Hallo Matthias, jetzt hast Du auf Deine eigentlich einfache Frage nach der Verbesserung Deiner PROBEN/GESANGSSTUNDEN-Aufnahmen schon ziemlich viele Antworten erhalten. Ich mische mich trotzdem noch ein, da ich in letzter Zeit mit genau dieser Besetzung (Gesang/Klavier) einige Erfahrung gesammelt habe: 1) Prüfe doch zuerst mal, ob die für Dich günstigste Lösung nicht ein Mini-Disc-Recorder wäre. Meine Frau ist Opernsolistin und nimmt ihre Übungs-Stunden seit Jahren auf Mini-Disc auf. Das ist qualitativ nicht "plattenreif", zur Kontrolle von Intonation, Stimmklang und Interpretation aber absolut ausreichend. Ausserdem die "transportabelste" Lösung! 2) Willst Du wirklich in Richtung "professionelle" Aufnahme gehen (sprich Harddiskrecording), so benötigst Du Laptop, Audiointerface und mindestens 2 Mikrofone (oder 1 Stereomikrofon). Die Investition für solch eine Ausrüstung unterscheidet sich vom Minidisc-Recorder aber gleich so stark, dass dies gut überlegt werden muss. Denn mit einer solchen Ausrüstung
Nimm einen guten Minidiscrecorder (NH-1, RH-1 neu bei MP3PLAYER.de für ca 290?) Dazu brauchst Du dann Mikros, die möglichst eine eigene Phantomspannung haben oder mit den 3V auskommen. Eine Bastellösung mit MCE-2000 und JEcklinscheibe kann ich Dir gern direkt per Mail mit Dir diskutieren. Viele Grüße Uxma
Es scheint ja jeder sein Lieblingsspielzeug zu empfehlen... Vielleicht noch mal ein anderer Gedanke: Auch klassische Sänger (grade Studenten) treten ja manchmal woanders z.B. Jazz, Pop-Bands usw. mit einem Handmikrofon auf. Vielleicht wäre es sinnvoll ein eigenes universelles dynamisches Handmikrofon wie das Sure SM 58 zu kaufen? Ihr wollt ja kein Recordingstudio sein! So ein Mikro läßt sich gut an einen digitalen Multitracker anschließen und mit Kopfhörern kontrollieren. So könnte man hören, ob das Klavier auch noch "gut" mit drauf kommt. Ggf. kann man mit einem zweiten Mik arbeiten, wenn man dann mehr Qualität möchte. So hätte man eine preiswerte, extrem portable (nur 3 Teile plus Kabel), sehr universelle (Kopfhörer, Mik und Multitracker lassen sich auch in anderen Situationen verwenden), ausbaufähige (alles paßt zu anderen Standardteilen) Kombination.
Natürlich *geht* das. Man kriegt halt frequenzabhängig dann noch unterschiedlich starke Pegelunterschiede - ob man die will, ist Ansichtssache. Für tiefe Frequenzen bleibt es bei Laufzeitstereophonie, für höhere Frequenzen ergibt sich durch einen Winkel auch noch eine Pegel-Komponente. Das Dumme bei der Sache ist: Perkussive Signale (sprich: Transienten haben hohen Anteil am Klang) werden sowieso tendenziell weiter außen lokalisiert als weniger perkussive Signale - bei gleichem Laufzeitunterschied. Mit gewinkelten Mikrofonachsen verstärkt man diesen Effekt noch. Mit genügend Abstand zwischen den beiden Mikrofonen kommt das Auto auch ohne Winkel brav von links. Man handelt sich evtl. gewisse Lokalisationsschwierigkeiten *in der Mitte* der Stereobasis ein, das muß man einfach auch ausprobieren - gerade bei Geräuschen. ----- Filmerforum ist wirklich schade - zumal ja der Ton bei regie.de nicht gerade umfangreich behandelt wird. Ich bin etwas enttäuscht, da es ja zunächst hieß, "zwei bis drei Wochen".
@Peter: nee, mit zwei Kugeln geht ja nicht nur AB, sondern auch (für Leute, die denken die Tontechnikwelt sei eine Scheibe) ...auch dieses Trennkörperdings nach Jecklin. :)
Atmoaufnahmen draussen in AB mit zwei Kugeln? Dafür spricht auch, dass Druckempfänger weniger Wind- und an der Angel/auf dem Stativ nicht so körperschallempfindlich sind, wie Druckgradienten-Mikrofone. Ich habe zwar draussen keinen 'Raum' für eine räumliche Abbildung des Klanggeschehens, jedoch selten reine Freifeldbedingungen, so dass nach meinem Geschmack reines Laufzeit-Stereo mit Kugeln oft sehr spektakulär klingt (was nicht immer gewünscht ist, weil der Ton dann gegenüber dem Bild zu dick aufträgt...), aber das ist immer abzuwägen. und aufgrund der ungebremsten Wiedergabe tiefer Frequenzen sollte man ausserdem vorsichtig sein und filtern. Für mich hat sich (nur aus praktischen Gründen bei der Handhabung) für die Atmo aber M/S bewährt, in der Regel mit Niere für M. Das passt halt sehr kompakt in einen wirksamen Windschutzkorb und lässt später Freiheit bei der Nachbearbeitung. Klanglich bevorzuge ich für Atmo aber lieber eine ORTF oder ähnliche Anordnung. Nachteil: Ich muss hier mit zwei getrennten, weniger wirksamen Windschutzen arbeiten, das ist dann unter ungünstigen Umweltbedingungen im Aussenbereich nicht so gut machbar und vom Handling her gegenüber M/S auch etwas umständlicher. Leider zählt Schnelligkeit und Flexibilität beim Filmton oft mehr, als der optimale Klang, den man gerne hätte. Und dann ist es trotzdem immer so, dass die Crew schon mal zum Essen geht und der Toni muss zusehen, wo er noch ein paar Atmos herkriegt. Und wenn der Tonmann dann zu guter letzt seine AB Anordnung auch wieder eingepackt hat, sind alle anderen schon längst zuhause. :)
moin! nein, eine cd für die deutsche gramophon sicher nicht, aber zum mitnehmen für den schüler? wenn das gewünscht ist müsste man die MD erst umkopieren. et seidenn der schüler hat einen MD player. mit einem pc ist es überdies einfacher überschüssiges weg zu editieren. und die cd aufs wesentliche zu beschränken. sonst sucht man sich auf der cd/md einen wolf. grüße
Die Idee hatte ich auch schon. Prinzipiell sind die dortigen Admins aber ja dran, und da bleiben eben die ganzen alten Beiträge erhalten = große Wissensansammlung von hunderten Autoren über mehrere Jahre. Dazu so gut wie Spam- und Troll-frei, immer höflicher Umgangston, und gut durchsuchbar. Nur leider war es nicht sicher vor Hackern. Das wird aber ziemlich Off-topic hier. Wenn da Interesse besteht, können wir ja einen eigenen Filmton-Thread aufmachen.
