überschätzte und nicht überschätzte geräte im studio

Erstellt 40 Antworten41 Beiträge
Startbeitrag#1
ein beitrag weiter unten brachte mich darauf da mal etwas mehr drüber nachzudenken, was denn ausser dem transienten designer noch so alles im studio an geräten überschätzt wird, meine liste ist folgendes:
Überschätzt wird gern:
-akg c 414 und dessen brüder
-teure mikrofonkabel a la vovox
-exciter, refresher etc.
-digitale simulationen von "röhren"Kompressoren
-die Kawai MP-seríe als Sounderzeuger
-Korg M1
-ProTools
-der Mac
-autotuner für die stimme
-Yamaha NS10 & m
-DAW Controller

das wird oft unterschätzt:
-die wirkung guter dämmstoffe(die natürlich auch dementsprechend teuer sind)
-behringer b5
-rode NT2
-Ableton live
-JBL Control 1G
-ein gutes Netzteil
-Bücher
-einfache Handpercusion
-billige Kabel hinsichtlich ihrer lebensdauer ;O)
-analoge Mischpulte
-analoge Synthies

wenn einem nochwas einfällt, oder jemand seine meinung mitteilen will, würde mich interessieren...
grüsse

dB
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Antwort#2
das wird oft unterschätzt:
-...
-behringer b5
-...
UUPPS ...
Da hat also noch jemand entdeckt, daß das B5 für's Geld gar nicht so schlecht ist. ;-)
In ihrer Preisklasse gut fand ich auch die TRUTH B2031; praktisch finde ich von Behringer auch den MMX882 Splitter/Mixer (dient bei mir als Abhörmischer bei Aufnahmen) sowie den SHARK DSP 110 (als Kommandomikrofonverstärker) ...
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Antwort#3
Bei Analogpulten gibt es allerdings einen großen Unterschied zwischen neuen kleinen und alten großen Pulten...der Vintage-Wahn scheint da auch allmählich sehr stark um sich zu greifen.
Überschätzt werden ganz allgemein Röhren, glaube ich.
Auch von Impulshall wird oft mehr erwartet als er leisten kann.
AD-Wandlern wird gelegentlich mehr Einfluß zugeschrieben als Mikrofonen...glaubt man manchen Gearslutz-Beiträgen.
Kleinmembraner werden in den meisten Studios (sieht man mal von den auf Klassik spezialisierten Betrieben ab) sehr unterschätzt.
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Antwort#4
... aber es gibt tatsächlich von Behringer oder anderen Billiganbietern clevere Detaillösungen (z. B. Kopfhörerverstärker HA4700), andere Teile sind dagegen schlicht nicht ernsthaft zu gebrauchen (z. B. rauschende Behringer Hallgeräte).
Dass diese Teile alle in China gefertigt werden und man damit den inländischen Herstellern eventuell (?) das Wasser abgräbt, ist eine andere Sache.
Ich bin aber trotzdem nicht bereit, für einen (für die eigentliche Aufnahme unwichtigen) Kopfhörerverstärker mehr als 100 Euro auszugeben, wenn ich für dieses Geld einen tadellos funktionierenden HA4700 bekomme. Da ist mir schlichtweg das Hemd näher als die Hose.
PS: Ich kenne einige Kollegen, die Lake People KH-Verstärker in der Equipment-Liste führen, aber auch mindestens einen Behringer HA4xxx dabeihaben .... man darf sich nur nicht von der Tonpolizei erwischen lassen.
Es lebe die s/w-Malerei.


Studio 12
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Antwort#5
- Die 192 kHz sind meines Erachtens auch überschätzt, stattdessen kosten sie satt Speicherplatz.
- iPod. Um seine Dinger unterwegs zu hören, reichen auch andere, günstigere Lösungen, die auch unter Livebedingungen (z.B. als Einspieler) besser zu bedienen sind.
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Antwort#6
""Kleinmembraner werden in den meisten Studios (sieht man mal von den auf Klassik spezialisierten Betrieben ab) sehr unterschätzt. ""
Und dementsprechend Großmembraner überschätzt, sowohl im Klassik als auch im Unterhaltungmusikbereich.

