speed metal - studioaufnahme

Erstellt 21 Antworten22 Beiträge
Startbeitrag#1
kann mir mal jemand helfen?
ich hab bis dato nur musik der gemäßigten art gemischt.
nun stehe ich vor der aufgabe eine ziemlich hart band
aufzunehmen. (richtung slayer)
was muß man hier im gegensatz zu rock/pop speziell
schlagzeugtechnisch beachten?
gruß
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Antwort#2
was muß man hier im gegensatz zu rock/pop speziell
schlagzeugtechnisch beachten?
Das
a) der Schlagzeuger besser ist, aber
b) er sich für noch besser hält und dementsprechend über seine Können spielt....
Ich sach mal, im Grunde ist es nichts anderes. Ausser das der Sound viel kritischer von den Musikern beäugt wird, die Gitarristen zuviel Bässe wollen (in den Gitarren natürlich...), der Bassist zuviel und immer nur unisono mit der Rhytmusgitarre spielt, der Drummer unsaubere 16tel spielt....

Ich kenne die Band nicht. Mehr Details please, dann kann auch detailierter geantwortet werden.
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Antwort#3
ein problem ist z.b. diese maschinengewehr-basedrum.
ist das ohne zu triggern mit einer doppelfußmaschine möglich
oder sind hier 2 kick-drums besser?
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Antwort#4
Erste Voraussetzung ist, dass er die 16tel wirklich spielt und nicht nur spielen will! Viele Drummer sind zwar schnell aber unpräziese. Spielen irgendson Mischmatsch aus 8tel Triolen und 16tel, also völlig unsauber. Zumindest bei längeren Passagen.
In dem Fall: Triggern und dann quantisieren. Oder komplett nachprogrammieren.
_Wenn_ getriggert, dann darauf achten, dass niemals hintereinander dasselbe Drumsample gespielt wird. Also pitch, anschlag etc. variieren. Denn ansonsten hört es sich wirklich nach Maschinengewehr an (künstlich).
Zum Thema eine Bassdrum oder zwei, habe ich schon mal weiter unten (->Archiv) eine Thread angefangen. _Wenn_ beide BD gleich sind und gleich klingen (->gestimmt) dann bevorzuge ich zwei BDs. Praktisch hat man aber mit einer BD weniger Aufwand.
Ein anderer Tip (nicht von mir und auch noch nicht probiert), ist: wenn er perfekte 8tel (mit einer BD) spielt und ansonsten timingfest ist, lass ihn 8tel spielen und erzeuge die 16tel durch ein Delay.
Und dann untersage dem Bassisten 16tel zu spielen. Die hört man nicht, es matscht und der Ton ist noch gar nicht eingeschwungen. Basstöne entfalten sich langsam. Ausser bei sehr hohen Passagen auf der D und G Saite.
Wenn der Drummer 16tel spielt, 4 Rhytmusgitarran auch, dann hat der Bass geloost.
Gerade die (schlechten) Knüppelbands kranken daran, dass es nicht grooved. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 80% ist der Bassist mies. Halte ihn an, wenig dafür aber effektiv und "groovig" zu spielen.
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Antwort#5
hi markus
also, das mit den schlagzeugern ist echt ein problem. man kann denen ja nicht von heute auf morgen das grooven beibringen! und du wirst keinen überreden können, seine tollen 16tel wegzulassen oder zu 8teln zu machen! oft spielt die bd ja auch unisono mit der rhythmusgitarre und definiert dadurch den RHYTHMUS an sich, dann wäre die musik völlig verändert!! viele können sich das auch gar nicht so einfach aus dem ärmel schütteln, die haben ihre 16tel drin, und wenn daraus 8tel werden sollen, stehen sie da...
wenn also die drums wirklich scheiße gespielt werden, kann ich mir nicht viele lösungen vorstellen. das mit dem delay halte ich (sorry) für humbug. thomas, falls du mal sowas produziert hast, kannst du mir das mal als mp3 schicken? im ernst, würde mich interessieren!...
quantisieren geht vielleicht, kommt auf die software an, ich habs bisher noch nicht hingekriegt, aber wer weiß.
wenn gar nichts mehr hilft und die drums bzw. bd programmiert werden müssen und dabei wieder fragen und probleme auftreten, einfach noch mal posten, da kann ich sicherlich weiterhelfen.
eine andere lösung: die ganzen drums bei niedrigerem tempo schön tight auf click einspielen und dann timestretching. viele programme haben so saubere stretch funktionen, da kann man schon mal gut 10-20 bpm runtergehen, ohne daß man es nachher hört. vor allem, da ja die drums noch hart komprimiert und/oder verzerrt werden, und keiner wird hinter einem gitarren gewitter hören, daß die drums gestretcht sind. höchstens die becken könnten ein problem werden, wenn man krass stretcht.
zur trommel: ich denke, für metal ist eine doppelfußmaschine völlig okay. es kommt ja meist auf den punch an, und der ist ja da. das decay vom ton, das die echte doublebass auch noch von sich gibt, wenn die andere trommel schon den nächsten ton spielt, ist eigentlich fürn arsch und matscht höchstens. und man hat weniger miking arbeit.