Atmo mit Kugeln ist am Set wirklich nicht so praktisch. Wenn man allein auf Geräuschsuche fürs eigene kleine Archiv ist, geht das eher. Für viele Sachen reicht ja auch Mono - gerade auch bei Autos etc. - was sich dann kontrolliert durchs Panorama bewegen läßt. Allenfalls allgemeines Hintergrundgeräusch und eben das Spektakuläre mache ich in Stereo. Wunderbare Vögel montagmorgens um 4 Uhr habe ich mal mit 90 cm AB gemacht. Wenn die Crew zum Essen geht und ich muß noch Atmos machen, dann bin ich da durchaus streng: "AB-SO-LU-TE Ruhebittefüreineatmo!". Da muckt sich keiner, und hinterher merken alle, daß es so viel schneller ging als wenn man erst angefangen hätte mit Geschirr zu klappern oder Lampen einzupacken.
Servus, ich antworte hier in erster Linie auf die Frage, was es denn wohl geworden ist; gleichzeitig will ich mich gesammelt für die vielen Tips bedanken. Entschieden hat sich meine Verlobte jetzt für einen Zoom H4 SD-Karten-Recorder. Der kann 2 Mikrofone (beide Stereo oder Mono) per XLR aufnehmen (oder 4 Spuren sequentiell uebereinander in Stereo) und bietet Phantomspannung bei Betrieb mit Netzteil. 2GB SD-Karte sollte für Übungsstunden ausreichen, das aufgenommene kann dann per USB auf den PC transferiert werden und mittels des mitgelieferten Cubase bearbeitet werden. Das hat den Vorteil, nicht Laptop, Audiointerface, Mikros, Kabel und all das mitschleppen zu müssen zu jeder Stunde. Als Mikrofone haben wir zwei B5 von Behringer gekauft. Die sind Kleinmembranmikrofone und haben etwas bessere Kritiken als die C2, ausserdem ist der Frequenzgang neutraler und sie haben einen größeren Aufnahmeumfang. Die werden vermutlich im Raum postiert, eines mit Nierencharakteristik zum Klavier gerichtet, eines in Richtung Sängerin, ebenfalls Niere. Erfahrungsberichte, d.h. wie gut die Aufnahmen damit klappen, gibt es dann nach der nächsten Gesangsstunde Montag (spätestens Freitag, momentan sind wir alle etwas krankheitsgeplagt); die einzige Hoffnung, die im Grunde besteht ist, dass nicht wie bei den eingebauten Stereomikrofonen der MP3-Player bzw. des billigen dynamischen Mikros von Philips jede höhere Frequenz mit etwas mehr Druck gesungen gleich übersteuert; dem entgegenwirken könnte allerdings die 10DB-Senkungsoption der Mikros bzw. die Möglichkeit am H4, den Gain zu senken. Alles zusammen (2 XLR-Kabel, 2 Mikrofone, H4, 2 SD-Karten) kam die ganze Lösung auf 600 Euro (der Musikhandel hat netterweise 50 Euro vom Gesamtpreis nachgelassen). Die von ihrem Geld fehlenden 150 Euro hab' ich beigesteuert (was urspruenglich nicht geplant war; nur zur Illustration des grundes für den höheren Preis als ursprünglich angedacht) Nochmals danke und Grüsze N.
Filmton-Forum? gibts den Namen schon? Das Gute am FF war halt, daß eben alle Bereiche der Filmerei abgedeckt waren. Ein reines Filmton-Forum bringt nicht so viel, wenn es nicht den Blick über den Tellerrand oder die Kopfhörer-Schüssel ermöglicht. Ich warte&hoffe noch.
Ja, ich habe die zweite Variante, wobei ich allerdings eine Version mit 20 statt 16,5cm gebastelt habe. Als Hobbyaner war ich eigentlich nur neugierig, wie sich das anhört, weswegen ich glaube, das die 3,5cm nicht so dramatisch sind. Und ich war beeindruckt, wie gut es sich mit ganz einfachen MCE-2000 Kapseln anhörte (Das Teil stand in der Mitte eines kreisförmig sitzenden kleinen Kirchenchores bei einer Probe) Viele Grü�e Uxma