Nochmal: microtrack, zoom h4 etc.

Erstellt 18 Antworten19 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo alle,
ich habe hier schon in der Forensuchmaschien geguckt (bevor Vorwürfe kommen ;-) ).
Habe mir für 1 Tag den microtrack ausgeliehen, bin aber etwas zwiespältig. Von der abnormen Phantomspeisung abgesehen (dann lieber gar keine, dann kommt man nicht in Versuchung) ist auch der fest eingebaute Akku irgendwie Mist... Ansonsten kann ich qualitätsmässig noch nichts sagen, allerdings soll er auch Probleme bei Betrieb mit Netzteil, Backlight, sowie bei Einpegeln während der Aufnahme haben (Einstreuungen), sowie schnell übersteuert bei Line-Betrieb sein.
Jetzt bin ich über erste Infos zu einem ganz neuen Gerät gestossen: "zoom h4". Sogar noch etwas günstiger, echte Phantomspeisung, aber leider (noch?) nirgendwo technische Daten(?)
Schon fast zu günstig, um wahr zu sein, da auch ein ausgewachsener DSP an Bord ist, mit allem Schnickschnack wie Verzerrern und Hall. Sachen, die ich halt nicht brauche (ich möchte mir so ein Ding langfristig als "Überecorder" sowie auch für einfache 2-Spur-Konzertmitschnitte akust. Musik (Kirchen) anschaffen.
Nachdem der microtrack ja jetzt wohl über 1 Jahr auf dem Markt ist, werden diese Dinge vielleicht erwachsen..?
Hat jemand den zoom schon in Betrieb (oder kann noch was zum microtrack sagen)?
Oder sollte man noch bis zur Musikmesse im März warten? Haben andere Firmen noch was in der Pipeline?
(ich kenne auch Tascam etc., das ist aber leider ausser finanz. Reichweite...).
Wichtig ist mir v.a. ein guter Vorverstärker (sowie symm. Eingänge).
Leider geistern auch zum zoom schon Problemmeldungen durchs Netz (Pfeifen etc.). Kann mir nat. vorstellen, dass die Entkopplung bei der Preisspanne und der Größe extrem schwierig ist - aber bei solchen Problemen würde ich nciht auf ein Firmwareupdate hoffen (eine nette Zugabe ist, dass man das Ding als Soundkarte mit ASIO benutzen kann).
Naja, vielleicht kann wer Tipps geben...
Danke,
Martin
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Antwort#2
Ich habe den Zoom getested und wieder zum Händler zurückgebracht:
Die Verstärkung des Preamps ist kläglich (Schätzung max 25-30 dB) und es rauscht trotz geringer Verstärkung. Die Phantomspeisung funkioniert allerdings. Ich hatte 2 MBHO MBC603 dran. Die Mechanik der Bedienelemente wirkt so wackelig, daß ich mich wundere, wie sowas die Garantiezeit überstehen könnte. Mir hat der Hersteller auf mailanfrage mitgeteilt, die Microeinhänge hätten einen Rauschabstand von 60 dB und Line von 98. MP3 Aufnahmen mit 256kbit bekommen "Hickser" warum auch immer. Die Line-in habe ich nicht getestet. Aber wenn ich eine Gerät kaufe um den Line-in zu benutzen, brauchen ich keinen unbrauchbaren Mikro Preamp dazukaufen - oder vielleicht doch?
Dazu kommt, daß die eingebauten Mikrofone aufgrund ihrer Anordung unbrauchbar sind, da eine 90° XY Anordung wohl einen Aufnahmebereich von ca. 210 - 220° Grad hat. Wenn Du die Musiker um das Gerät herumstellst, könnte es mit dem Panorama klappen. Für Probeaufnahmen reichts.
Schade, schade, daß der Preamp so schlecht ist, sonst wärs mein Gerät gewesen.
-Erdie
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Antwort#3
Hallo Martin
Habe mir für 1 Tag den microtrack ausgeliehen, bin
aber etwas zwiespältig.
Von der abnormen Phantomspeisung abgesehen
Ansonsten kann ich qualitätsmässig noch nichts sagen,
(Einstreuungen),
ganz neuen Gerät gestossen: "zoom h4".
Du meinst den Mikrotrack 24/96 von M-AUDIO. Ich habe ihn mir angeschafft, aber noch nicht viel Praxiserfahrung damit. Die Bedienung ist gewöhnungsbedürftig. Vor allem die Aussteuerung-Anzeige ist ein Krampf. Zudem rauscht das Ding im Mikrofon-Betrieb, so dass es bei der Aufnahme leiser Signale eher ungeeignet ist.
Mikrofone, die eine 48V Spannung verlangen, funktionieren mit dem Ding erstaunlich gut.
Ich finde die Tonqualität ansonsten gut, das Preis-/Leistungsverhältnis hervorragend.
Mit gewissen 5V-Elektred-Mikros kann es zu einem Brumm kommen, obwohl dieselben Mikros an andern Geräten (z.B. MD) nicht brummen.
Meintest Du das von Samson?
Ja, das hat 48V-Pantom-Speisung.
Ich kenne es nicht.
Christian


