Laien-Theater

Erstellt 13 Antworten14 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo Leute!
Bei uns im Dorf gibts immer ein Laien-Theater, das sich aber durchaus gut präsentiert. Von jedem Stück gibts auch einen Video-Mitschnitt, der aber leider einen ziemlich miserablen Ton hat. Jetzt hab ich mir überlegt das zu ändern.
Könnt ihr mir helfen? Was braucht man denn da alles? Wie würdet ihr so etwas mikrofonieren?
Ich hab da mal an 2 - 3 Grenzflächen gedacht, die ich auf/vor die Bühne lege. Auf der Bühne ist wahrscheinlich nicht so gut, weil ich dann zu viel Trittschall vom Bühnen-Geklapper mit rauf bekomme, oder?!
Vor der Bühne ist vielleicht auch net so gut, weil die Bühne etwa einen Meter hoch ist und das den Schall abschattet?
Wie könnte ich das denn sonst noch lösen? Direkt im Veranstaltungssaal ist eine C414-ORTF installiert, nur weiß ich leider nicht mehr, ob das nicht zu weit "in" der Bühne ist... Würde das sonst ausreichen ein ordentliches Ergebnis zu erhalten?
Was muss ich denn bei der Synchronisation mit der Kamera (den Kameras) beachten? Wie funktioniert das denn überhaupt? Ich muss doch die Kameras und mein Aufzeichnungsgerät (Notebook) synchen, oder sehe ich das falsch?

Danke für die Hilfe!
Roman
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Antwort#2
Auf der Bühne ist wahrscheinlich nicht so gut, weil ich dann zu viel Trittschall vom Bühnen-Geklapper mit rauf bekomme, oder?!
Oder eher nicht. Von Druckempfängern als Grenzflächenmikrofonen kommt sehr wenig Körpeschall rüber. Denkt man gar nicht, ist aber so.
Hast du aber welche mit einer zusätzlichen Richtcharakteristik, dann wird der Bühnenrums wahrlich schrecklich.
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Antwort#3
Probiere halt die 414er mal in der ersten Saalprobe aus...
Ansonsten vielleicht einen "Vorhang" aus 4 - 5 Kleinmembranern über der Bühnenkante, wenn das geht. Von ner Licht-Traverse abhängen oder so.
Ein Richtrohr auf die Kamera montiert sollte auch deutlich bessere Ergebnisse bringen als das Kameramikro selbst, vorausgesetzt die Kamera macht nicht allzu viel Krach. Sennheiser MKH416 oder (weniger gut, aber auch weniger Geld) Beyerdynamic MCE86. Elegant: eine Acht quer dazu als MS-Anordnung.
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Antwort#4
Hm, ok... Dann ist das wohl mal einen Versuch wert... ;-)
Kannst du mir noch bzgl. der Synchronisation helfen?
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Antwort#5
Hm, ja das sollte schon möglich sein... Ich kann doch auch die Kleinmembranen von unten vor die Bühne stellen, oder?
Bzgl. der Synchronisation mit der Kamera muss ich was bedenken? Wie funktioniert das überhaupt?
Danke
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Antwort#6
Hallo,
auch ich würde mehrere Kleinmembrane über die Bühne hängen.
Kannst den Augang vom Mischpult nicht direkt in die Kamera(s)
einspeisen ?
Zusätzlich selbst auch aufzeichnen, mit PC oder (digital) Recorder.
MfG,
Evert
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Antwort#7
Aha aha, das klingt gut... Ich kenn die Kameras leider nicht, aber muss ich mal schaun...
Wenn ich den Ton zusätzlich aufzeichne, bekomm ich dann nachträglich den Ton noch (nachbearbeitet) synchron zum Bild?
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Antwort#8
Wenn ich den Ton zusätzlich aufzeichne, bekomm ich dann nachträglich den Ton noch (nachbearbeitet) synchron zum Bild?
Das ist nicht unbedingt sicher. Es kommt darauf an, wie man es anstellt.
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Antwort#9
für sowas gibt es normalerweise den timecode, für viel geld bei diversen hd recordern nachrüstbar. ich habe die erfahrung gemacht, das ton und bild getrennt aufgezeichnet schon auf dauer einen zeitversatz haben. (du kannst den manuell ausgleichen, gerade wenn du bloss bestimmte szenen zusammenschneidest. das heisst du zeichnest auf der kamera eine referenztonspur auf und legst später beim schnitt die wellenformen übereinander, das ist aber eher stressig).
wenn es ein gesamtmitschnitt wird kann das aber schon zu einem problem werden, da ist/sind die tonspur(en) auf der kamera dann schon besser. ich würde dir empfehlen, den raum zu mikrophonieren wie die kollegen beschreiben (mit den hängenden mikros) und einen stereomix davon (den du evtl. die ganze zeit abhörst und ggf. nachregulierst) direkt auf die beiden kanäle der kamera aufzeichnest.
grüsse,
frieder
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Antwort#10
Das ist nicht unbedingt sicher. Es kommt darauf an, wie man es anstellt.
An dieser Stelle wäre es nett, wenn du mir sagen könntest, wie es richtig wäre... ;-)
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Antwort#11
Hallo,
als Gedanke zum Mitschnitt mit "Semiprofiequipment":
Nimm eine Videokamera als Tonmaster, unabdingbar eine mit regelbarem Toneingang für Linepegel (aus dem von Dir kontrollierten Livemixer) und stelle diese fest auf ein Stativ für die Totale (ganze Bühne).
Weitere "feste" Kameras kannst Du ja ebenfalls mit Mixerton versorgen, muß aber gar nicht sein.
Beim zusammenbasteln am PC muß das Video von der Tonmasterkamera die Schnittgrundlage bilden, also früher sagte man, die anderen Kameras kommen mit einem Insertschnitt dazu. Also niemals den Ton dieses Mastervideo schneiden oder vom Bild trennen. In diversen Videoschnittprogrammen kann man einzelne Spuren und auch Objekte "festklemmen".
Die Tonspuren der anderen Kameras benötigst Du nur noch zur Orientierung während des Zusammenbastelns, danach können sie weg.
Grüße
Torsten


