Wasser auf die Mühlen - Pendant zu SE

Erstellt 37 Antworten38 Beiträge
Startbeitrag#1
... eben im neuen Professional Audio entdeckt:
SM Pro Audio Wave Panel
Die Schlacht hat begonnen.


Tonstudio 12
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Antwort#2
So rein optisch scheint mir das Ding besser funktionieren zu können (durch die zylindrischen Einzelelemente entsteht Diffusion, dadurch weniger starke Kammfilterwirkung...?).
Was die Grafik unten auf der "Mikrofon-Ding"-Seite zeigt: der Frequenzgang des aufgenommenen rückwärtig einfallenden Schalls wird deutlich linearer - dadurch dürfte der Raumklang weniger stark auffallen. Interessant wäre der Graph allerdings bei frontalem Schalleinfall mit und ohne Polster.
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Antwort#3
Kann mir irgendjemand erklären, warum diese Dinger h i n t e r dem Mikrofon aufgebaut werden. Bei einer normalen Niere müsste das Ding doch eher hinter dem Sänger stehen, weil von dort der Schall kommt, oder liege ich da falsch. Oder wollen die, dass die Stimme nicht zu sehr in den Raum rausgeht?
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Antwort#4
Bingo!
Aber als ich das den SE-Leuten vorgeschlagen habe, kamen Boxhandschuhe aus dem Telefonhörer....
Wer lang genug studiert, darf sich Fachmann nennen - ob er´s begriffen hat oder nicht.
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Antwort#5
""Kann mir irgendjemand erklären, warum diese Dinger h i n t e r dem Mikrofon aufgebaut werden. Bei einer normalen Niere müsste das Ding doch eher hinter dem Sänger stehen, weil von dort der Schall kommt, oder liege ich da falsch. Oder wollen die, dass die Stimme nicht zu sehr in den Raum rausgeht? ""
Das scheint für einige hier schwer verständlich...
Die Richtwirkung des Mikrofons ist erst mal unrelevant. Es geht einzig darum, den Schall (z.B. des Sängers) zu absorbieren und damit eine Reflektion im Raum zu unterdrücken.
Und daher mut dat Dingen natürlich hinter das Mikro!
An sich eine geniale Idee, wenn sie denn gut funktionieren würde.
Die Richtwirkung des Mikrofons ist erst mal unrelevant.
Natürlich wirkt das - theoretisch - bei einer Kugel mehr als bei einer Superniere, bei einem GM-Mikro mehr als bei einem KM-Mikro, aber das hat nichts mit dem Filter zu tun - Mikros sind eben unterschiedlich empfindlich für Raumeinflüsse.
Abstände spielen auch eine große Rolle.
Deswegen sollte man in kritischen Räumen für Gesang auch viel eher ein gutes Nahbesprechungs-geeignetes Mikro verwenden, z.B. ein MD441/421 oder SM7.
Aber es muß ja immer so ein "trendy" GM-Mikro sein: je größer, je besser ;-)
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Antwort#6
""Bingo!
Aber als ich das den SE-Leuten vorgeschlagen habe, kamen Boxhandschuhe aus dem Telefonhörer....
Wer lang genug studiert, darf sich Fachmann nennen - ob er´s begriffen hat oder nicht.""
Ne, nix Bingo! Mir Verlaub: Ich glaube, Du hast *das* auch noch nicht begriffen...
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Antwort#7
Jedenfalls funktioniert mein persönliches Komapktdämpfsystem so: Ein V aus zwei Noppenschaumplatten an die Decke hängen. Die besten Resultate habe ich lustigerweise weder mit der SE-Taktik (also hinter dem Mik) noch mit meiner ersten Vorstellung (Sänger steht in dem V, das Mik vor der Öffnung) erreicht. Sondern eine Mischung aus beidem (Mik wird schräg reingestellt, so dass sowohl hinter als auch vor dem Mik der Noppenschaum nicht weit weg ist.
Die Resultate sind wirklich gut so, auch wenn es technisch gesehen ein Kompromiss ist (eine Seite offen). Ich habe aber einfach kein Platz für eine Kammer und will den Raumklang, den ich habe weiter brauchen können, wenn ich will.
Meiner Erfahrung nach kommt man wohl nicht um ein System, das wenigstens teilweise um das Mik herum gebaut wird. Oder?
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Antwort#8
""Meiner Erfahrung nach kommt man wohl nicht um ein System, das wenigstens teilweise um das Mik herum gebaut wird. Oder? ""
Entscheident ist, daß der Raum, auf den das Mikro "zeigt" nicht angeregt ist.
Deswegen werden z.B. die Rückseiten von Regieräumen stark gedämpft, weil dort die Monitore hinstrahlen. Der Schall muß absorbiert ("geschluckt") werden. Was vor dem Mikro geschieht, lässt sich nicht einfach durch seitliche Dämpfung beeinflussen (damit schaffst Du eine Richtwirkung bei höheren Frequenzen, Du manipuliert damit eher das Mikrofon als den Raum, aber erlaubt ist was gefällt), sondern sinnvoll nur durch eine komplette Behandlung der Raumakustik. Von daher ist das Prinzip "Absorbierung hinter Mikrofon" m.E. richtig, wenn richtig gemacht (siehe Regieraumakustik), kann aber einen guten Raum nicht ersetzen.