Grüße
Rainer
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Antwort#7
Hallo,
die Virtualizer (auch die Pro) sind in der Tat nervig rauschig.
Kleiner Trick:
Kompressor vor den Nachhall, und dahinter ein Noisegate.
Dann geht es, und ich liebe diese Art des dichten Nachhalls.
Freundliche Grüße
Bernd K.
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Antwort#8
Ich bin allerdings nicht der Meinung, dass das C414 in welcher Bauart auch immer generell überschätzt wird - ich meine nicht den Vergleich zu Kleinmembranern (ist wieder ein anderes Thema) sondern zu den 1" Brüdern.
Das (Preislich vergleichbare) TLM103 dagegen wird (allein aufgrund der Marke) oft überschätzt.
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Antwort#9
also, bevor ich mir eine reine Niere als GM kaufe, doch hundertmal lieber etwas umschaltbares. Bei fast allen GMs ist sowieso nur die Acht quer durchs Spektrum eine Acht. So viele der vielbejammerten Probleme mit Übersprechen etc. ließen sich durch eine gleichmäßigere Richtcharakteristik (=Kleinmembran) vermeiden - aber alle wollen unbedingt Großmembran.
Oktava gehört glaube ich auch zum eher Unterschätzten (mit meinen beiden GMs bin ich übrigens ohne irgendwelche gearslutz-verbindlichen Modifikationen auch glücklich!)
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Antwort#10
Überschätzt werden häufig auch die Kochrezepte. Ich wundere mich manchmal selber, zu welchen unterschiedlichen Ergebnissen man mit demselben Equipment kommt. Sogar innerhalb einer Session werden manchmal 3 Lieder gut und die drei anderen schlecht. Ich habe hier Gesangsaufnahmen von einem SM57 im Instrumenteneingang auf rauschendem Band, das locker vom Hocker meine 96 kHz U87 Aufnahme in den Schatten stellt. So muss Schumi sich fühlen, wenn er von einem Käfer überholt wird. (Genauso frage ich mich heute noch, warum ausgerechnet das Konzert, wo ich mit einer billigen Leihgitarre gespielt habe, das beste war.)
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Antwort#11
Oder die beste Party in dem versifftesten Laden der Stadt stattfindet, was natürlich nicht heißt, dass ein versiffter Laden ein Garant für gute Partys ist.
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Antwort#12
Dass diese Teile alle in China gefertigt werden und man damit den inländischen
Herstellern eventuell (?) das Wasser abgräbt, ist eine andere Sache.
... nicht wirklich, denn Abhörmischer oder KommandomikrofonVV hätte ich selbst gebaut.
Nur: Wer leistet sich bei den Preisen einen Selbstbau?
M.E. als Kult und Fetisch völlig überschätzt: Die alten Gurken von Neumann a la U47, M49 und andere Antiquitäten ...
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Antwort#13
Überschätzt wird gern:
das wird oft unterschätzt:
-digitale simulationen von "röhren"Kompressoren
Röhrensound allgemein.
-ProTools
-der Mac
Das kann man nicht häufig genug betonen.
-autotuner für die stimme
Hmm...das Teil tut seinen Job. Wer natürlich Wunderdinge erwartet, wird selbstverständlich enttäuscht.
-Yamaha NS10 & m
Aber die sind doch so schön weiss...
-DAW Controller
Du meinst Hardware-Controller?
In dem Fall: Kontra!
Ich liebe meinen Hardwarecontroller.
-JBL Control 1G
Unbedingt! Ich liebe diese Teile!
-billige Kabel hinsichtlich ihrer lebensdauer ;O)
Einspruch!
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Antwort#14
Überschätzt wird gerne auch das SM57.
Unterschätzt wird noch viel öfter das SM57.
Live-technisch würde ich unbedingt noch Behringer-Multigates erwähnen.
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Antwort#15
Hmm... Ich glaub die Tontechnik ansich wird gern überschätzt.
Man kann ja nunmal nicht zaubern (Auch wenns manche erwarten)
Ach und ja.. Die RedHotChilliPeppers sind overrrated. Californication z. B. ist ne CD, die jedes Mädchen vom Gymi hat, aber nie anhört. (ok ein wenig vom Thema ab)
Salvete
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Antwort#16
In der Tontechnik von Film/TV:
Die Marke SQN. Eigentlich kann man über die Teile nur noch lachen.
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Antwort#17
Was heisst Control 1 "G" ? Ich finde nur Control 1 pro... :-( zu blöd ? Sind das die gleichen ? Wo ist der Unterschied ?
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Antwort#18
Selbst der kleinste und kostengünstigste Sound-Devices-Mischer kann wesentlich mehr (und klingt sauberer) als der SQN. Der einzige Vorteil des SQN gegenüber vielen anderen Geräten sind die erfühlbaren Potiknöpfe.
Unterschätzt wird m.E. die Analog-Nagra. Allein die Vorverstärker...!!!
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Antwort#19
Ah tach auch,
also das C414 ist praktisch, weil man es bei der Snare so schön "dazwischenfummeln" kann.
Unter-wie überschätzt: Analoge Bandmaschienen
Überschätzt: Monitore von B&W sowie Geithain
Unterschätzt in der Tat einige Behringer-Geräte (die Kopfhörerverstärker wurden schon erwähnt).
Überschätzt: Mikros von B&K (ist aber viel Geschmackssache dabei).
Überschätzt: SM58 und S57
Unterschätzt: Telefunken M811
Überschätzt: Yamaha NS10
Unterschätzt in der Tat die JBL Control 1 (vor allem für das Geld!)
Evtl. unterschätzt die M930 von Gefell, die meiner Meinung nach besten Solo-Gesangsstützen.
Überschätzt: vieles digitale "Spielzeugs", ist halt preiswert und leicht. Deswegen heutzutage unterschätzt: vieles gute (!) Analog-Equipment, ist meist "groß und schwer".
Gruß
Markus P.
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Antwort#20
unterschätzt: Rechtschreibung (v.a. im Internet - aktuell: "Bandmaschienen").
überschätzt: Tontechnikingenieurs- (oder meist doch Stöpsel-)leistung ggü. einer künstl. Leistung beim Musizieren.
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