zum bassisten: falls er seinen edelbass mit plektrum vergewaltigt, kann man da nicht reinreden. aus die maus. auch, wenn er nur nur nur 16tel plängelt kann man nicht reinreden. er macht ja nur das! man müßte dem bassisten seine ganzen lines neu schreiben! wenn man dazu lust hat und der bassist keinen stolz hat, geht das vielleicht, und am besten holt man sich gleich nen studio musiker. aber im allgemeinen muß man auch hier passen. man kann halt wieder timestretchen, das geht auch ganz gut, weils ja meistens ein monophoner klang ist. ansonsten bleibt wohl nur, ein guter engineer zu sein... aufpassen sollte man echt auf das frequenzspektrum, das sich der bassist selbst schon am amp zurechtdreht. viele bassisten sind nämlich gitarristen geschädigt, und haben sich schon zu duckmäusern machen lassen, die sich selbst die bässe rausdrehen!

da wären wir beim thema gitarren. metal gitarristen haben oft (vor allem wenn sie unerfahren sind) einen hang zum bässe-und-höhen-voll-rein-mitten-komplett-raus thrash sound. dann wundern sie sich, warum die gitarren sich nicht durchsetzen und wollen zehn spuren einspielen. im ernst, ich kenne das wirklich! versuch, die gitarristen zu mitten zu überreden! ähnlich ist es mit verzerrung, viele drehen gain voll auf und freuen sich daß der sound schon boogt, aber es ist besser, mit gerade so viel verzerrung zu spielen, wie es wirklich nötig ist und noch ausreichend sustain (z.b. bei abgedämpften passagen) bringt. also, mitten rein, verzerrung raus! die gitarristen werden dich dafür böse anschauen, aber wenn davon drei spuren aufeinanderliegen, fallen sie um und masturbieren, weils so geil klingt... und der bassist darf auch wieder seine bässe haben!

so, am ende noch was: wenn du noch keinen metal produziert hast und auch nicht privat hörst, dann hör dir gute scheiben als soundreferenz an. ein paar sachen, die alle etwas verschiedene bereiche repräsentieren, aber alle wirklich referenz darstellen:
meshuggah - destroy, erase, improve
korn - korn
machine head - ? (erstes album mit so nem kopf drauf)

