Unangenehmes Brummproblem beim Fostex FR 2-Recorder.

Erstellt 6 Antworten7 Beiträge
Startbeitrag#1
Habe heute zufällig eine Schwäche des Fostex FR 2 entdeckt:
Hat man das Gerät im Aufnahmemodus ohne daß ein Mikrofon angeschlossen ist und berührt die obere Metallplatte der Bedienelemente, so brummt es im angeschlossenen Kopfhörer. Dieses Brummen geht auch auf den eingelegten Tonträger!
Noch schlimmer brummt es, wenn man die Verriegelungshaken der XLR-Mikrofonbuchsen berührt. Auch dieses Brummen geht auf die Aufnahme!
Berührt man gleichzeitig mit der anderen Hand die Bolzen für die Tragriemenbefestigung, wird der Brumm erheblich schwächer.
Das ist ein Zeichen dafür, daß intern ein fataler Erdungsfehler vorliegt.
Außerdem tritt noch eine unangenehme Erscheinung auf:
Beim Verbinden der Line-Eingänge des FR 2 mit dem Summenausgang eines Mischpults "O1V96" tritt in einem Kanal ein starkes Summen auf, was nur dadurch zu verhindern ist, wenn man die beiden Geräte mit einem 1:1 Trennübertrager galvanisch trennt.

Hat jemand schon mal ähnliche Erfahrungen/Entdeckungen mit dem FR 2 gemacht?


MfG
Rainer
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Antwort#2
Hallo Rainer,
kann ich an meinem FR-2 bestätigen, allerdings nur bei voll aufgedrehtem Gain und MIC-Empfindlichkeit.
Hab das Gerät mit Netzteil betrieben.
Grüße,
tobi
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Antwort#3
@Rainer.
Rainer schrieb:
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Hat man das Gerät im Aufnahmemodus ohne daß ein Mikrofon angeschlossen ist und berührt die obere Metallplatte der Bedienelemente, so brummt es im angeschlossenen Kopfhörer. Dieses Brummen geht auch auf den eingelegten Tonträger!
Noch schlimmer brummt es, wenn man die Verriegelungshaken der XLR-Mikrofonbuchsen berührt. Auch dieses Brummen geht auf die Aufnahme
Berührt man gleichzeitig mit der anderen Hand die Bolzen für die Tragriemenbefestigung, wird der Brumm erheblich schwächer.
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Das kann ich nur bestätigen, allerdings tritt es bei mir nur dann auf, wenn ich das Gerät mit dem Netzteil verbunden habe. Ohne Netzteil ist dieser Effekt nicht zu beobachten (Batteriemodus).
Rainer schrieb:
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Das ist ein Zeichen dafür, daß intern ein fataler Erdungsfehler vorliegt.
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Und hier trennt sich wohl die Spreu vom Weizen. Somit scheint der Fostex FR-2 doch nicht so professionell zu sein wie die Entwickler ihn gerne sehen würden.
Rainer schrieb:
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Hat jemand schon mal ähnliche Erfahrungen/Entdeckungen mit dem FR 2 gemacht?
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Das Gerät macht schwierigkeiten, wenn man laute Quellen mit dem Mikrofonvorverstärkern aufnimmt, und dann mit dem Poti auf der Frontseite herunterregelt.
Die Aufnahme ist dann Müll, weil Knackser in die Aufnahme gelangen ...
... seitdem Ergebnis wird der Potentiometer auf der Frontseite nicht mehr benutzt (steht auf Vollanschlag), sondern es wird nur noch direkt über die Mikrofonvorverstärker direkt eingepegelt.
Danke für die Warnung Rainer. :-)
=====8
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Antwort#4
Kann ich auf einem Kanal ein Kondensatormikrofon betreiben,
und den anderen Kanal als Line-In benutzen, ... ?
Die "sauberste" Lösung wäre ein Trennübertrager, es ginge aber auch mit einem Adapter, der die Phantomspannung abblockt. Dessen Innenleben bestände aus zwei Kondensatoren, die die Gleichspannung abblocken, und zwei Widerständen, die diese Kondensatoren auf der Seite des Geräteausgangs gegen Masse / 0 V verbinden.
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Antwort#5
Warum kann man denn die Phantomspeisung nicht für beide Kanäle getrennt zu- oder abschalten? genau wie auch HP-Filter, etc. Das würde ich von so einem professionellen Recorder für Film- und Locationton erwarten.
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Antwort#6
Für Film würde vielleicht auch noch ein M/S-Decoder fehlen. Aber dafür verwendet man dort doch dann glaub eh noch externe Mischer *vor* dem Aufzeichnugsgerät. Sony hat da ja sogar was Digitales, dann kann man gleich den AES/EBU-Eingang verwenden ;-)
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Antwort#7
Ist Das denn die gleiche Buchse am FR2 für Line und Mic-Eingänge?
Am Line Eingng sollte es eigentlich keine Phantomspeisung geben. Vielleicht einmal messen ob dort überhaupt Phantomspeisung bei LIne-Empfindlichkeit vorliegt.
Viele kleinere Mischpulte sind nicht dafür ausgelegt, Phantomspeisung an Ihrem Ausgang zu ertragen. Dauerhafte Schäden sind selten, können aber vorkommen.
Phantomspeisung lässt sich durch folgende Maßnahmen unschädlich machen:
Wer eine Begabung fürs Basteln hat, kann ein Groundliftkabel (PIN1 offen) verwenden, oder Kondensatoren in die Signaladern einlöten.
Wer keine Bastelbegabung hat, kann einfach (leider teure) Line-Übertrager in die Leitung einfügen, auch so bleibt von der Phanomspeisung nix übrig.
Grüße
Opi
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