräten in der Konsumelektronik zurückkehrt, ich denke dabei als Einstiegslevel an die solide Mittelklasse, wo man im Falle eines Defektes nicht den Recyklinghof sondern den Servicetechniker aufsucht. Dann braucht man den Unsinn mit dem Bleifrei-Lot auch nicht. Qualtität sollte wieder gefragt sein. Auch im Sinne der Binnenwirtschaft und der damit verbundenen Arbeitsplätze. Holger
Bleifreies Lötzinn besteht aus Zinn, Silber, Kupfer und Wismut. Besitz einen höheren Schmelzpunkt. Silber ist ausserdem aggresiver und geht eher in die Atemluft als Blei (aber Silber ist ja so edel...). Und Wismut wird dort gefördert wo es Blei gibt. Natürlich spielt das Blei in Monitor-Röhren keine Rolle bei RoHS... Und ganz abgesehen davon ist das abgereicherte Uran was in Staubform von "den Krisenherden dieser Welt" zu uns geweht wird deutlich stärker in der Luft als Blei und ausserdem gefährlicher. Das Bleifreie Lot ist als nur theoretisch umweltfreundlicher, aber die Vorschrift eignet sich prima dazu kleinere Elektronikunternehmen gegenüber großen Konzeren zu benachteiligen, weil die Umrüstkosten/Stück natürlich höher sind. Das ist einer der Hauptgründe warum es eingeführt wird, der Umweltschutzgrund ist nur vorgeschützt. Und dass die Geräte frühzeitig ausfallen, ist doch auch ganz im Sinne der Massenhersteller.
Wie sieht es eigentlich in der "professionellen" Audioliga aus? Effektgeräte von Lexicon, TC, Yamaha zum Beispiel - werden die in Zukunft auch nach ROHS gebaut? Muss man also möglichst bald alle Anschaffungen in diese Richtung tätigen? Sind die Hersteller eigentlich verpflichtet, ihre Geräte irgendwie zu Kennzeichnen, wenn bleifreies Lot verwendet wurde? Grüße, tobi (geh gleich mal noch ein paar Kilometer bleihaltiges Lötzinn kaufen... ;-)
Also, manchmal frag ich mich hinter welchem Mond Rainer lebt. Rainer, Du hast vollkommen Recht mit Deinen Einwänden. Ich füge noch einen dazu: Die Bauteile selber dürfen keine mit belihaltigem Lot verzinnten Anschlüsse mehr haben, was zur Folge hat, dass diese eingschweißt oder unter Schutzatmosphäre verpackt werden müssen, und nur noch in großen Gebinden verkauft werden. (der Zwischenhandel kann schlicht nicht mehr umpacken) An der Luft oxidieren die Kontakte wesentlich schneller so, dass man sie nicht mehr verarbeiten kann. Vor allem nicht mehr in zeitgemäßen SMD Verfahren. Trotz alledem: Man kann sich jede Suada über dieses Thema sparen. RoHS ist seit dem 1.7.2006 gültiges nationales Recht in allen EU Ländern. Nach einer sehr langen Übergangsfrist im Übrigen. Wer nach diesem Zeitpunkt schwermetallhaltige Elektronik erstmalig (!) in den Verkehr bringt, handelt rechtswidrig. Der Kunde darf die Ware zurückgeben, und Schadenersatz fordern, wenn er ein solches Produkt erhalten hat. Der Käse ist gegessen. Bereits seit einem Quartal. Zu spät. Ende der Ansage. Grüße, Tonmaus
ich lebe nicht hinter dem Mond, sondern denke etwas weiter als das "gemeine Volk". Aber die Folgen des bleifreien Lötzinns werden kommen und die kann man nicht durch Beschluß von so ein paar hirnlose Bürokraten wie sie im Eu-Parlament sitzen und die von Metallurgie eine Ahnung haben wie eine Kuh vom Sonntag, einfach wegdiskutieren. Außerdem: Wie bitteschön will denn der Endkunde prüfen ob sein Fernseher, Radio, Laptop oder sonst was wirklich bleifreies Lot enthält? Glaubst Du, daß das auch nur ein einziger nachprüft? Wie denn? Für mich ist diese ganze Verordnung eine typische Bürokraten-Lachnummer.