ich hoffe das war hilfreich,
ciao
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Antwort#6
bd ja auch unisono mit der rhythmusgitarre und definiert dadurch den RHYTHMUS an sich, dann wäre die musik völlig verändert!!
das mit dem delay halte ich für humbug. thomas, falls du mal sowas produziert hast, kannst du mir das mal als mp3 schicken? im ernst, würde mich interessieren!...
drums noch hart komprimiert und/oder verzerrt werden,
höchstens die becken könnten ein problem werden, wenn man krass stretcht.
zum bassisten: falls er seinen edelbass mit plektrum vergewaltigt,
auch, wenn er nur nur nur 16tel plängelt kann man nicht reinreden. er macht ja nur das!
man müßte dem bassisten seine ganzen lines neu schreiben!
am besten holt man sich gleich nen studio musiker.
da wären wir beim thema gitarren. metal gitarristen haben oft (vor allem wenn sie unerfahren sind) einen hang zum bässe-und-höhen-voll-rein-mitten-komplett-raus thrash sound. dann wundern sie sich, warum die gitarren sich nicht durchsetzen und wollen zehn spuren einspielen. im ernst, ich kenne das wirklich! versuch, die gitarristen zu mitten zu überreden! ähnlich ist es mit verzerrung, viele drehen gain voll auf und freuen sich daß der sound schon boogt, aber es ist besser, mit gerade so viel verzerrung zu spielen, wie es wirklich nötig ist und noch ausreichend sustain (z.b. bei abgedämpften passagen) bringt. also, mitten rein, verzerrung raus! die gitarristen werden dich dafür böse anschauen, aber wenn davon drei spuren aufeinanderliegen, fallen sie um und masturbieren, weils so geil klingt... und der bassist darf auch wieder seine bässe haben!
Es geht um wilde und falsche 16tel, die nur unisono zur RG sein _sollen_ es aber nicht sind!
AUfmerksam lesen: die idee ist von jemand anderen! Ich selber habe sie aus ähnlichen Gründen warum die sie für Humbug hälst noch nicht probiert.
Allerdings allzuweit hergeholt ist sie nicht. Manche Rockdrummer spielen relativ timingfest sind aber schlecht zu Fuss.
Hää? Wer verzerrt den Drums?
Eben.
Gegen Plekrum spielen ist nichts zu sagen. Ich finde es klingt besser (härter, präziser)
Eben nicht. Erfahrungsgemäss sind die relativ aufgeschlossen. Denn sie kennen es ja nicht anders. Sie spielen oft nur 1:1 die Rhytmusgitarre nach. Und da sie es auch auf den CDs nicht genau raushören denken sie das muss so sein.
Wenig. Die Töne können doch bleiben. Die 16tel werden zu 8teln oder 4teln. Und bei den Abgeparts bei der die RG nur ganztöne spielt wird eben mal auf die BD gespielt.
Es wäre nicht das erste mal, dass ich ein paar Bassparts übernehme....
Volle zustimmung!
Zu den Referenz CDs möchte ich noch Carcass "heartwork" ergänzen.
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Antwort#7
Ihr Süßen,
ich freue mich immer über Menschen, die so wenig Vorurteile haben..HÄhä, Habe kurze Haare (nicht Gesinnung), nen Sandberg 5-Saiter (billig UND Gott) und find viele Töne spielen nicht toll.
Aber 'ne Frage, Euren Hörtips kann ich voll zustimmen, kennt ihr die Nasum 2.0? Was haben die mit dem Schlagzeug gemacht? Snare und Bassdrum fast auf dieselben Freqenzen gedreht? Wer weiß?
Danke und Grüße Ollie
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Antwort#8
du hast dir ja richtig arbeit gemacht.
erstmal danke!
das mit den mitten in den gitarren haben ich ihnen schon erklärt und die haben auch kapiert, daß sonst der bassist gleich wieder heim kann.
was mich noch interessieren würde ist diese extreme multibandkompression die solche produktionen haben. die hüllkurve ist da ja nur noch ein einziger strich so bei 0db.
wie alle musiker dieser spezies ist die maximale lautstärke der cd erwünscht.
ich hab in samplitude die möglichkeit das signal in 4 bänder aufzuteilen zu komprimieren und anschließend noch durch einen limiter zu schicken.
das ich an den regelzeiten stunden und tage verbringen werde ist mir jetzt schon klar. vielleicht kann mir da jemand ein paar richtwerte sagen.
ist es ratsam das schlagzeug auf ne subgruppe zu legen und erstmal seperat zu komprimieren?
ich bin der meinung das solche bratgitarren nicht mehr komprimiert werden sollten. ist das so richtig?
gruß
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Antwort#9
hi,
