Röhrenmikrofon mit Phantomspeisung - @ Schaltungsentwickler

Erstellt 11 Antworten12 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo Entwicklerkollegen,

diese Frage schwirrte schon einmal vor einigen Jahren im "diffusen" Schallfeld der Fachsimpeleien herum.
Wer hat Ideen dazu?
Mit der Röhre AC 701 - die früher in sehr vielen Röhrenmikrofonen verwendet wurde - geht es definitiv nicht. Zwar würde die Anodenspannung von 120 V/0,1 mA durchaus mit der Leistung die das 48V-Phantom abzugeben vermag erzeugbar sein, aber nicht die Heizung mit 4V/100 mA.
Wie sieht es aus, gibt es noch andere mikrofontaugliche Röhren deren Heizleistung auch mit der 48V-Phantomspeisung über die 2 x 6,8 kOhm-Widerstände erzeugbar ist (einschließlich Verluste durch die DC/DC-Wandlung). Ich denke da mal an die D-Röhrenserie (sofern noch erhältlich).

MfG
Rainer
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Antwort#2
Hallo Rainer,
DC90 und DC96 sind bei BTB noch zu haben, die entsprechenden DF auch. Evtl. wäre es auch ein gangbarer Weg, entsprechende russische Subminiaturröhren zu nehmen.
MfG
DB
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Antwort#3
Hallo Rainer,
dazu bieten sich Hoergeraeteroehren an.
Beispiel:
Raytheon CK6418/ Tung-Sol 6418
Das ist eine kleine Pentode mit 1,25V/10mA Heizstrom und 24V Anoden/Schirmgitterspannung und sehr geringem Steuergitterstrom.
Da das Teil hochohmig ist, muss man noch einen Source- oder Emitterfolger nachsetzen, aber der Rest der Parameter passt.
Ich habe damit einmal ein experimentelles Mikrophon mit der KK83 (aus einem Kommandomodul (Dannerkassette) von Neumann entnommen) aufgebaut, und es funktionierte ganz ordentlich - die Mikrophonie der Roehre selbst ist trotz direkter Heizung sehr gering...
Wenn welche benoetigt werden, kann ich preiswert Muster aus einem grossen Vorrat beschaffen.
Gruss
Micha
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6418-Datenblatt
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Antwort#4
Hallo Rainer,
die D- Serie hatte 25mA Heizstrom (Endröhren 50mA), ohne Schaltregler käme man also auch hier nicht aus. Dafür liegen die Anodenspannungen relativ niedrig, möglicherweise bekäme man brauchbare Verstärkung schon mit 48V oder knapp darunter (ob man den gesamten Stromverbrauch des Verstärkers so klein halten kann, daß man direkt aus der Phantomspeisung noch brauchbare Spannungen erhält, steht auf einen anderen Blatt). Interessanterweise gab es in der E- Serie Röhren, die für den HF- Teil in Autoradios vorgesehen waren, und die bei 6,3 oder 12,6 V Heizung auch mit dieser Spannung als Anodenbetriebsspannung auskamen. Die genauen Daten hab ich jetzt leider nicht zur Verfügung, aber vielleicht einer der werten Kollegen...
Vielleicht wären diese, falls noch beschaffbar, eine Alternative.
Gruß Jörg
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Antwort#6
Vielleicht sollte man sich da eher das MG UM900 ansehen. Es war nicht nur das erste seine Art, sondern steht auch nicht im Verdacht eine "Billiglösung" zu sein.
Leider schweigt sich das Datenblatt auf der Homepage über den Röhrentyp aus ("Subminiaturröhre - rausch - und klingarm").
Auf Nachfrage wird man in Gefell sicher etwas erfahren...
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Antwort#7
Richtig, es gab da mal einige Röhren wie z.B. ECC86, EF 83, ECH 83 die mit 12,6 V Anodenspannung auskamen. Aber ob dazu die Leistung des Phantoms ausreicht glaube ich nicht. Das Problem ist immer die Heizung.

Grüße
Rainer
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Antwort#8
Genau das befürchte ich auch. Was spricht eigentlich gegen ein externes Speisegerät?
Gruß Jörg
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Antwort#9
Hallo Jörg,
gegen ein Speisegerät spricht natürlich nichts. Sowas hatte ich auch, da stand dann zusätzlich noch eine schwere Kiste mit 8 Achteleinschüben N215 herum.
Das Problem sind dann die Kabel, die müssen mindestens fünfadrig sein. Man benötigt also extra Mikrokabel.
MfG
DB
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Antwort#10
Das von Dir erwaehnte Mikrophon brachte mich auf die Idee mit der 6418...
Ich hatte mal eines dieser Mikrophone in geoeffnetem Zustand in der Hand, und da steckte in der Tat ein Hoergereaeteroehrchen drin.
Gruss
Micha
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Antwort#11
Bei normalen D-Roehren tut sich bei den realistisch zur Verfuegung stehenden 20..25 V fuer die Anode nicht viel - und bei den Autoradioroehren ECC86, EF97/98 ist der Heizleistungsbedarf zu hoch.
Allenfalls bietet sich noch eine DC25 oder 1G4GT an - aber der Heizstrombedarf ist ein wenig zu hoch (25mA bei DC25, 50 mA bei 1G4GT).
Gruss
Micha
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Antwort#12
Kabel müssen mindestens fünfadrig sein. Man benötigt also extra Mikrokabel.
Welcher Hersteller - außer SOMMERcable und MOGAMI - bietet geeignete Kabel an?
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