Danke Gerhard für den Hinweis auf den erhellenden Bericht zum Blindtest und mit Placebo-Effekt: http://www.hifiaktiv.at/diverses/realistische_betrachtungen_themen/realistische_betrachtungen_blindtests.htm Ganz deutlich ist das Fazit: Unsere Erfahrung, dass fast jeder der testet, dem berühmten Placebo-Effekt (durch positive Erwartungshaltung) erliegt, wurden wieder einmal bestätigt. In dem Moment wo gesagt wird: "so, und jetzt hören Sie mal ..." (die behandelte CD, das teure NF-Kabel, das spezielle Netzkabel usw.), passiert etwas, das einem hypnoseartigen Kommando gleichkommt. 8 von 10 Testpersonen reagieren darauf. Sie glauben dann tatsächlich eine Klangverbesserung zu hören, die es gar nicht gibt. Wenn die selben Personen dieses Kommando nicht erhalten und blind testen, fällt dieser Effekt weg und die Realität bleibt bestehen. Wir lassen uns alle hypnotisieren. Man möchte es selber nur nicht wahrhaben. Es ist aber wirklich so. In einer Testgruppe, wobei man den den Nachbarn den Kopf nicken oder schütteln sieht, gibt es immer den Gruppenhypnoseeffekt. Die Frage: "Hören Sie eine Änderung" reicht nicht aus. Was ist die Verbesserung oder Verschlechterung ist die meistens nicht beantwortbare Frage. Bei der Feststellung, welche DVD-A denn das (hörbare) "Wasserzeichen" enthält und welches nicht, haben alle beim Umschalten eine kleine Veränderung gehört. Welche DVD dann aber das Wasserzeichen enthält konnte nicht oder nur falsch geraten beantwortet werden.
Sehr lesenswert - vor allen Dingen für alle Hifi-Fetischisten. Bestätigt nur das, was *wir* alle schon gewußt haben sollten und lässt sich nahtlos in den Themenbereich der Studioverkabelung übertragen (Stichwort Vovox etc...) Interessant, daß ausgerechnet ein Hifi-Fachgeschäft solche Tests veranstaltet. Das lässt hoffen...
Einer meiner Händler gibt zu, zwischen dem billigsten Kabel seines Sortiments und Vovox keinen Unterschied zu hören - und das im "sehenden" Vergleich. So enthält er sich einer Kaufempfehlung und freut sich, wenn sich die Kunden anderweitig über die Vorteile des teuererm Kabels informiert haben.
habe das gerade gelesen. Ich meine aber, daß ich ähnliche Artikel an andere Stelle auch schon mal gelesen habe. Mein Fazit: Es kommt bei solchen Test immer wieder das selbe heraus: Die vermuteten Unterschiede sind nichts anderes als die Einbildung und Erwartungshaltung der Tester. Und die Ausreden warum der erwartete Unterschied ausblieb, sind immer wieder die selben und sind so mannigfaltig wie es Hifi-Freaks gibt. Der Grund ist der, daß man einfach nicht wahrhaben will, daß die ganzen Zubehörteile die man für sündhaft teures Geld erworben hat einfach wirkungslos bleiben sollen. Man braucht kein Psychologiestudium um diese typisch menschliche Eigenschaft zu verstehen. Es muß doch auch jedem noch so technisch Ungebildeten lachhaft vorkommen, wenn er erfährt, daß die Musik die auf seiner "audiophilen" Superhyper-CD gespeichert ist durch 1000de von Bauteilen und durch 100te von Metern Kabel gelaufen ist, und dann soll da der letzte Meter Kabel noch soooooooo riesige Verbesserungen bringen. Ich sage immer: Hifi ist Religion, und Religion ist Glaubenssache. Und nichts paßt besser auf die Hifi-Religion als das Märchen "Des Kaisers neue Kleider".