mit einer guten bass anlage und einem guten instrument und einem timingfesten bassisten sind durchaus 16 triolen machbar, ohne das es mumpft. (klingt sogar knackig)
hör doch mal rein in marcus miller -the sun don´t lie. ist zwar kein heavy, aber widerspricht deiner aussage und 16tel sind bleiben 16tel.
die meisten heavy bands haben eher instrumente, die dem unteren durchschnitt entsprechen. Auch wenn sie toll aussehen, haben sie meist eine minderwertige resonanz und minderwertige technik.
also ich meine wer ca 10000,- für sein bassequipment anlegt und damit nur heavy spielt hat sich das ding eh nur aus prestige gründen gekauft und weiß die wahren qualitäten so einer anlage eh nicht zu schätzen.
gruß racker - let´s play funk & slap it
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Antwort#10
was mich noch interessieren würde ist diese extreme multibandkompression die solche produktionen haben. die hüllkurve ist da ja nur noch ein einziger strich so bei 0db.
wie alle musiker dieser spezies ist die maximale lautstärke der cd erwünscht.
ich hab in samplitude die möglichkeit das signal in 4 bänder aufzuteilen zu komprimieren und anschließend noch durch einen limiter zu schicken.
ist es ratsam das schlagzeug auf ne subgruppe zu legen und erstmal seperat zu komprimieren?
ich bin der meinung das solche bratgitarren nicht mehr komprimiert werden sollten. ist das so richtig?
Welche?
Ich würde nicht allzuviel komprimieren. Achte eher darauf dass der Mix schön fett und transparent wird. OK, das ist die eigl. Schwierigkeit.
Und dann noch durch den L1 gejagt. Zuviel Kompression kann es auch kaputt machen. Hängt natürlich auch vom Stil ab.
Warum willst du das Schlagzeug komprimieren?
Jein.
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Antwort#11
hi,
mit einer guten bass anlage und einem guten instrument und einem timingfesten bassisten sind durchaus 16 triolen machbar, ohne das es mumpft. (klingt sogar knackig)
Bei Funk'n'slap wird ja auch nicht von den Klampfen alles zugedröht....
Die hörst effektiv keine 16tel mehr vom Bass raus wenn die Bassdrum 16tel spielt und 2 oder 4 RGit auch 16tel spielen. Du kannst 8tel spielen du kannst 4tel spielen. Wenn du langsamer spielst (wir reden hier von >160bpm) kommt definitiv mehr Fundament.
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Antwort#12
hi thomas,
sobald die musik so überladen ist, daß der nach/verdeckungseffekt greift, hast du natürlich recht. aber wer will den allenernstes sowas ?
wie ist es wenn man die frequemzüberlagernden anteile der einzelnen instrumente extrem eingrenzt ? d.h. die gitarren auf jeden fall mit nem ca 300 Hz lo cut versehen (alle). man muß den muckern ja nicht gleich alles auf die nase binden um derartige diskussionen zu unterbinden. deren meinung ist dann objektiver.
gruß racker
p.s. ach es wäre auch von vorteil darauf zu achten, daß die buppe (bassdrum) im klangbild (auch frequenzanteilig) vom bass getrennt wird.
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Antwort#13
wie ist es wenn man die frequemzüberlagernden anteile der einzelnen instrumente extrem eingrenzt? d.h. die gitarren auf jeden fall mit nem ca 300 Hz lo cut
p.s. ach es wäre auch von vorteil darauf zu achten, daß die buppe (bassdrum) im klangbild (auch frequenzanteilig) vom bass getrennt wird.
Würde ich nicht machen, kann aber funktionieren. Aber dieses "uup" beim Abstoppen fehlt dann z.B. Die Gefahr ist, dass es dann schnell zu dünn klingt.
Muss man in Zusammenhang dann mal hören.
Auch hier finde ich es nicht unbedingt wichtig streng zu trennen, da der Bass ja meist verschiedene Töne spielt. Wichtiger scheint mir Augenmerk auf die 500-1kHz beim Bass und 3000-6000 bei der Bassdrum zu legen. Das Percussive von beiden setzt sich dann doch durch.
...aber meistens habe ich damit zu kämpfen, dass der Bass und die BD grottenschlecht und die Zeit (und das Geld) knapp ist....
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Antwort#14
wie ist es wenn man die frequemzüberlagernden anteile der einzelnen instrumente extrem eingrenzt ? d.h. die gitarren auf jeden fall mit nem ca 300 Hz lo cut versehen (alle). man muß den muckern ja nicht gleich alles auf die nase binden um derartige diskussionen zu unterbinden. deren meinung ist dann objektiver.

