Hallo, ich bin klassisch ausgebildete Sopranistin (mit extrem starken Oberschwingungen) und singe neben Klassik (dafür brauche ich kein Mikro) bei Hochzeiten und bunten Abenden auch Musical und Popballaden. Ich habe 2 Mikros Shure C 606 (klirrt furchtbar) und SM 48, ein wenig dumpf, muss es ziemlich mit der Hand umschließen und bei tiefen Stellen ganz nah ran, dann geht es halbwegs. Trotzdem klingen meine halb- oder fast gar nicht ausgebildeten Gesangsschüler mit Mikro und Boxen alle besser als ich, obwohl da auch einige dabei sind, die man ohne Mikro kaum hört - total frustrierend!!! Ich muss mir also ein besseres Mikro für Liveauftritte anschaffen, aber welches? Über eure Antworten freue ich mich sehr, aber bitte, bitte, in wirklichem Grundschüler-Deutsch, ich bin in diesen Dingen totaler Laie und habe von den vielen Postings zu ähnlichem Thema leider nix verstanden....
danke Angelika P.S.: Die Demos auf meiner HP sind fast alle mit meiner Cam gemacht... der Sound der dabei rausgekommen ist klingt besser als der mit Mikro und Boxen.....
Tja. Ich bin selber professioneller Sänger und habe folgende Erfahrungen gemacht: Singt man klassisch, "denkt" man für den Raum und will diesen füllen. Die Klangbalance stellt sich also erst im Raum ein!! Das ist ein ganz anderes Singen als fürs Mikro. Deswegen stellt man ja die Miks bei Klassik-Aufnahmen mindestens einen Meter weg von der Sängerin (zum Aufnehmen) um diese Balance draufzuhaben. Willst du mit Mik singen, dann musst du auch f ü r das Mik singen, d.h. meiner Erfahrung nach, mehr Aussprache, weniger Raum geben, irgenwie konkreter Singen (wenn du verstehst, was ich meine), eben auch mal hauchen oder ganz leise singen. Durch das "live"-Mik kommt der ganze Raum, die ganze stimmliche Brillanz einfach nicht rüber, wenn das Mik nah dran ist! Fazit: Wenn du so singst, dass du den Raum mit deinem Volumen zum Klingen bringen willst, dann lass das Mik oder halte es in dem Augenblick halt weiter weg. Wenn du mit Mik singst, dann musst du eben auch für das Mikrofon singen (und für das PA natürlich). Es sind einfach zwei verschiedene Sachen. Vielleicht etwas chaotisch mein Thread, aber nimm dir raus, wass du brauchen kannst... Und wenn du ein Mik nimmst, dann nimm doch mindestens ein SM58 von Shure (100 Euro).
Meine Tipps für hochtwertigen Gesang, "ruhigere" Musik - Jazz/Pop/Musical: Neumann KMS105 Shure KSM9 Shure Beta57 AKG C5900 Bei dieser Art von Musik muss man leider nahe ans Mikro, da führt kein Weg daran vorbei. Grüße, Hermann
Hallo Angelika, du schreibst leider nichts über die Anlage, die Du verwendest. Stehst Du vor den Lautsprechern, oder dahinter. Ist diese jedesmal die gleiche? Mikrofone empfehle ich ebenso wie Herrmann die von ihm bereits angesprochenen. Liebe Grüße Hans
... ich befürchte, das trifft den Kern des Problems. In dem Zusammenhang sollte trotzdem geklärt sein, ob ev. die Boxen (Piezo-HT?), Mischpult und Verstärker (bzw. Powermixer) in Ordnung sind. Interessant wäre auch zu wissen, ob fleissig vom EQ Gebrauch gemacht wird. Ich habe mir bei Live-Beschallunge angewöhnt, die Aussteuerung nicht auszureizen (eventuelles Rauschen geht ohnehin im Publikums-Getöse unter), in Einzelkanälen so gut wie nie eine Höhenanhebung zu machen, sondern tendenziell eher abzusenken, in jeden Kanal ausser Bassdrum einen Hochpass zu verwenden, selbst beim Bass verwende ich manchmal und je nach Lokation einen Hochpass (ich rede von Jazz ...) - wenn ich aber gelegentlich bei diversen Bands mit einem m. E. suboptimalen Sound auf den Mischer schaue, sehe ich so gut wie immer: Höhen bei fast allen Kanälen kräftig angehoben, Bässe rein, damit es auch richtig rummmmst. Die Folge: beissender Klang in den Höhen von meist überforderten Hochtönern, Bassgemurmel, immer wieder anklingendes Feedback. Die Posterin würde uns weiterhelfen, wenn Sie uns das gesamte Equipment auflistet und auch berichtet, wie die Gerätschaften eingestellt sind.
