Aufnahme Kirchenkonzert - dringend Tipps gesucht!

Erstellt 10 Antworten11 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo, ich benötige eure Erfahrungen bezüglich Aufnahme in Kirchenräumen.
Situation: Kirchenkonzert, Musik von Klassik bis südamerikanische Folklore
Beteiligte: großer gemischter Chor (60 Personen) stehen in 4 Reihen auf Stufen (erste Stufe:Höhe 20 cm, letzte Stufe: Höhe 60 cm),
am Boden davor Streichorchester (6 Violinen, Bratsche, Cello, Kontrabass, Klavier),
rechts neben Orchester Percussiongruppe (4 Personen mit Cajon, Bongos, Conga, Rasseln etc.)
Frage: wie schaffe ich es, mit möglichst wenig Aufwand eine sinnvolle Aufnahme zu erstellen (ein eigener Tontechniker steht nicht zur Verfügung!)? Welche Mikrophone? Anzahl Mikros? Positionierung?
Es soll keine "professionelle" CD erstellt werden, lediglich eine Live-Aufnahme als "Erinnerungsgeschenk" für die Beteiligten.
Herzlichen Dank im voraus!
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Antwort#2
Lediglich eine Live-Aufnahme als "Erinnerungsgeschenk" für die Beteiligten hört sich kaum jemand richtig an.
Alle wissen ja, das ist ein Live-Mitschnitt ohne Tontechniker und man hat keine hohe Erwartungshaltung.
Darum genügt es ein Stereomikrofon einen Meter über dem Kopf des Dirigenten zu positionieren.
Was kommt, das kommt und was nicht, ist eben nicht. Das hat live so zu sein, wenn es so gut wie nichts kosten soll. Jedes mehr an Aufwand ist unnötig, weil es nicht "gelohnt" wird.
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Antwort#3
Ja, du hast recht, Dirk. Kathi: versuche, die positionierung des Stereo-Miks zu finden, wo am wenigsten Nebengeräusche und Raumeffekte auftreten. Und nimm ein gutes Mik!
L. G. & Guäts Nöis!
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Antwort#4
Ein Bekannter von mir macht das regelmäßig. Weil er teilweise selber mitsingt hat er einfach einen Minidisc und ein Sony Stereomik. Die Positionierung ist unterschiedlich. Teilweise legt er das auf die Empore / Balkon. Das erfordert einiges Probieren. Die Beteiligten freuen sich meist sehr und zahlen auch den Kostenaufwand.


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Antwort#5
Schließe mich den Kollegen an: Keep it simple.
Ein Hauptmikrofon in der Gegend des Dirigenten ist am sichersten. Direkt über dem Dirigenten ist *sehr* ehrlich und zeigt jede kleine Schwäche; wenn man etwa 2-4 Meter im Publikum ist, klingt es meist homogener.
Als Erinnerung könnte ein Stereomic am MD-Walkman reichen. Etwas besser wird es allerdings klingen mit einem Pärchen Kleinmembraner, ca. 25 cm auseinander, ca. 90° zueinander gewinkelt - wenn das öfter gemacht werden soll, könnte sich die Anschaffung billiger Chinamikrofone (ca. 50 Euro pro Stück) und eines Microtrack (von M-Audio) lohnen. Gehobenere Preisklassen (AKG, Neumann, oder gar Schoeps) sind hierfür sicherlich Overkill.
Mit Stützmikrofonen anzufangen, ist sinnlos. Für einen Erinnerungsmitschnitt zuviel Aufwand, zuviel Risiko, zuviel Technik.
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Antwort#6
Danke, wird wohl sicherlich so das Beste sein.
Noch eine andere Frage - ich habe hier im Forum beim Suchen immer wieder den
Hinweis auf das Gerät "Zoom H4" gefunden - auf der Homepage sieht es sehr interessant aus. Lohnt es sich, das Gerät für solche Zwecke (Aufnahme in Kirchenräumen) anzuschaffen?
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Antwort#7
Grundsätzlich würde ich mir erst mal überlegen was für eine Qualität ich brauche bzw. in Kürze gewünscht ist. Dann darauf auf das Gerät schließen und die dazu passenden Miks.
Magst Du viel Technik oder soll es lieber einfach zu handhaben sein? Vergleiche auch mal den Fostex MR8 oder MR8 HDhttp://www.fostexinternational.com/docs/products/mr8.shtml
http://www.fostexinternational.com/docs/products/mr8hd.shtml