AAAAH! Racker! Das hab ich gehoert! Geh du meiner Zunft nicht an die leckere 100-200 Herz "Tschumm-Tschumm" Frequenz, Schurke!! ;)
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Antwort#15
Hi Markus,
glueckwunsch!
Metal aufnehmen is wie eine Predigt schreiben! ;)
Zumindest fuer mich, und WICHTIG: VORSICHT! ich bin einfach nur ein Home-Recordender Metal-Fan..
Aber vielleicht kann ich dir ja noch ein paar ideen schreiben..
Jedenfalls werde ich mit jeder menge "fachbegriffen" um mich schmeissen.. ;)
Was ich in den (sonst interessanten) Beitraegen ein bisschen vermiss habe is das selective comprimieren und EQen der einzelnen Songparts..
Kann aber auch sein, das ich das falsch mache..
Hier mein Vorgehen..
Beim DB-16-Tackern bauen sich bei mir immer zuviele Baesse auf, entweder koennte man dann den kompressor-attack verkuerzen, oder einfach die baesse etwas rausdrehen und die base etwas "klick"-iger filtern.. so mach ich das jedenfalls.. in single-kick parts wieder etwas anfetten...
Die Gitarren behandel ich aehnlich..
Bei Speed-Metal (True-Metal?) werden viele 16 durch-geschraddelt, und in solchen Passagen filter ich auch da die baesse ab..
Ansonsten lass ich die Gitarren aber bis 120 Herz runtergehen, alles darunter matscht, aber bei 120-150 Herz drueckts schoen in gedaempften Passagen..
Bass wuerde ich bei speed metal auf jeden fall mit Pick spielen..ein exaktes Hoehenklackern treibt doch maechtig, ich weiss garnicht, was die 8tel/4tel fraktion hat.. klar wirds duenn(er), aber fuer mich is das ein wichtiger dynamikwechsel, danach drueckst umso mehr.. nimm halt mehr bass von den gitarren dazu..
Bass-Gitarre lass ich bis 80 Herz runter und filter die dann langsam weg.. low-cut kommt das schlecht, aber ne trenntung zu base-drum sollte schon sein..
Was allerdings eine gute idee ist, ist ein-bis zwei 8-tel spuren der Gitarren oder des Basses mit drunterzumischen...aber nur ganz vorsichtig..
Basedrum nehm ich auch nur eine, (hab auch nur ein mikro ;) )..klappt jedenfalls..
Hmmm, schlechtes Drum-Play korrigieren..
Also ich mach sowas ganz billig mit Steinbergs ReCycle...nach Daumen und Auge..
KLAPPT ABER!!!!
Die Mittensache in der Gitarre wuerde ich bei Speed-Metal auch hervorheben, ich wuerde aber trotzdem noch ne Bass-Hoehen-Only Spur reinmischen.. -> geschmack..
(ist "Badewannen-Form" ein adaequater ausdruck?) ;)
Ich zum beispiel mach lins mehr druck von unten, und rechts mehr mitten..
Eine weniger technische idee ist zb. eine oktave hoeher die gitarren nochmal einzuspielen.. grade bei pompoesen speed-metal..
Hey, wenn du ne gute band am stacht hast.. oder die das jedenfalls denkt.. hast du solos am hals..
wo ich da immer anfange:
BPM-Rechnerei hin oder her, ein 200/400 Stereo-Delay is unschlagbar!
Mitten sind da auch wichtig..
Zur kompression.. Hmmm, ich lass die gitarren eigentlich auch immer unveraendert..
Aber bei krassen 16-schradell-schlachten komprimiere ich via Mulitband im 500-1200Herz-Raum... haelt die anschlage etwas praesenter.. da sollte nix wackeln..
Die Hull-Kurve ist in der Tat meistens ein strich..
-> Mulitband-kompression und Limiter!
Da die Gitarren und der Bass meistens eh schon relativ dynamik-arm (blockig) sind, wird meistens das schlagzeug am meisten davon betroffen, da es die hoechsten ausschlaege liefert..
An dieser stelle wir es wichtig, dass du darauf achtest, dass die Snare bei der Aufnahme etwas "bauchig" rueberkommt.. Ein simples Hoehen-"tack!" wird weglimitiert, also sollte im mitten/bass bereich auch etwas snare vorhanden sein..
Fuer den Masterfilter mag ich ganz gerne einen Multiband exciter im Bass-Mitten bereich angesetzt..
Ich weiss nicht, inwieweit das im rahmen diese (geilen tollen interessanten) Forums hier erlaubt ist, aber ich empfehl dir einfach mal was:
ich benutze zum Mixdown-Filtern das Direct-X-Plugin "Izoptope Ozone"..
www.izotope.com
Is ein kracher! -besonders fuer metal! (denn da -letzter tip: kann man die ganze choose auch mal unter die decke limitieren! -Siehe strich-huellkurve..)
Ich hoffe, ich konnte dir was neues erzaehlen, und ehrlich gesagt waere ich super interessiert, mal zu hoeren, was du so aufgenommen hast..
Wenn du das verschicken darfst (informativ..) waere ich sehr interessiert!
Viel spass! -Laechel ueber die vorturteile! (ALLE WAHR!!!) ;)
Bis denn dann..
*daniel

