Hi, leider ist auf mein letztes Posting keine Antwort mehr gekommen. Mich würde mal interessieren, wer hier im Forum Erfahrung mit der Datenrettung von HD-24 Dateien hat, und wie so etwas geht. Ich habe den Eindruck, dass es auch für viele Kollegen vom großen Interesse ist. Denn es fehlt ja nur das Inhaltsverzeichnis, die Daten sind ja da. Glücklicherweise bin ich noch nicht in die Verlegenheit gekommen, da ich bei mir im Hause vor dem Job eine "Leerdatei" aufnehme. Als ich den Recorder gekauft habe habe ich selber vor in Dienststellung auch diese Problematik durchgespielt und bin zu dieser Lösung gekommen. Zum Thema USV habe ich im vorigen Eintag was geschrieben und würde gerne Erfahrungsrückmeldungen von euch haben , da eine USV der andere Lösungsansat war, den aber wegen Schleppen und Netzspannungsform wieder verworfen habe. Siehe leztes Posting. Holger
... ist eigentlich jemandem klar, dass die Folgen eines Stromausfalls auf einem normalen Windows PC mit Samplitude bei weitem nicht so drastisch sind wie in diesem "dedicated device"? Hier ist der Worst Case eigentlich ein RAW-Import der Wave Dateien, und dann ist alles wieder gut, bis zum letzten geschriebenen Sample. Andere DAWs, wie z.B. Sadie sind noch besser geschützt. Tonmaus
Dass du nicht noch ein Gerät "schleppen" willst kann ich ja verstehen, aber was hast du gegen die Form der Ausgangsspannung von einigermaßen modernen (und heute trotzdem schon sehr billigen) USV-Geräten für Computersysteme? Die kommt doch einer Sinuswelle sehr nahe. Mit welchen Geräten hast du schlechte Erfahrungen gemacht? Der Strom aus meinen USV-Geräten (eine ca. 5 Jahre alte APC und eine 10 Jahre alte Fiskars) hat bis jetzt noch nie Störungen oder andere Probleme verursacht - egal, was ich angeschlossen hatte. Grüße, Andi
Die Angst davor, dass eine USV Störungen ins Netz abgibt (bzw. "im Netz herumsaut", wie du es auch ausgedrückt hast), ist übrigens absolut unbegründet. Normalerweise ist der Spannungswandler der USV ja gar nicht aktiv (jedenfalls bei den billigeren Offline-USVs), nur wenn der Strom ausfällt schaltet er sich innerhalb von Sekundenbruchteilen ein - dann wird allerdings die USV durch ein Relais eingangsseitig vom Netz getrennt. Den kurzen Stromausfall verkraftet meiner Erfahrung nach auch jedes Gerät problemlos. So störungsanfällig, wie manchmal befürchtet wird, sind professionelle Audio-Geräte zum Glück nicht (bzw. sollten sie es nicht sein). ;-)
ober die USV immer aktiv ist hängt von der USV ab. Solche USVs machen aber normalerweise einen sehr schönen Sinus nach vorne raus. Ich kann es aber nach wie vor nicht fassen: Da kaufen Menschen, die es wissen sollten eine Gerät das bei Stromausfällen bei der Aufnahme sehr unnett reagiert, und denken, sie haben den armen Computerbenutzern noch was voraus... Typischer Fall von Denkste. Tonmaus
Hallo Tonmaus, ohne diese Diskussion jetzt neu aufleben lassen zu wollen: eine DAW mit entprechenden Wandlern und der von Dir genannten Software ist preislich immer noch in einer ganz anderen Region zu finden als ein HD24 mit USV. ...Und das hat soweit nichts mit dem Gedanken zu tun, daß ein HD-Recorder besser ist oder sein soll als eine DAW, wie Du oben andeutest. Lieben Gruß Thomas