Wie gesagt, durch richtige Mikrofonwahl lässt sich dieses Thema am einfachsten ausblenden.
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Antwort#9
"Deswegen werden z. B. die Rückseiten von Regieräumen stark gedämpft, weil dort die Monitore hinstrahlen."
Ist das so?
http://www.proav.de/index.html?http&&&www.proav.de/data/lede.html
Ich kenne das anders. LEDE = Live End Dead End.
Hinter den Sendern, also den Schallerzeugern = Lautsprechern wird stark gedämpft und die gegenüberliegende "angestrahlte" Wand wird "diffus" gemacht. Wer dagegen diese Wand "tötet" tut für den Sound nichts Gutes!
So etwas machen nur Anfänger, die dann auch die Hörquittung bekommen, wenn sie es überhaupt bemerken.
Dead End ist um die Lautsprecher. Live End ist auf der Rückseite von Regieräumen. Und "Life" heißt bestimmt nicht "stark gedämpft", wie uns jemand hier falsch erklären will. Life heißt lebendig und das ist das Gegenteil von tot.
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Antwort#10
""Dead End ist um die Lautsprecher. Live End ist auf der Rückseite von Regieräumen. Und "Life" heißt bestimmt nicht "stark gedämpft", wie uns jemand hier falsch erklären will. Life heißt lebendig und das ist das Gegenteil von tot.""
Auch wenn ich bei meinem Vergleich etwas unpräzise war: Von "Totmachen" sprichst nur Du und nicht ich. Und auch sonst wirkst Du etwas aufgeregt bzw. unreflektiert.
"Dead End" ist wirklich nur um den LS, da sich daneben meistens eine große Scheibe befindet. Die ist sehr "Life End". Und die Rückseite, das sog."Live End" hat im Grunde die besseren Eigenschaften, auch wenn hier "nur" massiv mit Diffussoren gearbeitet wird und nicht einfach nur "stark bedämpft" wird.
Befände sich hier die Scheibe gäbe es eine ganze Reihe unerwünschte Reflektionen, die bei der üblichen Scheibe kaum stören, weil kein LS darauf gerichtet ist.
Insofern war meine Erklärung zum "Reflexion Filter" wohl sehr richtig.
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Antwort#11
Deswegen werden z.B. die Rückseiten von Regieräumen stark gedämpft, weil dort die Monitore hinstrahlen.
Diese Erklärung von hafi69 bleibt falsch. Da muss man sich doch nicht so wahnsinnig winden, um Recht haben zu wollen.
Und dann noch diese Scheibe.
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Antwort#12
Hallo
Live End - Dead end ist ein altes und relativ überholtes Konzept. Es ist sehr unflexibel.
Reflektionsfreiheit (ER) am Abhörplatz kann man gut mit Raumbegrenzungen entsprechender Geometrie herstellen und man umgeht somit das Problem das komplette absorptive Material (vgl "Gesamtabsorptionsfläche") in einer Raumecke zu stapeln und danach nirgendwo mehr was anbringen zu "dürfen" weil die Nachhallzeit schon gefährlich kurz ist.
Weitere Nachteile:
Die Lautsprecher sind nicht plan in eine schallbegrenzende Wand eingelassen (vernachlässigbar)
Kein 5.1 möglich! Live End -Dead End Regien lassen sich also nicht auf Surround upgraden. Gewöhnliche Regien dagegen eher schon, obwohl es eine "optimale" 5.1 Regie noch nicht gibt.
Die meisten Regien werden nicht mehr nach klassischen LEDE (süß ;) gebaut. Das zeichnete sich ja durch diese Stoffbespannung in die dann die Lautsprecher eingelassen waren - und dahinter dann die Watte - aus.
Wohl ist aber an den meisten Studiorückseiten ein Diffusor. Nur ob der immer errechnet wurde ist fraglich.. Mit Diffusoren kann man ja nichts falsch machen.
Also einen schönen Tag wünsche ist.
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Antwort#13
Live End - Dead End = LEDE ist als Gedankenmodell weiterhin nützlich und wird auch flexibel in der Praxis angewendet. Beim Aufbau eines vorübergehenden Regieraums (Live-Mitschnitt) wird man die LEDE-Idee bei frei aufgestellten Lautsprechern gern mit einbringen. Die Schallquelle (die Stereo-Lautsprecher) stehen im "Dead End" und der Empfänger (Zuhörer) befindet sich im "Life End".
Aber selbst bei Aufnahmen kann man mal die LEDE-Gedanken einbringen, wenn zum Beispiel ein Sänger in ein Mikrofon mit umgebenden SE Relexion Filter singt:
Die Schallquelle (Sänger) steht dann im "Live End" und der Empfänger (Mikrofon mit umgebenden Reflexion Filter) befindet sich im "Dead End".
Man wird bei einigem Nachdenken erkennen, dass hierbei ein Gedankenfehler vorliegt. LEDE - verkehrt herum!