http://www.sullencircle.de
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Antwort#16
hi

mal in richtiger reihenfolge:
das witzige bei bratgitarren ist, man KANN sie oft gar nicht mehr groß komprimieren! es gilt, je verzerrter der sound, desto mehr kompression entsteht bereits im verstärker. d.h., du bekommst eine schöne kette von "interaktiven" zusammenhängen; wenn z.b. der sound relativ wenig verzerrt (aber halt immer noch bratig ist) hat das signal noch mehr dynamik und es macht durchaus sinn, die summe gedoppelter (oder dreifacher, wie auch immer) spuren, evtl. sogar einzelne tracks zu komprimieren. ist der sound super verzerrt, kann man höchstens noch eine summe komprimieren, wobei praktisch nur noch die durch spielunterschiede "verursachte"(!) dynamik komprimiert wird. andererseits sollte man auch beim aufnehmen einen kompressor VOR dem amp erwägen! die wenigsten gitarristen arbeiten mit sowas, aber wenn man mit relativ wenig verzerrung, aber einem trotzdem "sahnigen", homogenen sound aufnehmen will, kann das dazu führen, daß die verzerrung angenehmer klingt, weil man die röhren des amps mit einem nivellierten pegel anfährt und somit eine gleichmäßigere menge an verzerrung produziert wird. oft kann man dann sogar die verzerrung noch etwas mehr zurückfahren! wenn man so arbeitet, ist es jedoch wieder unwahrscheinlicher, das die aufgenommenen tracks kompression brauchen/vertragen. ein letzter punkt ist die bassregelung am amp, die würde ich noch streng im auge behalten, da die richtige menge auch vom verzerrungsgrad abhängt. je weniger verzerrt, desto mehr bässe.
viel spaß beim experimentieren!
die drums würde ich definitiv als subgruppe komprimieren. selbst wenn die einzeltrommeln schon komprimiert werden, ein ordentliches pumpen kommt gut, außerdem wird ein kompressor z.b. groove parts und 16tel-dresch parts unterschiedlich behandeln, das bringt lebendigkeit in die drums. keine zurückhaltung, ruhig kräftig komprimieren, im prinzip bis zur "hörbarkeit" des kompressors!
bei multibandkompression ist halt vorsicht geboten. man kann schnell einen lauten und coolen sound bekommen, aber es passiert schnell, daß man den ursprünglichen groove (falls vorhanden*g*) kaputtmacht oder vergißt, daß man nicht in der disco ist, evtl. hört es sich da später schlecht an. bevor ich an multiband denke, mache ich einen geilen mix! den lasse ich dann einen tag stehen. ausschlafen. und bevor ich einen multibander dann einsetze, höre ich mir den mix an und versuche zu definieren, wo es ein problem gibt. dann gehe ich in die entspr. frequenz und versuche, einfach dieses problem zu entfernen. dabei rede ich immer mit mir selbst! das hilft, nicht den überblick zu verlieren. ansonsten will ich keine dogmen aufstellen, es gibt auch bei metal keine patent settings. ich hab nur einen kleinen tip: manchmal bekomme ich einen wahnsinns bumms, wenn ich ein tiefenband (150 Hz abwärts) leicht expande! die bd zieht dann, wenn sie spielt, den bass-bottom nach oben.
noch generell etwas: ich weiß ja jetzt nicht, wie du mischst, aber klang nach HD-recording, da liegt ja digital mixing nahe. ich denke aber, gerade im harten stil ist es wirklich sinnvoll, möglichst analog zu michen. den kanal eines analog mixers derb zu übersteuern bringt oft mehr pegel und druck als der beste digitale maximizer! und alles ohne zerquetschte formanten oder ekliges digital-zerren. check mal dein equipment nach möglichkeiten, einzelne spuren, gruppen oder eine ganze summe mit möglichst wenig verlust durchs pult zu jagen, und dann mal herzhaft die fader hochziehen!