http://www.samsontech.com/products/productpage.cfm?prodID=1901
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Antwort#4
Danke für den Hinweis. Dann werde ich mir es glatt sparen, das Gerät "probezukaufen". Bei dem Microeingang ist das nix... Ist eh auch zuviel anderes dabei, das ich nicht brauche.
Werde noch weiterschauen, evtl. wird es doch der M-Audio Microtrack.
Danke an alle für die Hinweise.
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Antwort#5
Habe den ZOOM H 4 mehrere Tage mit einem hochwertigen Stereo-Mikrofon getestet und werde das Rauschen nicht los. Selbst bei niedriger Aufnahmequalität verschwindet es nie ganz. Schlimm wird es bei der höchsten Auflösung in WAV. Dann hört man sogar das Blinken der Kontroll-Lämpchen während der Aufnahme als leises Blubbern im Hintergrund. Die ergonomische Gestaltung lässt stark zu wünschen übrig, nix für Linkshänder. Die soliden Eingangsbuxen nützen nix, wenn die teure Aufnahmetechnik durch das Gerät egalisiert wird. Ist wohl so mehr was für Bands, bei denen es vor allem laut ist, aber nix für Sprachaufnahme im Reportageeinsatz.


http://www.hör-bild.de
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Antwort#6
Das mit den Störungen ist hochinteressant und kommt mir bekannt vor. Hier im Forum http://www.2090.org/zoom/bbs/index.php wurde mal so ein ähnliches Problem beschrieben mit einer älteren Serie des ZOOM PS-04. Da wurde eine Bauanleitung für eine Abschirmung des LCD-Displays erklärt. Die neueren Modelle hatten das Problem nicht mehr.


Podcast-Technik
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Antwort#7
Hattest Du gesehen, daß das Teil verschiedene Verstärkungseinstellungen hat? Laut Handbuch L, M, H -20, -30, -40 dBm.


Podcast-Technik
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Antwort#8
Na klar, und die höchste Einstellung war immer noch sehr dürftig. Die geringen Verstärkungseinstellungen sind höchstens für Nahemikrofonierung geeignet. BTW: Was soll ich mit einem eingebauten XY-Stereomikrofon, das einen Aufnahmebereich von ca. 210° (Winkelgrad) hat? Dann kann ich es mir ja gleich sparen. Im Handbuch steht haarsträubender Unsinn als Illustration: Da werden die Mikrofonachsen gradlienig verlängert und so ein Aufnahmebereich von 90° suggeriert. Das ist schlichtweg gelogen, so etwas unseriöses schreckt mich einfach ab. Einer Firma, die unerfahrende Anfänger zu vereimern versucht, verdient kein Vertrauen. Sorry, mit dem Ding bin ich durch.
Leider ist es mir als Spielerei noch zu teuer aber irgendwann lande ich dann wohl doch bei Geräten wie dem Fostex FR-2 o.ä.
-Erdie
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Antwort#9
Also, ich schätze durchaus praktische Erfahrungsberichte. Das Rauschen und auch HF-Störungen sind ein ernstes Problem.
Das mit dem Mikrowinkel ist mir zu theoretisch, das muß man auch praktisch ausprobieren und von vorsätzlicher Täuschung kann ich in der Anleitung nichts entdecken.
Seite 12 meiner englischen Anleitung als PDF zeigt einen 90° Winkel, aber in dem Zusammenhang, daß man dort die Geräuschquelle positionieren soll. Das ist logisch. Da steht aber nicht, daß nicht auch noch 180° oder 220° aufgenommen werden. Eine genaue Angabe fehlt. Als Hilfe könnte das Instruction Manual eines Rode NT4 dienen. Auch dort wird die Geräuschquelle mittig vor dem Mik platziert: http://www.rodemicrophones.com/?pagename=Products&product=NT4