Hallo, danke erst einmal für eure schnellen Antworten. Mein Equipment? Ich hoffe, ihr nehmt mich noch ernst! Ich bin meistens allein unterwegs, und da schaffe ich es nicht, 25kg Boxen enge Kirchenwendeltreppen zur Orgelempore hochzuschleppen (bei Hochzeiten) oder sie auf Boxenständer zu hiefen. Deshalb habe ich eine kleine, feine, für Kirchen und kleinere Räume (Feiern bis ca. 150 Gäste) ausreichende Anlage, bestehend aus einem CD-Player, meinem Mikro und 2 Aktiv-Boxen von Behringer (MS 16):
4"-Basslautsprecher + Hochtöner zwei 8-Watt-Verstärker Frequenzgang 80 Hz bis 20 kHz Stereo-Cinch-Eingänge zum Anschluss von Soundkarten, Keyboards etc. können gleichzeitig mit dem Eingang für CD-/MD-Player genutzt werden 1 regelbarer Mikrofoneingang (6,3mm Klinke) für Playback-Anwendungen oder als Gesangsmonitor Kopfhörerausgang (3,5mm Stereoklinke) Getrennte Lautstärke-, Bass- und Höhenregler für absolute Flexibilität hervorragend für Home Studio- und Multimedia-Anwendungen magnetisch geschirmt Abmessungen: 140 x 150 x 241 mm Gewicht: rechte Box 2,1 kg, linke Box 1,4 kg Die Boxen stehen meistens rechts und links hinter mir auf Tischen in Ohrhöhe, die Lautstärke steuere ich dann notfalls während des Singens nach. Da ich oft als Überraschung gebucht werde, baue ich während der Feier auf und verbinde das mit einer kleinen Moderation. Bitte lacht jetzt nicht, aber für meine Zwecke sind die Boxen durchaus ausreichend. In der Kirche singe ich höchstens 3 Stücke und bei Privatfeiern max. 30-40 Minuten. Die Popsachen singe ich auch nicht wie eine Opernsängerin (dann bräuchte ich ja auch kein Mikro, da trägt die Stimme von allein) - nein, gerade für den anderen flacheren, nicht so resonanzreichen, auch gehauchten oder gebelteten Stimmeinsatz benötige ich ein besseres Mikro als mein Uralt Shure SM48 (das SM 58 habe ich ausprobiert, das ist noch schlechter für mich). So, hoffentlich habe ich euch jetzt nicht zu sehr vollgetextet.... Angelika
Hallo Angelika, ich denke, Du wirst hier schon ernstgenommen. Meine Frage nach dem Equipment war offenbar ein Volltreffer. Die MS16-Boxen kenne ich, die hat mein Jüngster als Computerboxen am PC. Ich bin mir fast sicher, dass Du einen großen Teil Deiner Probleme wegbekommst, wenn Du Dir eine professionelle aktive Lautsprecherbox kaufst und dazu meinetwegen das kleinstmögliche Behringer-Pult mit eiungebautem Hall. Es würde mich sehr wundern, wenn Du Dein Problem dann immer noch hast. Gruß Uwe
Hatte jemand jemals die Möglichkeit, das Neumann KMS105 gegen das SCHOEPS-Pedant CMH 6x zu vergleichen? Als "reine Stütze" gerade bei Sopranen habe ich mit der SCHOEPS-Kombination CMC54 und Schaumi auf RC1200 an STRxxx und BF250 gute Erfahrungen gemacht. Nicht nur Klang, auch Optik überzeugen ... Geht aber an den Anforderungen "Bühnenmikrofon für Jazz-Standards, Baladen, etc." ein wenig vorbei. @ Angelika: Schon mal über ein kabelloses Funk-Mikrofon nachgedacht? Egal, ob Du das Publikum in Deine Darbietungen einbeziehen möchtest: die Freiheit, die Dir ein Funkmikrofon bietet, ist nicht zu unterschätzen. Und es erspart Dir Zeit beim Aufbau, wenn Du kein zusätzliches Mikrofonkabel auspacken mußt ...
Hallo, eine Empfehlung: 1-2 Stück Klein&Hummel Freeport Lautsprecher+ Mikrofon (evtl. wireless) nach Wahl. Vorteil der Lautsprecher: Akkubetrieb ca. 2h+x 3 Eingänge, wireless Empfang optional. Ich würde in dem Fall sicherlich ein wireless Mic benutzen.