Hallo Holger, Du fragst: "Mich würde mal interessieren, wer hier im Forum Erfahrung mit der Datenrettung von HD-24 Dateien hat, und wie so etwas geht." Es gibt für Datenrettung zwei Möglichkeiten: Wenn Du eine HD hast, die vorzeitig dem Stromausfall zum Opfer gefallen ist, nimmt man sich eine zweite Platte mit wenigstens der selben Kapazität oder größer und zeichnet auf diese einen Song mit den selben Präferenzen auf wie auf der Ersten (am Besten ganze Länge codieren). Dann schließt man beide Platten an einen Rechner unter Linux an und kopiert Bit- und Sektorweise den Inhalt der havarierten HD ab ca. 300Mb bis zum Ende auf die zweite, vorcodierte HD. Ich weiß leider nicht genau, wie das Tool unter Linux für das kopieren heißt; jedenfalls dürfen die ersten 250-300 MB auf der HD nicht überschrieben werden, da dort das Inhaltsverzeichnis gespeichert ist. Nach dem Kopieren sollte die neue Platte jetzt im HD24 korrekt mounten lassen, Du hast dann einen Song der sich kopieren läßt. Die zweite Möglichkeit ist, sich das HD24 tool zu besorgen, das Marc Brevoort aus dem HD24-Forum geschrieben hat. Den Link dazu habe ich früher schon mal gepostet.... bei Interesse bitte mal kurz nach 'HD24' suchen. Mit dem Tool kannst Du den Header der havarierten Platte auslesen, den Du dann an Marc senden kannst. Bislang konnte er jeden Ihm zugesandten Header reparieren, Du bekommst ihn dann als Mail zurück und kannst ihn mit dem Tool auf die Platte kopieren. Mit dem Tool von Marc soll es möglich sein, eine HD24 Platte direkt an einem XP- oder Mac (OS X) Rechner anzuschließen ohne den Header zu zerschießen, was üblicherweise passiert wenn man eine HD an einen nicht-Linux-Rechner hängt. Nicht nur der Header kann so ohne Fireport ausgelesen werden, auch die Tracks lassen sich so kopieren. Ich hab das aber noch nicht ausprobiert weil ich's nicht mußte ;-) Hoffe geholfen zu haben. Lieben Gruß Thomas
... aber eine verlorene Produktion ist eben wesentlich teurer als beide Systeme zusammen. USV hilft übrigens nicht gegen Bedienfehler, sei es aus Dummheit oder Versehen. Den drastischen Folgen ist die Ursache egal. Daher mein Einwurf. LG, Tonmaus
Hallo Tonmaus, meinetwegen gehen wir auch noch mal ans 'Erbsenzählen' ;-) .... denn Bedienerfehler können sicher immer includet sein: Ich hab mein HD24 auch schon mal verliehen, und trotz meiner eindringlichen Anleitung zu dismounten VOR dem Ausschalten wurde der generale Strom-Aus Knopf gedrückt... es ist zwar ein zusätzlicher Aufwand, aber die Daten lassen sich trotz allem wieder herstellen.... Natürlich sollte hier JEDEM klar sein, daß wir nicht über analoge Aufzeichnung reden. Aber auch in der digitalen Welt muß nicht alles verloren sein wenn man 'einen Fehler begeht', egal ob DAW oder HD24... und ist es nicht gut zu wissen dass...!? Lieben Gruß Thomas
Hallo Holger, keine Ursache und danke für dein 'Danke' ;-) ... aber ich hatte es schon mal gepostet. Lieben Gruß an alle HD24'ler die's noch nicht wußten :-) Gerne wieder... Thomas
""Ich kann es aber nach wie vor nicht fassen: Da kaufen Menschen, die es wissen sollten eine Gerät das bei Stromausfällen bei der Aufnahme sehr unnett reagiert, und denken, sie haben den armen Computerbenutzern noch was voraus..."" Was soll denn diese uninformierte Polemik? Eine vergleichbare Computer-DAW (Laptop+Audiosoftware+Audiohardware+ext. Festplatte) ist doppelt/dreifach teurer (mit dem HD24 lassen sich bis 24 Spuren gleichzeitig aufzeichen, auch ab analog...) und wesentlich Störungsanfälliger (Treiber, Viren, Bugs etc.) Basta. Die Möglichkeit der Fehlbedienung gibt es - aber Dummheit sollte bestraft werden. Und Stromausfälle sind doch - bisher jedenfalls - eher die Ausnahme. Desweiteren GIBT es eine Möglichkeit der Datenrettung UND jeder kann noch eine USV davorschalten. Eine ganze Menge haben wir bei dieser Applikation den Computerbenutzern voraus: Ein grundsolides, robustes, preiswertes und gutklingendes, ja im Grunde konkurenzloses Gerät.