Ein schöner Test. Das Ergebnis ist ja sowas von im Vorfeld klar. Allerdings ist der Test dennoch unwissenschaftlich. Psychoakustische Testaufbauten, die "echte" Ergebnisse liefern sollen sind sowas von aufwändig, whatever. Wie wärs wenn man workshops für HiFi - Puristen anbietet und die mal in die Studios gehen lässt, damit die sehen wie "schlampig" wir eigentlich arbeiten. So aus Zeitdruck und auch einfacher Unlust irgendwelche "audiophilen" Konditionen herzustellen. "Aber hey es rauscht!?!" "Na und? der Basser hat sich doch grad so schön eingespielt!" Tja. Der, der die Fähigkeiten und auch das Unvermögen des menschlichen Hörens kennt ist klar im Vorteil. Schöner link jedenfalls
Moin.. "Allerdings ist der Test dennoch unwissenschaftlich. Psychoakustische Testaufbauten, die "echte" Ergebnisse liefern sollen sind sowas von aufwändig, whatever." Das ist schon richtig, aber man sollte anerkennen, dass bei diesem Test aus den gegebenen Bedingungen immerhin versucht wurde, ein Maximum an "Wissenschaftlichkeit" herauszuholen. Immerhin ist der Test auch wissenschaftlich genug, um nachzuweisen, dass unter realitätsnahen Hörbedingungen eben KEIN Unterschied zu hören ist - selbst wenn unter Laborbedingungen evtl. ein Unterschied zu hören gewesen WÄRE. Und für eine eindrucksvolle Demonstration, wie stark der Placeboeffekt zuschlagen kann, war der Aufbau wirklich wissenschaftlich genug... Jens
Ich finde der Beitrag auch sehr gut. Dennoch glaube ich, daß sich dadurch kein überzeugter Anhänger von Vovox Kabeln umstimmen läßt. Ich habe das mal versucht auf homerecording.de und mich damit zum Aussenseiter gemacht ;) Was soll man denn gegen Argumente wie: "Ich habs selber getestet und den Unterschied deutlich gehört, was interessieren mich technische Diskussionen .." noch sagen? Keine Chance .. -Erdie
Ich glaube Rainer hat neulich hier sehr schön wissenschaftlich erklärt, warum es bei Mikrokabeln im Grunde gar keinen Unterschied geben kann. Aber Du hast recht: Das Wunschdenken, bzw. die Dummheit einiger Anwender ist riesig. Neulich erklärte mir doch der Betreiber eines ansässigen, etablierten Studios, er wolle sich noch ein paar günstigere Vovox-Kurzleitungen dazukaufen, denn auch als *Verlängerung* würden sie den Klang verbessern.... Hat er jedenfalls gehört. Stöhn. So jemand glaubt auch daran, sich mit 96khz SF "riesige" Verbesserungen einzukaufen, und das alles darunter quasi unprofessionell sei. Auch hier setzt der Placebo-Effekt sehr deutlich ein.
Hallo,es kommt vor allem auf die Fliesrichtung an. Damit kann man auch bei normalen Kabel viel gewinnen!! ( also Kabel umdrehen ! ) Und manche CD's haben aufgedruckt, wie die Polarität der Schwingungen ist !
""Hallo,es kommt vor allem auf die Fliesrichtung an. Damit kann man auch bei normalen Kabel viel gewinnen!! ( also Kabel umdrehen ! ) Und manche CD's haben aufgedruckt, wie die Polarität der Schwingungen ist ! "" Aber natürlich! Auch nicht unwichtig: Bei Plattenspielern den Netzstecker richtig rum - sonst läuft die Platte rückwärts! Da hilft im Zweifel ein Hörtest.
Moin... "... und es ist weniger sinnvoll bei meinen geliebten Cinchkabeln?" Du hast die Ironie übersehen. Deine Cinchkabel kannst du sooft wenden, wie du willst - da ändert sich gar nichts. XLR hingegen passt nur in einer Richtung. Wobei die bei der Herstellung auch so verarbeitet werden, wie sie von der Rolle kommen und nicht etwa nach "Flussrichtung" (welche auch? Kabel sind schließlich (hoffentlich) keine Dioden...) Jens
... könntest Du das bitte mit der Walzrichtung des Kupfers so begründen das die hier Anwesenden, die einige Semester Werkstoffkunde während des Studiums hatten auch kapieren? Ansonnsten dachte ich immer das Kabel in der Endbearbeitung durch eine Matrize gezogen werden. Welche Ausrichtung haben eigentlich die Kristalle in einem Kupferkabel?
es kommt vor allem auf die Fliesrichtung an. ... ( also Kabel umdrehen ! )
Viel Spaß beim Kabelwenden! Immerhin handelt es sich um Wechselspannung, die da "fließt". Oder meintest Du statt "Fluß"(-richtung) etwa das Vlies, das die Adern und Abschirmung umgibt? Das wird jedoch mit "Vogel"-V geschrieben! Also haltet Euch bitte mit Euerem Halbwissen, aus dem nie etwas Ganzes wird, zurück.