Kaufst du nicht das Eis fuer deinen Sohn dort, wo es am guenstigsten ist?
ICH kaufe MEINEM SOHN das Eis dort, wo es uns beiden AM BESTEN SCHMECKT. Wenn Du an einer Salmonellenvergiftung krepierst, weil das Eis "für ümme" aus Amerika bei der Einfuhr geschmolzen ist, dann ist mir das relativ egal - ein Nassauer weniger.
Mal abgesehen davon, daß Dein Ausflug auf das Eis absoluter Unfug ist der an den Haaren herbeigezogen ist, sei Dir mal gesagt, daß es auch in Anbetracht gegenüber anderen Tontechnikkollegen eine Unverschämtheit ist, etwas zum Nulltarif oder weit unterhalb der üblichen Taxen zu machen. Wenn ich einem guten Kunden 'MAL etwas zu einem vergünstigten Preis mache, dann ist das durchaus akzeptabel. Aber das darf auf keinen Fall zur Gewohnheit werden, denn das spricht sich herum und dann kommen alle anderen Kunden und wollen ebenfalls einen "special price for me". Dann wird es irgendwann auch mal dazu kommen, daß Du Dir von Branchenkollegen den Vorwurf gefallen lassen mußt, die Preise kaputt zu machen und u.U. bekommst Du dann auch mit den Behörden Ärger! Genau an diesem Problem krankt gerade die Tonbrache! Jeder Amateuer der heute einen PC mit Soundkarte hat glaubt er sei Tonstudiobesitzer und murkst irgendwelchen Pfusch zusammen den er anschließend unter dem üblichen Preisniveau verkauft. Mir wollte auch mal ein Chorleiter erklären : "Was?? soooooviel wollen Sie für die Aufnahme haben? Soviel bezahlt man ja in einer Autowerkstatt nicht!" Darauf kann ich nur antworten: "Dann laßt Euer Choraufnahmen von einer Autowerkstatt machen!" Oder was auch oft zu hören ist: "Der Schorsch von unserem Radiogeschäft 'Murks&Korks' mach uns die Aufnahe für 50 Euro den Abend!" - o.k., dann laßt ihn für 50 Euro den Murks machen und dann soll eben der Hintertupfinger Gesangverein seinen Murks auch entsprechend verkaufen. Es gilt nach wie vor: Qualität hat ihren Preis. Wer Qualität verlangt, soll auch zahlen. Die meisten hier machen doch den Job nur nebenberuflich. Folglich sind sie auch in der glücklichen Lage ihre Kunden sich auszusuchen.
Vielleicht habe ich eine Idee: Vielleicht sollte mal einen Techniker, der gefragt wird etwas umsonnst zu tun, OHNE Equipment hingehen. Wenn dann gefragt wird wo das Equipment sei, antworten: Wovon soll ich das bezahlen, ihr bezahlt doch nix!? Und wenn da vielleicht so ein DJ-Mischpultchen steht, mit 1 oder 2 Mikros, den Auftrag dann auch abweisen, weil es unmöglich ist, damit etwas auf zu zeichnen. Die müssen es erst mal `fühlen`, daß eine Produktion einen Fiasco wird, weil es kein (vernünftigen) Ton gab. Sogar im Ö.R. Fernsehen sieht man schon Gespräche, die aufgenommen wurden mit dem Kameramikrofon. Da ist der Raumklang mindestens 10 dB höher, als der Gesprächspartner. Und der Umgebungslärm noch höher, und das Gespräch ist echt kaum zu verstehen. Ich habe schon mehrmals gedacht `jetzt rufe ich dort an, und frage den, ob die schonmal von einen Mikrofon gehört haben` Wieso haben die überhaupt den Ton aufgezeichnet ? Wenn es doch unverständlich ist ? Schaumal Samstagnachmittag, meistens 12.30-13.00 Uhr, im HR-Fernsehen. c`t Magazin. Da habe ich sowas schon öfters gesehen/gehört. Und warum darf in so einem Fall kein Mikrofon ins Bild zu sehen sein ? Es ist nur ein Gespräch, keine Theateraufführung! Wenn es schon so ist: `Warum soll ich noch ein Mikrofon mitnehmen, es gibt doch schon eins auf der Kamera?` Dann sind die ungeschult, dann verstehen die schon nichts von der Tontechnik. Es gibt bessere Leute, aber die sind wohl zu teuer ?? Schönes Wochenende, Evert
die meßlatte wird immer hoeher angesetzt aber kosten darf das ganze nichts. das kann nicht funktionieren. die musiker tun immer so als wuerden sie kaum etwas verdienen. dabei schreien gerade die musiker als erstes wenn es heisst sie sollen umsonst oder fuer wenig geld spielen. wenn ich mir ansehe welch hohe gage manch ein kuenstler nimmt und welchen bruchteil der tontechniker davon abkriegt muss man sich nicht wundern wenn demnaechst auch metzger, strassenfeger und muellmaenner als 1 euro jobber hinterm pult sitzen und die regler schubsen;-).
