Hallo, ich habe eher ein profanes Anfängerproblem: Ich habe einige Schallplattenaufnahmen mit einem Soundprogramm überarbeitet. Auf dem Rechner (Kristal Audio Engine) klingen die WAV-Dateien sehr gut, die CD klingt mit dem gleichen Kopfhörer an der HiFi-Anlage schon etwas anders doch noch brauchbar, aber über die richtigen Lautsprecherboxen sind m.E. die Bässe deutlich zu stark. Gibt es irgendwelche Tricks, wie man solche Fehler vermeiden kann? Wie kann man das Equipment vernünftig einmessen? Kann man mit einem Spectrum-Analyzer etwas anfangen? Danke für Unterstützung. Viele Grüße, Kalle
... bei der Schallplattenproduktion wurden die Bässe abgesenkt, die Höhen angehoben. Früher hatte jeder HiFi-Verstärker einen "Phonoeingang", der diese "Frequenzgangsverbiegung" nach der RIAA-Kurve rückgängig machte. Heute gibt es diese Vorverstärker als externe Kistchen.
Ah tach auch, zu beachten ist auch, daß manche "große" Soundkarte, die über einen vermeintlichen Phono-Eingang verfügt, "Schummel" ist. Dies ist bei der Terratec DMX 6-fire der Fall, die ich sonst sehr schätze. Dieser Phono-Eingang verfügt über keine hardwaremäßig RIAA-Entzerrung. Sie wird lediglich softwareseitig realisiert (auch beim Abhören!). Ein guter externer RIAA-Entzerrer empfiehlt sich also. Gruß aus Berlin "Der ewige" MarkusP.
Nein, dieses Problem ist nicht gemeint, die Aufnahme ist schon mit Phono- Vorverstärker gemacht worden. Es geht allgemein darum, wie man miese Aufnahmen (alte Platten, Live-Mitschnitte mit Videokamera, Billig-Produktionen) aufpeppt. Die abschließend gebrannte CD soll ungefähr so gut klingen wie die am Computer nach Gehör bearbeiteten Files. (Wenn sie auch niemals CD-Qualität bekommen wird.)
Was benutzt Du für ein Brennprogramm? Wenn es sich am PC gut anhört, auf der gebrannten CD aber nicht, gibt es einige mögliche Gründe: - Das Brennprogramm verändert etwas (Kompression, EQ usw.). Unwahrscheinlich, aber ich kenne jemanden, der sich auf diesem Weg so um die 50 Kopien Platte->CD versaut hat. - Deine Soundkarte oder die Lautsprecher verändern den Klang. Wenn die Soundkarte/Treiber standardmäßig irgendwelche "Klangverbesserer" verwendet, ist eine neutrale Beurteilung nicht möglich. Was am PC gut klingt, klingt bei neutraler Wiedergabe nicht gut weil Du es so bearbeitet hast, daß es mit der "Klangverbesserung" gut klingt. Ähnliches passiert, wenn man ungeeignete Lautsprecher als Monitore benutzt.
Die re-ge"grab"te CD-Aufnahme klingt identisch wie die WAV-Datei und hat auch dasselbe Pegelprofil. Ich denke, dass ich bei den Bässen zu stark aufgedreht habe - das liegt wohl am Ausgang der Soundkarte und vor allem am Kopfhörer. Da klingt eine Bassanhebung von ca 3,5 dB auch bei bestehenden guten CDs sehr gut und verschafft etwas mehr Druck. Auf der HiFi-Anlage, die ohnehin schon die Bässe und Höhen gegenüber der Mitten betont, ist das zuviel des Guten. Ich werde die Files wohl noch einmal mit dem Equalizer bearbeiten, für die Zukunft weiß ich das dann und werde etwas vorsichtiger sein.