moin! ---Eine vergleichbare Computer-DAW (Laptop+Audiosoftware+Audiohardware+ext. Festplatte) ist doppelt/dreifach teurer --- also wenn eine studio daw vorhanden ist kannst du software und festplatte aus der rechnung streichen. gegebenenfalls auch die audiohardware. wenn keine studio daw vorhanden ist musst du mischpult, patchbay, externe signalverarbeitung und mastermaschiene in die rechnung aufnehmen. grüße
Die Polemik ist nicht grundlos. Das Gerät ist billig, es hat grundlegende Mängel, die hier zur Diskussion stehen. Ob dazwischen ein Zusammenhang besteht mag jeder selber beurteilen. Der Ursprüngliche Anlass dieses Threads war ein Anwender der die wirklich ärgsten Klimmzüge machen musste um wieder an seine Daten zu kommen. Da frage ich mich schon. Jedem Softwarehersteller würde man sein Produkt um die Ohren hauen, wenn es so zickig wäre. Bei Hardware soll so ein Designfehler aber erlaubt sein? Das ist doppelbödig. Grüße, Tonmaus
""edem Softwarehersteller würde man sein Produkt um die Ohren hauen, wenn es so zickig wäre. Bei Hardware soll so ein Designfehler aber erlaubt sein? Das ist doppelbödig."" OK, nennen wir es "Designfehler". Solche Fehler haben eine Menge Geräte, speziell Computer-Software. Und eben diesen Fehler haben auch andere Geräte, z.B. MD-Recorder. Ich arbeite schon lange mit dem HD24, z.T. (z.B. morgen) sogar zwei Geräte verkoppelt für 48 Spuren, und dieser Fehler ist für mich locker tolerierbar. Einmal war ich in der Situation daß der komplette Strom bei einem Konzert ausfiel. Alles - nicht viel - nach der letzten "Stop"-Aktion war futsch (bzw. eben auch nicht). Das war dann aber auch nicht meine Schuld. Ab bald kommt eine USV dazu. Worüber soll ich mich *dann* noch beschweren? Wenn ich mal eben das Budget für ein (oder zwei) RADARs hätte wäre ich fein raus. Ein Laptop kommt für mich prinzipiell nicht in Frage, jedenfalls nicht für Multitrack-Live-Mitschnitte, und für 2-Spur Geschichten würde ich meinen DAT-Recorder wieder reaktivieren. Ich denke wenn Du den HD24 kennen würdest wäre Deine Meinung nicht so vernichtend einseitig.
Hi Christopher, ich ärgere mich auch immer wieder über diverse Fehler der IT-Technik. Darum bevorzuge ich auch eher "traditionellere" Setups. Oder Treiber-Machen etc. Diesen Klimbim hat man mit dem HD24 oder anderen Geräten nicht. Daher auch meine Resentiments gegenüber Computer und meinen Recordinganwendungen außerhalb der Nachbearbeitung. Ein zickender Rechner beim Oratoriumskonzert, und ich sehe dan IT-Kasperletheater den Kunden nie wieder, bekommen vielleicht auch noch eine "negative" Weiterempfehlung. Der Stromausfall mit dem HD 24 kann man dort meiner Meinung nach leicher abfangen, bzw. vorbeugen. Frage: Ist die Tonmaus vielleicht bei einem Softwarehersteller angestellt, und deshalb auf IT per Se einseitig voreingestellt? Ist nicht böse gemeint. Ende der Diskussion, ich habe kein Interesse an Tonmauspolemik. Viele Grüße Holger
""Frage: Ist die Tonmaus vielleicht bei einem Softwarehersteller angestellt, und deshalb auf IT per Se einseitig voreingestellt?"" Nein. Tonmaus verbreitet hier - oftmals zu recht - gerne mal recht elitäre Ansichten...