nicht mal der wuerds ganz umsonst machen;-). vielleicht aber fuer ein eis?
http://www.chorus-music.at/Bastian.jpg muss man sich nicht wundern wenn demnaechst auch metzger, strassenfeger und muellmaenner als 1 euro jobber hinterm pult sitzen und die regler schubsen;-).
Hallo Alex! Falls Du es noch nicht bemerkt hast: Rainer steht überhaupt nicht auf die Abschweifung zum Thema "Eis" ... ;-) Der könnte mir glatt gefallen, wenn er nicht schon längst bittere Realität wäre! Tatsächlich beschäftigen viele Theater und Spielstätten auch im Ton- und Lichtbereich Hartz IV-Empfänger, deren einzige Qualifikation es ist, lieber Theaterluft zu schnuppern als Elektronikschrott zu recyclen, Straßen und Parkanlagen zu kehren oder gar in ihrem eigentlichen Beruf von "sozialen Einrichtungen" AUSGEBEUTET zu werden. Genau dies aber macht es für Berufseinsteiger nahezu unmöglich, vor, parallel zu oder gar nach einer Ausbildung - an welcher Institution auch immer - zumindest in diesem Bereich einen Arbeitsplatz als Einstieg zu finden. Aber auch hier durfte ich feststellen: Mitunter sind genau die es, die gerne ohne Rücksicht auf Qualität und Preis jeden nehmen, der unqualifiziert, aber billig ist, am lautesten aufschreien bei Diskussionsveranstaltungen mit "Freibier", wenn der Kulturhaushalt wieder nur weniger statt endlich mal mehr Geld im Topf hat. Irgendwie verstehe ich diese "armen" Künstler schon, wenn ich sie als geladene Gäste nur solange auf Feiern sehe, wie Hummer und Scampis auf dem Buffet liegen.
Hallo Rainer, zwei Einwände hätte ich. Erstens, wir leben in einer freien Marktwirtschaft und wenn jemand ausgezeichnete Tonaufnahmen zu einem Spottpreis anbieten kann, dann macht er irgendetwas richtiger als andere Kollegen, oder? Zweitens, sicherlich gibt es verdammt viele, die mit Unkenntnis aufnehmen, aber wie weit schaffen es diese Aufnahmen? Wird eine Plattenfirma eine schlechte Produktion akzeptieren? Ich glaube nicht. Letztendlich ist das die China-Problematik (Akku-Schrauber für 2,95 im Baumarkt). Drittens, es gibt, gerade im Underground, viele Strukturen, die zu einem Großteil wegen der Verbindungen unterschiedlichster Menschen und derer freiwillige Beiträge funktionieren. Z.B. ein Plattenlabel, dessen Bands das Laben dahingehend unterstützen, dass sie Konzerte veranstalten, um Touren anderer Bands des Labels zu ermöglichen. Grafiker, die durch ihre freiwillige Arbeit überhaupt erst die ansprechende Gestaltung des Booklets möglich machen. Und eben z.B. auch Tontechniker, die Konzerte mitschneiden, um dem Label Material für zukünftige Veröffentlichungen oder Promozwecke zur Verfügung zu stellen. Durch dieses ehrenamtliche Engagement ist es vielen Labels überhaupt erst mölich, zu existieren und Bands wird ermöglicht, zu Touren oder Platten ernsthaft zu veröffentlichen. Warum tun diese Leute das? Weil es ihnen Freude bereitet, weil es eine Lebenseinstellung ist, genauso, wie andere Briefmarken sammeln, ihr Auto tunen oder auf Elvis-Conventions gehen. Claus
