Hallo, mich würde mal interessieren, wie Ihr euerRichtrohrmikro bei Regen schützt, oder ob dann komplett nachsynchronisiert wird. Auch bei leichten Nieselregen ist das Fell (Windjammer) irgendwann durch. Fragi
Solange es Filmton ist, hat man ja meist die Möglichkeit, während Umbauten ins Trockene zu kommen. Muß ja nicht unnötig lang im Regen stehen. Da muß der Toni eben mal die Hände aus den Taschen nehmen ;) Ich habe auch noch nicht erlebt, daß es innen vom Fell tropft. Eher läuft das Wasser doch nach unten und tropft nach außen hin ab. Auch hat man da ja noch den Windkorb drunter, durch den es auch nicht gleich durch geht, sondern (Adhäsion!) eher an den Plastikverstrebungen entlang läuft. Schaumstoffwindschutz auf dem Mikrofon ist auch noch eine Schutzmaßnahme. Daß man möglicherweise trotzdem nachsynchronisieren muß, ist dem Geräusch zu verdanken, welches die auf das Fell/den Korb auftreffenden Regentropfen verursachen.
Daß man möglicherweise trotzdem nachsynchronisieren muß, ist dem Geräusch zu verdanken, welches die auf das Fell/den Korb auftreffenden Regentropfen verursachen.
Zum Trockenhalten habe ich da kein Patentrezept, ausser 'Plastiktuete ueber den Zeppelin, und nur fuer die eigentlichen Aufnahmemomente abnehmen... Wozu ich aber _UNBEDINGT_ rate, ist der Einsatz von auf HF-Kondensatormikrophonen beruhendem Richtrohren, sprich ausschliesslich Sennheiser MKHs (416/418/816/60/70/...) - die funktionieren auch noch bei hoher Feuchte, z. T. auch Kondensation, knackfrei - normale Kondensatormikrophone steigen viel frueher aus... Gruss Micha ---
Wozu ich aber _UNBEDINGT_ rate, ist der Einsatz von auf HF-Kondensatormikrophonen beruhendem Richtrohren, sprich ausschliesslich Sennheiser MKHs (416/418/816/60/70/...) - die funktionieren auch noch bei hoher Feuchte, z. T. auch Kondensation, knackfrei - normale Kondensatormikrophone steigen viel frueher aus...
allerdings habe ich das auch schon mit MKHs erlebt, dass sie absaufen . So geschehen in einer Kirche bei strömendstem Regen, laut hygro (dass ich immer mithabe) 99% Luftffeuchtigkeit Das einzige was selbst im vollen Wasserglas noch Ton liefert ist mein uraltes DPA4006...
Machst Du einen Trick: Nimmst Du eine Art von Schirm aus weichem Stoff, die sich vollsaugen kann und ausgetauscht wird. Wichtig ist, daß Tropfen nicht hörbar eintrooft. Frottee ist eine gute Stoff.
Warum nicht mal ein Sennheiser MD 46? Robust, Windschutz durch doppelgaze. Leider ist auf der Sennheiser Webseite nicht mehr der dazugehörige beflockte Windschutz zu finden (Sennheiser MZW 1032 Pro).
Explosionen oder Kampfjets würde ich vielleicht lieber dem Sounddesigner überlassen, das kommt entsprechend aufgemotzt aus der Konserve meistens besser :-)
...direkt vor dem Triebwerk? Wie wärs mit (notfalls kaskadierten) Dämpfungszusätzen? Auch wenn ich damit den maximal zulässigen Grenzschalldruckpegel in den Griff bekomme, ich würde trotzdem dem Sounddesigner schonmal bescheidsagen, denn es kann sein, dass man das Projekt nicht überlebt :)
@Stefan Grenzschalldruckpegel ist GrenzSCHALLdruckpegel an der Kapsel. Die dahinter liegenden elektrischen Dämpfungszusätze nützen garnichts, wenn die Membran schon Schmerzen hat! Es grüßt RainerK
hmm, dann hab ich wohl den Sinn nicht verstanden, was da Schoeps zu ihrem Zubehör schreiben, denn genau dazu sind die DZCs doch da? Ich meine das Dämpfungszubehör zwischen Kapsel und CMC, was genau eben diesen Grenzschalldruckpegel (auf Kosten der Mikrofonempfindlichkeit natürlich) erhöht.
@stefan: hmm, dann hab ich wohl den Sinn nicht verstanden ... Doch ! Bei moderat höherem Schalldruckpegel sind die Dämpfungszusätze sicher sinnvoll. Nur "kaskadierte" setzen einen Schalldruckpegel voraus, bei dem die Membran der Kapsel sicher bereits Schmerzen bekommt. Insofern war mein "nützen garnichts" sicher etwas naßforsch. Sorry ! Es grüßt RainerK
Dann wären deiner Meinung nach nur mit dynamischen Mics, das Grenzschalldruckpegelproblem in den Griff zu bekommen? Ausserdem wüsste ich gerne welche Messmikrofone, die ja bekanntermassen nicht zur Gattung der dynamischen gehören, zum Messen der Schalldruckpegel von Flugzeugtriebwerken verwendet werden. Vermutlich würde ich da mit ausreichendem Abstand zur Schallquelle arbeiten und den SPL halt rechnerisch auf die geforderten 1 m (oder was auch immer) beziehen. Wenn ich zum Genre der Filmdoku zurückkomme, ist der entsprechende Abstand ebenfalls angesagt. Eine geeignete Kameraoptik kriegt das in den Griff, und ein Kondensatormikro sollte dann auch nicht mehr, als die maximal zulässigen 135 dB abbekommen. Im extremfall reicht ein 20dB DZU. Dann ist doch alles kein Problem?!
@stefan: Dann wären deiner Meinung nach nur mit dynamischen Mics, das Grenzschalldruckpegelproblem in den Griff zu bekommen? Nein. Meine Meinung entspricht dem Kern Deines PN Aufnahmen ggf. mit Dämpfungszusatz und erforderlichem Abstand. Messungen mit geeigneten Meßmikrofonen, die es für hohe Schaldruckpegel auch ohne Dämpfungszusatz gibt. Geräusche von Klimaanlagen und Triebwerke werden sicher nicht mit dem gleichen Equipment gemessen. Es grüßt RainerK
RainerK postet: Grenzschalldruckpegel ist GrenzSCHALLdruckpegel an der Kapsel. Die dahinter liegenden elektrischen Dämpfungszusätze nützen garnichts, wenn die Membran schon Schmerzen hat! Hier liegt ein Irrtum vor, wie aus den Hinweisen der Mikrofonentwickeler hervorgeht, die unterschiedliche Methoden anwenden, um den Grenzschalldruckpegel durch Vermindern der Kapselvorspannung zu erhöhen: http://www.sengpielaudio.com/AenderungDesGrenzschalldruckpegelsBeiMikrofonen.pdf