XY oder AB ist ja die einzige Möglichkeit für 2 eingebaute Stereomiks. Was soll man sonst machen? Klar, externe Miks anschließen mit mehr Abstand untereinander oder mehr Richtwirkung, aber das kann man ja machen.
http://www.mediaculture-online.de/fileadmin/bibliothek/rein_akustischeraeume/rein_akustischeraeume.html



Podcast-Technik
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Antwort#10
Wenn im Instruction Manual des RØDE NT 4 ihren Anwendern nicht klar angegeben wird,
http://www.rodemicrophones.com/downloads/NT4_InstMan.pdf
welchen Aufnahmebereich diese 90° Nieren liefern, dann ist das schon eine vorsätzliche Verarsche.
Das unmögliche Hauptmikrofon für "Intensitäts"-Stereofonie mit dem kleinen Achsenwinkel von α = 90°:
http://www.sengpielaudio.com/DasUnmoeglicheHauptmikrofonFuerIntensitaet.pdf
Hier sieht man, wie ungünstig bei 90° Achsenwinkel der Aufnahmebereich liegt:
http://www.sengpielaudio.com/Koinzidenz1XYNiere-Niere.pdf
Das sind fast +/- 100° = 200°. Ganz schön groß. Nur Schalleinfall aus dieser großen Winkelrichtung erzeugt
im Lautsprecher eine Hörereignisrichtung von ganz links oder rechts aus dem Lautsprecher.
Warum will das eine Mikrofonfirma verschweigen? Hat sie etwas zu verbergen?
Oder hält sie ihre Klientel für so dumm?
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Antwort#11
Hm, bei dem Link dachte ich, "das sieht doch ganz passabel aus!"
http://www.sengpielaudio.com/Koinzidenz1XYNiere-Niere.pdf
Aber wie auch immer, ob 180° oder 220°, man wird so ein Gerät gründlich testen müssen, um herauszufinden für welchen Zweck es am besten geeignet ist. Ich kann mir schon vorstellen, daß man damit mittige Geräuschquellen gut aufnehmen kann, wenn es links und rechts nicht auch noch laut ist. Ich denke das Gerät ist für Laien und den Massenmarkt gedacht. Sehr schön die Monokompatibilität.


