Fernsehtonstandard

Erstellt 13 Antworten14 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo,
gibt es irgendwo eine online einsehbare Liste, in der der Fernsehton-Standard definiert ist?
Also: maximaler Pegel (wird auf 0dB normalisiert?), Geräuschabstand Voice Over-Musik etc.
Ich habe da bis jetzt immer unterschiedliche Angaben bekommen, vielleicht weiss hier jemand genaueres?
Danke,
FZ
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Antwort#3
ach du scheis*e, die optimods ^^
hab empirisch festgestellt, die meisten ham gain-out bei -10dBU - snr vhs bei nebenspur (43 db datenblatt, gemessen 33 db).
headroom bis +20dBU laut mir entfallener spezifikation.
tv5 scheint auf 0dBU zu senden.
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Antwort#4
Normalerweise gibts von jeden Fernsehsender Spezifikationen wie Sendebänder beschaffen sein müssen. Also welches Format, welcher "Vorspann" (bars, black) wie lange, welche Audiospuren wie belegt und mit welchem Pegel.
Was nach dem Sendeband kommt ist normalerweise nicht mehr deine Sache.
Es sei denn die Frage zielt darauf ab.
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Antwort#5
Nein, die Frage zielte nicht auf die Mischung ab. Die Fragen waren konkret:
Wie hoch wird normalisiert?
Welcher Abstand zwischen Voice Over und Musik/Atmo?
Die Antworten (gültig für den MDR) hab ich jetzt auch, falls es jemanden interessieren sollte.:
Normalisiert wird auf -5dB
Der Abstand sollte 11 dB betragen.

Grüsse,
FZ
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Antwort#6
Hallo!
Es wäre mir neu, dass es für Mischverhältnisse konkrete Vorgaben gäbe. Sicher will DSF mehr Dampf um´nter dem VO/Kommentar als der BR. Darauf sollte man sich als Dienstleister einstellen können.
Das in Zahlen festzulegen wäre Unsinn. Ist die Sprache mit klassischer Musik, Techno, O-Tönen, nur-Atmo, Tiergeräuschen... unterlegt?
In jedem Fall wird ein anderer "Pegelabstand" erforderlich sein. Also am besten hinhören ;-)
VG
C
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Antwort#7
sicher richtig.
bei meiner frage ging es um richtwerte. natürlich entscheidet das ohr und es geht immer um den konkreten fall. aber ich habe schon cutter erlebt, die die ganze zeit pegelanzeigen anschauen und gnadenlos runterregeln und dir was von der fast tauben oma am monolautsprecher des fernsehers (wass ja quasi immer noch standart ist) hängen, erzählen.
ich habe die 11db immer ca. eingehalten und gerade lief die abnahme. und sie lief gut.
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Antwort#8
Es gibt irgendwo das ARD-Pflichtenheft im Netz, kann es nur gerade nicht finden.
Ansonsten ganz einfach bei ARD: -9 dBfs ist 0dB. Sprache darf nie länger bei unter -6dB stehen. Sprache und (U-)Musik können im Prinzip nach Gefühl gemischt werden, sollten i.d.R. aber einen Abstand von 6 dB nach Peakmeter haben, da im Sendeweg noch gelimited und compressed wird. Ausgesteuert wird nach RTW-kompatiblen Messgeräten mit 10ms Ansprechzeit.
Ganz wichtig: MONOKOMPATIBILITÄT
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Antwort#9
Es gibt irgendwo das ARD-Pflichtenheft im Netz, kann es nur gerade nicht finden.
Ansonsten ganz einfach bei ARD: -9 dBfs ist 0dB.
Ausgesteuert wird nach RTW-kompatiblen Messgeräten mit 10 ms Ansprechzeit.
Das ARD-Pflichtenheft wirst du nicht im Wortlaut ausgedruckt im Internet finden.
Es ist recht unklug, die schönsten dBs da oben einfach grundlos zu verschenken, besonders, wenn man nur 16 bit zur Verfügung hat.
Das Thema Headroom bzw. Aussteuerungsreserve - ein häufiges Unverständnis
http://www.sengpielaudio.com/HeadroomUndAussteuerung.htm
Nein, ausgesteuert wird nicht mit diesem analogen 10 ms PPM-Gerät. Man steuert digitale Signale nur mit digitalen Pegelanzeigern aus, die eine Ansprechzeit von unter 1 ms haben.
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Antwort#10
Nein, ausgesteuert wird nicht mit diesem analogen 10 ms PPM-Gerät. Man steuert digitale Signale nur mit digitalen Pegelanzeigern aus, die eine Ansprechzeit von unter 1 ms haben.
Wäre logisch, ist praktisch aber nicht so. Habe deshalb schon Bänder zurückbekommen.
Gruß
C
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Antwort#12
Das ist mir durchaus alles bekannt, aber in der PRAXIS muss ich eben das abliefern, was die Sendeabnahme will. Versuch doch mal Digibetas abzugeben, die bis -1 oder 0 dB fs gepegelt sind. Die werden Dir im hohen Bogen um die Ohren fliegen. Ob diese Normen sinnvoll sind ist ein anderes Thema, das die Menschen, die dort sitzen, mit Verlaub einen Sch... interessiert. Mich interessiert vor allem, den Kunden zufrieden zu stellen und somit immer neue Aufträge zu bekommen.
VG
C
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Antwort#13
Hier treffen mal wieder die "technisch korrekten" und die "rundfunkkompatiblen" Sichtweisen aufeinander.
Daß es unklug ist, mal eben 9 dB zu verschenken, ist ja bekannt.
Daß man zum sauberen Pegeln etwas Zeit und eine Probe unter Aufnahmebedingungen braucht, sollte auch bekannt sein.
Diese Zeit und die kontrollierten Bedingungen hat man unter Idealbedingungen im Studio.
Beim EB-Bericht vom Tankerunfall auf der Autobahn hat man sie nicht. Aber das ist ja auch etwas, wo es eher auf den Inhalt als auf die perfekte technische Qualität ankommt.
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Antwort#14
dB's zu verschenken ist eine Sache, aber die -9dBFS ist einfach der Arbeitspegel und darüber ist der Headroom. Es kann mal sein, das der eine oder andere Peak in den Headroom maschiert, aber das ist nicht der Arbeitsbereich. Überhaupt ist die Messung mit Peak mehr oder weniger technisch, da alles über 0 dBFS einfach zerrt. Eher betrachten sollte man sich die Lautheit, die ist viel Interessanter.
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