Hallo Rainer,
P.S.: Während Du Dein Reply geschrieben hast, hatte ich an meinem Posting noch eine Veränderung vorgenommen. Daher bitte nicht überrascht sein, wenn der Wortlaut jetzt anders ist.
Weshab ist der angebotene Versuch nicht wissenschaftlich? Was ist daran UNwissenschaftlich? Es könnte durchaus ein praktischer Fall sein: Die EQ-Einstellung geht Dir plötzlich ungewollt verloren.
Wenn ich eine Klangveränderung rekonstruieren muß, dann - und das wird jeder verantwortliche Tonmeister auch so tun wie ich es schon von einem Kollegen gesehen habe - hört man sich das an was verändert wurde und versucht dann im Umschaltvergleich die Frequenzkurve zu rekonstruieren.
Alles andere ist Selbstüberschätzung.
Wenn Du schreibst. "Die Resultate waren meist sehr zufriedenstellend" dann räumst Du doch von vornherein schon damit ein, daß es nicht immer gelungen ist.
Nein, weil DU immer derjenige bist, der solche tollkühnen Behauptungen aufstellt, andere - wirklich erfahrene Kollegen - dagegen nicht sondern diese sich wesentlich bescheidener geben.
Ich brauche dazu keine wissenschaftliche Arbeit. Ein einfacher Versuch kann jeder selbst durchführen. Außerdem steht in jedem Buch über Psychoakustik, daß die Merkfähigkeit des menschlichen Gehörs nicht gut genug ist.
Das kann man bei jedem Vergleichstest immer wieder erfahren wenn die Pausen zwischen den zu vergleichenden Stücken größer als nur wenige Sekunden betragen.
Ich verstehe dann aber nicht so recht, wieso Du einen anderen Wortlaut wählst, wenn Du doch schon weisst, daß ich Deine Änderung nicht gekannt habe.
Unwissenschaftlich ist daran, daß Du alle möglichen Randbedingungen außer Betracht lässt, die durchaus Einfluß haben können auf die Fähigkeit, die Kurve zu reproduzieren - das beste Beispiel ist die mögliche unterschiedliche Belastung des Gehörs, wodurch unser Versuchskaninchen anders hört, oder er/sie hatte morgens recht viel Kaffee getrunken (Kaffein beeinflußt ja bekanntlich das Gehör, ähnlich wie Alkohol).
Ja, richtig. Da teilen wir unsere Meinung.
Nö. Das kann genausogut Erfahrung sein, oder gutes Training.
Richtig. Habe ja auch in meinem Posting gesagt, daß ich nicht mit Dir übereinstimme, wenn Du sagst es sei *prinzipiell* nicht möglich. Das Gehör kann nicht beschrieben werden durch absolute Werte. Es gibt keine untere und obere Gehörgrenze, das sind Mittelwerte. Es gibt Menschen, die wesentlich besser zeitlich auflösen, andere sind in der Lage, spektralen Inhalt besser unterscheiden zu können.
Wie soll ich dies denn jetzt lesen, Rainer? Du meinst doch nicht etwa, Du wüßtest wieviel Erfahrung ich habe? Ich würde mich auf jeden Fall nie trauen, über Deine Erfahrung oder Fähigkeiten zu urteilen, denn ich habe Dich nie getroffen, und kenne Dich außerhalb dieses Forums nicht.
*Du* bist aber mit Verlaub keine Referenz. Deswegen ja auch diese Diskussion. Wie gesagt, meine Erfahrungen von Kollegen und mir selbst mit diesen einfachen Versuchen sind anders, als Deine. Und was ist bitteschön 'nicht gut genug'? Nochmals, man kann das Gehör nicht "verabsolutieren", es besitzt nicht nur feste Eigenschaften.
Das ist wirklich Unsinn. Wenn dem so wäre, hätte es überhaupt keinen Sinn, irgendetwas mit einander zu vergleichen, sei es denn im Doppelblindtest Umschaltvergleich etc. und das ist eben nicht so. Bei den Seminaren ist außerdem die Wiedergabesituation wesentlich entscheidender, als die Pause zwischen den Stücken.
Gr.
Dirk