"Wie denn?" - Naja, es gibt da schon einige Möglichkeiten für "Eingeweihte"... Röntgenfluoreszenzspektroskopie oder wie das noch mal hieß zum Beispiel. Ist ja auch recht preiswert verglichen mit dem Nutzen der Information, mit Sicherheit kein böses Blei mehr in der Umgebung zu haben ;-) Swen (der zumindest privat noch gerne mit Bleilot hantiert)
Prinzipiell reicht dafür eine Lupe. Bleifreie Lötstellen sehen ganz anders aus. Außerdem geht es um ein so bedeutendes Risiko im B2B Bereich, dass es sich kein relevanter Hersteller erlauben kann. Ich wollte eigentlich nicht über den Sinn von RoHS diskutieren. Darüber kann man geteilter Meinung sein. Über eine solche Suada, rechtzeitig 3 Monate nachdem die Verordnung nach einer wirklich langen Übergangszeit voll in Kraft getreten ist muss ich zumindest schmunzeln. Die Befürchtung, dü dürftest Deine Altgeräte nicht fachgerecht reparieren kann nur jemand teilen, der die Verordnung nicht wirklich gelesen hat. Es ist vom Hobbyistenbedarf, der von der Regelung im Prinzip nicht betroffen ist, da sie Geräte nicht "in Verkehr" bringen abgesehen ausdrücklich erlaubt bleihaltige Ersatzteile zu verwenden. Den zumindest impliziten Seitenhieb auf offenar nicht genehme politische Richtungen kann man sich im Übrigen sparen. Ideologie tut bei bürokratischen Entscheidungen im Allgemeinen wenig zur Sache. Mach doch Dein Kreuzchen bei den Freilötern. ;-) Grüße, Tonmaus
moin! ---Mach doch Dein Kreuzchen bei den Freilötern. ;-)--- wohl eher bei den bleilötern ... meine kolben können nicht bleifrei .... muss ich jetzt ein additiv beimischen wie bei meinem alten fiesta? ... war der clown den ich gefrühstückt habe verbleit? zirkusclown ist auch deepstahl! grüße
""Röntgenfluoreszenzspektroskopie"" Und wer hat so ein Ding? Der Otto Normalverbraucher bestimmt nicht. Keine Angst: Die bleifreie Löterei wird nicht lange gut gehen! Diese Verordnung stammt von Leuten die noch nie einen Lötkolben in der Hand hatten, geschweige damit löten können.
Hallo, Du verteidigst die bleifreien Lötstellen ja recht heftig. Was aber ist der konkrete Nutzen? Elektronikschrott wird heutzutage sowieso nicht mehr auf Halden gekippt, sondern recycelt. Von daher sehe ich keine Gefahr für den Benutzer, außer er versucht eine Leiterplatte zu verschlucken; aber selbst da passiert nichts, weil es metallisches Blei ist. MfG DB
"Du verteidigst die bleifreien Lötstellen ja recht heftig." So ein Quatsch. Ich habe mich lediglich darüber mokiert in welcher Weise mit einem Thema umgegangen wird, für das es lange Diskussionen und Übergangsfristen gab, die jetzt seit kurzem abgelaufen sind und RoHS seit 1.7. nationales Recht in allen EU Staaten ist, und damit der Käse gegessen ist. Grüße, Tonmaus
Wenn Du ein nichtgewerblicher Hersteller bist, kannst Du löten womit Du willst. Die Behauptung RoHS würde Reparaturen an bestehenden bleihaltigen Strukturen betreffen, stimmt nicht. Wenn Du RoHS gemäße Schaltungen fachgerecht reparieren willst, wirst Du dich aber schon damit außeinander setzen müssen. Wer nicht eine superklitsche betreibt, schafft das auch. Grüße, Tonmaus
ich selbst löte nach wie vor mit 60/40 Lot, da ich meine Geräte ja nicht verkaufe. Auf jeden Fall wird diese bleifreie Löterei eine tickende Zeitbombe. Und hoffentlich detoniert die dann bei den Richtigen (wie ich als Beispiel schon anführte: EU-Parlament). Sollst Du mal sehen, wie schnell dieser Blödsinn wieder rückgängig gemacht wird. Zu Deinen "Kreuzchen machen": Auch wenn es off-topic ist: Ich gehe überhaupt nicht zur EU-Wahl! Wer zur EU-Wahl geht, wählt die Bürokratie der abstrusesten Forum die denkbar ist !. Solange es dort solche Heinis gibt, die sich über den Krümmungsradius von Bananen streiten oder über deren Länge, braucht man sich über solchen Quatsch wie bleifreies Lötzinn nicht wundern.
