Vinyl

Erstellt 14 Antworten15 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo,
ich erstelle gerade einen Mix, der sowohl auf CD als auch auf Schallplatte veröffentlicht werden soll. Jetzt hab ich ein wenig nachgeforscht über Anforderungen für Vinyl und da kam mir etwas mit gegenphasig ist nicht schneidbar entgegen.
Jetzt frag ich mich, wie genau ist das gemeint, bzw. wie kontrolliere ich das bei meinem Mix?
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Antwort#2
Gegenphasig bedeutet beim Plattenschneiden rauf und runter (Tiefenschrift), das geht schwerer als nur seitwärts, weil da verschiedener "Aushub" ist. Außerdem geht das auf Kosten der Spielzeit, weil man zu den Nachbarrillen mehr Platz lassen muss. Besonders problematisch sind gegenphasige tiefe Frequenzen.
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Antwort#3
Wenn der Korrelationsgrad besser als Null ist und nie nach Minuszahlen hin geht ist das ein Zeichen für "gute" Korrelation. Die beste Korrelation zwischen dem L- und R- Kanal ist der Korrelationsgarad + 1. Das ist dann aber Mono.
Achte also auf wenigstens "positive" Korrelation.
http://www.google.com/search?&q=Der+Korrelationsgradmesser
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Antwort#4
alles, was unterhalb von 400 hz stattfindet muss phasengleich sein, da dieser frequenzbereich in mono auf die platte kommt. alles, was hier gegenphasig ist, führt zu auslöschungen.
nützliche tips hierzu unter:
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Antwort#6
Danke, der Link hat mir gut weitergeholfen!
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Antwort#7
Hi!
Danke für den linkenden Hinweis!
Ich hab mir googlerisch gleich mal die Sengspiel Seite angesehen, interessant!
http://www.sengpielaudio.com/GedankenZumKorrelationsgrad.pdf
Aber da frag ich mich doch gleich, wie ist das mit dem Oszilloskop gemeint?
Also ich hab ein paar mal damit gearbeitet, aber Bildröhre verschieben usw. das klingt mir doch etwas... wie, was, warum?
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Antwort#8
Sengspiel, wie du mailst, wird wohl nicht richtig sein. Unser Ebs heißt anders.
Hast du schon mal einen Ozillographen im Tonstudio als Stereosichtgerät gesehen?
Da zeigt ein scharfes Signal in der Stereomitte (Center) einen senkrechten Strich, ein Signal nur im linken Kanal einen Strich 45° nach links und ein Signal im rechten Kanal einen Strich 45° nach rechts.
Wenn du einen Oszillographen nimmst (so wie hier im Bild mit runder Röhre) und du an die X-Platte den linken Kanal legst und an die Y-Platte den rechten, dann wird das anders als beim Stereosichtgerät im Studio aussehen. Wenn du jedoch einen L/R- in M/S-Wandler dazwischen schaltest, dann kann das so aussehen, wie im Studio. Das haben einige auch so gemacht.
Nur den Mathematikern war klar, dass diese Wandlung auf dem Bildschirm einfach eine geometrische 45°-Drehung darstellt. Also kann man den teuren L/R- in M/S-Wandler einfach sparen und mechanisch das runde "Rohr" um 45° hindrehen. So einfach und so billig ist das, wenn man's weiß.
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Antwort#9
.. und in einfachen Waschküchenstudios lässt man den Oszillografen so, schließt L und R an X und Y an und hält beim Betrachten den Kopf einfach 45° schief, weil das Centersignal ja auch schief angezeigt wird. Das macht gar nichts, denn in solchen "Studios" ist ja Vieles recht schief" :-)
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Antwort#10
Auf Englisch heißt so etwas Vector Scope. Das Centersignal sollte etwa so aussehen, wenn es richtig gedreht ist..
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Antwort#11
Man kann natürlich auch Klötzchen unterlegen und den Oszi schief stellen und so das Bild wieder grade rücken :-)
Scherz beiseite, für erste Eindrücke kommt man auch mit einem normalen Oszi hin. Viel wichtiger ist, das Bild richtig zu interpretieren und sich wie immer auf seine Ohren zu verlassen.
Gruß Jörg
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Antwort#12
Ah tach auch,
und wenn man es schafft, aus XY MS zu machen, muß man sich noch nicht mal die Halswirbel verrenken.
Gruß
Markus P.
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Antwort#13
..und wenn man es schafft, aus XY MS zu machen, muß man sich noch nicht mal die Halswirbel verrenken?

Jetzt erkläre mal die Halswibel. Wieso das denn?
Wenn links und rechts vom norrmalen Stereosignal als M und S dem Oszillographen angeboten wird, dann ist das so, wie das Gerät es haben will.
Die Ablenkplatten des Oszillos liegen auf Nord/Süd und West/Ost und das entspricht genau der Richtung von M und S. Klar?
Jetzt erkläre mal die Halswibel.
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Antwort#14
Ah tach auch,
das mit den verrenkten Halswirbeln bezog sich auf ein Posting zuvor:
"und in einfachen Waschküchenstudios lässt man den Oszillografen so, schließt L und R an X und Y an und hält beim Betrachten den Kopf einfach 45° schief"
Das ist schon die ganze Erklärung, war als Gag gedacht, wahrscheinlich hätte ich wieder "Ironie an" und "Ironie aus" schreiben sollen.
Gruß
Markus P.
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