Podcast-Technik
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Antwort#12
Ich denke das Gerät ist für Laien und den Massenmarkt gedacht. Sehr schön die Monokompatibilität.
Da muss ich dir voll zustimmen. "Moniger" geht's nicht!
Aber für eine "richtige" Anwendung ist das Rode NT4 reichlich unflexibel und damit ungeeignet.
Diese harten Worte müssen einfach mal sein.
Vielleicht wachen einige endlich mal auf :-)
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Antwort#13
Man könnte die Mikrofone in einem Winkel von 180° anordnen z. B. Aber dann würde sich wohl jeder Laie am Kopf kratzen und fragen, wo man denn die Schallquellen positionieren solle. Ich habs übrigens getestet und es klingt tatsächlich alles mittig - welch Wunder. Warum sollte die Theorie nicht stimmen?
-Erdie
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Antwort#14
Wenn die Panpot-Theorie stimmt, dass eine Pegeldifferenz von 16 bis 20 dB ausreicht, damit ein Signal voll aus einem Lautsprecher kommt, dann stimmt auch die Theorie mit den X/Y-Mikrofonen (Koinzidenzsystem). Die Mikrofone stellen nichts anderes als akustische Panpots dar.
Sicher verstehen die Podcast-Techniker bzw. die Homerecorder die Panpots nicht.
Dann ist denen auch nicht zu helfen, wenn so ein RØDE NT4 nicht verstanden wird oder man das erst ausprobieren muss.
In der Verlängerung der Mikrofonhauptachsen kann es nur 6 dB Pegelunterschied zwischen beiden Mikrofonen geben und das ist schlapp halblinks oder halbrechts - mehr nicht. Das könnte man fast als Mono bezeichnen. So etwas kann man bei gutem Willen sogar hören.
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Antwort#15
Hallo, habe die Beiträge zum Zoom H 4 gelesen. Bin kein Ton-/Musikprofi, wollte das Gerät für meine Freundin kaufen. Sie braucht ein gutes Aufnahmegerät für musiktherapeutische Sitzungen. Könnt ihr mir eure Kritik am Zoom H 4 mal "übersetzen"? Taugt das boss micro br etwas?
Gruß und Danke
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Antwort#16
Das ist eben das Problem, daß es sehr viele verschiedene Anwendungszwecke gibt.
Für mich ist so eine 180°-Anordnung eher experimentell so wie OKMs (für die Experten: Je nach Ohrenwinkel 170 bis 190° *fg* ). Das ist mal ganz nett, aber das kann ich niemals im Radiosender abgeben. Da sind 6dB Unterschied wahrscheinlich schon zuviel. Für die ist Stereo o.k., aber nur so, daß es nicht stört. Genaue Definition müßte ich mal die Tage erfragen, ich war bisher immer sehr vorsichtig, weil ich eben nur einen Anwendungszweck habe: ein Moderator und zwei bis drei Interviewpartner.
Ich denke, daß die überwiegende Mehrheit der Nutzer so eines Gerätes in der Tat die Hauptgeräuschquelle in diesem 90°-Winkel vor sich hat und eine "Hörereignisrichtung von 100 %" links oder rechts eher ein Problem als eine Lösung darstellt.
Also ich hätte dem Gerät ein M/S Mik geschenkt mit variablem Winkel 0, 90, 120°. Vielleicht wäre das am flexibelsten?



Podcast-Technik
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Antwort#17
Ich denke, Du müßtest erst mal "musiktherapeutische Sitzungen" "übersetzen". Was soll denn da gemacht werden? Wird die Sitzung im Sitzen gemacht, macht man Musik und erhält verbale Anweisungen? Soll das aufgenommen oder wiedergegeben werden?
Einer Logopädin habe ich mal einen MD mit Ansteckmikrofon empfohlen:
http://www.hallomarkus.de/article.php/Vergleich-Sony-MiniDisc-MP3-Hi-MD
Es ist ja auch immer die Frage, wie weit will man sich in die Technik einlesen, einfache Handhabung usw. MDs kann man z.B. simpel beschriften und archivieren / in eine Akte legen.
Dieses Gerät halte ich für den Zweck für ungeeignet.


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Antwort#18
Hallo, es sollen musikalischen Gruppen- und Einzelimprovisationen aufgenommen werden. Der Dialog zwischen den Teilnehmern läuft über die Musikinstrumente, Trommeln, Klangschalen etc.
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Antwort#19
Dient es dazu, das Ganze "in etwa" zu dokumentieren (so wie man früher einen Cassettenrecorder hingestellt hat), oder sollen feine Nuancen aufgenommen werden?
Zum Dokumentieren reicht das Ding sicherlich - der große Aufnahmebereich dürfte bei Sitzungen im Halb- bis Dreiviertelkreis sogar ein Vorteil sein - für CD-reife Aufnahmen reicht es sicher nicht (aber dafür braucht man nicht nur gute Technik, sondern vor allem einen guten Tonmeister...)
Zum Aufnahmebereich nochmal: Wenn auf der Zoom-Homepage steht, daß sich die Schallquellen innerhalb der Mikrofonachsen (also innerhalb eines 90°-Winkels) befinden müßten, dann ist das UNSINN. Sie sollten sich NICHT deutlich HINTER dem Gerät befinden, aber alles andere wird brauchbar abgebildet.
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