Hallo Rainer, Ich finde es vollkommen in Ordnung im Heimbetrieb mit herkömmlichen Techniken zu arbeiten. Ob die für RoHS notwendigen Technologien langzeitstabile Ergebnisse produzieren können, kann nur die Zeit zeigen. Da das Wohlergehen der Hobbyisten nicht vom Scheitern eines mehr oder weniger sinnvollen Verfahrenswechsels für die Industrie abhängt, kann ich Deinen Verdammniswünschen aber wenig Verständniswünschen abgewinnen. Immerhin, Geräte nach dem RoHS Standard sind seit einiger Zeit auf dem Markt. Gänzlich unerprobt sind die Verfahren ja nun auch nicht. Zum Off-Topic nur so viel: Bei einer EU Wahl steht das Europa-Parlament zur Wahl, nicht die Kommission. Eventuell bist Du nicht ganz richtig informiert, wer in der EU welche Aufgaben hat. Bei einer Europa-Wahl steht jedoch keinenfalls die von Dir angeprangerte Bürokratie zur Wahl (oder Ernennung). Insofern hast Du ein nicht zutreffendes aber verbreitetes Vorurteil zum Besten gegeben. Beste Grüße von der Tonmaus
Lieber Thomas T. Das war jetzt mal die richtige Antwort, nämlich die Wahrheit! Ich habe in meinem Lehrbetrieb im Orgelbau einige Pfeifenmacher kennengelernt, die 8 Stunden am Tag nur Löten, Pfeifenbleche (bis zu 60% Blei) gießen u.s.w. Wir waren stolz darauf, unsere Pfeifen selbst herzustellen und alle kerngesund. Ich denke, in meinen 3 Lehrjahren habe ich mehr Blei bekommen als Otto Normalo im ganzen Leben (die westernhelden mal ausgenommen), lebe ich denn noch? Diese Diskussion kann man nur als Witz verstehen, schließlich grillen manche, ich z.B. auch, ihren Fisch noch über Holzkohle!
""Ich denke, in meinen 3 Lehrjahren habe ich mehr Blei bekommen als Otto Normalo im ganzen Leben (die westernhelden mal ausgenommen), lebe ich denn noch? Diese Diskussion kann man nur als Witz verstehen, schließlich grillen manche, ich z.B. auch, ihren Fisch noch über Holzkohle! "" Eventuell findest Du das mal weniger lustig wenn Du mit 50 an Krebs erkrankst - ich hoffe nicht. Vielleicht solltest Du Dich mal mit den medizinischen Fakten (Langzeitwirkungen von Schwermetallen, anderen Giften, Strahlungen etc. pp.) vertraut machen. Warum haben wir eigentlich 1984 bleifreies Benzin eingeführt? Bestimmt war das auch so eine "grüne Lachnummer", genauso wie das mit dem Waldsterben, der Erderwärmung und den Giften in Lebensmitteln und anderen Orten. Das vernichtet doch nur Arbeitsplätze, und es kann nicht sein was nicht sein darf. Augen zu und durch. Willkommen an Bord der ewig gestrigen Reaktion.