muchas amüsantos
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Antwort#17
hi
Hää? Wer verzerrt den Drums?
Gegen Plekrum spielen ist nichts zu sagen. Ich finde es klingt besser (härter, präziser)
Wenig. Die Töne können doch bleiben. Die 16tel werden zu 8teln oder 4teln. Und bei den Abgeparts bei der die RG nur ganztöne spielt wird eben mal auf die BD gespielt.
Es wäre nicht das erste mal, dass ich ein paar Bassparts übernehme....
und was ist röhren oder bandsättigung? Häää??
however, ich hab schon viele BDs verzerrt, egal in welchem stil...

ist halt geschmackssache. ich wollte auch eigentlich nur ein BILD zeichnen, comprendre? der bassist mit edelbass, der nur plec 16tel schreddert...
außerdem ist für mich gutes fingerspiel das härtere. du kannst den ton ganz plötzlich stoppen, und gerade das kann bei einem guten bassisten enorm druck machen! es groovt, und groove drückt, und druck ist hart.


ich hab damit ein problem. ich will eine band produzieren und nicht nachhilfe geben.

LOL

greetz!
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Antwort#18
hi.
*lol* wenn das rainer hört, dass man den mischer zwecks soundverbesserung übersteuert :)
hatte ich mal mit der stimme gemacht (preamp übersteuert). hörte sich auch irgendwie gut an. aber nicht hammerclipping, sondern nur leicht; halt so, dass mans hört - und zwar live. musste man ein wenig mit den rückkopplungen uafpassen, da noch einer sehr hart eingesteller compressor am werk war, aber sonst ;-) erlaubt is was gefällt...
cu,
jonny
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Antwort#19
hi,
hehehe...ich kann nicht anders, bringt mir schöne transparenz :)
lecker ? schrunzelschrabbel e-gitarre ? 300hz abwärts ???? * sicherstmalamkopfkratzt*
auch gut klingt ja "...würde ich nicht machen, könnt aber funktionieren..."
*sichweiteramkopfkratzt*
das sind einschlägige argumente ;)
nix für ungut,
gruß racker
noch´n tick schneller und sie sind vom normalisierten rauschen nicht mehr weit weg ;))
der arme tonmensch, der sowas mischen "muß".
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Antwort#20
und was ist röhren oder bandsättigung? Häää??
however, ich hab schon viele BDs verzerrt, egal in welchem stil...
außerdem ist für mich gutes fingerspiel das härtere. du kannst den ton ganz plötzlich stoppen, und gerade das kann bei einem guten bassisten enorm druck machen! es groovt, und groove drückt, und druck ist hart.
Wenig. Die Töne können doch bleiben. Die 16tel werden zu 8teln oder 4teln. Und bei den Abgeparts bei der die RG nur ganztöne spielt wird eben mal auf die BD gespielt.

ich hab damit ein problem. ich will eine band produzieren und nicht nachhilfe geben.
Bei der BD kann das funktionieren. Bringt mehr "platsch". Aber ansonsten will ich die Drums clean haben. Ich komprimiere auch nie die Drums als Subgruppe. Zumindest klang es bei mir noch nie gut (pumpen), sondern nur die Einzelinstrumente und dann später den ganzen Rest zusammen.
Yup.
Nein du willst nur aufnehmen wie sie _sind_, und nicht produzieren wie sie sein _wollen_. Bei soviel Authentitätsfanatismus dürftes du auch keine Gitarren doppeln....
Ich bleibe dabei, einen fetten Gitarrensound vorausgesetzt hört man bei tiefen (kein joeydemayo-like solo, da muss natürlich geschruppt werden...) Bassgespiele von Anschlag her keinen unterscheid ob 16tel geschruppt und 8tel nur von oben gespielt, d.h. die Hand schlägt bei hochgehen eben nicht nochmal an. Ich finde das klingt besser und sauberer. Und wie gesagt vom Anschlag klingts (fast) gleicht.
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