Suche als Ergänzung für kleine Projekte noch ein portableres Firewire od. USB-Audio-Interface und habe mir diverse Angebote bis 400,- Euro angeschaut. Schwerpunkt sind 2x gute XLR-Micpre mit mind. 24bit/96kHz (hätte gerne 4x, aber dann wirds wieder so groß wie mein Fireface 800). Ideal für meine Zwecke scheint das EMU 0404 zu sein, dass bei 199,- zwei dem Vernehmen (der Tester) nach sehr gute 24bit/192kHz-AD/DA-Wandler hat und der Signal-Rauschabstand mit für die Klasse einmaligen(?!) 113db angegeben wird. http://images4.thomann.de/pics/prod/197706_big.jpg Würde auch Firewire nehmen, aber man kann diese Geräte wohl sowieso nicht mit z.B. dem Fireface 800 verbinden und parallel betreiben (unterschiediche ASIO-Treiber?). Da hatte ich mir M-Audios 410er bzw. Edirols FA 101 angeschaut. Aber deren Mic-Pres scheinen schlechter zu sein als die des EMU. Gibts sonst noch Möglichkeiten, und kann man evtl. doch zwei Aufnahmegeräte (2x Firewire, oder über ADAT/SPDIF mit Fireface als "Mittler", oder USB und Firewire-Geräte mit unterschiedlichen Treibern parallel) zusammen betreiben? Gruß, Thomas
Ich schließe aus deiner Frage, daß du schon ein Fireface 800 hast, oder? Ginge also auch eine Vorverstärker/Wandler-Kombination wie Apogee MiniMe? Ein Audioprogramm wie Cubase kann immer nur auf einen ASIO-Treiber zugreifen. Man kann also z.B. mehrere MOTU-Firewiregeräte aneinanderhängen, weil die alle den gleichen Treiber benutzen (mache ich des öfteren so) - dito dürfte es mit mehreren RME-Geräten sein. Herstellerübergreifend kann man da m.W. nichts kaskadieren. Da hilft es auch nichts, das eine ASIO-Gerät über Firewire und das andere über USB dranzuhängen. Auf der anderen Seite: warum nicht einfach das Fireface und ein weiteres zu kaufendes Gerät in ein kleines portables Rack (Warwick "Rackbag") schrauben, und den Laptop in eine (ausgepolsterte!) Rackschublade? Insgesamt 4 HE, das ist noch gut zu tragen.
Fireface ist vorhanden, Octapre von RME auch. Wollte nur für wirklich kleine Livemitschnitte etwas kompakteres, da die RME Teile auch trotz "Leichtbauweise" nicht gerade für Mobilität optimiert sind. Die Rackbags sind dann diese: http://www.musik-service.de/images/Layout/Pixel0.gif Wie schwer ist sowas, sagen wir für 4HE? Ich finde überall nur Größen-, aber keine Gewichtsangaben... Gibt es auch eine tragbare Möglichkeit, aus der man die Geräte dann DIREKT betreiben kann - die "Rackcases" des gleichen Anbieters etwa? Gruß, Thomas
Das "Original" ist dieses hier: http://www.thomann.de/de/rockbag_rockbag_rackbag_rb24410b.htm Erhältlich auch als 2HE oder 6HE-Version. Nachahmerprodukte als Eigenmarken der großen Musikalienversender gibt es auch. Mit kleinen Mikrofon-USB-Interfaces kenne ich mich nicht wirklich aus, habe aber den Eindruck, daß viele davon zwar mit 24/96 angeben, aber Frequenzgang und Grundrauschen deutlich zu hoch sind, um mit der hohen Dynamik oder dem theoretisch möglichen Frequenzgang überhaupt etwas anfangen zu können. Wenns ganz klein und trotzdem gut sein soll, läge ja die 7xx-Serie von SoundDevices nahe, das spart dann auch den Laptop.
Wenn Du Notebook mit PCMCIA-Port benutzt, kann ich sehr das EMU 1616 für 400 Eu empfehlen, da hast du eine völlig portable Einheit mit Kopfhörerausgang, und per Kabel zu verbinden eine Einheit mit 2xMikrofon, 6xLine In, Adat In Out etc. Wirklich ein Superteil, und das Konzept ist für den Laptop ideal. Schöne Grüße Rolf
Hallo Thomas, auf einer aehnlichen Suche bin ich auch, habe mir aber aus dem Kopf geschlagen etwas Brauchbares unterhalb von EUR 400 zu finden. Da war mir bisher die Qualitaet zu minder, bzw. die Geraete waren nicht faehig auch standalone ohne Laptop aber mit anderem Aufzeichnungsgeraet als Wandler zu arbeiten. Ich denke auch daran, dass andere Personen genausogut mit einem M-Audio-Geraet plus Laptop aufnehmen koennen - diesbezueglich kann ich dann nur mit Qualitaet punkten wollen, sprich, anderes Marktsegment. Daher bin ich eher in den Field-Recoder-Bereich (Fostex, Tascam, HHB,...) abgeglitten, wo ich mich derzeit umsehe. Das ist aber eine voellig andere Preiskategorie und geht an Deinen Anforderungen vorbei. Gruss, Mathematiker
""Daher bin ich eher in den Field-Recoder-Bereich (Fostex, Tascam, HHB,...) abgeglitten, wo ich mich derzeit umsehe. Das ist aber eine voellig andere Preiskategorie" Aber keinesfalls eine andere QUALITÄTSkategorie. Die Wandler z.B. in dem günstigen EMU 0404 sind mit Sicherheit besser, als das, was in solchen Geräten wie den o.g. eingesetzt wird. Habe auch einen Multitracker von Korg mit 24bit/096KHz Preamps, gleich 8x davon. Mit einer Lösung von Laptop +ü externem USB/Firewire-Interface kann das jedoch im Klang nicht mithalten. Es geht mir ja auch nur um eine Portabilitäts-Ergänzungs(!)-Lösung zur RME-Hardware, wenn nur ein Stereopärchen gewünscht wird, z.B. bei Livekonzerten. Da scheint mir kostengünstige Firebox mit 2x guten Wandlern eine bessere Lösung. Gruß, Thomas