conanima
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Antwort#12
Hallo,
als Gedanke zum Mitschnitt mit "Semiprofiequipment":
Nimm eine Videokamera als Tonmaster, unabdingbar eine mit regelbarem Toneingang für Linepegel (aus dem von Dir kontrollierten Livemixer) und stelle diese fest auf ein Stativ für die Totale (ganze Bühne).
Weitere "feste" Kameras kannst Du ja ebenfalls mit Mixerton versorgen, muß aber gar nicht sein.
Beim zusammenbasteln am PC muß das Video von der Tonmasterkamera die Schnittgrundlage bilden, also früher sagte man, die anderen Kameras kommen mit einem Insertschnitt dazu. Also niemals den Ton dieses Mastervideo schneiden oder vom Bild trennen. In diversen Videoschnittprogrammen kann man einzelne Spuren und auch Objekte "festklemmen".
Die Tonspuren der anderen Kameras benötigst Du nur noch zur Orientierung während des Zusammenbastelns, danach können sie weg.
Grüße
Torsten


conanima
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Antwort#13
re Sync....
klaro, du kannst es dann fasesynchron bekommen, weil du dann schon
ETWAS, sei es eventuell mit weniger Qualität auf`s Videoband hast.
Daran kannst deine Parallelaufzeichnung synchronsieren.
Viel Erfolg
Evert
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Antwort#14
Ab und zu mal im Bild sichtbar und hörbar "klatschen", so wie die Leute es früher mit der guten alten Filmklappe gemacht haben (und z.B. im deutschen Spielfilm in bestimmten Situationen tatsächlich noch immer praktiziert wird). Ansonsten ist eine Synchronisation anhand der Hüllkurven am Rechner später möglich, sofern der Ton auf der Kamera als "Info-Ton" taugt und der Tonaufzeichnung einigermaßen ähnlich "sieht".
Wenn du einen guten Draht zu einem Verleiher hast, könntest du auch eine Mehrspuraufzeichnung machen mit einer Mikroport-Strecke für jeden Schauspieler. Also jeden Schauspieler mit einem Headset oder einem Ansteckmikro ausstatten. Zusätzlich dann noch zwei Spuren für eine Stereoatmo vom Publikum. Ergebnis: seeeehr sauberer Ton. Nachteil ist natürlich der Aufwand - und wenn im Stück Kampfszenen vorkommen oder Szenen, wo sich die Schauspieler umziehen oder die Kleider vom Leib reißen, gehts natürlich nicht.
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