Sicher gibt es ein unlösbares Problem nach diesen Gedanken beim Erstellen eines Regieraums mit Lautsprechern in Surround-Sound-Aufstellung 5.1. Das Gros der Aufnahmen wird weiterhin in Stereo gemacht.
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Antwort#14
Immerhin wurde hier bei der Entwicklung einen Schritt weiter gedacht:
Wie bekommen wir mehrere "Wave Panels" an den Mann gebracht?
:->
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Antwort#15
"Wie gesagt, durch richtige Mikrofonwahl lässt sich dieses Thema am einfachsten ausblenden."
Dann dürfte es bei Dir nur Hypernieren und Achten geben. Alle anderen Richtcharakteristiken haben ein so geringes Breitbandiges Bündelungsmaß, dass Du auch gleich Kugeln nehmen kannst.
Könntest Du übrigens. Geht halt nah genug ran... :-) Mit Kugeln ist das kein Problem.
Grüße,
Tonmaus
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Antwort#16
Ja, da hat mal wieder einer Live- und Deadend vertauscht...
:-) ...
Christopher, es ist andersrum. Bitte mach Dich schlau.
Grüße,
Tonmaus
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Antwort#17
""Dann dürfte es bei Dir nur Hypernieren und Achten geben. Alle anderen Richtcharakteristiken haben ein so geringes Breitbandiges Bündelungsmaß, dass Du auch gleich Kugeln nehmen kannst.
Könntest Du übrigens. Geht halt nah genug ran... :-) Mit Kugeln ist das kein Problem.""
Aber genau das habe ich doch schon geschrieben - es geht vor allem um den Abstand.
Ein 441 "fängt" weniger Raum als ein 414, und gleichzeitig kann man es näher besprechen, ohne daß es gleich unnatürlich klingt.
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Antwort#18
Ja doch !! :-)
Aber darum ging es ohnehin nicht. Ich habe nur versucht das Funktionsprinzip des "Reflection Filters" zu erklären, das tat Not.
Abgesehen davon: Wie wir gehört haben ist dieses "LEDE"-Konzept ohnehin überholt.
Meine Erfahrungen aus der Beschallung jedenfalls spiegelt es überhaupt nicht wieder.
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Antwort#19
Man hat doch sicherlich schonmal sowohl die Version mit absorptiver Vorder- und reflektiver Rückwand gesehen als auch die umgekehrte Version. Letztendlich geht es doch nur darum, stehende Wellen im Regieraum und ungünstige Reflexionen (damit Kammfilter- und Echowirkungen) am Abhörplatz so weit wie möglich zu vermeiden. Ob man nun um die Stereo-Lautsprecher herum reflektierende Flächen hat, die den Schall NICHT zum Abhörplatz reflektieren, oder ob man da absorbiert, damit kein an der Front reflektierter Schall zum Abhörplatz kommt...ja mei, würde der Bayer sagen.
Es geht doch hier nicht primär um Surround mit entsprechend anderen Voraussetzungen - das ist immer noch etwas nicht allzu Massenkompatibles. Und es wird ja durchaus eifrig darüber diskutiert, was denn bei klassischer Musik auf die Surroundkanäle soll: Der Hall des Konzertsaals? Vielleicht noch die Huster aus dem Publikum beim Livemitschnitt? Oder will man vielleicht eine "Dirigentenperspektive" mit bis auf +-90° ausgebreitetem Orchester und den Solisten schräg hinter sich? Nur mal ein paar Extrembeispiele. Von DSDS und ähnliche kurzlebige Retorten-Interpreten mal ganz abgesehen: soetwas braucht nun wirklich niemand in Surround zu hören. Böse Zungen lassen die letzten 4 Wörter weg...
Das Thema Surround gehört aber in einen eigenen Thread.
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Antwort#20
Könntest Du übrigens. Geht halt nah genug ran... :-)
Mit Kugeln ist das kein Problem.""
Aber genau das habe ich doch schon geschrieben
- es geht vor allem um den Abstand.
Ein 441 "fängt" weniger Raum als ein 414, und gleichzeitig
kann man es näher besprechen, ohne daß es gleich unnatürlich klingt.
Hihi, das ist mal wieder eine Steilflanke an die beiden richtigen :-))
Um das Thema "Kugel & Beschallung" nochmals aufzugreifen:
Ich hatte kürzlich die Situation bei einem Jazzkonzert, wo der Flügel mit zwei Nieren aus einer Entfernung von ca. 35 cm über dem Resonanzboden "abgenommen" wurde:
Rückkopplungen ohne Ende ...
Nicht, daß die Rückkopplung über das Mikrofon selber kam - erst, wenn man das rechte Pedal trat, fingen die Saiten im Baß an zu schwingen. Wegen der Anhebung durch den Nahbesprechungseffekt ist jenes Phänomen zutage getreten, mit dem mancher Gitarrist auf seiner E-Gitarre vor dem Verstärker spielt.
Ich hätte zwar auch den Baß absenken können, die Wahl fiel aber wieder einmal auf ein Kugelmikrofon ...
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