OT: Hat hier auch jemand den Eindruck, dass im Vergleich zu den gekabelten Neumann KMS105 die sog. "Neuheuser" wireless rel. "Besch..." klingen? Wir haben 2 Stück davon und ich bin immer wieder enttäuscht....(v.a. angesichts des Kaufpreises) Grüße Martin
Also die Auflistung von Hermann gefällt mir schon sehr gut, das beta57 würd ich aber rausnehmen, ansonsten: feine Auswahl @ Funkmikrophon: das Kabel sparst du nur, wenn du alles in nem fix verkabelten Rack hast, ansonsten darfst du Antennen aufstellen (gut, Größenordnung Hochzeit eher nicht), Strom zuleiten und das Signal ins Pult verkabeln... also deutlich mehr Aufwand. Außerdem muss man sich um Batterien kümmern und nicht zuletzt ist es eine Preisfrage, denn billige Funkstrecken klingen doch eher besch...eiden. Also mir wäre ein Kabel lieber, auch weil ein Funki seine Vorteile auf der Bühnengröße "Hochzeit" nicht wirklich ausspielen kann. lieben Gruß Armin
Also mir wäre ein Kabel lieber, auch weil ein Funki seine Vorteile auf der Bühnengröße "Hochzeit" nicht wirklich ausspielen kann.
Auf der Orgelempore in der Kirche sicher nicht. Im Veranstaltungssaal der Hochzeitsfeier mitunter doch? Man sollte bei den "guten Ratschlägen" nur realistisch sein: Irrsinig viel Kohle bekommt man für solche Mucken nicht - ob da die Anschaffung eines Funkmikrofons oder eines KMS105 o.ä. (mitsamt der ggf. nötigen Folgeinvestitionen) dazu noch in Relation dazu steht, bleibt eine persönliche Entscheidung ... Andere Frage (auch an Angelika): Gibt es in Krefeld kein Musikhaus, das kompetent und passend zum eingeplanten Budget beraten kann?
... ich glaube, die Diskussionen gehen etwas an der Sache vorbei. Der Klang mit dem vorhandenen Equipment ist schlecht. Wie sich inzwischen für mich herauskristallisiert hat, liegt es vermutlich eher nicht an der Art und Weise des Singens und noch nicht mal an den Mikrofonen sondern einfach an den dafür überhaupt nicht geeigneten Lautsprecherboxen. KSM105, Funk, K+H sind alles tolle hochwertige Lösungen - aber das braucht es hier noch nicht mal, man kann viel tiefer ansetzen, weil das dafür aufzubringende Kleingeld auch eine mehr oder weniger große Rolle spielen wird. Da die Transportmöglichkeit K.O.-Kriterium ist, würde ich auf jeden Schnickschnack verzichten, ich würde sogar mono fahren. Neben den genannten Aktiv-Lautsprecher-Boxen, die dann u. U. unzureichende Mixer- und Hall-Möglichkeiten haben, wäre eine Kombination eines kleinen Powermixers (z. B. Phonic MU200XP, ca. 3 kg, sogar mit Phantomspeisung) und erstmal EINER kleinen Passiv-Box, z. B. gebraucht Ramsa WS-A80 (ca. 100-150 Euro, geschätzte 5 kg) plus ORDENTLICHE Kabel, ggf. ein etwas besseres Mikrofon (in der Preislage unter 200 Euro) von AKG oder Audix etc. etwas, was gewichts- und geldmäßig tragbar wäre und viele Jahre für Freude sorgen wird. Ich nutze ähnliche Kleinstkombinationen seit 15 Jahren für gelegentliche Sax/Piano-Auftritte und laufe mit meinem Technik und dem geschulterten Horn nur einmal in den Saal ...
""Wie sich inzwischen für mich herauskristallisiert hat, liegt es vermutlich eher nicht an der Art und Weise des Singens und noch nicht mal an den Mikrofonen sondern einfach an den dafür überhaupt nicht geeigneten Lautsprecherboxen. KSM105, Funk, K+H sind alles tolle hochwertige Lösungen - aber das braucht es hier noch nicht mal, man kann viel tiefer ansetzen, weil das dafür aufzubringende Kleingeld auch eine mehr oder weniger große Rolle spielen wird. Da die Transportmöglichkeit K.O.-Kriterium ist, würde ich auf jeden Schnickschnack verzichten, ich würde sogar mono fahren. Neben den genannten Aktiv-Lautsprecher-Boxen, die dann u. U. unzureichende Mixer- und Hall-Möglichkeiten haben, wäre eine Kombination eines kleinen Powermixers (z. B. Phonic MU200XP, ca. 3 kg, sogar mit Phantomspeisung) und erstmal EINER kleinen Passiv-Box, z. B. gebraucht Ramsa WS-A80 (ca. 100-150 Euro, geschätzte 5 kg) plus ORDENTLICHE Kabel, ggf. ein etwas besseres Mikrofon (in der Preislage unter 200 Euro) von AKG oder Audix etc. etwas, was gewichts- und geldäßig tragbar wäre und viele Jahre für Freude sorgen wird."" Dem ist nichts mehr hinzuzufügen!
