Tuning MVV (Tascam HD-P2 )

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Startbeitrag#1
Liebe Forumsleser,
sicher ist den in Field-Rekordern interessierten die folgende Homepage bekannt:
http://www.oade.com/
Dort werden zu einigen Rekordern auch "upgrades" angeboten, die in meinen Augen zwar z.T. etwas esoterisch klingen ('enhanced detail, clarity and impressive imaging'), aber bei den Geräten doch als sehr sinnvoll erscheinen, wenn die Mikrofonverstärker tatsächlich verbessert werden. Es wird angeben, dass sie leider nicht nach außerhalb der USA senden, ansonsten wäre übrigens der Preis selbst inkl. Mod. bei dem aktuellen Dollar-Kurs sehr günstig.
Ich selbst besitze einen Tascam HD P-2 und würde am liebsten auch aus den Mikrofonvorstufen noch mehr herausholen, zumindest das Rauschen ein wenig minimieren. Mit dem Klang finde ich das so eine Sache, wenig Rauschen und geringer Klirrfaktor finde ich gut, aber eigentlich soll für mich ein MVV möglichst neutral klingen.
Ich habe zwar einige Erfahrung mit Löten und Operationsverstärkern, aber was solche Modifikationen angeht, tappe ich im Dunkeln. Mich würde das sehr interessieren, evtl. würde ich auch irgendwann (wenn mir die Garantie egal ist) mein Gerät selbst aufmachen.
Hat jemand eine Idee, was für Modifaktionen das sein könnten, so kompliziert kann es ja nicht sein. Vielleicht Bauteile austauschen, bessere (?) Kondensatoren, andere OPVs, andere Abstimmung? Ich kann mir durchaus vorstellen, dass bei dem Gerät preiswerte Bauteile zum Einsatz kommen, die man durch höherwertige austauschen könnte. (Hab noch nicht reingeschaut.)
Gibt es Meinungen z.B. zu Kondensatoren, die für eine "nuancenreiche und lebendige Musikwiedergabe" gut sein sollen, z.B. bei Schuro angepriesen:
http://www.schuro.de/mcap63.htm

Kann jemand etwas an tiefergehende Fach-Literatur empfehlen, die sich speziell mit der Konstruktion von hochwertigen Mikrofonvorverstärkern auseinandersetzt?
(Die ganzen Threads über rauscharme Mikrofonverstärker und das Teil von Dr. Corinth sind mir bekannt, aber ich würde mich gerne mal richtig im Detail damit beschäftigen, dass ich auch verstehen kann, ob z.B. das thermische Rauschen des Widerstandes in der Gegenkopplung des OPV was ausmacht oder so...)
Würde mich über konstruktive Hinweise freuen,
Tomte
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Antwort#2
Sorry, wenn das hier zu Deiner Anfrage etwas off-topic ist...
Ich bin nicht jemand, der gerne bastelt, wenn etwas besseres, fertig entwickeltes günstiger zu kaufen ist.
Für mich gibt es zwei Möglichkeiten: 1. ich kaufe ein billiges Gerät, von dem ich schon vorher weiss, dass es meinen Anforderungen nicht entspricht, stecke da dann mehr als doppelt so viel Geld rein (mein Stundenansatz ist da vergleichsweise günstig), um es mit viel Risiko zu modifizieren. Vermutlich bin ich dann immer noch nicht zufrieden.
Möglichkeit 2: ich investiere in ein professionelles Gerät, das von vorneherein keine Diskussion über den Klang notwendig macht (vom Kaliber Nagra & Co).
Kalkuliere ich betriebswirtschaftlich, ist Möglichkeit 2. wesentlich preiswerter, da sich durch die eingesparte Zeit mit dem Teil durch Aufträge die Investition schneller amortisieren kann.
Die Wahrscheinlichkeit, dass die Kunden bei zuverlässig funktionierender, hochstehender Technik zufriedener sind, ist ausserdem nicht zu vernachlässigen.
Wäre mir langweilig, hätte ich keine Aufträge und Lust zum (nicht risikolosen) Basteln, ist die erste Variante vorzuziehen. Manchmal repariere ich noch nicht mal einen Stecker an einem Kabel und kaufe ein konfektioniertes neues, denn für vieles ist mir meine Zeit viel zu schade. Ein professionelles Gerät muss einfach sein Geld wieder zuverlässig reinspielen, dann kann eine Nagra verglichen mit unzulänglicher Massenware sogar sehr billig -pardon- preiswert sein.
:)
An Deiner Stelle wäre ich übrigens mit dem Tascam HD P-2 und seiner Performance zufrieden, es gibt Geräte, die deutlich schlechter sind... ;)
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