sorry, der Ausflug ins Eis kam nicht von mir, ich hab ihn aufgegriffen, um den gesamtwirtschaftlichen Zusammenhang ins Spiel zu bringen. Aber das geht auch anders: WIr leben in einer freien Marktwirtschaft, in welcher es dem Unternehmer (in diesem Falle dem Veranstalter) ueberlassen ist, die Kosten fuer ein Produkt selbst zu strukturieren, immer mit der Maxime es maximalen Nutzens fuer minimalen Aufwand. Entspechend traegt auch der Veranstalter das Risiko, dass er ggf. Einbussen in der Qualitaet hinnehmen muss, wenn er gewisse Grenzen unterschreitet. Auch der Ton ist ein Kostenfaktor. Ich kann an dem Versuch, diese Kosten so gering wie moeglich zu halten, nichts verwerfliches erkennen. Jeder Tontschaffende hier ist ebenfalls Unternehmer und kann wiederum frei entscheiden, zu welchen Bedingungen er Auftraege annehmen moechte - einige sind teurer und andere machen es fuer Lau, weil sie Erfahrungen sammeln wollen. Auch dagegen ist meiner Meinung nach ist nichts einzuwenden. Der Versuch einer Preisbindung hat langfristig noch niemandem genuetzt und macht volkswirtschaftlich auch wenig Sinn. Die Folgen sind Preisabsprachen, Innungen und im schlimmsten Fall Berufsverbote fuer nicht- Mitglieder. Zudem wird das Entstehen neuer Arbeitsfelder bereits im Keim erstickt. Alles Neue faengt klein an und bedarf eines zusaetlichen Einsatzes der Betseiligten, um sich zu etablieren. Ich moechte nochmal darauf hinweisen, dass ich in KEINSTER Weise fordere, professionelle Arbeit umsonst abzuliefern. Ich finde solche Angebote deswegen legitim, da sie Einsteigern Moeglichkeiten geben, zusaetzliche Erfahrungen zu sammeln. Und falls sich die Veranstaltung etabliert, werden man naechstes mal ggf. mehr Geld in den Ton stecken und somit das obere Marktsegment fuettern. Mich stoert jedoch die Einstellung, dass solche Angebote hier nichts zu suchen haben, einige hier scheinen zu vergessen, dass auch sie mal Anfaenger waren. Die teilweise gezeigte 'Empoerung' grenzt an Arroganz, schlimmer noch sind die Vorverurteilungen, Unterstellungen und persoenlichen Angriffe gegen den Veranstalter und Befuerworter eines freien Marktes, von dem wir schliesslich alle profitieren. Gruss, Rudi
Irgendwie fällt deutlich auf, dass allein von Tonmachern erwartet wird, mit ihrem Arbeitspreis nach unten zu gehen. Bei den Beleuchtern, den Kameramännern und dem Catering kann ich diesen Trend nicht erkennen. Gruß Jens
GANZ SCHÖN DREIST! Das Projekt kostet sicherlich so einiges, da sollte etwas für den Tonmannn doch drin sein!! Oder machen es alle Künstler auch für lau? Funkstrecken braucht man nicht im Auge behalten, wenn's einmal richtig eingerichtet ist! Batterie einsetzen, fertig! so läufts auch schon in vielen Kirchen! Sonntag für Sonntag! Aber ich würde es machen, für 150,-, pro Abend!!!
Die meisten hier machen doch den Job nur nebenberuflich. Folglich sind sie auch in der glücklichen Lage ihre Kunden sich auszusuchen.
