Hallo Markus,
ich könnte hier viel erzählen, denn 17 Dienstjahre an einer Hochschule - da bekommt man schon einiges mit.
Es gibt zweifellos gute und schlechte Studenten/-innen. Mit den guten hat man auch keine Probleme. Die bringen gute Leistungen, machen gute Projektarbeiten und sind auch mit ihrem Grundlagenwissen gut drauf.
Aber andere - die schlechten - da sind welche dabei, die ERWACHSEN sind und z.T. selbst schon Kinder haben aber noch nicht begriffen haben, daß sie nicht für den Lehrer lernen (ich frage mich wie die später mal vor ihren Kindern bestehen wollen). Und das sind dann solche die im 6. Semester noch keinen Schaltplan lesen können.
Da ich ja hier an der Hochschule nicht nur Audio- und Videotechnik betreue sondern auch das Hochfrequenzlabor und einen speziellen Versuch (Mikrofonmessungen) im Physiklabor habe ich da einen gewissen Überblick.
Als ich den Mikrofonversuch im Physiklabor (habe den Versuch selbst "komponiert") betreute, stellte ich fest, daß einige völlig unvorbereitet ins Labor kamen. Zwei- oder 3 mal habe ich die Kerle rausgeschmissen und dann wurde mir das zu bunt und ich habe dann die ganze Mannschaft im Labor zusammengetrommelt und denen die Leviten gelesen. Von da an wurde es besser.
Es ist interessant: Wenn man erst mal hart durchgegriffen hat, dann wird es plötzlich auch und die Kerle tun etwas.
Das mit den Pegeln ist schon ein gewisses Trauerspiel. Da haben oftmals selbst gestandene Akustiker ihre Probleme. Das "dBV" kann ich ja noch verstehen - nämlich dB bezogen auf 1V. Aber die 4dBu sind gewiß ein exotischer Pegel dessen Ursprung ich nicht nachvollziehen kann. Die 6 dBu leiten sich auch der Leerlaufspannung bei Leistungsanpassung ab, wenn 1 mW auf 600 Ohm wirkt.
Der CCIR hat damals genau das richtige getan als er das "dBu" eingeführt hat, damit endlich die Verwirrung mit dem dBm aufhört. Das geschah in 1985. Doch ich kenne Profs, die das bis heute noch nicht zur Kenntnis genommen haben und munter weiter predigen: "0 dBm = 775 mV". Nicht nur daß ich mich daran störe, daß hier ein Leistungspegel mit einem Spannungspegel durcheinander gebracht wird, sondern mich stört ganz empfindlich auch das Gleichheitszeichen. Denn man kann keine logaritmierte Maßzahl (und mehr ist das dB ja nicht) nicht mit einer physikalischen Einheit gleichsetzen. Da muß also ein "entspricht"-Zeichen dazwischen stehen. Ich bin da außerordentlich pingelig und habe mich da auch schon mit Prof's in die Haare gekriegt.
Ich habe kürzlich als Übungsaufgaben für unsere Studenten einige Pegelrechnungsaufgaben komponiert - mal sehen was dabei heraus kommt.
Die Schwierigkeiten mit der Pegelrechnung sind aber erfahrungsgemäß wieder auf die mangelhafte mathematische Grundlagen der Logarithmenrechnung zurück zu führen. Man glaubt es kaum, welche Schwierigkeiten viele mit der Logarithmenrechnung haben.
MfG
Rainer
ich könnte hier viel erzählen, denn 17 Dienstjahre an einer Hochschule - da bekommt man schon einiges mit.
Es gibt zweifellos gute und schlechte Studenten/-innen. Mit den guten hat man auch keine Probleme. Die bringen gute Leistungen, machen gute Projektarbeiten und sind auch mit ihrem Grundlagenwissen gut drauf.
Aber andere - die schlechten - da sind welche dabei, die ERWACHSEN sind und z.T. selbst schon Kinder haben aber noch nicht begriffen haben, daß sie nicht für den Lehrer lernen (ich frage mich wie die später mal vor ihren Kindern bestehen wollen). Und das sind dann solche die im 6. Semester noch keinen Schaltplan lesen können.
Da ich ja hier an der Hochschule nicht nur Audio- und Videotechnik betreue sondern auch das Hochfrequenzlabor und einen speziellen Versuch (Mikrofonmessungen) im Physiklabor habe ich da einen gewissen Überblick.
Als ich den Mikrofonversuch im Physiklabor (habe den Versuch selbst "komponiert") betreute, stellte ich fest, daß einige völlig unvorbereitet ins Labor kamen. Zwei- oder 3 mal habe ich die Kerle rausgeschmissen und dann wurde mir das zu bunt und ich habe dann die ganze Mannschaft im Labor zusammengetrommelt und denen die Leviten gelesen. Von da an wurde es besser.
Es ist interessant: Wenn man erst mal hart durchgegriffen hat, dann wird es plötzlich auch und die Kerle tun etwas.
Das mit den Pegeln ist schon ein gewisses Trauerspiel. Da haben oftmals selbst gestandene Akustiker ihre Probleme. Das "dBV" kann ich ja noch verstehen - nämlich dB bezogen auf 1V. Aber die 4dBu sind gewiß ein exotischer Pegel dessen Ursprung ich nicht nachvollziehen kann. Die 6 dBu leiten sich auch der Leerlaufspannung bei Leistungsanpassung ab, wenn 1 mW auf 600 Ohm wirkt.
Der CCIR hat damals genau das richtige getan als er das "dBu" eingeführt hat, damit endlich die Verwirrung mit dem dBm aufhört. Das geschah in 1985. Doch ich kenne Profs, die das bis heute noch nicht zur Kenntnis genommen haben und munter weiter predigen: "0 dBm = 775 mV". Nicht nur daß ich mich daran störe, daß hier ein Leistungspegel mit einem Spannungspegel durcheinander gebracht wird, sondern mich stört ganz empfindlich auch das Gleichheitszeichen. Denn man kann keine logaritmierte Maßzahl (und mehr ist das dB ja nicht) nicht mit einer physikalischen Einheit gleichsetzen. Da muß also ein "entspricht"-Zeichen dazwischen stehen. Ich bin da außerordentlich pingelig und habe mich da auch schon mit Prof's in die Haare gekriegt.
Ich habe kürzlich als Übungsaufgaben für unsere Studenten einige Pegelrechnungsaufgaben komponiert - mal sehen was dabei heraus kommt.
Die Schwierigkeiten mit der Pegelrechnung sind aber erfahrungsgemäß wieder auf die mangelhafte mathematische Grundlagen der Logarithmenrechnung zurück zu führen. Man glaubt es kaum, welche Schwierigkeiten viele mit der Logarithmenrechnung haben.
MfG
Rainer
