Hallo allerseits.
Meine nächste Frage ist beinahe philosophisch und völlig off (all) topic....
Also letzte Zeit hab ich angefangen mich mit genderstudies im Kontext von Musik zu beschäftigen und ich bin schockiert. Zwar sind Frauen als Instrumentalisten und vor allem Sängerinnen in der Musikwelt schon vertreten aber als Urheberin eines Beitrags zur Musik treten Frauen kaum in Erscheinung, warum??
Es kann doch nicht sein, dass eine komplete Kunstform, ein riesiger medialer Korpus nur die Hälfte der Gesellschaft representiert!
Wenn man die Einschreibungen von Frauen im Fach Komposition bzw Filmkompostion betrachtet ist das Ergebnis ja ernüchternd. Zumal wenn man es dann mit Frauenquoten bei Architektur und freier Kunst vergleicht.
Nun haben wir das Jahr 07 und ich weigere mich zu glauben, dass die meisten Hürden auf die die Feministinnen in den 70ern zu treffen glaubten noch substantiellen Bestand haben.. warum, also die weiblich Abwendung von Musik als Ausdrucksform?
Das die meisten Frauen nicht Tontechniker werden, versuche ich mir immer damit zu erklären, dass Frauen einfach seltener einen ausgeprägten Hang zum "Basteln " und "Tüfteln" haben, eine Eigenschaft, die ja viele Tontechniker verbindet und die wir auch mitbringen müssen. einfach formuliert:
Frauen geht beim rumschrauben an einem winzigen Regler bei geringem und irgendwie abstrusem Effekt einfach "keiner ab" ;)
Wieso aber schreiben Frauen keine Musik (klar ist das pauschalisiert und es GIBT Ausnahmen), sondern drücken sich in Malerei und vor allem Schriftstellerei aus.
Was mir auffiel: Musik und Malerei als schöpferische Tätigkeit unterscheidet sich vor allem darin, dass das System Musik eine 3te Dimension (Zeit) enthält wodurch die logisch, mathematische Komplexität steigt und Musik ist STETS VÖLLIG artifiziell, während Malerei auch ein optisches Abbild (auch Karikatur) der Natur darstellen kann .
Ich frage mich also:
Liegt es in der Natur der Musik, dass Frauen selten komponieren? (das wäre interessant weil Frauen dann Musik auch substanziell "anders" wahrnehmen)
Liegt es in der Natur der Frau sich in Musik weniger auszudrücken?
Liegt es an der sozialisation von Frauen Musik nur zu interpretieren?
Gibt es überhaupt ein geschlechterübergreifendes Bedürfnis sich künstlerisch zu betätigen?
Welche Auswirkung könnte denkbar sein, wenn Frauen voll in der Musikschöpfung integirert wären?
Wie sehen Frauen das??
Also ich hoffe ich konnte mein Problem (es ist noch vage und konturlos) ein wenig umreissen. Ich würde mich über jede Idee, jeden Widerspruch, jeden Einfall eurerseits freuen. Natürlich hoffe ich im besonderen auf Antworten von Frauen, die sich bei dem Thema auf den Plan gerufen fühlen.
Joo.. Soviel zu den komplexen Fragen des Lebens und des Universums und des ganzen Rests. Ich wünsche einen schönen Freitag allerseits.
Liebe Grüsse
Nikita
Meine nächste Frage ist beinahe philosophisch und völlig off (all) topic....
Also letzte Zeit hab ich angefangen mich mit genderstudies im Kontext von Musik zu beschäftigen und ich bin schockiert. Zwar sind Frauen als Instrumentalisten und vor allem Sängerinnen in der Musikwelt schon vertreten aber als Urheberin eines Beitrags zur Musik treten Frauen kaum in Erscheinung, warum??
Es kann doch nicht sein, dass eine komplete Kunstform, ein riesiger medialer Korpus nur die Hälfte der Gesellschaft representiert!
Wenn man die Einschreibungen von Frauen im Fach Komposition bzw Filmkompostion betrachtet ist das Ergebnis ja ernüchternd. Zumal wenn man es dann mit Frauenquoten bei Architektur und freier Kunst vergleicht.
Nun haben wir das Jahr 07 und ich weigere mich zu glauben, dass die meisten Hürden auf die die Feministinnen in den 70ern zu treffen glaubten noch substantiellen Bestand haben.. warum, also die weiblich Abwendung von Musik als Ausdrucksform?
Das die meisten Frauen nicht Tontechniker werden, versuche ich mir immer damit zu erklären, dass Frauen einfach seltener einen ausgeprägten Hang zum "Basteln " und "Tüfteln" haben, eine Eigenschaft, die ja viele Tontechniker verbindet und die wir auch mitbringen müssen. einfach formuliert:
Frauen geht beim rumschrauben an einem winzigen Regler bei geringem und irgendwie abstrusem Effekt einfach "keiner ab" ;)
Wieso aber schreiben Frauen keine Musik (klar ist das pauschalisiert und es GIBT Ausnahmen), sondern drücken sich in Malerei und vor allem Schriftstellerei aus.
Was mir auffiel: Musik und Malerei als schöpferische Tätigkeit unterscheidet sich vor allem darin, dass das System Musik eine 3te Dimension (Zeit) enthält wodurch die logisch, mathematische Komplexität steigt und Musik ist STETS VÖLLIG artifiziell, während Malerei auch ein optisches Abbild (auch Karikatur) der Natur darstellen kann .
Ich frage mich also:
Liegt es in der Natur der Musik, dass Frauen selten komponieren? (das wäre interessant weil Frauen dann Musik auch substanziell "anders" wahrnehmen)
Liegt es in der Natur der Frau sich in Musik weniger auszudrücken?
Liegt es an der sozialisation von Frauen Musik nur zu interpretieren?
Gibt es überhaupt ein geschlechterübergreifendes Bedürfnis sich künstlerisch zu betätigen?
Welche Auswirkung könnte denkbar sein, wenn Frauen voll in der Musikschöpfung integirert wären?
Wie sehen Frauen das??
Also ich hoffe ich konnte mein Problem (es ist noch vage und konturlos) ein wenig umreissen. Ich würde mich über jede Idee, jeden Widerspruch, jeden Einfall eurerseits freuen. Natürlich hoffe ich im besonderen auf Antworten von Frauen, die sich bei dem Thema auf den Plan gerufen fühlen.
Joo.. Soviel zu den komplexen Fragen des Lebens und des Universums und des ganzen Rests. Ich wünsche einen schönen Freitag allerseits.
Liebe Grüsse
Nikita
