Guten Tag, werte Kollegen.
Habe über's lange Wochenende 4 Tage eine Bühne bei einem Stadtfest betreut. Wie so oft stand der Frontplatz mitten im Durchgangsverkehr und war nur provisorisch durch einige leere Flightcases sowie einer Bierzeltbank etwas abgegrenzt.
Es ist nicht zu fassen, was man sich da über die Tage alles anhören muß.
Die meistgestellte Frage ist natürlich, wer wann auftritt. Das hörte aber auf, nachdem ich einen Programmzettel ans Siderack geklebt hatte. Nichtsdestotrotz wurde mir weiterhin unterstellt, ich hätte das Programm aller Bühnen auf dem Fest im Kopf.
Dann kommt irgendwann am ersten Tag einer zu mir und kotzt mich in agressivem Ton voll, es sei zu laut ("Sie machen jetzt sofort leiser") und ich solle mich ja nicht wagen, patzig zu werden. Und zum Höhepunkt greift er mir auch noch ins Pult und zieht irgendeinen Fader herunter.
Erst nachdem(!!) er sich ausgekotzt hat, gab er sich (und auch nur auf meine Nachfrage hin) als einer der Veranstalter zu erkennen.
Nachdem sich die Sache wieder etwas beruhigt hatte, erzählte er mir die übliche Geschichte vom Ordnungsamt und dessen Auflagen. Hab ich ja Verständnis für, aber vielleicht hätte er ZUERST klarstellen sollen, wer er ist. Hab ihn dann solange vollgelabert, bis er sich ob seines Tones schuldig fühlte.
Am letzen Tag hatte ich nach dem Aufbau etwas Probleme mit den Endstufen, deren Behebung nicht in Zimmerlautstärke vonstatten ging. Dabei kommt eine Oma auf ihrem Krückstock vorbeigewackelt und keift mich an: "Des geht doch nedd! Do wärrn jo die Leit verrickt!!"
Und der krönende Abschluß war ungelogen: Jemand kommt und fragt, wo man auf diesem Fest Formel1 schauen könne.
Es ist immer wieder erstaunlich, daß die Leute jemanden, der nur Hintergrundarbeit leistet (falls man ihn in Ruhe arbeiten läßt), für den Hauptorganisator der Veranstaltung halten.
Das nächste Mal sollte ich vielleicht nicht nur mein Erste-Hilfe-Case für kranke oder verletzte Beschallungsanlagen, sondern auch meinen beißenden Zynismus im Gepäck haben und die Leute zu einer imaginären Großbild-Leinwand auf dem Kartoffelacker schicken.
Also sowas. Manchmal könnte man für eine offensiv arbeitende (ich drück's extra so vornehm aus) Security fast Verständnis haben.
Weiß jemand aus der Kollegschaft Ähnliches zu berichten? Wie man sieht, ist praktisch nichts unmöglich.
beste Grüße
Eckhard
Habe über's lange Wochenende 4 Tage eine Bühne bei einem Stadtfest betreut. Wie so oft stand der Frontplatz mitten im Durchgangsverkehr und war nur provisorisch durch einige leere Flightcases sowie einer Bierzeltbank etwas abgegrenzt.
Es ist nicht zu fassen, was man sich da über die Tage alles anhören muß.
Die meistgestellte Frage ist natürlich, wer wann auftritt. Das hörte aber auf, nachdem ich einen Programmzettel ans Siderack geklebt hatte. Nichtsdestotrotz wurde mir weiterhin unterstellt, ich hätte das Programm aller Bühnen auf dem Fest im Kopf.
Dann kommt irgendwann am ersten Tag einer zu mir und kotzt mich in agressivem Ton voll, es sei zu laut ("Sie machen jetzt sofort leiser") und ich solle mich ja nicht wagen, patzig zu werden. Und zum Höhepunkt greift er mir auch noch ins Pult und zieht irgendeinen Fader herunter.
Erst nachdem(!!) er sich ausgekotzt hat, gab er sich (und auch nur auf meine Nachfrage hin) als einer der Veranstalter zu erkennen.
Nachdem sich die Sache wieder etwas beruhigt hatte, erzählte er mir die übliche Geschichte vom Ordnungsamt und dessen Auflagen. Hab ich ja Verständnis für, aber vielleicht hätte er ZUERST klarstellen sollen, wer er ist. Hab ihn dann solange vollgelabert, bis er sich ob seines Tones schuldig fühlte.
Am letzen Tag hatte ich nach dem Aufbau etwas Probleme mit den Endstufen, deren Behebung nicht in Zimmerlautstärke vonstatten ging. Dabei kommt eine Oma auf ihrem Krückstock vorbeigewackelt und keift mich an: "Des geht doch nedd! Do wärrn jo die Leit verrickt!!"
Und der krönende Abschluß war ungelogen: Jemand kommt und fragt, wo man auf diesem Fest Formel1 schauen könne.
Es ist immer wieder erstaunlich, daß die Leute jemanden, der nur Hintergrundarbeit leistet (falls man ihn in Ruhe arbeiten läßt), für den Hauptorganisator der Veranstaltung halten.
Das nächste Mal sollte ich vielleicht nicht nur mein Erste-Hilfe-Case für kranke oder verletzte Beschallungsanlagen, sondern auch meinen beißenden Zynismus im Gepäck haben und die Leute zu einer imaginären Großbild-Leinwand auf dem Kartoffelacker schicken.
Also sowas. Manchmal könnte man für eine offensiv arbeitende (ich drück's extra so vornehm aus) Security fast Verständnis haben.
Weiß jemand aus der Kollegschaft Ähnliches zu berichten? Wie man sieht, ist praktisch nichts unmöglich.
beste Grüße
Eckhard