Podcast-Technik
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Antwort#8
Ich denke, eher nicht. Hat einach zu viel Zeug, das man für diese Zwecke nicht braucht (DSP-Effekte - obwohl: Metronom könnte für Organisten et al manchmal ganz hilfreich sein;-))
Bei der Gelegenheit ein kleiner erster Erfahrungsbericht zum microtrack. Da ich v.a. einen leichten, transportablen 'Überecorder' suchte (mein alter, schon länger nicht mehr benutzter Sony MD ist defekt), habe ich mich jetzt für diesen entschieden. Und bis jetzt nicht bereut.
Messungen konnte ich noch nicht machen, nachdem ich aber online welche entdeckt habe, erwarte ich, dass der line-in mindestens auf Tascam DA-20-Niveau mitspielt (mein alter DAT, jetzt verkauft).
Im Vergleich zum Sony-MD ist er schon genial kompakt, das mitgelieferte Micro scheint (der ersten Gottesdienstaufnahme nach zu urteilen (Orgel, Flöte, Gemeindegesang) wirklich brauchbar zu sein. (T-Form, zwei Elektretkapseln, einige cm auseinander, 180°, wie nennt man noch gleich diese Aufnahmetechnik? ;-) ).
Die Aussteuerungsreserve reichte für diesen Fall gut, keinerlei hicks bei mp3- oder wav-Aufnahme (auch nicht bei dieser 44/24-Aufnahme), neuestes Firmwareupate klappte problemlos (u.a. kann nun ein File max. 2 GB groß sein (FAT 32), bei theoretisch möglichen noch größeren mit ununterbrochenen Aufnahmen (und Riesenkarten) wird ein neues automatisch im Anschluss angelegt (mit einigen Sekunden Aufnahmeunterbrechung), das mitgelieferte Schaltladenetzteil ist auch genial klein, gleiches Kabel für laden per Netzteil, USB und Betriebsmodus "Massenspeichergerät" in XP. Ausserdem zus. "digitale Verstärkung" (nur für die symm. Klinkeneineingänge), 3fache Verstärkungseinstellung, S/PDIF-In (ohne Mithörmöglichkeit). Ausführliche Bedienungsanleitung gibts nur online, was ja kein Problem ist.
Der Akku ist allerdings ziemlich schwachbrüstig (und v.a. auch leider angeblich nicht endkundentauschbar, soll 75 EUR kosten...), eine Überlegung wert wären aber neue Lithium-Polymer-US-Akkus, zB http://www.google.de/search?q=upb10
Bedienung natürlich etwas fummelig und "billig" (spulen/scrubbing ist nicht so toll), am besten gleich auf Rechner überspielen, Aussteuerungsanzeige etwas gewöhnungsbedürftig, aber durchaus verwendbar.
Mitgelieferte CF-Karte viel zu klein (128 oder 256 MB), eine rel. günstige Toshiba 2 GB dazugekauft funktionierte auf Anhieb. Zur "Phantomspeisung" kann ich nichts sagen, werde sie wohl auch nie verwenden müssen (laut Support wurde die gewollt beschnitten wg. Akkulaufzeit, was ich bezweifle...)
Richtig ist auch, dass prinzipiell konstruktionsbedingt der linke Kanal einen etwas geringeren Störspannungsabstand aufweist.
Alles in allem denke ich, er wird auch für anspruchsvollere Aufnahmen per Line-In (S/PDIF sowieso) gut zu verwenden sein.
Nebenbei hat man dann noch einen wav/MP3-Player sowie ein CF-Reader und -speichergerät für den Rechner.
Martin
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Antwort#9
... T-Form, zwei Elektretkapseln, einige cm auseinander, 180°, wie nennt man noch gleich diese Aufnahmetechnik?
Richtig ist auch, dass prinzipiell konstruktionsbedingt der linke Kanal einen etwas geringeren Störspannungsabstand aufweist.
Das ist die Katzenkopf-Technik oder der Lilliput-Kunstkopf.
Was ist denn an der Konstruktion unsymmetrisch, dass die Störspannung "schief" kommt? Also links etwas mehr als rechts.
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Antwort#10
Was ist denn an der Konstruktion unsymmetrisch, dass die Störspannung "schief" kommt? Also links etwas mehr als rechts.
Hier hat jemand den MT auseinandergenommen (und spekuliert):
http://www.sonicstudios.com/mt2496rv.htm
Irgendwo ist halt bei dem Preis wohl Schluss...
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Antwort#11
Ach ja: hat hier jemand zufällig so einen "Brother 300dpi USB connected TZ label printer" - könnte "of use" sein...
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