Eine Möglichkeit wäre auch das Fireface 400, das ist sehr kompakt, hat 2 Vorverstärker und kann bei größeren Projekten parallel zum Fireface 800 eingesetzt werden, sodass du 18 analoge Eingänge hast, ohne dass du noch einen zusätzlichen ADAT-Wandler angeschlossen hast. Das ist zwar doppelt so teuer wie geplant (800 statt 400?), hat aber den Vorteil, dass das Ding dann nicht einfach herumliegt und du dir außerdem 8 AD-Wandler ersparst und dass es die gleiche Qualität wie deine bisherige Lösung hat. Hermann
Hallo Thomas, mein Konzept waere ueberhaupt, bei hoeherer Qualitaet extern zu wandeln (zB. MiniME od. Lunatec) und digital in die Aufzeichnungsmaschine zu gehen. Laptops sind mir nach wie vor zu wenig zuverlaessig. Gruss, Mathematiker
""Suche als Ergänzung für kleine Projekte ... Schwerpunkt (...) mind. 24bit/96kHz "" Warum ist so etwas heute schon normal und bleibt lange unkommentiert? Da werden Einsteigersysteme verkauft mit den Verkaufsträchtigen "24/96"-Angaben, die überhaupt nichts über Meßwerte / Klang aussagen, aber formal einem professionellen 16/44-System (mit denen tw. unerrreicht gute Produktionen gemacht wurden) vorgezogen werden? Am besten noch gleich 192khz SF, ein unglaublicher Schwachsinn, aber er verkauft sich gut. Niemand braucht 24/96 außerhalb exotisch "highendiger" U-Musik Aufnahmen unter "Laborbedingungen" die später auf SA-CD / DVD-A veröffentlicht werden - also tatsächlich NIEMAND. Was wir alle bräuchten wäre eine Befreiung von diesem unsäglichen Marketing-Hype. Spielt / produziert gute Musik, entscheidend ist was hinten rauskommt. Kein normaler Mensch interessiert sich für den Rest! Just my .02 ...
Das mag ja so sein, und ich bin eigentlich auch der Meinung, das gut aufgenommenes und gemastertes 16bit/44.1 absolut hervorragend klingt - aber ich möchte mir gern die Option für Hochbitformate offenhalten - außerdem werden GUTE Interfaces mit geringerer Bitrate ja gar nicht mehr als neue Modelle angeboten.
""außerdem werden GUTE Interfaces mit geringerer Bitrate ja gar nicht mehr als neue Modelle angeboten."" Ja, das ist schon richtig. War auch nicht speziell auf diese Situation bezogen. Aber es gibt immer noch preiswerte
""Nur werden die doch wohl nicht ERNSTHAFT einen besseren Klang garantieren als z.B. das EMU 1616m mit 24bit/192KHz und 120db S/N-Abstand?"" Nein. Aber die Frage ist doch, wo man bei kleinem Budget seinen Schwerpunkt legt. Außerdem darf man die 120dB S/N beim EMU doch stark in Frage stellen, abgesehen davon, daß dieser Wert nicht benötigt wird (Wir wissen ja: Es gibt keine echten 24Bit-Wandler). Dann wage ich noch zu behaupten, daß gute 48khz-Wandler besser klingen als Billigst-Wandler der 192-Abteilung. Nicht wg. der Wandlerchips selbst, sondern der dürftigen Analogstufen und wackligen PSUs. Im Grunde ist da IMHO aber sowieso kaum Klangunterschied zu erwarten, so das man sein (weniges) Geld lieber in ein angemessenes "Frontend" stecken sollte.
""Außerdem darf man die 120dB S/N beim EMU doch stark in Frage stellen, abgesehen davon, daß dieser Wert nicht benötigt wird (Wir wissen ja: Es gibt keine echten 24Bit-Wandler). ""
Doch es gibt sie! Es gibt sogar 28-Bit-Wandler. Sieh Dir mal den von Stage-tec an.
Den neuen 28-Bit-Wandler von Stage Tec gibt es in zwei Varianten: Als Einschub für das NEXUS oder als selbständige Einheit. Die vierkanalige NEXUS-Eingangskarte heißt XMAD, was soviel wie NEXUS-Mikrofoneingangs-A/D-Wandler bedeutet. Über den Direktausgang des NEXUS werden die vollen 28 Bit an das CANTUS weitergegeben und dort auch verarbeitet. Anders sieht dieses bei der Verwendung einer AES/EBU- Verbindung aus: Diese bietet nach der Norm maximal 24 Bit. Eingangsstufe und 28-Bit-Wandler des neuen Stage Tec Systems erzeugen zusammen ein Eingangsrauschen von nur -134 dBu. Zum Vergleich: -134 dBu entspricht dem Rauschen eines 73-Ohm-Widerstandes. Und das Mikrofon? Das rauscht ? bei einer Impedanz von z. B. 200 Ohm ? mit immerhin -129.7 dBu bei einer Bandbreite von 20 kHz bis 20 Hz und einer Temperatur von 20° Celsius. http://www.sengpielaudio.com/Rechner-rauschen.htm Dieses ohmsche 200 Ohm-Mikrofon-Rauschen überdeckt deutlich das eigene Wandlerrauschen. Nur kann ein Mikrofon von Schoeps eine Impedanz von 35 Ohm haben, wenn man mal kleinlich sein will.