Hallo Angelika, Die meisten probleme sind ja schon angesprochen worden: 1. Vernünftige Beschallunsgsbox kaufen, z. B: 1x RCF 310-A, 12,5 kg; ca. 540.- Euro 2. Kleiner Kompaktmixer, z.B. Yamaha MG8/2FX 3. Wahrscheinlich besseres Mikrofon, Geschmackssache, siehe andere Poster. Würde ich zuletzt machen! 4. Alternativ "Kleinbeschallungsanlage" z. B. Yamaha Stagepas 300, ca. 540.- Euro inklusive Mischpult & Boxen. Es gibt auch einen Caddy & weiteres Zubehör dafür . Sehr kompakt klingt erstaunlich gut, besser als die meisten anderen Anlagen in dieser Klasse. 5. (Ohne hier den Lehrmeister spielen zu wollen): Fleißig Mikrofonarbeit üben. Das Mikrofon ist das von den Sängern am meiste unterschätzte Instrument....... Gruß & keep on rockin` M. Hein
Hallo Angelika, fangen wir mal mit dem Mikro an. Für Pop und Musical muß es nicht unbedingt ein Kondesatormikrofon sein. Ich habe, grade bei Frauenstimmen, gute Erfahrungen mit dem MD431 von Sennheiser gemacht, löst für ein dynamisches Mikrofon gut auf, liefert nicht so ein undefiniertes Gezische wie die SM58- Gurke und ist relativ erschwinglich. Außerdem sieht es in schwarz auch noch seriös aus :-). Gehe also einfach mal zum Händler deines Vertrauens und teste es einmal und versuche bei der Gelegenheit gleich noch ein paar andere Mikrofone, das Ergebnis sollte letztendlich den Ausschlag geben, welches Mikrofon du dir zulegst. Zum Rest der Anlage: 150 Personen mit den Behringerschachteln zu beschallen, halte ich für ein äußerst gewagtes Unterfangen. Für solche Kleinbeschallungen nehm ich gern dieses hier: http://www.kme-sound.de/cgi-bin/kme.shop/455b5c1e014ec488273f50f3360b0622/Product/View/1&2D131&2D005 Hat genau die Eingänge, die du brauchst, und stellt doch erheblich mehr Leistungsreserven zur Verfügung, das Gewicht von 16 kg sollte für dich noch im beherrschbaren Bereich liegen. Obwohl die og. Aktivbox bereits die passenden Eingänge für deinen Zweck hat, empfehle ich als drittes den Einsatz eines kleinen Mischpultes. Das hat den Vorteil, daß du Mikrofon und Zuspieler getrennt EQen kannst, um einen ordentlichen Mix aus beidem zu machen und dich der Raumakustik besser anpassen zu können. HTH Jörg
es ist sicher möglich mit kleiner leistung schon grossen radau zu machen aber mit steigender lautstärke ... steigen dann auch die verzerrungen. was der verstärker und die kleinen lautsprecher nicht an leistungsreserve für die verhältnismäßig richtige reproduktion haben ... wird als mehr zerrung zu hören sein. im falle der mini behringer-anlage könnte die leistung nicht einmal reichen um mit einer unverstärkten opernsängerin sauber mithalten zu können. auf dauer lohnt sich sicher die investition in eine höherwertige mini-anlage von einem markenhersteller. die kosten zwar wesentlich mehr ... sind auch klein und leicht ... klingen aber besser. als sehr sehr preiswertes mikrofon kann ich das pm38 von superlux nur loben. diese mikro liegt vom preis in der chinaramschklasse, kann aber klanglich mit wesentlich teureren bühnekondenstormikrofonen mithalten. es hat einen sehr warmen vollen sound und eine bessere auflösung als die shure sm dynamik. es verlangt vom nutzer eine gute mikrofontechnik und braucht 48 volt phantomspannug. wir haben zu diesem preis bisher nichts vergleichbares gefunden.(einfach mal mit suchmaschine umschaun oder onlinebörse eb hats auch) beste grüsse von der hessenmusik
Danke euch allen, die ihr euch so ernsthaft mit meiner Frage auseinandergesetzt habt. Ich muss mir jetzt alles in Ruhe durch den Kopf gehen lassen und mit diesen Informationen in eine größere Stadt (Essen, Köln, Duisburg) zu verschiedenen Händlern fahren und austesten. Angelika