Völlig richtig! Für 20Euro am Tag lass ich mich nciht von irgendwelchen Leuten nerven. Da komponiere ich lieber oder nehme ein Demo für mich selber auf. Wenn die Bands meinen meine Preis sei zu teuer - und der ist sehr, sehr fair - dann sollen sie im Proberaum der BandXY die dort ebenfalls ihr Homestudio hat für wenig Geld aufnehmen. Das einzig schlimme ist, dass sie selber nicht bemerken, wie schlecht das Ergebnis ist! Insgeheim freue ich mich dann jedesmal. Selbst eine eigentlich befreundete Band von mir war es zu teuer und haben es dann für 500Euro mit einen gemieteten Techniker im Proberaum aufgenommen. Irgendwie tut es mir dann gar nicht mehr leid, wenn die CD in sämtlichen Kritiken in Magazinen unten durchfällt vor allem wegen dem Sound und den unsauberen Spielen. Gerade letzteres ist nicht durch Equipment ersetzbar. Man braucht oft - solange man nicht wirklich selbtkritisch ist - jemanden der einen sagt, das war zwar schon nicht schlecht aber nicht _ganz_ auf den Punkt, versuchts nochmal.
Hi! Jeder muß wohl hier seine Grenzen selbst suchen ;)! Bei mir ist das oft umgekehrt, wie hier oft geschildert - eine Anfrage auf Übertragung (PA) eines Konzertes würde ich nie umsonst machen, eine Aufnahme mit Qualifizierten Profi-Musikern schon eher, geliehenes Equipment muss ich mir natürlich entgelten lassen. Der Unterschied liegt darin, wo meine Erfahrungen benutzt werden (kostet), oder wo ich Erfahrungen sammle (gerne) und am Ergebnis Freude habe. Das verschiebt sich mit der Zeit naturgemäß im Niveau immer weiter nach oben... Aber klar ist: Wer gewerblich unterwegs ist MUß bezahlt sein (mach ich in meinem gelernten Beruf Orgelbauer nie anders). Kalkulieren und ggf. nein sagen muß aber jeder selber, und die Ansprüche an die Tonqualität sollten bei den omnipräsenten Werbungs- und Filmproduktionen eher im Steigen sein. Habt immer genug zu Essen, Gruß, Matt
... wenn eine klassische Pianistin (die in diesem Fall sogar sehr gut war) schon anfängt zu jammern, wie hoch das Honorar für den Tontechniker bei einer Video-Aufzeichnung des Konzertes ist, läßt das schon tief blicken ...
Und falls sich die Veranstaltung etabliert, werden man naechstes mal ggf. mehr Geld in den Ton stecken und somit das obere Marktsegment fuettern.
Das ist nach meinen Erfahrungen ein großer Irrglaube. Trotz möglicher Mängel, die man dem "Verantwortlichen" in die Schuhe schieben wird, wird man zu der Erkenntnis gelangen, daß doch alles im Großen & Ganzen recht gut gelaufen ist - und man das Ganze beim nächsten mal genauso machen kann. Wenn der "Verantwortliche" eines Tages feststellt, daß er inzwischen den Job beherrscht, wird man ihm freundlich mit den Schultern zuckend mitteilen, daß sich die finanzielle Situation leider nicht gebessert hat. Und sollte wieder Erwarten "mehr Geld in den Ton gesteckt werden", garantiere ich, daß derjenige, der bisher seinen Kopf hingehalten hat, aus dem Rennen ist.
"Und sollte wieder Erwarten "mehr Geld in den Ton gesteckt werden", garantiere ich, daß derjenige, der bisher seinen Kopf hingehalten hat, aus dem Rennen ist. " Dann hat der Einsteiger was dazugelernt, und der Profi einen neuen Kunden. Passt doch, oder? Gruss, Rudi
Sorry, aber da muß ich als Musiker mal ganz energisch "Bullshit!" schreien! Was soll dieses in diesem Forum schon zum Erbrechen oft gelesene Ausspielen Musiker vs. Tonis schon wieder? Das nimmt ja so langsam schon rassistische Züge an... Schon mal den Gedanken gehabt, daß auch Musiker in der selben Situation sind wie ihr? Sachen gibts... *thumbs down*
das mit dem noten lesen ist so ne sache.. ich bin schon jahre lang musiker und hab bis jetzt noch keinen musiker kollegen kennen gelernt der notenlesen kann, ich selbst kann es auch nicht. für sowas muss man eher in der klassik suchen, aber in der modernen musik rücken tabs immer mehr in den vordergrund. so gut wie jeder musiker (bsp: pop - rock) kann tabs lesen, aber noten sind ne fremdsprache