Hallo, bitte löscht das vorherige Posting. Mein Editor hat den Zeilenumbruch aktiviert gehabt.... Danke. Hier meine Antwort:
Hi,
ich finde es natürlich interessant die Raumakustik zu optimieren. Damit muß ich mich mal beschäftigen.
Wahrscheinlich ist der Bau anerkannt funktionierender Raumakustik-Elemente nach einer Hörraum-Analyse eine Art Fleißarbeit die ich mir bisher nicht angetan habe.
Ein Hörprofi teilte mir mit, dass die Standards im Tonstudio Bereich deshalb eingeführt wurden damit überhaupt eine Vergleichbarkeit von Audio-Resultaten möglich werden. Die Standards wurden nicht danach festgelegt, damit es möglichst "gut" klingt. So sollen Tonstudios in aller Regel ziemlich trocken klingen. Aber ich habe mich mit der Thematik bisher noch nicht beschäftigt. Zugegebenermaßen.
So, da ich nun selbst keine Tests durchführen kann und elementar auf die Glaubwürdigkeit wissenschaftlicher Artikel angewiesen bin greife ich mir die AES Kompendien zur Hand und suche und finde.: "Loudspeakers Vol. 2". In einem Artikel von Hideo Suzuki, 1980 steht (
http://www.aes.org/e-lib/browse.cfm?elib=3967):
"Differences in the sound qualities of linear- and nonlinear-phase loudspeakers are evaluated by simulating the phase responses of loudspeakers using all-pass filters. Test results indicate that the perception of phase distortion is highly dependent on individual ability, and that it is easier to detect phase distortion by headphone listening rather than by loudspeaker listening. Instantaneous frequency and instantaneous envelope are tentatively introduced as representations of a transient signal to give some indication of how transient signals sound."
(JAES Volume 28 Number 9 pp. 570-574; September 1980)
Das deckt sich zumindest mit der Aussage Pfleiderers, dass man mit phasendrehenden Lautsprechern eben unmöglich Phasenfehler hören kann. Und Rainer deutet an, dass man mit einem elektrostatischen Kopfhörer dem Phänomen auch hörtechnisch beikommen kann. Ferner ist es sicherlich unmöglich mit grauselig bearbeiteten Pop-Aufnahmen so etwas wie Phasenfehler probehören zu wollen. Auch dass behauptet Pfleiderer.
Aber schauen wir was Hideo Suzuki im Fazit schreibt:
"Conclusion: For a long time too much of our attention has been directed to amplitude response, perhaps beacause measurements were so easy. Another reason might be that amplitude response has such an extremely large influence on the sound quality that we tend to forget the other characterstic, phase response.
Many high-grade loudspeaker systems have been designed without any considerations of the phase response. But once we have started to investigate phase response and have the tools for measurement, it is no longer easy to ignore the effect of phase response. No one can deny the necessity of linear phae respnse to reproduce a waveform with high accurarcy. Still, we must be careful that reproduction of the waveform with high accuracy does not beccome the sole criterion for high-fidelity reproduction. The results obtained by our experiment show theat the effect of phase change on the quality of transient sound is much smaller compared to the one we expect when we see the change of the waveform due to the phase distortion.
For music signals the quantity of phase distortions used in our experiment was not enough to be detected by any subject. It will be our future goal to find out the permis sible level of phase distortion for music sources."
Insofern weist der Autor daraufhin, dass er wohl im Hörtest ein erhebliches Problem mit dem Probehören hatte, weil die Lautsprecher so fehlerbehaftet sind.
Es ist natürlich klar, dass man mit phasendrehenden Lautsprechern (z.B. fette 4-Wege Box - Abstrahloptimiert) und phasendrehenden Pop/Rock-Musikaufnahmen wirklich nichts über die Hörbarkeit von Phasenfehlern sagen kann.
Die Wiedergabe von (Klang-)Hüllkurven über phasendrehende Lautsprecher lässt wenigstens nichts vom ursprünglichen Signal erkennnen. Das lässt Suzuki durchblicken. Das konnte aber nur auf Kopfhörern einigermaßen gehört werden.
Das Abstrahlverhalten der Breitbänder nach Pfleid scheint ganz gut zu sein und ist hier online zu sehen:
http://www.hifiklangservice.de/FRS/frs.htmlWie auch immer ich müßte mal mir eine anerkannt gute Studio- Mehrwege-Box mal ausleihen und mal einen Vergleichs-Hörtest machen.
Natürlich ist dieser Test völlig subjektiv und daher eine reine Einzelfallbeobachtung die nicht verallgemeinerbar ist.
Was natürlich das Abstrahlverhalten meiner klassischen Breitbänder, den alubeschichteten 20er Fostex-Treiber angeht - die sind grottig eng im Hochtonbereich. Aber mich wundert, dass z.B. Dynaudio ein eingeengtes Abstrahlverhalten im Hochtonbereich schon als klangförderlich beworben hat (weniger indirekt-Schall) und so exotische Konstruktionen mit 2 Hochtönern (!) pro Box fabriziert hat...... da schämte mich doch gleich ein bißchen weniger. Und bei Surround mit den vielen LS die das Schallfeld erzeugen ist es vielleicht doch nicht ganz so schlimm....
Gruß, BB-Fan (Meine Email ist: religionskritik ÄTNOSpam%%% gmx.de)